Warum unterscheidet unsere Politik und manche Linke nicht zwischen "Hass" und "Misstrauisch sein"/"nicht mögen?

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5 Antworten

"Ich möchte nur nicht, dass dieser sich bei uns extrem ausbreitet,"

Wir leben in einem Staat, in dem jeder selber entscheiden kann, ob er Buddhist sein will, Atheist, oder an das fliegende Spagettimonster glaubt (oder an eine der anderen Religionen). Den Islam kann man als solchen nicht verhindern, das Gesetz sagt nur, dass man sich regelkonform verhalten muss. Das gilt für alle.

Wenn jemand also nur in die Moschee geht, seinen Ramadan macht, und sich nichts zu schulden kommen lässt: warum sollte ich was dagegen haben?

Das Gesetz bestraft Gesetzesübertretungen, das ist auch richtig. Nur unabhängig von der Religion des Täters.

" oder dass ich zum Beispiel am Ramadan erst zu schauen habe, ob Muslime in der Nähe sind, bevor ich meine Wurstsemmel auspacke."

Ich würde meine Wurstsemmel auch dann essen, wenn ein Muslim in der Nähe wäre. Einerseits übertreibst du da, wo es nicht angebracht ist (siehe oben), anderseits gibst du an einem Punkt nach, wo es gar nicht nötig ist.

Was verstehst du denn unter dem Punkt Religionsfreiheit?

Man sollte die Menschen nach ihren Taten beurteilen, nicht danach, ob sie in eine Moschee gehen, sonntags ausschlafen, oder in eine Kirche, oder was auch immer...

DerNamenslosw 30.06.2017, 10:04

Natürlich soll jeder seiner Religion nachgehen können, aber halt hauptsächlich im privatem Raume oder in Moscheen. Das Kopftuch hat sich mittlerweile in unsere Gesellschaft integriert. Frauen mit Burkas oder Burkini (Schwimmbad) möchte ich bei uns in Deutschland eigentlich nicht so gerne sehen, weil es eigentlich schon ein wenig befremdlich wirkt. Wenn ich mit jemandem rede, möchte ich eigentlich schon zumindest sein/ihr Gesicht sehen. Ich habe prinzipiell auch nichts gegen Moscheen, finde es aber ebenso befremdlich, wenn der Muezzin durch die Stadt "brüllt".

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Das ist eine schwarz-weiß-Fixierung, nach dem Motto "Wer nicht mein Freund ist, der ist mein Feind"

Das war früher weniger zu beobachten, was aber nicht heißt, daß es nicht existierte. Vor, sagen wir mal 25 Jahren, gab es kein Internet, in dem jeder Hansel unqualifizierten Mist von sich geben konnte und dafür auch noch "likes" bekam, was ihn zum weitermachen anspornt. Die Medien waren nur die offiziellen und deren Redakteure haben offensichtlichen Unsinn ausgefiltert.

Bedauerlicherweise scheint sich diese Geisteshaltung vermehrt durchzusetzen - auch die Links-Rechts-Konformität geht in die Richtung: für einen Linken ist oft alles Nazi, was rechts von ihm ist und für einen Rechten ist alles Kommie, was links von seiner Position ist.

Genau genommen sagt jene Klassifizierung also garnichts aus.

Gruß

Das wird von vielen linken genauso gesehen. Es gibt dort wie in jeder Partei verschiedene Flügel (Fundamentalisten, Reformer...), aber auch dort gibt es unterschiedliche Ansichten. Die, die das anders sehen, befürchten zum Teil, daß der Funke schnell überspringen kann mit den absehbaren Folgen. Es gibt aber auch andere Gründe: in Afghanistan werden liberale grausame Großgrundbesitzer oder Warlords von einigen westlichen Gruppen unterstützt, da regt sich dann schnell auch Widerstand unter den Bauern. Andere haben die (veraltete) Illusion, daß der revolutionäre Islam so etwas ähnliches ist, wie eine marxistische Revolution oder damit in Einklang gebracht werden kann. Zu sehen ist allerdings dies, daß in Syrien allein über 600 verschiedene Gruppen mit den verschiedensten Hintermännern und Länderunterstützungen gegeneinander kämpfen, und das Gruppengefüge ist auch nicht stabil. Wenn man hier vom Islam spricht, welche der 600 Gruppe(n) ist dann gemeint? Einige sind uns freundlich gesinnt, andere zumindest noch halbwegs auf unserer Seite. Dann stellt sich noch die Frage, warum im Fall Amri 42 Behörden nichts unternommen haben und wir dann trotzdem alle überwacht werden sollen? Es gibt Meinungen, die davon ausgehen, daß da ein amerikanischer V - Mann im Spiel war.

Der Denkfehler ist doch schlichtweg, das all diese Bedenken unbegründet sind. Wir importieren keine Gewalt, wir haben selber genug davon. Islamisierung existiert nicht. In Deutschland leben 80 Millionen Menschen und diejenigen, die einen praktizierten Islam leben sind ein ganz geringer Anteil davon.

Es geht vom politisch rechten Rand aber ziemlich genau so in richtung Mitte/Links. Wenn man die Ansichten einiger Menschen dort nicht 100% vertritt wird auch zurückgeschossen.

Das Problem liegt m.E. nicht an den Attacken von links, oder an den Attacken von rechts, sondern daran, dass wir das gesittete politische Diskutieren verlernt haben!

Banzai247 18.06.2017, 00:22

zum diskutieren müsste man ja denken und sich bilden, aber das ist ja viel zu anstrengend wenn man stattdessen einfach nachlabern kann, was auf fb und in der bildzeitung steht...

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