Warum unterscheiden sich die Renten von West- und Ostdeutschland?

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6 Antworten

Was "DerHans" geantwortet hat ist korrekt und nur noch zu ergänzen. Renten in den Neuen Bundesländer, die nach dem Wiedervereinigungsvertrag gezahlt wurden, waren auf Basis der höheren Arbeitszeiten und angeblichen Vollbeschäftigung in der DDR höher als im Westen. Das kippt jetzt aber langsam, da jetzt allmählich die höhere Arbeitslosigkeit, die niedrigeren Löhne die Durchschnittsrente in den neuen Bundesländern nach untern drücken. Ein Grund ist, dass in den neuen Bundesländern kaum ein produktiver Mittelstand gewachsen ist, sondern man dort mehr auf Großbetriebe angewiesen war, die dem niedrigeren Lohnniveau und den höheren Staatszuschüssen gefolgt sind.

Im Westen werden ja immerhin gut 70% der gut bezahlten Löhne und Gehälter in mittelständischen Betrieben erwirtschaftet. Diese Basis ist in den neuen Bundesländern erheblich dünner. Die offenen Grenzen zu Polen und Tschechien sind dabei ebenfalls kontraproduktiv, weil dort durch noch niedrigere Löhne mittelständische Angebote wie Friseure, Autowerkstätten usw. noch billiger sind und die Stützeempfänger in den neuen Bundesländern ihre Einkommen optimieren, indem sie dort einkaufen, was aber verhindert, dass bei ihnen selbst ein produktiver Mittelstand heranwachsen kann.

Wer in den neuen Bundesländern ein Transportunternehmen aufmachen will, geht doch besser nach Polen, wo Löhne und Steuern geringer sind und die Vorschriften lascher, d.h. kostengünstiger. Darum wird das mit dem Wachstum eines gediegenen Mittelstands in den neuen Bundesländern noch lange dauern und die Subventionierung durch den Westen anhalten. Darum ist Pegida auch im Osten so stark, weil die dort viel früher begreifen, dass die grenzenlos offenen Grenzen ihnen Konkurrenz um staatliche Zuwendungen ins Land spülen. So dumm sind die Leute dort nicht, dass sie nicht wissen, dass ein EURO nur einmal ausgegeben werden kann. Dieses Bewusstsein ist nur den verwöhnten Wohlstandsbürgern im Westen abhanden gekommen, aber abwarten, das ändert sich bald.

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Die Rentenbeiträge der "Werktätigen" der DDR sind in den Anschlusswirren "irgendwie verloren gegangen". Das Lohnniveau, auf dem die Renten beruhen, wird ja nur allmählich auf das gleiche Level angepasst.

Durch die höhere Berufstätigkeit von Frauen in der DDR sind die Renten von Ehepaaren zusammen gerechnet sogar erheblich höher als im Westen.

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Weil es immer noch verschiedene Rentenwerte für die unterschiedlichen Gebiete gibt. Bis 30.06.2015 war der Rentenwert West bei 28,61 Euro, der OstWert 26,39. Wenn ein Versicherter genau den Durchschnittsbruttolohn verdient hätte, dann würde er im Westen mehr Rente bekommen als im Osten, obwohl er genau gleichviel verdient hat!

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Die Rentenarwartschaften aus DDR-Zeiten wurden mit dem Einheitsvertrag 1:1 in das westliche Rentensystem übernommen.

Da in der DDR gewöhnlich beide Ehepartener arbeiteten haben diese auch höhere Rentanwartschaften erworben.
Die Arbeitsbiographien waren genau nicht durch Arbeitslosgkeit unterbrochen.

Letztlich ist das Augenwischerei.
50% der Ostrenter beziehen eine Rente von kleiner 1.000€/Monat,
65% der Westrenter beziehen eine Rente von kleiner 1200€/Monat.

"Ein Rentnerhepaar mit 1800€ Rente ist gut versorgt" Zitat Kanzlerin Merkel (CDU)

Ihre eigene Rente wird einst 16.000€/Monat betragen, da hast sie leicht reden.

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Warum unterscheiden sich die Löhne und Gehälter von West- und Ostdeutschland?

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Länder bekommen keine Renten.

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