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Ich will den Kindern nicht die Hoffnung nehmen... (Krebs)

Nabend Zusammen,

es passiert zum Glück selten, aber ab und zu fragen jüngere Kinder, ob ihre Eltern noch eine Chance auf Leben haben, da sie Krebs haben. Da es vor kurzem wieder vor kam möchte ich mal etwas Fragen.

Ist es sinnvoll diesen Kindern wahrheitsgemäß zu Antworten ?

Ich meine es ist zwar gut den Kindern Hoffnung zu machen und ihnen Kraft zu geben, aber um so schwerer wird es doch für sie, wenn es doch keine Hoffnung mehr gibt oder sie merken, dass sie belogen wurden. Ist es nicht besser den Kindern zu berichten auf was sie sich gefasst machen müssen ? Also z.B. die zahlreichen Nebenwirkungen der Chemotherapie, den schwierigen Umgang mit der kranken Person und auch dem Tod des Elternteils ? Sonst gibt es doch hinterher zu große, negative Überraschungen für die Kinder, mit denen sie nicht umgehen können.

Mein Vater ist als ich 14 war an Krebs verstorben und daher weiß ich auch welche Nebenwirkungen es gibt, wie schwer es ist mit einem Krebskranken (besonders im jüngeren Alter) umzugehen und vor allem wie schwer es ist sein Elternteil regelrecht verenden zu sehen. Der Tod tritt ja gerade bei Krebs nicht plötzlich ein, sondern frisst einen ja physisch und psychisch von innen heraus auf.

Um mal ein Beispiel zu nennen, dass das Hoffnung-machen auch nach hinten losgehen kann:

Der Vater von meinem kleinen Cousin (12 Jahre alt) hat Krebs und wird bald sterben. Die Ärzte wissen es, seine Mutter weiß es, jeder weiß es. Er aber wusste es bis vor kurzem nicht. Alle haben ihm gesagt, dass er wieder gesund wird und das die Chemotherapie ihm helfen wird gesund zu werden. Er dachte die ganze Zeit das es seinem Vater bald besser gehen wird. Irgendwann hieß es dann, dass er seinen Vater erst mal nicht mehr besuchen kann, da er seine Ruhe braucht. ,,Ihm geht´s aber schon wieder richtig gut und er wird das schaffen,, wurde ihm gesagt.

Als er ihn dann vor kurzem doch besucht hat, bekam er einen schock. Sein Vater erkennt ihn nicht mehr, weiß nicht wer er ist und erzählt nur noch wirres Zeug was er angeblich mal gemacht hat. Außerdem sieht er richtig schlecht und ungesund aus.

Mein Cousin wurde richtig traurig und wütend, vor allem auf seine Mutter, da sie ihm nicht wie Wahrheit gesagt hat. Er ist mittlerweile ziemlich verschlossen, traurig und immer noch wütend. Seine Mutter will ihn zum Psychiater schicken, aber das lehnt er mit großem Widerstand ab. Mittlerweile denke ich weiß er, dass sein Vater nicht mehr lange hat.

Ich denke ihr wisst alle was ich meine und wie denkt ihr jetzt darüber ?

Den Kindern Hoffnung machen und 50 50 hoffen, dass sich alles zum guten wendet, aber eben gewisse Risiken eingehen, oder die Kinder mental auf alles vorbereiten und das Risiko eingehen, dass sie jegliche Hoffnung verlieren ?

LG CaddyPower

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