Warum überhaupt Selbstverteidigung lernen?

7 Antworten

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido.

Für mich war "Selbstverteidigung" niemals die Motivation, um zu trainieren. Dieser Aspekt hat mich überhaupt nicht interessiert und ist auch heute noch zweitrangig.

Ich versuche es

Kampfkünste (Budo) entstanden in Japan, nachdem die Sengoku-Ära der großen Feldschlachten vorbei waren und im Land weitgehend Frieden herrschte.

Zuvor hatten die Kriegskünste verschiedenen traditioneller Lehrschulen (Koryu/Ryuha) die maximal effektive Möglichkeit des Tötens gelehrt.

Doch bereits damals gehörte "mentales Training" zum Übungsplan der Samurai - Kriegskünste bedeutete mehr als nur technische Fähigkeit (jutsu) zu haben.

Als das Land durch das Tokugawa-Shogunat befriedet wurde und durch die Militärregierung die friedliche Edô-Zeit begann, bedeutete dies Änderungen.

Samurai konnten ihre Fähigkeiten nicht länger auf dem Schlachtfeld erproben und wollten zugleich auch nicht auf ihre traditionellen Techniken verzichten.

Also wurde ein Ehrenkodex für Krieger (Bushidô) ausformuliert.

Nun war das Erlernen von Kampftechniken nicht länger die Vorbereitung darauf, jemanden möglichst effektiv im Zweikampf töten zu können.

Stattdessen wurde aus den technischen Kampffähigkeiten (Bujutsu) nun ein philosophischer Lebensweg (Budo) zur Charakterschulung.

Somit entstanden also Kampfkünste, deren Ziel nicht länger das Töten, sondern die Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit ist.

Statt gegen einen äußeren Feind, kämpft man nun gegen Faulheit, den inneren Schweinehund, mangelndes Konzentrationsvermögen und mangelnde Flexibilität.

Man überwindet negative Charaktereigenschaften, lernt sich selber realistischer einzuschätzen und entwickelt dadurch auch Verständnis für Andere.

Man wird also ausgeglichener, selbstbewusster und lässt sich nicht von jeder Krise entmutigen und reagiert nicht aggressiv auf jede Provokation.

Diese positiven Effekte sind heute noch für viele Menschen ein Grund zum Training, ganz ohne die Vorstellung, sich mal "schlagen" oder "verteidigen" zu müsen.

Man erlangt also nicht nur "körperliche Fitness" - obwohl das auch ein legitimer Grund für das Training ist - sondern man entwickelt sich selbst weiter.

Für mich wäre zB ein Wettkampfsport völlig uninteressant, weil es mich absolut nicht reizt, mit anderen zu konkurrieren, oder irgendeinen Titel zu gewinnen.

Für manche Menschen sind aber genau diese sportlichen Herausforderungen in Turnieren usw. ein Grund, einen Wettkampfsport zu betreiben.

Manche Menschen trainieren also eine Kampfkunst bzw. einen Kampfsport um ihren Charakter zu schulen, sportlicher zu werden, Wettkämpfe zu bestreiten, weil sie soziale Kontakte suchen...und manche eben auch, um sich zu verteidigen.

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Ich meinte "ich versuche es, historisch zu erklären"...irgendwie mag mich der Texteditor nicht.

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Es ist kein Muß.

Die meisten Leute werden wohl nie in eine Situation kommen, in der sie körperliche Selbstverteidigung benötigen.

Mental gehört das rasche Einschätzen der Situation dazu, sodass man dem Ärger noch in der Entstehungsphase aus dem Weg gehen kann. Bei uns gab es derartiges Situationstraining, ziemlich realistisch und in über 50% war schlagen ectr. nicht notwendig. Das Erkennen der Situation, um sich dieser zu entziehen, bzw die Deeskalation war wichtiger.

Die Anstrengung der körperlichen Verteidigung nehmen Leute auf sich, die sich sowieso gern bewegen und die es fasziniert, effektiv handeln zu können. Alle Anderen bleiben meist nicht lange genug, um überhaupt die Vorteile einer effektiven, körperlichen Verteidigung zu erlangen.

Also, wenn Du keinen Spaß am Training entwickelst, laß es. Man wird nicht Superman dadurch. 

Mich fasziniert es, dass ich auch ohne Waffe, die ich in den potenziell gefährlichen Situationen eh nie dabei oder zur Hand hätte, trotzdem wehrhaft bin oder mich rechtzeitig aus dem Staub machen kann.

Weil es einen selbst positiv verändert. Man wird viel selbstbewusster und sicherer. So war es jedenfalls bei mir ich habe schon als kleines Kind mit Karate angefangen und wusste andere auch viel besser einzuschätzen. An ihren bwegungen und so weiter. Klingt blöd aber dein Wesen passt sich an. Klar gegen mehr als 2 könnte ich mich such nicht wehren, bin eine kleine Frau, aber vielleicht sieht man mir an dass ich "sicher" in meinem Umgang und meinen Bewegungen bin.

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