Warum tut Deutschland auf Verfechter gegen Gewalt und Krieg und ist nebenbei einer der größten Waffenhersteller?

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11 Antworten

Das ist doch mal eine gute frage, so lange Politiker in den Aufsichtsräten sitzen von Waffenherstellern, wird sich da nie was ändern

Hallo! Deutschland verdient sehr viel Geld mit dem Waffenhandel und viele Menschen die sich - übrigens zu Recht - darüber aufregen würden ihre Meinung ändern wenn ihnen die negativen Folgen für alle bekannt wären. 

Alles Gute.

Je nun, das eine ist Meinung, das andere ist Wirtschaft.

Es mag im Einzelnen nicht interessieren, dass 1 Mio. Arbeitsplätze futsch wären ohne diese Waffenschmieden.
"HartzIV für alle, so ist das schließlich gedacht" Thilo Sarrazyn (SPD).
Im besonderen exportiert Deutschland Waffen, weil es Exportweltmeister ist.

Wer das eine liebt, muss das andere mögen.
Grüße von CDU/SPD/Grüne

Gängige Argumentationsmuster sind:

- Die internationalen Konflikte ignorieren ist auch nicht ethisch korrekt.

- An der Waffenindustrie hängen Arbeitsplätze.

- Wenn wir nicht herstellen, verlieren wir Know-How und machen uns abhängig.

- Wenn wir nicht exportieren, machen es andere

- Wir haben bereits recht stringente Richtlinien und können sicher gehen, dass deutsche Waffen nicht gegen uns gerichtet werden (nachweislich falsch)

- Wir exportieren weniger Handfeuerwaffen, die gängige Kriegswaffen sind, sondern eher anderes militärisches Zeugs.

Schau dir doch eine aktuelle Bundestagsdebatte zu dem Thema (aka van Aken gegen die CDU-geführte Regierung) an, z.B. die verlinkte. Da wirst du diese Argumentationen finden und dir ein Bild machen können.

Wir exportieren weniger Handfeuerwaffen?

Weil diese Waffen auf Lizens z.B. in Sauduarabien gebaut werden.

Geschaefft geht vor Moral.

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@zetra

Ich habe nicht gesagt, dass diese Argumentationsmuster korrekt und stichhaltig sind, sondern nur, dass sie häufig anzutreffen sind.

Die Argumentation, dass der Export von Kleinwaffen* verringert wurde, findet sich häufig bei SPD-Abgeordneten, die versuchen zu erklären, wie man davon sprechen kann, dass Gabriel trotz ansteigender Rüstungsexporte nicht gescheitert sei.

Der Export von Kleinwaffen geht allerdings tatsächlich zurück. Dass dies auch durch fragwürdige Maßnahmen zustande kommt, ist aber wohl auch nicht falsch.

* Hier hatte ich etwas gepennt. Ein Maschinengewehr wird wohl eher selten zu den Handfeuerwaffen gezählt. Meistens ist hier von Kleinwaffen die Rede.

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Motiv für die Waffenherrstellung ist, wie bei den meisten anderen Dingen auch, Geld.
Und so tun als ob ist für den Ruf, man will ja nicht als Waffenlieferant bekannt sein :D

Deutsche Soldaten werden mit deutschen Waffen erschossen. Wo soll das denn hinführen?

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Es sind ja auch nicht die Deutschen Soldaten die die Waffen in die Länder liefern, sie sind nur die Opfer.
Wo das hinführen wird, interessiert mich auch sehr.

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Wenn man sich einen Friedensnobelpreis um den Hals hängt kann man ungestört Krieg führen.

Weil unsere lieben Gutmenschen auf Mama Merkel reinfallen.

Geld regiert die Welt und solange das nicht in den Brennpunkt rutscht ist es irrelevant.

Das ist scheinheilig.

Ohne Waffen keine Kriege. Ohne Kriege keine zerstörten Länder. Ohne zerstörte Länder kein Wiederaufbau.

An all dem verdienen Wirtschaftsunternehmen. Menschen spielen da keine Rolle. Hauptsache, es klingelt in den Kassen.

Das muss kein Widerspruch sein, schon die alten Römer wussten "wer den Frieden will, rüste sich für den Krieg".

Das schafft Arbeitsplätze. Letztendlich verdienen damit auch Arbeiter am Krieg.

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