Warum tun so viele Leute so als ob sie wissen würden das es keinen Gott gibt?

22 Antworten

Der Glaube an Gott zählt - wie z. B. auch die Themen "Krankheit", "Sterben und Tod", "NTE" und "Organspende" - zu den großen Tabus unserer heutigen "modernen Gesellschaft"...

Viele Menschen lassen nichts zu in ihrem Weltbild, das ihr "logischer Verstand" nicht rational erklären könnte...

Im Grund ist es die Ur-Angst des Menschen, sich fallen zu lassen, indem man auf Gott vertraut...

Ich tue es - aus vollstem Herzen und tiefster Überzeugung ! ;)

Man kann bestimmte Gottesbilder ausschließen. Z.B. ist jeder Glaube sofort hinfällig, der einen allmächtigen Gott postuliert.

Die Nichtexistenz Gottes ist beweisbar | hpd

Der Philosophieprofessor Steven D. Hales stellt die Gottesdebatte auf den Kopf– er sagt, man kann die Nichtexistenz Gottes beweisen.

Einem Prinzip der Volkslogik zufolge kann man Nichtexistenz nicht beweisen. Skeptiker und Wissenschaftler räumen dies routinemäßig in Debatten ein, die sich um die mögliche Existenz von allem Möglichen drehen, von Big Foot und Loch Ness bis hin zu Außerirdischen und sogar Gott. In einem kürzlichen  Fernsehinterview bei Comedy Centrals  The Colbert Report mit Michael Shermer, gestand der Herausgeber von Skeptic soviel zu, als Stephen Colbert bei dem Thema Massenvernichtungswaffen nachhakte. Der Komiker ergänzte, dass der Glaube an einfach alles möglich sei, sobald Wissenschaftler einräumen, die Nichtexistenz einer Sache nicht beweisen zu können. Sogar Richard Dawkins schreibt in Der Gotteswahn, dass „es weithin akzeptiert und trivial ist, dass man Gottes Nichtexistenz nicht beweisen kann, wenn auch nur in dem Sinne, dass wir niemals die Nichtexistenz von irgendetwas beweisen können.“
Damit gibt es ein großes Problem. Raten Sie einmal, wie viele professionelle Logiker denken, dass man Nichtexistenz nicht beweisen könne? So ist es: Kein Einziger. 

Die Nichtexistenz von etwas nachweisen ist tatsächlich unmöglich. Jedoch ist es möglich, bei manchem das Nichtvorhandensein innerhalb bestimmter Bereiche nachzuweisen. Dazu gehören z.B. Vernunft, Menschlichkeit usw.

Beim Begriff "Gott" sehe ich es ähnlich, was dann aber davon abhängig ist, wie man "Gott" definiert. Generell betrachte ich aber den Nachweis der Nichtexistenz eines Gottes immer dann als gelungen, wenn sich eine Glaubensgemeinschaft einen Gott definiert hat, der ein Paradoxon darstellt oder bei dem sich die Argumente der Definition gegenseitig ausschließen.

1

"Meiner Meinung nach ist das Leben ein test und im Endeffekt bestimmt das Karma Level wo der Weg hinführt nach dem Tod"

Meiner Meinung nach gibt es keinen Test, oder göttl. Richter oder sonst was. Das "kosmische Bewusstsein" erfährt sich durch uns, was es bedeutet in der Relativität zu existieren. Gut & Böse, Liebe & Hass usw - alles menschliche Schubladen. Hitler wird/wurde nicht gestraft. "Das große Ganze" hat sich durch sein Individuum nur erfahren. Das Durchleben einer solchen Erfahrung hat keine Präferenzen, ob reicher Millionär oder afrikanisches Kleinkind mit Hungerödem. Religionen sind seit jeher eine Machterhaltungsinstituion. Daher immer die unterschwellige Botschaft eines richterlichen Gottes um die Massen zu kontrollieren.

Kommt dann tatsächlich ein gläubiger Chist und möchte mit mir diskutieren, dann kann ich ihn nicht ernst nehmen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

100% wissen kann man es natürlich nicht. Für mich überwiegen die Argumente dagegen aber bei weitem die Argumente dafür.

So trifft man normalerweise Entscheidungen. Man überlegt wie wahrscheinlich etwas ist und wählt dann die für einen selbst wahrscheinlichere Erklärung.

Wenn ein Ureinwohner in Zentralamemrika sagt er glaubt an den großen Vulkangott und wenn der sauer wird spuckt er Feuer, dann würdest du das auch als Aberglauben abtun, weil du weißt wie Vulkane "funktionieren". Andere machen das halt auch bei deinem Gott. Damit musst du leben.

Wenn man alles als wahr akzeptiert wofür es keinen sicheren Gegenbeweis gibt, dann landet man in der totalen Beliebigkeit.

Vulkangötte wurden aber zb nicht in nahtoderfahrungen gesehen, bei Millionen von Menschen

0
@ERSTERFCKOELN1

In Nahtoderfahrungen sieht man was der eigenen Erfahrung entspricht. Ich hatte eine als Kind und war in einer Mischung aus dem Wald der Gummibärenbande und dem Wolkenland der Glücksbärchis. Wir haben zusammen Löwen gejagt.

3
@ERSTERFCKOELN1

Du weißt nicht wie Nahtod Erfahrungen "funktionieren", aber ziehst sie als Beweis heran. Das ist nichts anderes als der erboste Vulkangott.

Was mich bei Nahtoderfahrungen sehr skeptisch macht ist, dass das was man erlebt fast immer im Einklag mit dem steht, was in dem Kulturkreis in dem man aufwächst so geglaubt wird. Inder, die mit dem Hinduismus aufgewachsen sind, berichten oft von einer Begegnung mit dem Gott Yama, während Menschen, die mit dem Christentum aufwachsen häufig Jesus begegnen. Das kann also schon mal kein Beweis sein, dass eine spezielle Religion "die Wahrheit" verkündet. Man könnte höchstens sagen, dass Gott sich auf vielfältige Weise offenbart und zwar so, wie es den Menschen am genehmsten ist. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich der Gott der Christen als Yama "verkleidet", weil das Hindus genehmer ist. Das entspricht nicht dem Verhalten, das Gott in der Bibel an den Tag legt.

Du kannst gerne glauben was du willst, aber wenn man etwas glaubt ohne Beweise vorlegen zu können bleibt es halt ein Glauben und dann gibt es immer Leute, die das halt nicht glauben.

Ich glaube Gott ist eine Erfindung und du wirst mich genausowenig überzeugen, dass es anders ist, wie ich dich überzeugen kann, dass du an eine Fantasiegestalt glaubst.

2

Hallo ERSTERFCKOELN1!

Die Gründe hierfür sind meist radikaler Atheismus und ausgeprägte Intoleranz gegenüber anderen Meinungen.

Ferner kann auch eine streng atheistische Erziehung zu solchem Verhalten führen.

Deine Frage ist durchaus berechtigt und verdeutlicht sehr schön wie unsachlich Menschen oft sind:

Würde ein Atheist tatsächlich objektiv sein und wissenschaftlich korrekt sprechen, müsste er sagen "Ich denke nicht, dass es einen Gott gibt".

Die Behauptung "Es gibt keinen Gott" ist hingegen völlig falsch und unsachlich.

Die Existenz Gottes auszuschließen, gilt in Fachkreisen als sehr kurzsichtig und hat daher auch in professionellen Diskussionen zu diesem Thema nichts verloren.

Darüber sind sich sämtliche Wissenschaftler und sogar hochrangige Atheisten wie Richard Dawkins einig.

Ein Atheist, der wirklich eine sachlich korrekte Meinung vertritt, dürfte also gar kein tatsächlicher Atheist sein, sondern ein "Agnostiker mit Tendenz zum Atheismus".

Viele Grüße
ScienceBuster

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Die Existenz Gottes auszuschließen, gilt in Fachkreisen als sehr kurzsichtig und hat daher auch in professionellen Diskussionen zu diesem Thema nichts verloren.

Es lassen sich aber bestimmte Gottesbilder ausschließen. Z.B. kann es keinen allmächtigen Gott geben und auch keinen Schöpfergott.

0
@Voelkerfuerst
Es lassen sich aber bestimmte Gottesbilder ausschließen.

Richtig.

Z.B. kann es keinen allmächtigen Gott geben und auch keinen Schöpfergott.

Falsch.

2
@ScienceBuster

Es lässt sich ganz einfach beweisen, dass die Vorstellung eines allmächtigen Wesens ein logischer Rohrkrepierer ist. So ein Wesen kann weder in unserem Universum existieren noch in diesem von außen agieren.

Ein mächtiger Gott könnte seinem Propheten z.B. erklären, wie dieser ein Perpetuum mobile 2. Art (PM2) basteln könnte. Aber ein noch so mächtiger Gott könnte seinem Propheten nicht erklären, wie dieser ein Perpetuum mobile 1. Art (PM1) basteln könnte, denn der Energieerhaltungssatz ist über die Noether Theoreme mathematisch bewiesen. In unserem Universum kann es kein PM1 geben. Um seinem Propheten die Idee zu einem funktionstüchtigen PM1 zu vermitteln, müsste dieser Gott schon die Eigenschaften unseres Universums ändern. Dann aber wäre es nicht mehr unser Universum, sondern ein anderes Universum.

Da es in unserem Universum unlösbare Aufgaben gibt (s.o.), kann kein allmächtiges Wesen in ihm existieren oder von außen agieren.

0
@Voelkerfuerst

Ein klassischer Zirkelschluss unter Atheisten. Als Grundlage wird stets das veraltete Allmachtsparadoxon herangezogen.

Diese künstlich erzeugte Problem existiert jedoch in der Praxis nicht und wurde in Fachkreisen bereits vielfach widerlegt.

Die Behauptung ist somit falsch.

2
@ScienceBuster

Hast du denn auch ein Argument? Wo siehst du z.B. einen Zirkelschluss? Hast du zumindest einen Link, der deine Behauptung unterstützt?

Hier mal Links für dich, die dich vielleicht etwas weiter bringen können.

https://hpd.de/node/3458

>Der Philosophieprofessor Steven D. Hales stellt die Gottesdebatte auf den Kopf – er sagt, man kann die Nichtexistenz Gottes beweisen.

oder

https://manglaubtesnicht.wordpress.com/2014/02/02/zum-beweis-der-nichtexistenz-des-bibel-gottes/

>Wenn man nun zeigen kann, dass die konstituierenden Eigenschaften A1, A2, etc. sich gegenseitig (oder bereits sicher bekannten Fakten) widersprechen, muss die Hypothese zurückgewiesen werden. „Konstituierend“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Entität ohne diese Eigenschaft nicht denkbar ist.

Ein Schöpfergott hat per Definition alles gemacht was es gibt: Zeit, Raum, Materie, Kräfte, Energie, Bewusstsein ... nur er selbst ist von selbst entstanden, oder war schon immer, oder hat sich selbst gemacht, da wissen die Gläubigen selber nicht so richtig, was sie glauben sollen. Die Beweisführung von Dawkins, dass es keinen Schöpfergott geben kann, verläuft sinngemäß wie folgt.

https://de.richarddawkins.net/foundation_articles/2013/11/29/der-gotteswahn-und-seine-kritiker

>Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bakterium entsteht, ist in etwa so groß, als wenn ein Tornado über einen Schrottplatz fegt, und am Ende steht da eine fertige Boeing 747.

Ein Bakterium ist bereits ein ziemlich kompliziertes Lebewesen, so wie eine Boeing 747 ein kompliziertes Flugzeug ist. Vor den Bakterien gab es die RNA-Welt, in der die RNA zugleich als Informationsspeicher und Katalysator diente. Und davor gab es die chemische Evolution. Die Vorläufer der ersten Flugzeuge waren die Fluggleiter von Otto Lilienthal. Wenn wir auf dem Schrottplatz nun viele magnetisierbare Teile herum liegen haben und auch einige Magnete passender Form und Größe, um die Teile zu verbinden, und wir haben viele Schrottplätze, viele Tornados und viel Zeit, dann ist durchaus denkbar, dass ein Tornado einmal so etwas wie einen Fluggleiter zurück lässt.

Aber was ist, wenn wir nun gedanklich alle Zutaten mengenmäßig verkleinern? Haben wir weniger Zeit, dann wird es weniger wahrscheinlich, dass ein Fluggleiter entstanden ist.

Was ist, wenn die Kraft der Tornados gegen null geht, wenn es nur einen Schrottplatz gibt, dessen Ausdehnung gegen null geht, wenn es nur wenig Teile gibt, deren Menge gegen null geht, wenn es nur wenig Zeit gibt, deren Menge gegen null geht? Dann wäre die spontane Entstehung eines einfachen Fluggleiters unmöglich.

Und was ist, wenn wir fordern, dass kein einfacher Fluggleiter entstehen soll, sondern das allerdenkbar komplizierteste, fortschrittlichste, überlichtschnelle Raumschiff mit eingebauter Zeitmaschine? DAS wäre erst recht unmöglich. Aber genau DAS behaupten die Gläubigen, wenn sie sagen:

(1) Es ist höchst unwahrscheinlich, dass komplexes Leben aus Zufall entsteht.

(2) komplexes Leben existiert.

(S) Daher muss ein Schöpfer das Leben geschaffen und designed haben.

Ein häufiger Einwand nun: Gott ist `kein Ding dieser Welt ist´, deshalb kann man keine `weltlichen´ Maßstäbe an ihn anlegen.

Wenn man als Universum die Gesamtheit und Wechselwirkungen aller Dinge bezeichnet, die existieren, dann ist Gott ein Teil des Universums, sofern er existiert. Alternative: Er existiert nicht. Wenn man zur `Welt´ alles zählt, was existiert, bedeutet `ist kein Ding dieser Welt´ dasselbe wie `existiert nicht´. Die Aussage, dass Gott der Logik nicht gehorcht, ist nichts weiter als die Aussage, dass Gott ein irrationales Konzept ist.

Auch der kürzlich verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking meint, die Nichtexistenz eines Schöpfergottes bewiesen zu haben. In seinem Buch "Der große Entwurf" legt er den Beweis ausführlich da. Einen Link auf Hawkings Beweis habe ich nicht gefunden, aber immerhin einen Link auf die Essenz seiner Aussage:

https://de.richarddawkins.net/articles/atheist-stephen-hawking-negiert-existenz-eines-gottes-die-wissenschaft-biete-eine-uberzeugendere-erklarung-des-universums

>Der Astrophysiker sagte, dass die Entstehung der Welt ein wissenschaftlich erklärbares Phänomen sei und nichts mit „Gott“ zu tun habe, wobei er darauf hinwies, dass seine Theorien zur Entstehung des Universums mit der Vorstellung, die Welt sei von einem höheren Wesen erschaffen worden, nicht kompatibel seien.

Hawking sagt zunächst, dass die Existenz der Schwerkraft beweist, dass die Zeit spontan entstanden ist und das Universum einen Anfang haben musste. Diesen Teil des Beweises versteht man wohl nur, wenn man theoretischer Physiker ist, und auch von denen widersprechen einige Hawkings Behauptung, dass das Universum einen Anfang hatte. Aber wenn das Universum einen Anfang hatte (wie die abrahamitischen Religionen behaupten), dann ist es leicht zu beweisen, dass es nicht durch einen Schöpfergott entstanden sein kann.

http://www.atheismus-info.de/atheologisch.html#head8

und

https://www.sapereaudepls.de/2016/06/12/draygombs-paradoxon/

0
@Voelkerfuerst

Alle deine Quellen sind nicht valide und gelten unter Fachleuten als nicht anerkannt. Deine Aussagen sind weiterhin nur leere Behauptungen ohne Belege.

Außerdem schweifst du in deinen seitenlangen Texten stets vom Thema ab und bleibst nicht sachlich. (Eine stümperhafte Verwirrungstaktik, nichts weiter)

Dieses Niveau ist mir bei weitem zu niedrig. Auf solche unterirdischen Diskussionen mit einem Laien lasse ich mich gewiss nicht ein. Das Gespräch ist beendet.

Viele Grüße
ScienceBuster

1
@ScienceBuster

Du stellst hier immer wieder Behauptungen auf, so ganz ohne Argument und noch nicht einmal mit einem Link zu der Meinung anerkannter Fachleute. Ich habe dir eine unwiderlegbare Argumentation gegeben und einige Links zu Profs der Philosophie, Theoretischen Physik und Evolutionsbiologie.

Dieses Niveau ist mir bei weitem zu niedrig. Auf solche unterirdischen Diskussionen mit einem Laien lasse ich mich gewiss nicht ein. Das Gespräch ist beendet.

Immerhin hast du erkannt, dass du nicht fähig zu einer niveauvollen Diskussion bist. Informiere dich mittels der von mir eingestellten Argumente und Links, dann kannst du mir vielleicht künftig Paroli bieten - du bist ja noch sehr jung.

0

Was möchtest Du wissen?