Warum tun Muslime nur an Ramadan ihr Bestes?

12 Antworten

Nein, nicht nur im Ramadan soll der Muslim ein guter Mensch sein.

Deine Frage könnte genauso gut lauten: Warum sind Christen nur in der Weihnachtszeit nett zueinander?

Wer sagt, denn dass Muslime bzw. Christen generell so sind?

Im ganzen Jahr soll der Muslim ein guter Mensch sein, aber der Ramadan soll nochmal einen zusätzlichen Schub geben. In der Fastenzeit, wo tagsüber auf Nahrung und Wasser verzichtet wird, besinnt man sich häufig auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wer mir das nicht glaubt, der kann das mal 2-3 Tage machen und dann weiß er ungefähr, was ich meine. :-)

Man wird dankbarer für das, was man hat. Wenn man nach Sonnenuntergang das Fasten bricht merkt man wie toll es ist, immer genug Essen und Trinken zu haben. Zusätzlich entsteht dann ein enges Gemeinschaftsgefühl, vor allem wenn man gemeinsam das Fasten bricht.

Ähnlich wie in der Christenheit und wohl auch anderen Gruppen sind es wohl die Heuchler, welche sich an solchen Aktionen groß hervortun.

Die wahrhaft Gläubigen brauchen keine Extra-"ich bin ein guter was auch immer"-Feiertage.

Wem der eigene Gott nicht wirklich wichtig ist muss es wohl ausreichen, einen Monat im Jahr für Gott da zu sein.

Andernfalls wäre er das ganze Jahr vorbildlich.

warehouse14

Das kann man nicht so verallgemeinern. Es gibt etliche, die an Ramdan mehr tun als sonst, aber es gibt auch andere, die regelmäßig etwas tun und auch regelmäßig wöchentlich zwei Tage fasten. Ich kenne persönlich solche Geschwister. Erstens kann es schon so Angewohnheit sein durch Familientraditionen. Andererseits gibt es im Ramadan mehr Lohn. Da reizt es viele dann, sich besonders anzustrengen. Im Ramadan fühlt man sich auch anders. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre. Außerdem sind die schlimmsten Satane angkettet und eingesperrt im Ramadan. All das stärkt den Iman unheimlich und lässt vieles leichterfallen.

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