Warum tun die Menschen so etwas?

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18 Antworten

Nicht jeder arbeitet nur für Geld. Frag dich mal, was du machen würdest, wenn du finanziell ausgesorgt hättest. Viele würden trotzdem in irgendeiner Form arbeiten wollen, weil der Beruf ein Stück Berufung ist und Teil der Identität ist. Oder weil man dabei vielleicht etwas sinnvolles für die Welt tut.

Du hast natürlich auch in gewisser Weise Recht: Bei vielen ist es auch so, dass sie nur arbeiten, um irgendwie über die Runden zu kommen, aber das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Also zusammengefasst: Menschen arbeiten aus den verschiedensten Gründen, und dabei geht es nicht immer nur um Geld. Für manche erfüllt die Arbeit auch andere Bedürfnisse, die nichts mit Geld zu tun haben.

Es gibt Menschen die alleine oder mit Hilfe anderer Menschen durchaus was mit ihrem Geld anfangen. Diese leben z.B. sehr sparsam und investieren das Geld und haben dann im Alter durchaus etwas, dass sich als Vermögen bezeichnen lässt.

Wer natürlich sein Geld nur ausgibt und meint die gesetzliche Rente reicht im Alter, ist ein wenig auf dem vorbezeichneten Weg in die Altersarmut.

Das sind 2 verschiedene Aspekte.

- die s.g. private Vorsorge funktioniert nicht.
  der s.g. Markt ist keine Sozialveranstaltung

- die Sozialstaatspflicht hat der Staat, die Politik vernachlässigt die
  Sozialbindung des Eigentums fahrlässig.
  Auf die Gefahren für die Verfassung hat das BverfG bereits
  hingewiesen.

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@soissesPDF

Natürlich funktioniert die private Vorsorge, wenn man sie rechtzeitig, vernünftig und zielorientiert plant, hat man die Arbeitgeber mit am Start und versuchen die nicht die bAV als reines Kostensenkungsmodell zu nutzen um so besser.

Ich mache das seit 13 Jahren und meine Kunden sind nicht durch die Bank weg alle Spitzenverdiener, da muss man manchmal kreativ werden aber ich behaupte ich habe bisher für jeden der vor dem 50. Geburtstag durch meine Türe kam ein plus rausholen können.

Ganz sicher will ich nicht am Sozialstaatsprinzip rütteln, aber der Staat leistet eine Grundsicherung, damit niemand verhundern muss und ein Dach über dem Kopf hat und was im Kühlschrank hat. Für alles andere ist der arbeitsfähige Mensch allerdings selbst verantwortlich.

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Du bekommst was zurück, und zwar jetzt. Das Arbeitsentgelt. Damit gestaltest du dir schon jetzt dein Leben so angenehm wie mit diesem Einkommen möglich. Sofern du kannst, solltest du schon jetzt einen Teil deines Einkommens in eine private Altersvorsorge investieren.

Früher (jaja, da hatten wir noch einen Kaiser), da haben die Menschen mehr und härter gearbeitet und haben überhaupt keine (staatliche) Rente bekommen.

Wer da nicht selber vorgesorgt hatte, wurde bei Arbeitsunfähigkeit ein Fall für das Armenhaus. Arbeitsunfähigkeit, ja... denn damals arbeitete der Mensch, bis er nicht mehr konnte oder kalt umfiel.

Man arbeitet doch nicht nur für die Rente und vegetiert bis dahin vor sich hin. Ich will doch im hier und jetzt leben. Und habe Verantwortung für meine Kinder. Und dazu muss ich arbeiten und brauche Geld, ich will in Urlaub fahren und mir ein bisschen was leisten können. 

Hartz IV und immer jeden Cent umdrehen müssen und vor dem Amt immer Rechenschaft ablegen müssen, meine Kontoauszüge kontrollieren lassen, das wäre nicht meins. Diese Abhängigkeit, alles mit denen abklären zu müssen, Schulungen nach deren Wünschen besuchen zu müssen, das wäre nicht meins.

Ich will mein Leben aufrecht und selbstbestimmt leben. Ob ich das Rentenalter überhaupt erreiche, das weiß ich ja nicht. Gesund genug sein, um das geniessen zu können, werde ich eher nicht mehr sein bis dahin.  

weil es keine bezahlten Jobs gibt, bei denen man keinen Finger krumm machen muss.

wie stellst du dir denn persönlich deinen beruflichen Werdegang und deine Rentenvorsorge vor, die du dir leisten kannst, damit am Ende auch was bei raus kommt?

hast du in deinem Leben schon mal gearbeitet und ins Sozialsystem eingezahlt?

und von was willst du leben? von Luft und Liebe?

Man kann auch von Hartz-4 leben. Für einen Großteil der Bevölkerung sind die Renten so niedrig, dass sie sowieso nicht die Grundsicherung übersteigen, und in Zukunft wird das noch viel extremer sein.

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@RobertTOnline

Und ein paar arbeitende Idioten sollen dir deine Faulheit wohl finanzieren.. 

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Wg. dem Arbeitspathos und dem geübten Untertanengeist.

Wie auch nicht?
Am Ende zählt, was man am Monatsanfang zählbar auf dem Konto hat.

Das Thema Rente ist eine Unverfrorenheit der SPD, die das Desaster in Szene gesetzt hat.
Dafür sitzt sie im Keller der %e, es darf ruhig noch weniger werden.

Nach diversen Umfragen haben die wenigstens Bürger konkrete Gedanken zur Rente, mit Ausnahme der Rentner.

Schon paradox, oder?  LG.

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@SedOwl

Die Politik wußte, dass sie damit durchkommt.

- 81 Mio. Bevölkerung
- 22 Mio. sind Rentner
- 22 Mio. sind Kinder

Den Rest teilen wir durch 5 Jahrzehnte.
Für 20,30,40 Jährige ist die ist die Rente weit weg.
Ergo bleiben noch 50 und 60 jährige...macht gut 2 Jahrzehnte die man Zeit hat, bevor die Sauerei Wirkung zeigt.

Von denen die das eingestiehlt haben, ist dann keiner mehr in Amt und Würden.
Nur deshalb funktonierte diese Politik.

Merkel versucht nicht ohne Grund die Rente mit 70 "vom Tisch zu nehmen", sie weiß um die Zahlen und die ablaufende Zeit.
Sie weiß ebenso, dass der SPD das Thema auf die Füße gefallen ist, für eine ebenso lange Zeit.
So läuft Politik.

Allen Ernstes sieht Merkel vor 2030 keinen Handlungsbedarf, im Thema Rente.
Was nichts daran ändert, das Destaster hat die SPD eingerichtet.

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Wenn ich da an meine Eltern denke (ca. 70 bis 80 Jahre alt). Die haben malocht, weil es sich so gehörte. Da hatte man Geld zu verdienen und Punkt. Wir kommen immer mehr dahin, dies zu hinterfragen ob DAS das Leben sein kann. Gut, dass Du Dir Gedanken machst.

Unsere Politik will, dass wir daran festhalten: Lange arbeiten, VIEL verdienen - damit VIELE VIELE Steuergelder in die Staatskasse fließen können. Nicht so viel hinterfragen, immer schön maloche ohne nachzudenken!

Zieh Deine Fazits für Dich!

Ich habe nicht vor wie jeder andere Mensch mein ganzes Leben zu arbeiten ich möchte nicht wie die anderen sein

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Hi, AriZona04, die Sachlage stellt sich bei näherer Betrachtung noch viel fragwürdiger dar - wir sollen nicht nur lange, sondern noch länger arbeiten (geplant ist ja eigentlich die "Rente" mit 70, ich denke, dass daran festgehalten wird), und dies - wirtschaftskonform - möglichst für Mindestlohn in irgendwelchen Zeitarbeits-Firmen. Sicherlich ist es höchst unerwünscht zu hinterfragen, warum die Armut steigen wird, und wer die gebetsmühlenartig zitierte "Wettbewerbsfähigkeit" wohl letztlich allein zu tragen hat.

Die Steuereinnahmen sprudeln auch bei niedrigen Auskommen stetig mehr. Nun ja... Ich wäre beruhigt, wenn jeder Steuern zahlen würde, also auch diejenigen, welche Pensionen beziehen. Dann könnte der Druck auf andere Bevölkerungsgruppen deutlich gemildert werden (und nein!, ich stehe nicht unter Drogen).

Wir arbeiten wohl alle gern etwas länger, sofern man gesund ist, die Arbeit Spaß macht und auch angemessen bezahlt wird. Aber keiner arbeitet gern länger, weil er muss! Doch genau das ist die Zukunft...

In diesem Sinne - LG!

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@SedOwl

Die Rente mit 70 hat keine Perspektive.
Wer diese wollte müsste an anderen Politikfeldern arbeiten, für die gleich gar keine Lösung in Aussicht ist.

Frei übersetzt, gegen die Rentner wird künftig keine Wahl mehr zu gewinnen sein.

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@soissesPDF

Hi, soissesPDF, ich denke, im ersten Punkt werden sich heute noch ungeahnte Möglichkeiten finden - da bin ich weniger optimistisch.

Letzteres ist mit Sicherheit zutreffend.  LG!

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Viele Menschen arbeiten nicht nur, um Geld zu verdienen.

Manche gehen in ihrer Arbeit auf. Es bringt ihnen Befriedigung. Sie erhalten Wertschätzung. (nicht überall)

Arbeiten kann auch Freude machen. Man hat das Gefühl, gebraucht zu werden. Manchmal hat man nette Kollegen, mit denen man gerne seine Zeit verbringt.

Warum arbeiten Menschen?

Weil sich nicht jeder auf die faule Haut legt und sich von anderen das H4 finanzieren lässt.

Wer jahrelang seine Rentenbeiträge zahlt, der bekommt auch keine Minirente

Hallo.

Die Antworten sind so vielfältig. Ich habe oft oder meistens gern gearbeitet.

das rentensystem fliegt uns so oder so irgendwann um die ohren.

das stimmt schon ganz lange nicht mehr und wird immer ungerechter. ich kann es auch nicht verstehen. viele arbeiten auf ihre rente hin und realisieren gar nicht, das sie gar keine bekommen (nur gaaanz wenig).

die meisten landen so oder so in der altersarmut. 

aber es ist auch leider so, die meisten MÜSSEN arbeiten weil sie sonst vor langeweile sterben würden.

Weil den meisten Menschen ohne Arbeit oder eine Beschäftigung einfach langweilig im Leben wird

Woher hast du denn deine Weisheiten?

Meinst du man bekommt mehr Rente, wenn man nicht arbeitet ?

Haha ich arbeite doch nicht für eine Rente bei der bestimmt nichtmal 500 € kriegt ha

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@WarumWeshalbWo

Ich auch nicht. Aber ich arbeite für das Vielfache des Hartz4-Satzes, damit es mir jetzt gut geht. Und ich mir selber was für die Rente zusammen sparen kann.

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Du arbeitest nicht für deine Rente. Das werden die Leute tun die später jung sind wenn du alt bist.

Ich arbeite weil es mir Wohlstand bringt und mir meine Arbeit gefällt.
Ich glaube der Mensch braucht was zu tun.

Weil man sonst leider nicht überleben könnte.

Aha :D da gibt es in Deutschland genügend Möglichkeiten um zu Überleben

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@WarumWeshalbWo

Ich meine, wenn du nicht gerade ein Aussteiger bist. Und abgesehen von Sozialhilfe, von der man nur sehr besingt leben kann.

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Damit wir dein Leben finanzieren dir dein Smartphone bauen dir das Brot backen. Nur für Dich tun wir das.

Würden sie nicht arbeiten, hätten sie noch weniger Geld.

Das kann bezweifelt werden.

Versuchen wir das?
Urteil des BverfG vom Februar 2010 "der Staat hat das Existenzminimum jederzeit zu sichern und Teilhabe zu ermöglichen".

Wenn nun aus Mindestlohn keine ausreichende Rente entsteht, wer wird dann wohl zahlen müssen?
Richtig, der Staat.
Ein Eigentor der neoliberalen Politik.

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