Warum tritt Trump aus dem Pariser Klimaabkommen aus?

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4 Antworten

Das hast du gut zusammengefaßt, Fuloli

Allerdings vernachlässigt diese trumpsche Rechnung die Kleinigkeit, daß die Betrachtung in Relation zur Bevölkerung ganz anders aussieht.

Die USA sind durch ihre überproportional große Industrie für deutlich mehr Klimaschäden verantwortlich als beispielsweise ein gleich großes Entwicklungsland. Das gleiche trifft auch auf die Staaten der EU zu, aber im Gegensatz zu den USA stellen die EU-Staaten sich ihrer Verantwortung.

China ist weltweit derzeit die größte Dreckschleuder, aber in China leben mehr als 4 mal soviele Menschen wie in den USA und China ist noch immer kein Industrieland - auch wenn viele Mikrochips, etc. dort produziert werden. Die Bedingungen in China entsprechen etwa denen der Industrialisierung in Europa und deshalb ist China eher ein Schwellen- als ein Industrieland.

Gerade mit den Schwellenländern werden wir in nächster Zukunft noch sehr große Probleme haben - die wollen den gleichen Wohlstand wie die Industriestaaten, haben aber nicht das Kapital die notwendige Energie sauber zu erzeugen. Wenn nicht wenigstens die Industrieländer ihre atmosphärische Dreckproduktion reduzieren wird das den Treibhauseffekt noch stärker aufheizen.

Übrigens setzt China inzwischen vermehrt auf eine nichtfossile Energieerzeugung - derzeit werden 5 % durch Wasser- und Windkraft erzeugt, Tendenz deutlich steigend.

Trumps Rechnung sieht anders aus: wenn die USA sich nicht am Klimaschutz beteidigt, dann hält sich der weltweite Effekt trotzdem in Grenzen - immer vorausgesetzt, daß die anderen Industriestaaten voranpreschen. Trump möchte also, daß die USA weiter gute Geschäfte machen kann, daß dafür aber die anderen bezahlen.

Das würde sogar funktionieren, vernachlässigt aber, daß die anderen Industrie-staaten für die USA nicht die Kosten übernehmen werden. Und es vernachlässigt, daß die USA den Schwellen- und Entwicklungsländern damit das schlechteste Beispiel überhaupt geben. Es kann jede Bemühung zur Emissionsreduktion verhindern, wenn solche Länder dann Richtung USA zeigen: "Warum dürfen die, aber wir nicht!"

Gruß

Zu Trump habe ich hier noch eine Kleinigkeit geschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/trump-sagt-der-klimawandel-ist-eine-luege-wie-kommt-er-zu-dieser-meinung?foundIn=list-answers-by-user#answer-253347597

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Kommentar von Fuloli
10.07.2017, 19:36

Das will ich alles gar nicht bestreiten. Wie gesagt ist mir bewusst, dass es pro und contra gibt. Ich habe halt das Gefühl, dass die contra-Argumente , wenig bis gar nicht bekannt sind und habe sie deshalb aufgeführt.

Und auch dass unterschiedliche Länder unterschiedliche Auflagen bekommen, ist prinzipiell richtig, grade weil zB China sich noch entwickelt. Aber wie groß die Unterschiede in den Auflagen sind und ob sie gerechtfertigt sind, ist halt eine Ermessensfrage. Wenn USA sehr strenge Auflagen erhält, finden das natürlich alle gut, die nicht USA sind. Aber deswegen darf man China nicht alles erlauben und USA komplett einschränken. So extrem ist es ja auch nicht, aber wenn einer sagt "nö, die Auflagen sind ungerecht, da machen wir nicht mit", ist das doch nachvollziehbar, auch wenn man die Meinung nicht teilen muss.

Man muss doch die Meinung anderer Menschen nachvollziehen können, obwohl man selbst eine andere hat. Ich kann halt beide Seiten nachvollziehen und verstehe deren Entscheidung. Und ich habe das Gefühl, dass genau das nicht versucht wird. Man stellt Leute mit anderer Meinung einfach als vollidiot dar, damit die eigene Meinung richtig erscheint. Das funktioniert am besten, wenn man die Argumente des anderen einfach gar nicht vermittelt sondern nur die eigenen. Und das finde ich nicht richtig, selbst wenn Trump im Unrecht ist (falls man das irgendwie objektiv beurteilen kann), sollte trotzdem vermittelt werden, warum er sich so entschieden hat.

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Woher hast du denn diese postfaktischen zahlen? Weiterhin ist die USA die größte Volkswirtschaft der Welt. Es ist schlicht albernes Zeug zu behaupten, China würde in 14 Tagen soviel "Emissionen emittieren" wie die Emmissionseinsprarungen der USA bis zum Laufzeitende des Pariser Abkommens ausmachen würden.

Also, woher hast du die Zahlen abgeschrieben? Und warum verlinkst du diese Quelle nicht sofort?

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Kommentar von Fuloli
10.07.2017, 19:25

Ich habe lediglich die Argumente seiner Rede wiedergegeben, in der er den Austritt begründete. Mein Gedanke war, dass sich jeder Journalist diese 30 minuten leisten und zusammenfassen könnte, um die Bevölkerung objektiv zu informieren. Vielleicht kriegen die das sogar besser hin als ich, da das deren Job ist.

https://www.youtube.com/watch?v=deTcuNgKN-E

Tatsächlich habe ich nur die MIT-Studie überprüft, da ich das am beeindruckendsten fand und dass ja auch auf deutschland zutrifft. Daher habe ich auch explizit gefragt, ob diese Studie bekannt ist. Bei solchen Maßnahmen wie sie im Pariser Abkommen beschlossen werden, muss man die Kosten zu den Nutzen ins Verhältnis setzen, ansonsten kann man keine vernünftige Entscheidung treffen. Da ja auch Deutschland mitmacht, ist doch selbsterverständlich, dass jeder, der sich eine Meinung bilden möchte, über den zu erwartenden Erfolg der Bemühungen Bescheid weiß oder täusche ich mich da?

Die Frage ist: "welche Argumente werden im Fernsehen zum Austritt der USA gebracht?"

Außerdem heißt es ja nicht, dass man gar nichts unternimmt, nur weil man nicht im Pariser Abkommen ist. Zu mal das ganze eh nicht bindend ist, sondern nur ein Anreiz sein soll.

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Ein Argument wäre zum Beispiel, dass Amerika dem Klimaabkommen nie wirklich beigetreten ist. Somit kann es auch keinen Austritt geben.

LG

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ja, aus den von dir genannten gründen tritt er aus

aber das sollen die normalen menschen gar nicht erst wissen, deshalb ist er ein a5sch und tritt deshalb aus und fertig

reicht für die zahldrohnen, mehr müssen sie nicht wissen

nachher könnten die deutschen auf den trichter kommen, dass das vielleicht gar nicht so toll alles ist, wofür wir bezahlen

aber die welt braucht unser geld, also arbeiten und steuern zahlen!

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