Warum tritt die CSU nicht bundesweit an?

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Eine bundesweite CSU hat eine  bayernweite CDU zur Folge. Und das ist für die CSU das Ende der jahrzehntelangen Alleinregierung.

In Bayern werden zentrale Posten in den verschiedensten Bereichen nur an Parteimitglieder vergeben. Es ist ein wenig wie bei der SED. Hauptziel der Partei ist nicht viele Wähler zu bekommen, sondern die Seilschaften in Bayern zu sichern.

Die CSU hat mit mehr als 10% Verlusten ein wesentlich größeres Debakel bei der Bundestagswahl erlebt, als die CDU. Soviel zum Abdecken des rechten Randes. 

Deutschland gebraucht keine AfD 2.0. Wozu sollten rechte Wähler die Kopie wählen, wenn es das Original gibt. Das haben Seehofer & Co. nicht begriffen. Nachmachen reicht nicht. Aufklären und aufzeigen, dass man selbst die bessere Option ist, heißt das Gebot der Stunde.

Die AfD muss erst einmal beweisen, ob sie in der Parteienlandschaft erhalten bleibt. Die Theorie ist, dass die CSU, wenn sie keine Zugeständnisse an eine gemäßigte CDU machen muss, die Wähler am rechten Rand wieder einfängt. 

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Die CSU definiert ihr Selbstverständnis eben als bayrische und nicht als gesamtdeutsche Partei. 

Würde die CSU bundesweit antreten, würde auch die CDU in Bayern agieren und dann wäre schnell Schluss mit der Vormachtstellung der CSU.

Als Staubsauger für den rechten bis rechtsextremistischen Rand der Gesellschaft funktioniert sie ansonsten auch in Bayern nicht mehr. 

Vielleicht weil sie in der Bundespolitik zu viele Zugeständnisse an die "gemäßigte" CDU macht.

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