Warum tritt Cameron zurück?

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12 Antworten

vermute weil er nun nicht mehr nützlich ist für die EU-New World Order.

Müssen sich jetzt einen Plan B einfallen lassen.

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Kommentar von PatrickLassan
25.06.2016, 13:10

Dass Cameron selbst für das Referendum verantwortlich ist, ist dir offensichtlich nicht bekannt.

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Auch wenn ein offensichtlicher Freund einfacher Erklärungsmuster ("NWO") so etwas nicht gerne hört: weil er sich ganz einfach verzockt hat. Cameron wollte damit ein politisches Problem lösen und glaubte nicht an einen Sieg der EU-Gegner. In Camerons Partei sind die EU-Skeptiker in der Mehrzahl und Cameron wollte sie mit dem Referendum zum Schweigen bringen.

Das Referendum hat Großbritannien gespalten in unversöhnliche Lager der vornehmlich älteren Exit-Befürworter und der jüngeren Generation von Gegnern, die nun die Suppe auszulöffeln haben.

Ein Riss, der nicht nur durch die Altersgruppen geht, sondern auch die Konfliktlinien zwischen Stadt und Land, wie auch zwischen Irland, Schottland und England wieder aufgerissen hat. Schon jetzt bringt Schottland ein Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien ins Spiel und auch Irland will den Brexit nicht so einfach hinnehmen.

Cameron steht jetzt vor den Trümmern seines Pokers. Er hat hoch gesetzt und alles verloren.

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Cameron wird in die Geschichte eingehen als der Totengräber des Vereinigten Königreiches. Naja, auch eine Art, unsterblich zu werden, denn sonst wäre sein Vermächtnis ungefähr auf Höhe Gordon Browns geblieben. Gordon wer? Ja, genau so einprägsam.

Es ist in UK seit langem populär, innenpolitisches Versagen der EU anzulasten. Das ist dann der böse Moloch, der irgendwie nach Frankreich müffelt und der der strammen, aufrechten englischen Bulldogge heimtückisch das Geld aus der Tasche zieht. Ein gefundenes Fressen für jeden profilierungswilligen Politiker. Und Cameron ist das über JAHRE mitgegangen. 

Er hat sich seinen letzten Wahlsieg über das Versprechen des Referendums erkauft - zu spät dann erkannt, daß die Briten dümmer als angenommen sind und möglicherweise tatsächlich Leave stimmen. Um dem entgegenzuwirken, hat er in den letzten Wochen gleichsam den Weltuntergang an die Wand gemalt, und auf diesem negativen Forum noch den allerletzten Rest seiner Glaubwürdigkeit bei den Konservativen verspielt.

Der Rücktritt ist die einzige mögliche Konsequenz, und ist doch als Strafe für seine eigene Hubris längst nicht genug.

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Kommentar von kolui
24.06.2016, 18:34

Weil er ein Demokrat war und das Volk abstimmen ließ, so wie es sein sollte?

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Weil Cameron jetzt den eindeutigen Beweis hat, dass die Mehrheit der Briten anderer Meinung ist, als er. Er hat zwar den Volksentscheid veranlasst, aber nie ein Hehl daraus gemacht und heftig dafür geworben, dass GB in der EU bleibt. Sein Volk ist mehrheitlich anderer Meinung. Ich finde es anständig, in dem Fall zurückzutreten.

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Kommentar von LC2015
24.06.2016, 15:20

Ehm, da die Wahlbeteiligung deutlich unter 100% lag, haben weniger als die Hälfte aller Wahlberechtigten für einen Brexit gestimmt. Da die Meinung derer, die nicht gewählt haben, nicht bekannt ist, kannst du folglich auch nicht behaupten, dass mehr als die Hälfte der (wahlberechtigten!) Briten nicht der Meinung Camerons sei. 

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Was zahlt die UKIP eigentlich für so plumpe Propaganda?

Cameron war ein Befürworter der EU und tritt zurück, weil die Mehrheit seines Volks offensichtlich nicht mit seinem Kurs einverstanden ist.

Und das ganze Gerede von "Freiheit", "Unabhängigkeit" und "Selbstbestimmung" kannst Du die Toilette runterspülen.

Schau dir einfach nur die Außenhandelsbilanz von GB an. Diese war in dne letzten 10 Jahren IMMER negativ, d.h. GB ist auf möglichst billige Importe angewiesen. Das haben sie durch die Entwertung des GBP verspielt.

Dann wirf einen Blick auf die Handelspartner: Platz 2,3,4,5,6,.. sind EU-Länder.

Tritt GB aus dem EU-Binnenmarkt aus, dann schmiert ihre Wirtschaft ab.

Wollen sie im EU-Binnenmarkt bleiben (die ominöse "Norwegen-Lösung"), dann müssen sie 

a) Kohäsionsbeitrag zahlen (vermutlich sogar mehr wie bisher, da der "Britenrabatt" wegfällt) und 

b) das aquis communautaire (d.h. alle EU-Rechtsnormen) übernehmen.

Kurz: Die selben Normen wie zuvor, aber teurer und ohne Mitspracherecht.

Fazit: Der Brexit war die dümmst-mögliche Lösung und die Briten tun mir jetzt schon leid, wenn sie die Zeche zahlen dürfen.

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Seine Leute haben verloren obwohl er ziemlich siegessicher war. Das ist die Konsequenz, die vielen Politikern eigtl. fehlt.

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Der Brexit wird Großbritannien massive wirtschaftliche Probleme bringen. Die ersten Zeichen haben wir ja schon gesehen (Pfund bricht ein, Chaos an der Börse, S&P will Großbritannien herabstufen); wirklich hart wird es aber erst, wenn das UK aus dem EWRraus ist.

Dazu kommt noch die drohende Abspaltung Schottlands und Nordirlands.

Und der Schuldige? Cameron. Der hat den Briten 2015 ein Referendum versprochen und damit die Wahl gewonnen. Hätte er das nicht getan, hätten die Briten jetzt kein Problem.

Insofern ist es nur konsequent, dass er jetzt zurücktritt.

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Kommentar von kolui
24.06.2016, 15:26

Dass der Pfund erstmal einbricht war klar. Warum ist Cameron der Schuldige? Weil er seinem Land die Demokratie in Form einer Volksabstimmung gegeben hat über ein solch wichtigen Thema? Die Briten werden das alles schon meistern. Die Schweiz steht auch besser als die meisten Länder da. Die Briten haben kein Problem, die EU hat eins.

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Cameron hat hoch gepokert und leider verloren. Selbstverständlich soll dieser Boris Johnson Regierungschef werden und Großbritannien wieder zu einstiger Größe zurückzuführen, wie er es versprochen hat.

Wer die Klappe so weit aufreißt, sollte auch den Mumm haben, nicht auf halben Weg stehen zu bleiben. 

Wir Europäer wollen, nach diesen üblen Beschimpfungen sehen, wie der Karren aus dem Dreck gezogen wird. 

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Weil er dann gegen seine eigene Überzeugung arbeiten müsste und meint, dass solle dann lieber ein Brexit-Befürworter tun!

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Du solltest hier kein plumpe UKIP-Farage-Propaganda ("Freiheit, Unabhängigkeit")verbreiten. Sie wird auch durch ständige Wiederholung nicht "wahrer". Glaubst Du etwa im ERNST, dass GB als eine Art autarker Insel-Staat  ohne Beziehungen zu Europa und dem Rest der Welt weitermachen kann? Mensch, schalt' dein HIRN ein! 

Seltsam, dass Schottland und Nordirland den Unsinn NICHT mitmachen wollten und - in Deiner Lesart - unfrei, also sozusagen in der furchtbaren Knechtschaft der EU,  bleiben wollten...

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Kommentar von kolui
24.06.2016, 14:59

Man muss nicht in der EU sein um mit dem Rest der Welt zu handeln.

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Er war gegen den Brexit und warb für den Verbleib GB in der EU. Und jetzt tritt er zurück weil die GB so dumm sind und knapp für den Brexit stimmten

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Kommentar von kolui
24.06.2016, 14:58

"Dumm" wäre ein Verbleib gewesen.

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Kommentar von LordPhantom
24.06.2016, 15:03

Nein, wäre er nicht!

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Kommentar von luca1401
24.06.2016, 16:18

England bereut es schon jetzt. Wartet bis das Vereinigte Königreich bricht wenn Nordirland und Schottland in die EU wollen

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Deine Schlussfolgerungen von wegen Freiheit, Unabhängigkeit etc. sind mal grob gesagt Dünnschiss. Durch den Brexit hat GB die Möglichkeit erhalten noch unsinnigere Gesetzte zugunsten seiner Arbeiterklasse und des Mittelstands zu machen, mehr auch nicht. Dafür werden sie die kommenden Jahre Rezession schieben da sie alle wohl so ziemlich alle Privilegien die die EU zu bieten hat verlieren werden.

Cameron ist zurückgetreten weil er hinter einem Verbleib stand. Eine seiner wichtigsten Positionen hat sich damit in Luft aufgelöst, für ihn macht es zumindest symbolisch keinen Sinn mehr Premierminister zu bleiben.

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Kommentar von kolui
24.06.2016, 15:00

Nein sie sind angemessen. Sie müssen sich nun nicht mehr Europa beugen und bestimmen wieder selbst über ihr Land.

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Kommentar von JBEZorg
24.06.2016, 15:09

alle Privilegien die die EU zu bieten hat 

Wie war das nochmal mit dem Dünnschiss?

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