Warum treten so viele Menschen aus der EVANGELISCHEN Kirche aus?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich vermute, dass die Leute aus der evangelischen Richtung kritischer und pragmatischer mit dem Glauben sind.

Die Katholiken dürfen von Natur aus nicht alles so eng sehen, allein schon, weil sie einen (unfehlbaren) Papst haben. Dazu werden sie früh zum Glauben erzogen und durch die frühe Kommunion, Messdienst und Ähnlichem mehr an die Kirche gebunden.

Der Protestantismus hat sich ja aus einer Kritik an diesen Dingen heraus entwickel, bejaht selbständiges Denken und verneint eine starke religiöse Obrigkeit. Daher haben selbst gläubige evangelische Christen kein so schlechtes Gewissen, aus der Kirche auszutreten. Noch dazu sitzt der Glaube nicht ganz so tief. Die Konfirmation erfolgt in religionsmündigem Alter (bei mir wohl kurz vorher^^). In diesem Alter bestimmen das aber meist noch die Eltern, und ihre Kinder machen den Spökes wegen der zu erwartenden recht üppigen Geschenke mit. Später gibt es dann keine Geschenke, stattdessen müsste man Steuer bezahlen...

Bei mir ist es so, dass ich mich erst nach der Konfirmation mehr mit dem Glauben befasst habe und zu der Erkenntnis gelangt bin, dass dieser menschengemacht ist. Daher bin ich nun ein getaufter Nichtchrist, der freiwillig Kirchensteuer zahlt. Denn als Zivildienstleistender habe ich den enormen gesellschaftlichen Wert der Kirchen (Altenheime, Betreuung, Kindergärten, Obdachlosenhilfe, Friedhöfe, Seelsorge usw.) kennengelernt und weiß, dass mein kleiner Steuerbeitrag hier durch das starke Engagement ihrer Mitarbeiter und die vielen ehrenamtlichen Helfer noch einen Mehrwert entwickelt, anstatt zu verpuffen.

 

Ist es immer die "Schuld" der Kirchen, wenn Menschen sie verlassen? Heißt das automatisch, die Kirchen hätten "Dreck am Stecken"? Was für eine Einstellung hast Du zur Kirche? Menschen treten aus, weil ihnen Kirche, Gemeinde, Christentum schlicht egal sind und weil sie es für unnötig halten, Kirchensteuer und Kirchgeld zu zahlen. Und das tun sie, weil sie weder christlich erzogen wurden, noch sich irgendwann einmal näher - und ich meine WIRKLICH näher - mit ihrer Gemeinde und ihrer Kirche beschäftigt haben. Es geht ihnen gut, da brauchen sie Gott nicht und schon gar nicht das heutzutage so gern gescholtene "Bodenpersonal". Sie haben eine falsche oder gar keine Auffassung von dem, was Kirche bedeutet und von dem, was es bedeutet, Glied einer Kirche zu sein. Sie interessieren sich nicht für das, was Christen glauben. Schau Dir die Fragen zur Konfirmation an, hier auf GF zum Beispiel. Da lernst Du ganz gut, wie Kirchglieder zur Kirche stehen. Man sieht sie bei der Taufe, dann ist Pause, dann werden sie konfirmiert - nicht aus Glauben, nein, wegen der Geschenke! - dann sind sie wieder weg, sie heiraten aber natürlich in der Kirche, weil es so "romantisch" ist und dann treten sie aus, zwecks Einsparens der Kirchensteuer. Wenn sie ihre Kinder nicht wieder in die Kirche schleppen zur Taufe - weil's so eine schöne Feier ist -, siehst Du sie erst im Sarg wieder. Und da beschweren sich dann die Angehörigen, daß ein Pfarrer sich wohl weigert, einen ausgetretenen Mitbürger zu bestatten - und die treten dann gleich auch noch aus. Und dann kommen erst wieder deren liebe Anverwandten und beschweren sich... DAS ist die Praxis und ich gebe zu, daß mich das langsam aufregt. Es ist ja soo leicht, über etwas herzuziehen, das man nicht im Ansatz kennt. Man muß sich ja nicht die kleine Mühe machen, selbst etwas zu verbessern, nein, lieber haut man die Kirche und ihre Arbeit gleich ganz in die Tonne. *grummelgrummel* Gruß, q.

wahrscheinlich, weil die katholiken mehr druckmöglichkeiten haben, ewige verdammnis usw., da traut sich kaum einer, sich gerade zu machen

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oder ist das nur bei den Katholiken so üblich?

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