Warum trete ich auf der Stelle und nichts funktioniert im Moment?

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2 Antworten

So ganz würde ich Depressionen bei dir nicht von der Hand weisen. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass man dich zuweilen in dem, bei Depressionen wohlbekannten Zustand der Agitiertheit („agitierte Depression“), antreffen kann, wenn du - „dich selbst auf null runtergefahren“ hast - dir deiner selbst plötzlich wieder gewahr wirst, und dann in ruhelose Aktivität verfällst. 

Du stehst im Spannungsfeld zwischen Flucht in die Weite und Angst vor depressivem Versinken. Dir fehlt die Geborgenheit in einer gemüthaften Bindung.

Du entfliehst deiner Gegenwart und Wirklichkeit, weil du in ihr nicht das Verständnis und die Resonanz findest, die dir das Gefühl von Vertrautheit und Verbundenheit gibt. Du empfindest die unbefriedigende Situation als reizlose Leere und Langeweile („habe das Gefühl dass ich schon alles kenne und alles gesehen habe“), deshalb fliehst du sie. Da dich diese Situation nicht befriedigt, findest du in ihr keine Ruhe und keine Erfüllung.

Der Zustand der Ruhe ist aber Voraussetzung für Verbundenheit, für wohlwollende Zuwendung, für Empfindsamkeit und für harmonische Freundschaft.

Du solltest dich kritisch fragen, inwiefern, du Erwartungen hast, die in Wirklichkeit nur deine illusionären Wünsche sind. Erwartungsvoll neue Beziehungen zu suchen oder sich ständig neuen Interessen zuzuwenden, führt zur Zersplitterung und dient der Ablenkung. Vom Neuen zu erwarten, dass es besser sei, ist ein Fluchtweg und bringt nicht die befriedigende Erfüllung, die du suchst. Darum solltest du unbefriedigenden Beziehungen und Situationen nicht ausweichen, sondern dich mit Geduld in die Verhältnisse und Erlebnisweise des anderen versetzen. Durch das vertiefte Verständnis kommst du zu einer besseren Übereinstimmung und findest die gesuchte Erfüllung. Richte deine Vorstellungen und Erwartungen weniger auf die Zukunft, sondern erlebe die unmittelbare Gegenwart. Nimm mit wacher Aufmerksamkeit die Sinneseindrücke wahr, die du im Augenblick erlebst.

Hilfsweise gebe ich dir einen Buchempfehlung der meine Ratschläge entlehnt sind.

der 4-Farben Mensch - (Psychologie, Psyche, lebenslage)
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Wie wärs, wenn du Menschen hilfst, die eben nicht die Möglichkeit haben, so weit im Leben zu kommen und dich irgendwo engagierst? Hier wird immer jemand gebraucht und es ist eine nicht nur überaus sinnvolle Tat, sondern DU wirst gebraucht, kannst dir immer neue Ziele setzen. Beziehungsweise kannst du anderen helfen, Ziele zu verwirklichen. Und du bist das beste Beispiel! Ich denke, dass man gegenseitig voneinander viel lernen kann. Es wäre mal eine ganz andere Richtung, die du einschlagen würdest, aber wie gesagt: Es schafft wieder neue Herausforderungen! Somit würdest du auch über den "Tellerrand" hinausschauen können und vielleicht neue Einstellungen gegenüber dem Leben sammeln. Durch die Arbeit wirst du bestimmt auch wieder offener und lernst neue Leute kennen. :)

Hab ich das nun richtig verstanden, dass du gerade einen neuen Beruf suchst? Falls ja, dann geh doch mal auf Berufsmessen. Dort kannst du dich über die verschiedensten Bereiche und deren Herausforderungen erkundigen. Vielleicht findest du ja etwas, das dich anspricht. 

Lass dich nicht hängen, das wird wieder! Lg, ultraviolet4

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