Warum trauern Menschen in Mitteldeutschland immernoch der DDR nach?

15 Antworten

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Die wende ist halt falsch verlaufen.

Viele im Osten haben ihre Arbeit verloren da viele Betriebe dich gemacht wurden. z.b,Kitas,Hotels,Kasernen,Polizei,Fabriken usw

Es gab mehr kinder und kita Plätze

ein vergleich

Frauen in der DDR sollten genauso berufstätig sein wie Männer. Damit sollte nicht nur ihre Gleichberechtigung betont werden - es war wirtschaftlich wichtig, dass die Frauen arbeiteten, sowohl für die Staatswirtschaft als auch für die der Familie. Wurde ein Kind geboren, wurde es demzufolge in eine staatliche Betreuung gegeben. Auf diese Weise konnte die SED außerdem frühzeitig Einfluss auf die Erziehung der jüngsten Bürger nehmen.

Deshalb wurden die Einrichtungen für die Kinderbetreuung früh und umfassend ausgebaut. 1989 betrug die Versorgung von Krippenkindern im Durchschnitt 80 Prozent, in den Großstädten lag sie bei fast 100 Prozent. Kindergartenplätze waren für 94 Prozent und Hortplätze für 82 Prozent der Kinder vorhanden. Davon konnte man in der Bundesrepublik nur träumen: Hier gab es gerade mal für 2 Prozent der Kinder einen Krippenplatz, für 78 Prozent einen Kindergartenplatz und für 4 Prozent der Schulkinder eine Hortplatz.

Die Betreuung wurde vom Staat finanziert (in der Bundesrepublik mussten die Eltern den Platz bezahlen). Die Eltern hatten nur für die Verpflegung zu zahlen. Ein Mittagessen für ein Krippenkind kostete z. B. 1,40 Mark, das für ein Kindergartenkind 35 Pfennig.

Mit 17-25 Jahren hatten die meisten Frauen in der DDR 1-2 kinder,Wohnungen wurden vom Staat gestellt,zur Hochzeit hat man ein Kedit bekommen von ca 4000-8000 DDR Mark womit man die Wohnung gestalten konnte,das Geld musste zurückgezahlt werden aber pro Kind wurden dir % erlassen die du nicht zurückzahlen musstest.

Dazu kommt noch das die Ostdeutschen oft als Sündenböcke dargestellt werden wenn es den westdeutschen schlecht heute geht. der Vater meiner ex war auch so einer der noch sagte scheiß ausländer ossis alle ins Kz mit ihnen.

Willst du damit sagen, das man im Osten der rundum Erziehung und Versorgung nachtrauert? 

Das würde ja bedeuten das man indirekt zugibt, mit der Kindererziehung und der eigenen Versorgung überfordert zu sein.

Was mir in deiner Aussage leider etwas missfällt, ist die Darstellung das Kinderkrippenplätze etwas mit Wohlstand zu tun haben, im gegenteil Kinder benötigen vor allem eine regelmäßige elterliche Bindung. 

Hier sollte man daher, eher von einer Sozialen Verarmung reden, die langfristig, gravierende mängel empathischer Fähigkeiten am Nachwuchs hinterlässt.

Dazu kommt noch das die Ostdeutschen oft als Sündenböcke dargestellt werden wenn es den westdeutschen schlecht heute geht. der Vater meiner ex war auch so einer der noch sagte scheiß ausländer ossis alle ins Kz mit ihnen.

Eine solche aussage ist sicherlich nicht zu entschuldigen, nur ist man das im Osten kein schritt weiter. Ich selbst wohne im Osten als Westdeutscher direkt an der ehemaligen Grenze, bei min. 75% der Leute, stoße ich selbst auf Ablehnung, teilweise  übelster Sorte wenn ich mich als Wessi oute. 

Bei einem muss ich dir aber voll und ganz recht geben, integrativ gesehen ist hier auf beiden Seiten ein reisen Fehler gemacht worden.

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Das sind aber nur eine kleine Minderheit, die ewigen Nörgler und Verlierer der Einheit. Denn diese gibt es auch, die Mitläufer, Funktionären, die nicht rechtzeitig ihre Vorteile ins Trockene bringen konnten. Als sie Stasiakten bekannt wurden sind viele ehemaligen IM enttarnt worden. Wer will nun nach der Wende etwas mit denen zu tun haben, sie liegen daher seit der Wiedervereinigung dem Staat auf der Tasche.

Ich kenne einige Betriebe in den neuen Bundesländer, die suchen händeringend fähige Mitarbeiter und das bei einer Arbeitslosigkeit von 9,5%. Auch die Bezahlung in diesen Betrieben braucht sich vor dem Westen nicht zu verstecken. Man sollte aber bei jedem Vergleich auch die Lebenshaltungskosten der jeweiligen Region nicht vergessen. Man kommt eben mit 5'500 Euro/m in Jena besser aus wie mit 6'000 Euro/m in München

Einen derartigen Umbruch hatten die Wessis selbst nicht mitgemacht.
Von heute auf morgen war alles nicht nur anders, sondern das glatte Gegenteil die Realität.

Marodierende Wessi's erinnern noch heute an den Einfall der Hunnen.
Von Altkanzler Kohls (CDU) "blühenden Landschaften", blühten nur die Rapsfelder in McPomm.

Erinnerungen lassen sich nicht überschreiben, auch nicht mit einer Wiedervereinigungs"geschichte".
Vielleicht noch einmal 25 Jahre, dann mag dieser Teil der Erinnerungen etwas anders aussehen.
Noch ist es zu früh.
Diese Wiedervereinungsgedenkfeiern erscheinen wie einst die Parteitage der SED.

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