Warum tragen muslimische Frauen ein Kopftuch, aus religiösen oder kulturellen Gründen?

32 Antworten

Das hat tiefe religiose/gesellschaftliche Gründe. War eine Frau einmal verheiratet=>Zwangsheirat, durfte sie keinem anderen Mann mehr auffallen. Streng genommen war es keine Vorschrift vom Koran, eher eine Art, ich freu mich schon auf Kommentare, Unterdrückung. Es wurde gesellschaftlich verachtet, wenn eine Frau sich "unbedeckt" zeigt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine völlig natürliche Sache. Heute würden die meisten Frauen sagen, es wäre Ausdruck ihrer Kultur oder ein fast schon traditionelles Gewand. Oft wird das verschleierte Gesicht auch aus reiner Gewohnheit getragen.

um es auf den punkt zu bringen, weder koran noch die hadithen schreiben definitiv vor, dass die haare der frauen bedeckt sein müssen. die vorschriften betreffen andere körperteile. fakt ist natürlich auch, dass regionale besonderheiten, teilweise aus vorislamischen riten eine rolle spielen. aber, das kopftuch ist heute, vor allem in der diaspora, symbolträger für einen kämpferischen, fundamentalistischen islam. die frauen unter dem tuch demonstrieren damit ihr eintreten für den sogenannten wahren glauben, ob gezwungen (durch familie) oder scheinbar freiwillig ist dabei uneheblich.

übrigens pec4561 die sharia hat damit nichts zu tun, die sharia ist das rechtssystem im islam.

die frau muss klein kopftuch tragen sie kann es wenn sie will

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red doch keinen Mist . Laut einem Hadith , begegnete der Prophet(s) einer Frau die nun ca. im Jugendlichenalter war, welche leicht durchsichtige Kleidung trug und sagte zu ihr : Ab dem du Reife erreicht hast sollen nur noch das zusehen sein . Dabei zeigte er auf seine Hände und sein Gesicht . Und jeder weiß , dass die Sunna die 2.Wichtigste Quelle ist . Natürlich ist nicht jeder Gottesdienst im Quran , deshalb auch die Sunna , die der Prophet vorgelebt hat =) Lg Ayo

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@user909

Bleib mal auf dem Teppich, AyanleyOsman. Erstens sind die Hadithe nunmal nicht die eigentlichen Glaubensvorschriften, sondern nur Überlieferungen, die auch falsch interpretiert, falsch überliefert oder sogar von Anfang an gefälscht sein können. Und zweitens kann dieselbe Geste, mit der man auf das Gesicht zeigt, auch den ganzen Kopf meinen.

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Sure 33, Vers 59 O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunter ziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.

so steht es im koran .

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Das Zitat, aus der manche Muslime/Muslima die Burkapflicht herleiten aus der andere insbesondere türkische Muslime/Muslimas nicht einmal eine Kopftuchpflicht herleiten ist Sure 24:31:

> 24:31 Und sage den gläubigen Frauen, sie sollen den Blick niederschlagen und ihre Keuschheit wahren und ihre Zierde nicht zeigen, außer dem, was davon sichtbar ist, und sie sollen ihre Tücher über ihren Kleiderausschnitt ziehen und ihre Zierde niemandem zeigen außer ihren Ehemännern, ihren Vätern, Schwiegervätern, ihren Söhnen, Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern, den Frauen, mit denen sie Umgang haben, den Leibeigenen, den mit ihnen lebenden Männern, die Frauen nicht mehr begehren, und den Kindern, die noch kein Verlangen nach Frauen haben. Sie sollen den Boden nicht mit den Füßen schlagen, um verdeckten Schmuck bemerkbar zu machen. Kehrt alle reumütig zu Gott zurück, ihr Gläubigen, damit ihr Erfolg erzielt!

http://www.openquran.org

Andere übersetzen anstatt mit Zierde mit Busen. Von den Haaren ist im Koran selbst nicht die Rede.

Das Tragen des Kopftuchs ist allerdings für manche Muslime/Muslimas dennoch mehr als nur Tradition, da es ja auch noch au?erhalb des Korans verschiedene islamische Schriften gibt, die manche anerkennen, andere nicht.

Oft heißt es statt "Busen" oder "Zierde" auch "Schmuck", was insbesondere im Zusammenhang mit dem Satz über das "Füße aufstampfen" oder "zusammenschlagen" auch mehr Sinn ergibt. Metall- oder Glasschmuck würde bei allzu heftigen Bewegungen nämlich klimpern (man denke nur an Bauchtänzerinnen) und sich also durch das Geräusch verraten, auch wenn er optisch verhüllt ist.

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Wie sooft verschmelzen hier kulturelle und religiöse Gründe. In einigen islamischen Ländern wird das Kopftuch, gerade im ländlichen Bereich durchaus aus praktischen und kulturellen Gründen getragen. Die Shari'a, das islamische Gesetz, schreibt nach der Interpretation einer Mehrzahl geistlicher Führer allerdings eine Kopf- bzw. Ganzkörperbedeckung vor. Muslimische Frauen in unseren Breitengeraden tragen das Kopftuch im Regelfall aus religiösen Gründen.

Die Frauen verschleiern das Kopfhaar, weil es attraktiv auf Männer wirken kann.

Diese Frauen mit Schleier haben Angst, die Angst, dass sie unverschleiert Sexobjekt sein könnten.

Das unterstellt, das Männer triebgesteuerte Monster sind, die bereits deswegen, da sie die Kopfhaare einer Frau sehen, bereit sind Gewalt auszuüben um sich die Frau gefügig zu machen.

Das ist bestimmt in der Geschichte so gewesen, jedoch haben Humanismus und Demokratie auch Männer beeinflusst, eben nicht Trieben nachzugehen, sondern Vernunft walten zu lassen.

Die große Zeit des Islams ist jedoch lange vorbei. Spätestens mit dem Untergang der osmanischen Sultane spielt der Islam keine weltbewegende Rolle mehr, im Gegensatz zu früheren Epochen, in denen islamische Gesellschaften zivilisatorisch führend gewesen sind.

Die Weltanschauung der Frauen, die schleier tragen ist jedoch, unbeeinflusst vom Humanismus, in der Zeit stehen geblieben.

Vielleicht sogar nicht zu Unrecht, da es sich zu wehren gilt, gegen Männer, die die Moderne ignorieren und tatsächlich zu Monstern werden, wenn sie das Haupthaar von Frauen nur sehen.

Es ist möglich, dass der Schleier der Schutz gegen gestrige, patriarchalische Weltanschauungen darstellt, die heute noch von Muslimen praktiziert wird, jedenfalls ist jedes Kopftuch ein Armutszeugnis gegenüber der eigenen Ethnie, deren männlichem Teil nicht getraut wird, da diese Frauen die Männer als nicht sittlich gefestigt betrachten.



Eine zweite Erklärung ist, dass diese Frauen Tätigkeiten nachgehen, die, wie bei Bäuerinnen, ein Kopftuch praktisch erfordern. Dies sind allesamt Tätigkeiten von untergeordnetem Wesen: Feldarbeiterin, Köchin, Hausfrau, Viehhalterin usw.

Jedoch dürfte kaum eine verschleierte Frau überhaupt einer selbstbestimmten Tätigkeit nachgehen, wenn sie den Eingriff in ihre Selbstbestimmtheit schon durch die Pflicht zum Schleiertragen zulässt.

Hoffentlich modernisiert sich das bald, jedoch ist zu befürchten, dass aufgrund der weggefallenen globalen Bedeutung des Islams, dieser in seiner Trotzhaltung verharren wird.


Zahnlos mit Kopftuch, wehrhaft mit Gewalt.

Schade eigentlich, denn im Kern ist der Islam top.


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