Warum tragen diese Pferde Masken?

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15 Antworten

Haha :D Nein nein, die Pferde laufen nicht blind durch die Gegend. Sie können durch diese "Masken durchschauen". Das bekommen sie auf, damit die Fliegen und bremsen nicht an die Augen kommen können. Vielleicht siehst du auch Pferde, dir so Fransen vor den Augen haben. Das ist auch gegen Fliegen und co.
Aber keine Sorge, sie können da 100% durch gucken. Du kennst das bestimmt auch, wenn du einen dünnen Stoff direkt vor deinen Augen hast. Da kannst du ja auch durchschauen. Und das hilft wenigstens zu 100% gegen Fliegen und macht die Zeit auf der Weide für die Pferde weeeesentlich besser und erträglicher. Wir verwenden das auch im Stall. Vor allem bei Exemern (Pferde, die gegen Stiche allergisch sind).

Ist normalerweise so, wenn die Steckmücken dort sehr viele sind. Da beide Pferde auch noch Fliegendecken auf haben, schätze ich mal das die evtl. Ekzemer sind und die Besitzer meinen sie vor Mücken schützen zu müssen.

Sehen können die Pferde trotzdem noch.

Sinnvoll ist es m.M.n. nur dann, wenn ein Pferd z.B. eine Augenentzündung hat.

das hat einen ziemlich guten grund: fliegenschutz. mit vorliebe sitzen die viecher nämlich in augenwinkeln und begünstigen so augenentzündungen o.ä. auch pferde, die etwas windempfindlich sind, sind mit so einer maske gut beraten. keine angst, die pferde sehen noch alles. es ist vergleichbar mit einer verspiegelten sonnenbrille:)

Generell ist es für ein Pferd erst mal schöner, nackig zu sein. Aber manche Pferde haben auch das eine oder andere Problem.

Mein eigener Wallach beispielsweise trägt derzeit eine Maske, der andere nicht. Der Maskenträger deshalb, weil bei Fliegen aus den Pferdeaugenwinkeln trinken. Die trinken die Tränen weg, was bei meinem dazu führt, dass sein Auge immer trockener wird über den Sommer. Ein trockenes Auge juckt und er reibt es sich dann so lange, bis das Augenlid geschwollen ist, er das Auge schier nicht mehr auf bringt. Da muss man ihm halt einfach die Fliegen weg halten vom Auge, damit sich die mechanisch durch sein Reiben hervorgerufene Entzündung wieder lindert. Sobald das wieder geheilt ist, kommt die Maske nicht mehr drauf, denn drunter schwitzen sie und auch wenn man durch ein Netz sehen kann - das ist ja ziemlich nah vor dem Auge, die Sicht schränkt es definitiv ein. Mein Wallach kann die Maske nicht leiden, das ist jetzt grade lästige Notwendigkeit.

Natürlich ist das nicht "normal" - in freier Wildbahn bringt ihnen niemand eine Maske, da müssen sie zurecht kommen. Doch haben unsere Pferde hier eine menschenveränderte Lebensweise. Das eine ist, dass wir eben Zäune brauchen, weil es sonst nicht funktionieren würde in unserer Besiedelungsdichte, das andere, dass wir sie nicht raus schicken können, sich zu fressen suchen, was sie finden oder ähnliches und das dritte, dass Menschen so viel wenig Ahnung vom Pferd haben, dass sie Fehler machen. Fehler beim Füttern (heute wird unheimlich viel in bunten Säcken gekauft, wo eine Menge Zucker drin ist) erzeugen Probleme mit dem Hautimmunsystem beispielsweise. Die dadurch auftretenden Hautprobleme werden dann symptomatisch statt systemisch behandelt, indem man ihnen Masken aufsetzt und Decken anzieht. Manchmal lässt es sich auch durch jahrelange gute Fütterung nicht vollständig beheben, weil das ganze Stoffwechselsystem schon erheblich geschädigt ist. Da muss man dann vielleicht auch einen Kompromiss finden.

Man hat ihnen die Sicht nicht genommen. Die Pferde können durch das GEwebe der Masken noch gucken. Sie tragen Masken, um die Augen vor Fliegen zu schützen.

Es sind also wahrscheinlich sogar sorgfältige Pferdehalter, die das tun. Mein Pferd trägt auch eine Maske auf der Weide, weil ich nicht möchte, dass es wegen der Fliegen eine Bindehautentzündung bekommt.

Sehen kann es aber alles. Man kann die Pferde sogar mit Maske reiten.

Es ist heutzutage üblich den Pferden einen Sack über den Kopf zu ziehen wenn es sich gegen äussere Einwirkungen wehrt.

Das füllt die Kasse des Krämerladens und man muss den TA nicht bezahlen, hat auch sonst keine Mühe mit einer Analyse das Problems.

In der Tat ist es so, dass 90% aller Besis gar nicht wissen wogegen sie den Sack einsetzen, sie vermuten es nur.

Man hat ihnen nicht die Sicht genommen.  Die können dadurch noch was sehen.  Die Masken schützen vor fliegen etc. 

Die sind gegen Fliegen und Mücken. Sind aber durchsichtig, wie so ein Mückennetz am Fenster. 

Das sind Fliegenmasken.

Die bieten Schutz vor Fliegen und Bremsen.

Das sind Fliegenmasken, damit die Bremsen und Fliegen nicht die Pferde nerven. Die können dadurch noch sehen

Das sind Fliegenmasken.. Hast du überhaupt Ahnung von Pferden oder fragst du nur so? Die können trotzdem sehen.

Sagt FS doch - Spaziergänger, der sich über das wundert, was er sieht 😉

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Es gibt Pferde, die leiden unter einem Sommerekzem...verursacht durch eine bestimmte Grasmücken Art.. Um die Tiere davor zu schützen, werden sie *eingekleidet*

Die Maske, die du meinst, ist ein Fliegenschutz...eine Art durchsichtiger Tüll. Die Pferde sehen trotzdem was.

Warum das eine Pferd einen Maulkorb trägt, kann ich Dir nicht beantworten...aber es wird sicher seine Gründe haben.

Eine Fressbremse wird´s sein, denke ich. 

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@beglo1705

hab auch schon dran gedacht. aber soooo saftig sieht die Weide ja nicht gerade aus.

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@xttenere

...aber die fesselgelenke sehen aus, als wenn es eine leichte rehe hat...

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@ponyfliege

Richtig. Manche können aber weder das erkennen, noch selbstständig Informationen über div. Futterarten und deren Inhalte sammeln, aber erzählen hier dann einen vom Pferd.

Tschuldigung, xttenere (ist das nicht ein Motorrad?). Aber das musst ich jetzt loswerden ;-))

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@beglo1705

hab Dich auch lieb, beglo1705 :-)

Ja ist eines ;-) Jahrgang 1978

Hab mir nur die Weide angeschaut, nicht die Fesseln des Pferdes...Dicke Fesseln können aber auch vom rumstehen kommen...ausserdem möchte ich mir bei dieser starken Behaarung keine Meinung bilden...das Bild ist in meinen Augen zu undeutlich.

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@beglo1705

ganz soooo unwissend bin ich nicht. Hatte über 20 Jahre 2 Pferde. Allerdings *nur * Freiberger. Eine Zuchtstute und ihre Tochter.

Hätte vielleicht einfach besser hinschauen sollen Mein Fehler

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@xttenere

Das war auch nicht an dich gerichtet, um deine Fachkenntnis mach ich mir gar keine Gedanken da ich Deine Beiträge auch schon länger verfolge ;-)

Freiberger, tolle Pferde. Mag ich sehr sehr gern. Haben einen Mega Charakter und (außer meinen beiden) stehen in der Liste bei mir ganz oben. 

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@beglo1705

Ui, noch ein Freiberger-Fan. Aber bitte, es sind doch nicht "nur" Freiberger... Das wird diesen tollen Pferden definitiv nicht gerecht :-)

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@sukueh

natürlich sind sie toll und sehr vielseitig verwendbar. Aber da sie zu den Kaltblütern gehören...auch wenn sie die leichtesten sind, musste ich mir bei Patroullien-Ritten schon die merkwürdigsten Kommentare anhören ;-) muss allerdings dazu sagen, dass meine Stute vom  alten Schlag war, und mit ihren 1.62m und 740 kg eher ein Noriker als ein Freiberger.

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@xttenere

Das macht nix, wenn´s kein Hungerhaken ist. Sag´s bei meiner Dicken auch immer wieder:

Sie braucht halt viel Platz für die inneren Werte ;-)) 

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@xttenere

hab zum freiberber auch noch ne tüte senf zum dazugeben. ;-))

die beiden schweizer rassen wurden ja eh zusammengefasst. der moderne leichte freiberger ist im prinzip mindestens zur hälfte ein alt-einsiedler.

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@ponyfliege

Nicht ganz. Der Freiberger ist ein Kaltblut, und der Einsiedler ein Warmblut.

Früher wurde der Freiberger mit einem Anglonormannen Hengst gekreuzt (Uran), welcher auch einige Einsiedlerstuten deckte...müsste in 50ger Jahren gewesen sein. Meine Alte ( Jg 75 ) stammte noch aus dieser Linie. Ihr Vater war ein Sohn Uran's. Daher auch ihre für Freiberger untypische Grösse..

In den 90ger Jahren wurde mit Araberhengsten veredelt  um ein kleineres Reitpferd mit besseren Gängen zu züchten...ging aber daneben. Die meisten Frybis, wie sie bei uns heissen, wurden nervös und launisch, und ihre Ruhe und Sicherheit fehlte

Im Kanton Bern und Frybourg wurden die orginalen Frybis gezüchtet, im Rest der Deutschschweiz die Eingekreuzten.

Man züchtet heute zum Teil wieder langsam zurück zum orginalen Pferd.

Die Einsiedler selber sind eine Warmblutrasse, welche heute fast nur noch als Sportpferde gezüchtet werden...zum Teil mit Hanoveraner Hengsten in der Ahnentafel.

Google mal....Gestüt Trachslauerhof.ch


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@xttenere

Unsere Frybis werden übrigens in der Armee immer noch als Lasttiere und Rückepferde gebraucht.....zusammen mit wenigen orginalen Haflingern und Mulis.

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@xttenere

Das finde ich zum Beispiel toll, dass so urtümliche Rassen da noch zum Einsatz kommen. Ist wahrscheinlich so ähnlich wie bei unseren Gebirgsjägern.

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@beglo1705

Da müsste ich doch mal googeln.....Gebirgsjäger sagt mir nicht viel.

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@xttenere

Alles klar....entspricht wahrscheinlich unseren Gebirgs-Grenadieren. Einer Elite Einheit.

Die Pferde haben allerdings nichts damit zu tun. Die sind im Train. Hauptsächlich werden sie zur Versorgung der Truppen an schlecht erreichbaren Orten gebraucht...auch im Zivielschutz, z.B. nach Unwetterkatastrophen werden sie eingesetzt.

Diese Pferde haben einen Halsbrand, sowie eine Dienstnr. auf dem Huf eingebrannt, und kriegen einen Sold.

Im Alter von 15 Jahren werden sie ausgemustert, und gehen in den privat Besitz über.

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@xttenere

ich war schon auf dem reinzuchtgestüt kloster einsiedeln. ich hab mich noch nie so schnell in einen grosspferdetyp verguckt... leider wurde das zuchtbuch zu spät geschlossen, so dass man die echten einsiedler tatsächlich nur noch im klostergestüt findet.

die schweizer armee rekrutiert seit einigen jahren keine pferde und maultiere mehr.

der moderne freiberger gefällt mir nicht. der ursprüngliche typ schon.

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@ponyfliege

Stimmt nicht ganz, Ponyfliege...es gibt noch eine Traineinheit von ca 60 Pferden, und ein paar Mulis, welche noch zur Versorgung der Truppen gebraucht werden.

Stationiert sind sie im Bündnerland.

Der letzte offizielle Stellungstag (Rekrutierung) war 1999, bei welcher es noch eine jährliche Haltepraimie gab. Mein junge Stute wurde dazumal im Alter von 4 Jahren offiziell für dienstauglich erklärt.

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Man nimmt ihnen nicht die Sicht damit. Vor den Augen ist ein Netz, durch das sie hindurch sehen können. Die Maske dient zum Schutz vor Fliegen, da Fliegen vor allem im Gesicht ziemlich lästig und unangenehm sind und ein Pferd kann ja nicht einfach mal mit der Hand dahin und die verscheuchen.

Ist also nur zum Wohl des Pferdes. :)

Das sind Fliegenmasken, die sollen die Augen und Ohren vor lästigen Insekten schützen. Haben meine Pferde auch auf.

LOL, ist das ein Witz von dir?

Diese Dinger sollen die Insekten von den Augen fernhalten. Die sollen schon noch durch den Stoff gucken können.

Allerdings sieht das schon recht beknackt aus. Vor allem das die Tiere Decken tragen werde ich wohl nicht verstehen müssen.

Vielleicht sind es Ekzemer?

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@netflixanddyl

Gründe kann man immer finden und natürlich kann das sein. Aber ist es nicht irgendwie merkwürdig, wenn Tiere derart umfangreich vor der Natur geschützt werden müssen? Das eine Pferd wird ja sogar offenbar vom Fressen abgehalten. Wahrscheinlich Angst vor Hufrehe.

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@fusselchen70

Weiß ja nicht, wie viele Pferde du schon verenden sehen hast an Hufrehe. Da wär mir die Fressbremse so egal an dem Pferd, wenn es denn dann was hilft.

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@beglo1705

Möchte euch mal alle sehen, wie ihr euch fühlt wenn ihr dauerhaft vom Essen ferngehalten werdet und eingepackt werdet. Pferde sind nun mal Dauerfresser. IHR wisst ja gar nicht, was ihr den armen Tieren antut indem ihr ihnen das Rauhfutter verwehrt. Leider gibt es auch genügend 0815 Tierärzte, die den Unsinn verbreiten das Pferde bei Rehe hungern (!!!!) müssen. Und zu oft eine Decke ist auch nicht so gut...

Leider darf ja jeder sein Pferd zu Grunde richten, wie und wann er will.

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@fusselchen70

Gras ist Saftfutter, kein Raufutter. 

Befass du dich lieber mal mit anständiger Ernährung für Pferde, auch für die, die Hufrehe haben, bevor du mich von der Seite anmachst.

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@beglo1705

War nicht von der Seite. War voll von vorne:)

Ja sorry, war nicht so böse gemeint wie ich es dann doch geschrieben hatte. Aber du schreibst ja auch, das dir je nach Umständen die Fressbremse egal wäre. Hat mich halt aufgeregt

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@beglo1705

@beglo: hatte grade dieselben worte auf der tastatur...

@fusselchen: erst lesen... und zwar richtig lesen.

ist schon nervig genug, dass leute nicht mehr zuhören können. aber dass es mit dem lesen auch nicht mehr klappt, das regt wiederum MICH auf!!!


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@fusselchen70

Was regt dich da auf? Eine Fressbremse? Hast du schon mal ein Pferd verrecken sehen, dass elendig krepiert wegen falscher Fütterung bzw. Überfütterung? Ich glaube kaum, sonst würdest du das nachvollziehen können, warum man so eine "Affenmaske" drüber zieht.

Heu ist okay aber eine Wiese mit fett Klee o.ä. ist was für Milchkühe, nicht aber für Pferde die eh schon gut im Futter stehen.

Nicht weil man dem Pferd das nicht gönnt, sondern weil es extrem qualvoll daran zugrunde gehen kann. 

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@fusselchen70

Auch sie hat ein Pferd mit gutgemeinter Fütterung mit dem Mist verloren. 

Das ist garantiert nicht süß.

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@ponyfliege

??? Ponyfliege? Ich verstehe es wirklich nicht. Du meinst doch damit, das du seine Meinung teilst...

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@fusselchen70

du hast nicht rasend viel Ahnung, oder? Unser Weidegras ist leider nicht mit dem Gras der Steppe vergleichbar. Meistens ist es hochgepuschtes Kuhgras, und das ist Gift für viele Pferde. Ok, man könnte die Pferde auch bei Heu gar nicht auf die Wiese lassen. Ob das eine tolle Alternative wäre?
Und falls jetzt noch das ewige Argument mit dem Wildpferd kommt, das keine Maske und keine Fressbremse hat.... stimmt. ABer erstens fressen diese Pferde anderes Gras als unsere, und  zweitens gibt es bei den Mustangs und Brumbies durchaus nicht wenige Pferde, die Rehe haben. Ok, die verrecken und werden gefressen, die sieht man dann nicht leiden.
Aber bevor mein Pferd an Rehe erkrankt, bekommt es eine Fressbremse an. ich gehe das Risiko nicht ein.

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@fusselchen70

schon der kommentar da oben, mit dem du den fragesteller nicht ernst nimmst, regt mich auf.

und beglo hat recht. es ist egal, wie bescheuert etwas aussieht, solange es was nützt.

das eingestellte bild ist so gut, wie ich hier selten eins gesehen habe. und SO viel behang hat das pferd ja auch nicht.

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@Dahika

solchen pferden muss man sogar das heu rationieren. ohne engmaschiges heunetz würden sie viel zu viel fressen. hochenergetisches heu.

nicht jeder hat eine trocken- oder auenwiese zum heuen. nicht jeder kommt an schilfheu dran.

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@fusselchen70

tja leider ist das so, dass man die Tiere umfangreich vor der "Natur" schützen muss. Erstens gibt es in Mitteleuropa keine "Natur" mehr. Wenn ich meine Stute natürlich halten wollte, müsste ich sie nach Ägypten oder meinetwegen nach Andalusien schaffen. Das Islandpferd meiner Freundin müsste dann  in den Norden verbracht werden.
Natur.. wenn ich das schon höre. Das ist so ein romantischer Quatsch. Unsere Pferde werden geritten, müssen Leistung bringen. In der "Natur" kann man solche Pferde dann aber nicht mehr halten. Es gibt in Mitteleuropa keine Freilaufflächen, die so groß sind, dass die Pferde sich vor Mücken durch Weiterwandern schützen können. Also müssen wir Menschen die Pferde vor der Natur schützen.
Die Natur kennt keinen Tierarzt, keine Medizin. Wenn ein Pferd sich verletzt und von alleine nicht sehr schnell gesund wird, wird es gefressen. Das ist Natur.

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@ponyfliege

Natürlich habe ich wie über 90% aller Menschen keine Ahnung von Pferdehaltung und den 24.000 Philosophien, die zur Pferdehaltung existieren.

Natürlich gehöre ich zu den schlechten Pferdehaltern, die eine undifferenzierte Meinung haben, sich nicht immer klar ausdrücken und vor allen darauf stehen, andere Pferdehalter zu diffamieren und sich über den Reitstil anderer zu echauffieren.

Natürlich musste auch ich mir erst jahrelang jeden ungefragten Ratschlag und jede Ermahnung aus besserem Wissen oder moralischer, tierfreundlicher Überlegenheit anhören und alles befolgen.

Natürlich kann man Gras auch als Rauhfutter bezeichnen

Natürlich ist es hier wie in jedem Forum. 

Natürlich war mir klar, das mein Beitrag nicht unkommentiert bleiben würde ^^

Natürlich stellt es auch für mich kein Problem dar, mein Pferd wegen Hufrehe halb verhungern zu lassen.

Natürlich habe ich noch nie Pferde gesehen, die extrem leiden, weil ein Tierarzt der Meinung war, das das Pferd eingesperrt gehört, weg von der Herde soll usw.

Okay: Mir tut jeder leid, der sein Pferd verloren hat und ich denke irgendwo auch, das jeder vernünftige Pferdebesitzer abwägt, ob die jeweilige Behandlung einer Krankheit dem Pferd wirklich hilft oder ob es die Lebensfreude dauerhaft abwürgt oder ob das Pferd wirklich psychisch leidet. Leider habe ich schon oft mitbekommen, das Tierärzte auf diesen Aspekt bei der Behandlung Null eingehen.

Ich wünsche jedem Tier verantwortungsbewusste Halter, die neben viel Liebe zu geben auch erkennen und handeln können, wenn dem Tier geholfen werden muss.

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@fusselchen70

Ich stimme dir sogar zu, bei diesem Punkt:

Aber ist es nicht irgendwie merkwürdig, wenn Tiere derart umfangreich vor der Natur geschützt werden müssen?

Das liegt mit daran, das die meisten Pferde nicht mehr artgerecht gefüttert oder gehalten werden und dann auch noch aus nordischen Ländern eingeführt werden und dann bei uns in Deutschland oder sogar noch weiter im Süden eigendlich nichts zu suchen haben.

Sehr viele Menschen übertreiben es auch gnadenlos mit dem Schutz ihrer Tiere. Rund um eingepackt im Winter vor Kälte - im Sommer vor Mücken, im Regen vor Nässe usw. In Boxen gehalten, einzeln gehalten, damit ihnen auch ja nichts vom bösen Boxennachbar schaden kann.

Die Fressbremse hier könnte Sinn machen, aber auch bei Fressbremsen ist manchmal sehr viel Unfug dabei. Auf der Koppel bekommen manche Pferde eine Fressbremse und abends bekommen sie 2 Liter Müsli in den Futtertrog gekippt.

Man verstehe mal den Menschen.

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@beglo1705

Ja, aber Fusselchen hat da durchaus einen interessanten Punkt stehen:

Aber ist es nicht irgendwie merkwürdig, wenn Tiere derart umfangreich vor der Natur geschützt werden müssen?

Ist auch meine Frage?

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@Dahika

Erstens gibt es in Mitteleuropa keine "Natur" mehr.

So ein Quatsch, natürlich gibt es Natur, oder was meinst du was Wetter ist? Was sind dann Insekten, Gras und Bäume und Büsche? Alles keine Natur?

Und das hat sie auch gemeint.

Warum müssen wir Tiere vor den Elementen schützen? Durch Decken und so. Und warum müssen wir sie vor Fliegen schützen?

Warum vor Gras und Futter?

Weil wir Menschen meinen es tun zu müssen, die Pferde kämen auch ohne Tüttelkram aus, wenn wir sie lassen würden.

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Hab den Verdacht, dass wir grad aneinander vorbei reden, ist das möglich?

Bin auch kein Fan von Fressbremse, von eingetütelten Pferden bei 30 Grad Hitze oder Sommerregen und weiß der Kuckuck was. Was aber, wenn das Pferd Sommerreude hat? Klar, muss ne Decke druff. Augenentzündung? Logisch, her mit´m Vorhang. Hufrehe und da neigen viele beliebte Rassen (Hafi, Isländer, Friese usw.) dazu? Futter auf Raufaser umstellen und das Grasen (grad unsere fetten Böden in D) so gut es geht einschränken.

Ich sag jetzt einfach mal, dass jeder Pferdehalter sich Gedanken macht, wie es seinem Tier am Besten geht und was das Sinnvollste ist, um ein Tier zu unterstützen, grade wenn solche Probleme auftreten.

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@beglo1705

wenn ich in deutschland natur suche, kann ich lange suchen. deutschland ist kulturlandschaft.

in norwegen findest du noch etwa 20 hektar echten urwald, in der schweiz ebenfalls.

ja - die pferde müssen vor den umständen geschützt werden, die der mensch durch landschaftsveränderung und intensive nutzung geschaffen hat.

seit wir kein pony mehr haben und mein vater auch keine schafe mehr auf unserm grundstück hält, stehen die leute tatsächlich bei ihm schlange. naturbelassene sauerwiese im überschwemmungsgebiet.

wenn man sowas hat, kann man sich das heu mittlerweile vergolden lassen....

wenn man halbwegs natur fürs pferd haben will, schickt man es im sommer auf die alp oder auf die küstennahe marsch.

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@ponyfliege

Kann dir da nicht zustimmen, ich finde wir haben noch wahnsinnig viel Natur hier.

Ich weis nur nicht was du und die anderen als Natur definiert.

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@friesennarr

Jetzt muss ich auch nochmal was dazu sagen: Die Wälder, die Wiesen, die Felder, die Flüsse und Bäche wurden eigentlich alle mal von der Flurbereinigung "durchforstet", teilweise für den Straßenbau und Infrastruktur umgebaut und teilweise auch wieder "naturnah" umgebaut. 

Das alles wurde katalogisiert, vermessen sowie GPS-tauglich in Daten gepackt und ist für Land- u. Forstwirte teilweise einsehbar. Der ein oder andere kennt sicher diese Grenzsteine, die man via Magnetresonanz aufsuchen kann (oder auch prima beim Ackern mal rauspflügen kann...), da war vorher die FB und hat Ackerland, Eigentum, Aufforstungsflächen, Ausgleichsflächen, Renaturierungen und Retentionsflächen usw ausgewiesen. Diese Steine sind an jedem Grundstücksende zu finden, auch bei den staatlichen.

Grundgedanke war/ist der Umweltschutz und die korrekte Vermessung von Eigentum (Felder, Waldstücke, Bauerwartungsland etc). 

Somit muss ich ganz ehrlich sagen, auch auf Hinblick der Land und  besonders der Forstwirtschaft, bleibt von der "ursprünglichen Natur" nur sehr wenig, was nicht heißt dass wir es nicht grün und schön haben.

Es gibt in D nichts, was in Privat oder Staatsbesitz ist und hierzu wurde noch kein "Rodungsplan" angeordnet oder nicht durchgeführt wurde.

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@beglo1705

Land alleine ist aber nicht Natur - zur Natur gehören auch Wettereinflüsse, Insekten, andere Tiere, Gras - Büsche und Bäume sind auch Natur.

Naturnahe Haltung hat nichts mit unserer Kartographischen Landschaft zu tun, sondern mit dem was machbar ist um es in die Nähe der Naturhaltung zu bringen. Wir können das schon bis zu einem gewissen Grad nachmachen. Natülich nicht in der Größe.

Vor der Natur schützen - das muß man ein Pferd trotzdem nicht müssen müssen.

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