Warum tötete Gott so viele unschuldige Menschen?

37 Antworten

Der ägyptische Pharao war nicht unschuldig. Er war ein brutaler Diktator unter dem schrecklicher Missbrauch und Unterdrückung der Israeliten stattfand. Die Ägypter versklavten die Israeliten für 400 Jahre. Ein vorheriger Pharao befahl die Tötung von allen neugeborenen, männlichen Säuglingen (2. Mose 1,16). 

Bereits vor den ersten  Plagen hat der Pharao sein eigenes Herz verhärtet, indem er die Israeliten nicht gehen ließ. „Aber das Herz des Pharao wurde verstockt” (2. Mose 7,13, 22; 8,19). “Da sprachen die Zauberer zum Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz des Pharao wurde verstockt und er hörte nicht auf sie, wie der HERR gesagt hatte.“ (2. Mose 8,15) “Aber der Pharao verhärtete sein Herz auch diesmal und ließ das Volk nicht ziehen.“ (2. Mose 8,28)

Der Pharao hätte Ägypten alle Plagen ersparen können, wenn er nicht sein eigenes Herz verhärtet hätte. Gott gab dem Pharao zunehmend ernstere Warnungen über Urteile, die kommen würden. Der Pharao wählte aber das Urteil Gottes über sich selbst und seine Nation kommen zu lassen, indem er immer wieder sein Herz gegen Gottes Befehle verhärtete.

Als Ergebnis von Pharaos Hartherzigkeit, verhärtete Gott nun Pharaos Herz noch mehr, und erlaubte die letzten paar Plagen (2. Mose 9,12; 10,20, 27). Pharao und Ägypten brachten diese Urteile und Plagen über sich selbst, durch 400 Jahre Sklaverei, Massenmord, Lüge usw..

„Denn der Sünde Sold ist der Tod“ (Römer 6,23) und Pharao und Ägypten sündigten schrecklich gegen Gott, so dass es gerecht gewesen wäre, wenn Gott sogar Ägypten ganz vernichtet hätte. Daher ist es nicht ungerecht von Gott gewesen und die zusätzlichen Plagen über Ägypten waren auch nicht ungerecht. Die Plagen, so schrecklich sie auch waren, zeigen tatsächlich Gottes Gnade darin, dass Er Ägypten nicht vollständig zerstört hat. 

Daher ist es nicht ungerecht von Gott gewesen und die zusätzlichen Plagen über Ägypten waren auch nicht ungerecht.

Du hast argumentiert, dass der Pharao irgendwelcher Vergehen schuldig wäre. Das legitimiert nicht die Tötung aller Erstgeborenen Ägyptens. Es legitimiert keine einzige Plage, die Ägypten heimsuchte.

Die Plagen, so schrecklich sie auch waren, zeigen tatsächlich Gottes Gnade darin, dass Er Ägypten nicht vollständig zerstört hat.

Das würde ich nicht Gnade nennen. Erstmal hängt Gnade von den Motiven ab. Es könnte zum Beispiel auch Ignoranz dahinter stecken, oder Faulheit, oder Desinteresse und so weiter. Oder einfach ein Funken Verstand: Die Sklaven flohen ja schließlich aus Ägypten, ohne dass das ganze Land und jeder seiner Einwohner vernichtet werden musste.

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Daher ist es nicht ungerecht von Gott gewesen und die zusätzlichen Plagen über Ägypten waren auch nicht ungerecht.

Wenn es hier nicht um ein Märchen ginge, wäre hier schon der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Was Du da absonderst ist auf gleichen Niveua wie die Leugnung des Holocaust.

Ich hoffe nur inständig, dass keine Kinder dem Unrat Deiner Gedanken ausgesetzt sind.

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Das Toeten der Erstgeborenen Aegypter ist eine Spiegelung der Toetung der maennlichen Juden, die zur Zeit der Geburt von Moses stattfand. (Sicher kennst du die Geschichte mit dem Papyrusboot, in dem Moses von der Pharaostochter gefunden wurde?) 

Der alttestamentliche Gott ist nicht besonders feinfuehlig - Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Das ist nicht ganz richtig ,denn zu der Zeit,wo man sich gegenseitig wegen nichts Totgeschlagen hatt, war Auge um Auge Zahn um Zahn bereits schon ein Fortschritt. Ein Anfang den der Mensch verstehen konnte .

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@waldfrosch64

Du hast Recht, daran habe ich noch nie gedacht, dass Auge um Auge Zahn um Zahn ein Fortschritt war. 

Man muss bedenken dass das ganze relativ am Anfang der Bronzezeit stattfand, kaum 500 jahre von der Steinzeit entfernt.

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Den Menschen fehlt die Feinfühligkeit.

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ich denke, man kann die "Geschichten" aus der Bibel nicht wirklich 1 : 1 übernehmen. Ich denke, es handelt sich um reine Geschichten, welche man erfunden hat, um den Menschen irgend einen "Halt" im Leben zu geben... um ihm in Form von "Geschichten" zu zeigen, wie man sich verhalten soll.

Daher denke ich, dass diese 10 Plagen, auch wenn sie teilweise wirklich extrem grausam sind, eher zeigen sollen... wie stur eine Regierung, ein Volk, ein Mensch sein kann, eine Gruppe von Menschen zu unrecht gefangen zu halten und sie nicht frei zu geben.

Wenn ich mich recht erinnere, wurde dieser Pharao gewarnt... aber er liess es sogar so weit kommen, dass Baby sterben mussten, nur weil er auf seinem "Recht" beharrte. Der Pharao wurde in diesem Falle schon "gezwungen", das versklavte Volk frei zu geben. Nur halt auf sehr brutale Art, die wohl jedem Zuhörer/Leser einfährt.

Auf der anderen Seite denke ich, dass diese extrem grausamen Strafen/Plagen auch symbolisieren, wie "mächtig" Gott sein kann.

Ich gehe nicht davon aus, dass da irgendwo in den Wolken ein göttliches Geschöpf sitzt und freude am quälen und töten von Menschen und deren Babys hat. Es geht meiner Meinung nach eher um diese Symbolik...

Ich finde schon, dass die Frage auch von Atheisten beantwortet werden kann. Du unterstellst das deine Frage Realität darstellt, ohne dafür jeglichen Beweis zu haben. Genauso gibt es keinen Beweis, dass irgendein Buch das Wort Gottes enthält. Mithin behauptet also "irgendjemand" dass Gott tötet. Als Atheist muss man einfach sagen, dass die Frage rein theoretisch / fiktiv ist, und daher jegliche Antwort denkbar ist. Meine Theorie deshalb: nicht Gott tötet, sondern generell Menschen, die das gerne über Glauben verkaufen.

Das ist eine Gute Frage. Daumen hoch.

Bei der Beantwortung dieser Frage muss man auf den Freien Willen des Menschen hinweisen. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier dahingehend, dass es frei entscheiden kann ob es Gott gehorchen will oder nicht.

Gott würde niemals einen Menschen zu etwas zwingen, es sei denn es besteht eine unmittelbare Gefahr für sein Vorhaben.

Bei den Ägyptern zur Zeit von Moses war das so, dass der Pharao zu der Generation gehörte die den wahren Gott "nicht mehr kannten" bzw nichts von ihm wissen wollten, und auch nicht die Wohltaten von Joseph kannte (2. Moses 1:8, 5:2).

Die Pharaonen sahen sich also selbst als Götter, stellten sich somit über Gott und seiner Souveränität.

Als Moses den Pharao bat sein Volk frei zu lassen, wurde der Pharao starrköpfig und ließ sich noch nicht einmal durch das Leiden seines Volkes durch die ersten 9 Plagen umstimmen. Es lag in seiner Entscheidung das Volk frei zu lassen oder es weiterhin als Sklaven zu behalten. Alle Plagen waren eindeutig ein Zeichen für die Allmacht Gottes, denn die Magier des Pharaos waren nicht in der Lage alle Plagen nachzuahmen (das hatten die tatsächlich versucht, aber bei der Erschaffung von Leben aus dem Staub versagten sie ... 2. Moses 8:18).

Die letzte Plage gab aber jeden Juden und jeden Ägypter eine freie Wahl. Entweder sie gehorchten dem Befehl Gottes und führten das Passah Fest aus, indem sie ein Lamm schlachteten und das Blut am Türeingang zu bespritzen, als Zeichen des Gehorsams, oder ihre Erstgeborenen wurden vom Engel getötet.

Das beim Auszug aus Ägypten auch einige Ägypter dabei waren erkennt man am Vers 2. Moses 12:48 und 49. Die Gesetze der Juden galten auch für die "Fremdlinge" die sich dem Volk Gottes zugewandt hatten. Sie hatten natürlich während der ersten 9 Plagen gesehen, dass es besser ist auf der Seite der Gewinner zu sein, denn so ein Gott hatten die Ägypter nicht.

So ähnlich wird es auch am Ende dieser Welt passieren, dass die meisten bei der letzten Schlacht umkommen, aber wenige sich freiwillig entscheiden Gott zu gehorchen. Leider ist das so, dass die meisten nicht Gott gehorchen wollen. Soll da Gott sie etwa zu etwas zwingen?

ja klar, und als dann der pharao erkannte, dass es ein fehler war und er dann mose doch ziehen lassen wollte, geschah etwas erstaunliches.............

".........Und ich, ich will sein Herz verhärten, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird."

also ist es letzendes gott selbst, der für den ganzen mist verantwortlich ist und das zeigt auch noch, dass er rachsüchtig ist..................eigentlich eine teuflische eigenschaft, oder?.....genausp wie die beeinflussung von menschen selbst!!!.......*g*

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@DerBuddha

Auch ein wichtiger Aspekt. Gut das du es erwähnst.

Zitat aus dem Buch Einsichten, Band 2, Kapitel "Vorherbestimmung, Vorherwissen":

Der bereits behandelte Fall des treuen Abraham veranschaulicht diese Grundsätze. Einen Gegensatz dazu bildet der Fall des unnachgiebigen Pharao zur Zeit des Auszugs. Jehova wußte von vornherein, daß der Pharao die Israeliten nicht ziehen lassen würde, „außer durch eine starke Hand“ (2Mo 3:19, 20), und er legte im voraus die Plage fest, die den Tod der Erstgeburt nach sich ziehen sollte (2Mo 4:22, 23).

Die Ausführungen des Apostels Paulus über Gottes Verfahrensweise mit Pharao sind oft irrtümlich so aufgefaßt worden, als ob Gott das Herz einzelner gemäß seinem festen Vorsatz verhärten würde, ohne auf ihre ursprüngliche Neigung oder Herzenseinstellung Rücksicht zu nehmen (Rö 9:14-18).

So soll Gott (gemäß vielen Bibelübersetzungen) zu Moses gesagt haben, er werde Pharaos „Herz verhärten“ (2Mo 4:21; vgl. 2Mo 9:12; 10:1, 27). Nach einigen Übersetzungen des hebräischen Textes sagte Jehova jedoch, er werde „Pharaos Herz anmaßend werden lassen“ (Ro) oder „verstockt werden lassen“ (NW).

Zur Unterstützung dieser Wiedergabe wird im Anhang der Übersetzung Rotherhams gesagt, daß im Hebräischen die Möglichkeit oder Zulassung eines Geschehens oft als dessen Ursache dargestellt wird und daß „sogar ausdrückliche Befehle mitunter lediglich als Zulassung aufzufassen sind“. Daher heißt es in 2. Mose 1:17
gemäß dem hebräischen Text wörtlich, die Hebammen „veranlaßten die männlichen Kinder zu leben“, während sie in Wirklichkeit jedoch zuließen, daß die Kinder am Leben blieben, indem sie es unterließen, sie zu töten.

Zur Bestätigung führt Rotherham dann die Hebraisten M. M. Kalisch,
H. F. W. Gesenius und B. Davies an und erklärt im weiteren die Bedeutung der sich auf Pharao beziehenden hebräischen Texte folgendermaßen: „Gott ließ zu, daß Pharao sein Herz
verhärtete — er verschonte ihn —, er gab ihm die Gelegenheit oder die Möglichkeit, die ihm innewohnende Bosheit zu offenbaren. Das ist alles“ (The Emphasised Bible, Anhang, S. 919; vgl. Jes 10:5-7).

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@Semno

@Semno

Du hast dir  viel Mühe gemacht mit dieser Antwort ,hab dank dafür !

leider steht bei den  versammelten Anwesenden usern hier  am Ende meistens nur noch die Worte von  Matthäus 7,6  im Raum .

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@waldfrosch64

Hi Waldfrosch! Ja Matthäus 7:6 ist wirklich passend. Vielleicht liest es aber ein einziger aufrichtiger Mensch und findet es hilfreich. Dann wäre doch die "Mission" auch erfüllt.

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@Semno

Ich als verständiger Mensch habe mir das durchgelesen und finde es in sofern hilfreich, als das es geeignet ist, den menschenverachtenden Gott des AT in seiner Hybris treffend zu beschreiben.

Tatsächlich haben diese Erörterungen aber ebensoviel Nutzwert wie eine über die Schlüpferfarbe von Rotkäpppchen.

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