Warum tendieren die Menschen in Ostdeutschland mehr zu Fremdenhass als Westdeutsche?

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32 Antworten

Hallo!

Ich beziehe keine Partei für irgendeine Seite, möchte nur meine Gedanken dazu beisteuern.

Habe zu dem Thema dieses Jahr einen Vortrag besucht, bei dem das insofern begründet wurde, dass es in der DDR außer Vertragsarbeitern etwa aus Vietnam oder Mosambik, die schon relativ abgeschottet von der Allgemeinheit untergebracht wurden, und Personen aus sozialistischen Bruderländern keine "Ausländer" in dem Sinn gegeben habe & man mit der Situation deswegen so hadert, weil man sie aus der Vergangenheit einfach nicht kennt und sich davon bedroht fühlt. Ein absolut plausibler Einwand, den ich schon vorher hegte.

Gesellschaftliche/soziale Probleme wie die hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit in gewissen Teilen Ostdeutschlands, mit denen man tlw. seit der Wendezeit beschäftigt ist, tragen dazu bei --------> viele haben davor Angst, dass ihnen durch Flüchtlinge oder Ausländer von dem wenigen, was man sich schon retten konnte, noch etwas genommen werden könnte. Dazu muss man diese Leute aber verstehen: Wem es erstmal richtig dreckig geht, dem kann man solche Ängste nicht mal wirklich verübeln... zumal die wenigsten wissen, dass die Markenklamotten oder Smartphones von Flüchtlingen gespendet sind oder zumindest zum "Selbstkostenpreis" günstig erworben. 

Problematisch ist es nur, dass der "Hass" sich auf eine hin und wieder tragische Art und Weise äußert. Man muss dazu allerdings beide Seiten verstehen können & nicht nur rechte oder linke Polemik schüren.

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Hallo, nixname100.

Mit Verlaub, da muss ich erst mal herzlich lachen.

Westdeutsche Katholiken sagen: dass..., ohne je `drüben' gewesen zu sein, es da so oder anders sei, hörst du es nur aus sonntagsgebetlichem Geschwätz.

Stell dir vor: du hast nur HartzIV als Einkommen, weil du unverschuldet ohne Arbeit bist (nach der Übernahme der DDR durch WD wurde jede Industrie vernichtet), und bekamst dann (Beispiel 400) Leute vor die Nase gesetzt, welche alles erhalten, wofür du beim Amt betteln gehen musst.

Die lungern dann noch arrogant herum, spielen als unterbeschäftigte Facharbeiter an ihren fetten Smartphones und grabschen deiner 6 jährigen Tochter unter den Rock...

Böse grins, da regt sich selbst im katholischen BY Widerstand, und das zu Recht, vor allem, erfährt man, aufgrund welcher Gerüchte sich manche Syrer zu uns auf den Weg machten: du bekommst in DL einen 2000 € Job + Wohnung.

Was katholische Nächstenliebe ist, erfuhr ich am eigenen Leib: mein erzkatholischer Schwager bestahl mich, durfte er, da ich Ungläubig bin, rannte dann zum Beichtiger und vergessen war die Sünde...

Im Übrigen gibt es auch viele Katholiken bzw. Christen auch in Ossiland - schon immer, auch zu DDR- Zeiten.

Aufpassen, ne, und sich selbst informieren bevor man los pladert!

LG.

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Die neuen Bundesländer und ihre Einwohner waren jahrzehntelang von einer Glaskuppel umhüllt, die nichts an sie heranließ. Sie konnten sich nicht auf legalem Wege in irgendeiner Weise weiterbilden, was denn der Wirklichkeit entsprach.

Mit dummen, propagistischen Parolen macht die AfD fast das gleiche, sie stellt überspitzte, fremdenfeindliche und schlichtweg unsinnige Behauptungen auf und das man durch tolle Reden viele begeistern kann, haben wir ja in der Vergangenheit zur Genüge mitbekommen!

Noch dazu ist es die Angst vor "Fremden": Jahrezehntelang waren diese Regionen ethisch homogen, jetzt kommen zahlreiche neue Einflüsse in die Städte, das sehen viele Menschen leider als eine Art Gefahr an. Und Fräulein Petry und Fräulein Storch nutzen das aus, um ja viele Stimmen abzusahnen.

LG

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Ich wehre mich dagegen, Fremdenfeindlichkeit (den Begriff "Hass" vermeide ich bewusst" zu regionalisieren oder mit irgendwelchen religiösen Präferenzen zu verknüpfen.

Fremdenfeindlichkeit gibt es in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, quer durch alle Gesellschaftsschichten.

Hier differenzieren zu wollen polarisiert nur und spaltet die Gesellschaft.

Die Ursache von Fremdenfeindlichkeit sind vielfältig, angefangen von Angst vor der eigenen wirtschaftlichen Zukunft bis zu dummer nicht zu begründender Ablehnung alles Fremdartigen.

Auch möchte ich nicht ausschließen, dass es Einzelfälle gibt, in denen persönliche negative Erfahrungen eine Rolle spielen.

Hinterfragt man allerdings diese Fremdenfeindlichkeit gezielt, erhält man merkwürdigerweise in den wenigstens Fällen eine wirklich sachlich fundierte Begründung.

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Kommentar von kayo1548
21.09.2016, 22:51

"Hier differenzieren zu wollen polarisiert nur und spaltet die Gesellschaft."

sicher ist das zum Teil so, aber es ist nun auch Fakt, dass es tatsächlich regionale Unterschiede gibt.

Und das zu akzeptieren und sich zu fragen warum das so sein könnte (was ist regional unterschiedlich? was davon könnte relevant sein?) ist essenziell möchte man die Situation verstehen und dann muss man natürlich die unterschiedlichen Formen und Situationen dazu in Relation setzen.

Auch ist sicher die Art und Weise wie das ausgelebt wird oder sich äußert mitunter unterschiedlich.

"Hinterfragt man allerdings diese Fremdenfeindlichkeit gezielt, erhält
man merkwürdigerweise in den wenigstens Fällen eine wirklich sachlich
fundierte Begründung."

Oft ist das ja auch ein subjektives Phänomen, so ist z.b. eine generalisierte Angst die durch eine negative Erfahrung auftritt objektiv auch nicht haltbar, aber subjektiv für den Betroffenen halt schon.

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Bekanntlich leben im Osten weniger Migranten als z.B. in NRW.
Ich bin mit vielen Kulturen aufgewachsen und kenne von klein auf, dass nicht alle, die anders sind auch sofort schlecht sind.
Später im Alltag und im Beruf habe ich ebenfalls immer viel mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen Kontakt gehabt.
Vielleicht ist es die Unwissenheit, die die Leute im Osten anfälliger für dämliche Gedanken.
Zum Glück sind auch dort nicht alle gleich :-)

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Hallo nixname100,

das ist nicht so einfach wie die Möchtegern Christen des westen es darstellen. Theoretisch ist deren Sicht sogar irgendwie rassistisch, da sie sich besser machen als die Ost Deutschen.

Problem 1: Das einkommen ist im Osten gut 10 oder waren es sogar 20% geringer als im Westen und das nach über 20 Wiedervereinigung.

Problem 2: Bei der wende wurde ganz Deutschland von Kohl und Co belogen was die Kosten angeht, die DDR wurde Systematisch von Westdeutschland geplündert und die Wirtschaft so katastrophal sie auch war vollends erledigt. Dazu kam das Errungenschaften der DDR abgeschafft wurden und Heute plötzlich wieder erfunden werden. Beispiele: Polikliniken, Flächendeckende Kinderbetreuung, .....

Problem 3: Harz4

Problem 4: Planlosigkeit und Parteienzank, beim Thema Flüchtlinge, statt gemeinsame Lösung des Problems.

Problem X: .........

Der Osten Deutschlands ist durch DDR, Wiedervereinigung, ausgeschlachtet werden und Abwertung durch die Westdeutschen und der immer noch herrschenden Benachteiligung, ein Gebeuteltes gebiet. Selbst im Osten gibt es noch Menschen welche einen Groll gegen den Westen hegen. Die Menschen haben sorgen, Ängste und Nöte, doch statt die zu bekämpfen, hofiert der Staat die Wirtschaft (u.a. TTIP und CETA) und halst sich so nobel es von Merkel war, Kosten auf welche immens sind und zeigt noch nicht mal das man ein Plan hat.

Gleichzeitig sehen die Menschen ganz Deutschlands das Flüchtlinge alles ohne Gegenleistung bekommen, während wir für alles mit Harter Münze und Arbeit, welche wir nicht mal bekommen, zahlen müssen. Deutschland selbst hat bis zu 16 Millionen Arme und bis zu 500.000 Beamte sollen sich kaum die Krankenversicherung leisten können, weil sie jetzt in Rente und Private Krankenversicherung so viel zahlen sollen wie sie an Pension bekommen bis in die 1000€ im Monat.

Ich denke in den von dir genannten Osten Deutschlands sind genauso viele Atheisten, Christen und wer sonst noch aktiv um ihren Beitrag für Flüchtlinge zu leisten und selbst in ganz Deutschland gibt es ähnliche Kritik gegen Flüchtlinge, doch hat der Osten nun die Möglichkeit auf die Straße zu gehen welche sie 40 nicht hatte und das Nutzt man nun.

Das sind so meine Ideen dazu.

Gruß Plüsch Tiger

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Kommentar von Ontario
28.09.2016, 07:58

Die Umwandlung bei der Wiedervereinigung ging viel zu schnell. Man hat Fabriken an geldgierige Kapitalisten verhökert. Die Menschen wurden arbeitslos. Nach wenigen Monaten standen die Fabriken dann leer und wurden zu Ruinen. Ich kenne viele ehemalige Bürger aus der DDR, komme da auch im Monat mindestens ein Mal hin. Mir hat ein "Ossi" der eine Firma leitet gesagt, wenn Strauss und Kohl nicht Milliarden in die DDR transferiert hätten, wären wir viel früher pleite gewesen und die Wiedervereinigung wäre schneller gekommen. Russland hatte kein Interesse einen maroden Staat wie die DDR zu "übernehmen". Nur mit Subventionen aus dem Westen konnte die DDR am Leben erhalten werden. Gorbatschow war dann derjenige, der die Lage genau einzuschätzen wusste und deshalb kam es dann auch zur Wiedervereinigung. Willkürliche Verhaftung von "Wessis" und auch "Ossis" führte dann zum Freikauf der Inhaftierten. Das brachte auch Milliarden in den Staat DDR. Je mehr Geld man brauchte, umso mehr Menschen wurden eingesperrt. Die BRD hat zudem gar nicht überprüft, ob alle Freigekauften auch wirklich in den Westen gingen. Den Freigekauften DDR Bürgern wurde von der Stasi die Frage gestellt, ob sie in den Westen wollen oder zurück zu ihren Familien ? Die meisten wollten zu ihren Familien, obwohl es sie keine Probleme bekommen hätten, wenn sie in den Westen gegangen wären, auch mit ihren Familien. Das wurde aber den Freigekauften wissentchlich verschwiegen. Was ich feststelle ist die Tatsache, dass "Ossis" ihre Meinung mit Nachdruck vertreten, was bei den "Wessis" meist nicht der Fall ist. Das könnte auch der Grund sein, warum es dort ab und an zu Demonstrationen kommt, während es im Westen eher ruhig ist. Der "Wessi" ist mit sich selber mehr beschäftigt. Das ist mein Eindruck.

Eines darf man bei all der Beurteilung nicht vergessen. Es handelte sich um unterschiedliche Systeme in beiden Staaten, die eben nicht kompatibel sind.  Die Menschen aus der ehem DDR mussten sich erst mit dem kapitalistischem System vertraut machen, was denen fremd war. Die mussten dann auch die Nachteile erleben, die ein kapitalistisches System hat. In der ehem. DDR gab es angeblich keine Arbeitslosigkeit. Viele sahen sich nach der Wende damit konfrontiert. Eine Erkenntnis die man erst verkraften muss.

Aber auch in der ehem. DDR war nicht alles so schlecht, wie darüber gelegentlich geredet wird. Klar, dass diejenigen die nach der Wende auf der Strecke blieben, keine gute Meinung über den Westen haben. Mir sagte mal ein Dresdener, ihr im Westen habt von den Amis alles bekommen was ihr wollt, wir haben von den Russen nichts bekommen. Wäre es nicht fair, wenn ihr uns heute das geben würdet, was ihr früher von den Amis bekommen habt ? Man geht bei so einer Meinung davon aus, dass uns im Westen alles in den Schoss fiel. Deshalb kann ich auch verstehen, wenn manche "Ossis" auch heute noch eine geteilte Meinung vertreten.

Die blühenden Landschaften, von denen Kohl sprach haben sich teilweise bis heute noch nicht erfüllt. Gelogen wird nun mal von den Politkern. Es hiess ja auch, keiner hat es im Sinn eine Mauer zu errichten und wenige Monate später stand die Mauer. Es wurde da und dort gelogen . Das ist eben Politik.

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Der Kriminologe  Pfeifer hat man die "Töpfchen-Theorie" aufgestellt und eine Menge Ärger bekommen. Kann man darüber streiten, ob seine These richtig war, denn sich stammt von 1999.

Nach dieser These hatte die autoritäre DDR Erziehung schuld. Nur inzwischen ist der Mauerfall 27 Jahre hat, mehr als eine Generation wuchs ohne DDR auf. 

Daher kann die These von Ostdeutschen/DDR-Bürgern die wenig Kontakt mit Ausländer hatten, nicht aufrecht erhalten werden. Genauso wenig kann gelten, dass im Osten die Menschen weniger finanz. Mittel haben. Das Problem ist bundesweit.

Ich fürchte also, es ist nicht wirklich erklärbar.

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Kommentar von Endschrei
21.09.2016, 16:30

Nuja, der Ausländeranteil ist in den Gebieten der ehemaligen DDR nach wie vor niedriger als in Westdeutschland. Davon abgesehen hat natürlich die Generation, die noch in der DDR aufgewachsen ist, ihre Einstellungen an die nachfolgende Generation weitergegeben.

Dementsprechend glaube ich schon, dass die These "Wenig Kontakt mit Ausländern -> Ausländerfeindlichkeit" durchaus stimmt.

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Diese Aussage ist eindeutig falsch !

Als Wessi unter Ossis kann ich diese Menschen ( Ossi´s) immer noch für ihre Friedfertigkeit und ausdauernde Geduld bewundern, die sie zeigten als es mit dem Honnecker-Regim zu Ende ging.

Was man allerdings sehr wohl merkt ist, das sie fast allesamt auf das dümmliche Geschwafel der westdeutschen Politik unbedarft hereingefallen und somit oftmals zurecht enttäuscht sind. Das zeigt allein schon das nur logische Wahlverhalten. 

Die sog. blühenden Landschaften vom "Helmut" haben sich bis heute nicht gezeigt - getan wurde dafür ebenfalls fast nichts, außer das der arbeitenden Bevölkerung im Westen ordentlich Knete geklaut wurde.

Das sich viele noch immer als Deutsche 2. Klasse fühlen ist angesichts der hohem Hartz IV Erfahrungen wohl nicht verwunderlich. Es wird gefordert aber fördern ?? Und jetzt: Flüchtlinge und Hilfsmaßnahmen, die die Welt bewegen?

Auch sollte man bedenken, das viele Flüchtlinge / Asylanten oder wie auch immer man die Leute nun nennt, gar nicht dort sein wollen, sondern lieber in den reichen und interessanteren Ballungsräumen sind - Landleben ist ebenso TABU, egal ob in Ost oder West !

Ein kleiner Unterschied ist vielleicht in der Werte-Skala zu finden - dem Ossi bedeutet manches vielleicht etwas mehr wie dem Wessi ? Der Ossi sagt vielleicht - wenn er etwas sagt -  manches etwas deutlicher, vor allem, was und wie er fühlt ? Er kennt vielleicht noch etwas mehr an bzw. eine andere Art der Gemeinschaft und des Zusammenhaltes ?

Bedenkt man dazu noch, das es die Politik einen Dreck schert, was denn das nun g e s a m t e  Volk denkt, DANN KOMMT MAN DER REALITÄT sicherlich näher ! Fügt man dann noch die jahrzehntelange Isolation ( DDR ) hinzu, muß man hier den entdeckten sog. "Fremdenhass" sicherlich anders definieren wenn man ehrlich bleiben will.

Vielleicht ist man noch mal dankbar dafür, das die Ossis so sind, wie sie eben sind !

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Schwer zu sagen.Ich vermute,dass der Mauerfall für die toleranten,freiheitsliebenden und demokratischen Menschen ,die sich selbstverwirklichen wollten,ein unbezahlbares Glück darstellte.Wer reist liebt das Ausland und viele Ossies reisen gerne.Aber für alle anderen war die Mauer ein großer Halt.Sie mussten nicht über den Tellerrand schauen.Sie wurden vor jedem Neuen aus der Rest der Welt beschützt,was sie in Angst versetzte. Der Staat dachte und handelte für sie.Es gibt unzählige Arbeitslose die nach dem Fall keinen einzigen Tag gearbeitet haben.Weil sie ihr Haus,ihren Ort nicht verlassen können,um zu einer Arbeit zu kommen. Denn das benötigt selbständiges denken und handeln.In ihrer Hilflosigkeit suchen Sie Anführer die ihnen sagen,was sie machen und denken sollen .Denn in ihrer Isolation ist dass das Beste was in ihrer viel zu grossen unübersichtlichen Welt passieren kann.

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Ich bin Hamburgerin, lebe in Hamburg und bin mit einem Brandenburger verheiratet.

In meinem Umfeld finde ich sehr viele kritische Meinungen zum Thema "Flüchtlinge", "Integration" usw., auch ich selbst bin sehr kritisch.

Mein Mann bezeichnet sich selbst als Nazi, was ich persönlich übertrieben finde. Er kommt gut klar mit den Mitbürgern mit Migrationshintergrund, von denen wir hier sehr viele haben.

Auch sonst kenne ich einige "Ossis", die hier in Hamburg schon lange leben.

Meiner Meinung nach ist der Unterschied folgender:

Die "Ossis" glauben, wir haben hier "Meinungsfreiheit" und sagen dann einfach, was sie wirklich denken.

Wir "Wessis" wissen, das ""Meinungsfreiheit" nicht so viel mit Ehrlichkeit zu tun hat und formulieren das dann anders.

Was ich ausdrücken will ist: Wir (Wessis) können uns besser maskieren (verbal), weil wir das schon in der Schule lernen...

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Kommentar von FancyDiamond
22.09.2016, 17:43

Ich würde das anders ausdrücken: Wir "Wessis" haben gelernt quasi alles stillschweigend hinzunehmen und zu ertragen.

Was fälschlicherweise mit Wohlwollen gleichgesetzt wird.

Die "Ossis" durften über jahrzehnte hinweg ihre Meinung nicht kundtun, wegen des Regims.

Damit ist nun offensichtlich Schluss. Sie machen von ihrer Rede-und Demonstrationsfähigkeit Gebrauch. Und das absolut zu Recht!

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Nicht nur dort, im ganzen Osten (Ungarn etc) . Weil es ihnen zu schnell geht, -bei uns ist es immer schon gewesen -  und weil sie lange Zeit in einer Diktatur gelebt haben und jetzt selbst bestimmen wollen, wie sie leben. Fremdenhass aber nur bei denen sie sich als Verlierer sehen. Der Großteil  ist nur Islamfeindlich. Und: der Schmäh dass dort keine sind zählt nicht: sie erleben dass man sie kaum wieder rausbekommt wenn sie mal da sind. Also: lieber zu früh als zu spät. 

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so wie ich das seit dem fall der mauer mitbekommen habe, ist fremdenfeindlichkeit immer dort am staerksten, wo besonders hohe arbeitslosigkeit herrscht oder in anderer form die dort lebenden sich schon benachteiligt fuehlen.

das war zumindest nach 1990 vor allem in den ostdeutschen regionen so. es hat meiner ansicht nach nur bedingt etwas mit der generellen einstellung der leute dort zu tun, sondern ist symptomatisch fuer "schlechte zeiten".

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Nein - einer Kirche anzugehören, bedeutet nicht automatisch aufgeschlossen Ausländern gegenüber zu sein.

Nächstenliebe? Ein sehr zweischneidiges Schwert - gerade bei so manchen Katholiken. 

Ich bin Atheisten und bekommen zumindest die Krise, wenn so manchen ein Ar***lochverhalten gegenüber Geflüchteten (Flüchtlinge ist ein Wort, das die Situationen dieser Menschen verharmlost...verniedlicht) anbringt.

Betrachte dir mal Bilder aus der ehemaligen DDR, dann welche kurz nach dem Mauerfall.
Überlege, welche Versprechungen diesen Menschen gemacht wurden und wie viel im Osten noch marode Baustellen sind.

Früher waren es die Obdachlosen, die es abbekommen haben, jetzt sind es die Geflüchteten.
Statt selbst was zu unternehmen, treten diese Menschen nach unten.
Sie dachten halt, dass sie eine blühende Wirtschaft wie im Westen bekämen.

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Das ist richtig. Allerdings ist auch bei den Linken/Kommunisten wenig Fremdenhass verbreitet, denn die Linke versteht sich als intenationale Bewegung. Und das hat dann nichs mit christlicher Nächstenliebe zu tun. Die pochen allerdings auch nicht darauf, die Verteidiger des christlichen Abendlands zu sein. ;-)

Ein anderer Grund ist, dass die Menschen im Westen quasi mit "Fremden" aufgewachsen sind. Da diese "Fremden" für uns gar nicht mehr fremd sind, tut man sich schwerer damit, diese zu hassen.

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Von den Menschen im Osten sind viele grundsätzlich gegen Esoterik, Religionen und sonstige irrationale Ideologien, und der Islam ist eindeutig noch schlimmer als das Christentum. 

Und warum sollte man sich für Fremde mehr einsetzen als für die eigenen Leute (einschließlich sich selbst)? Ein gesundes Maß an Egoismus sollte nicht dämonisiert werden.

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Das ist Ansichtssache.Lies mal über den Werdegang und den Untergang der alten Griechen,der Römer und durchaus auch über das Osmanische Reich.Zu große Inhomogenität führt zu Instabilität und langfristig zum Verschwinden eines Volkes.Und je sichtbarer man selbst etwas verliert,seien es materielle oder immaterielle Dinge,desto eher wehrt man sich und lehnt sich auf.Nächstenliebe kann man durch Spenden,durch Hilfe vor Ort zeigen,man muß nicht einen so großen Aufwand betreiben,Millionen Fremder integrieren zu wollen,was nicht nur dilletantisch angefangen wurde,sondern auch ein sehr unangenehmes,teures Ende nehmen wird.In Mitteldeutschland ist man noch sehr sensibilisiert wenn diktatorisch durchregiert wird.Beste Grüße

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Kommentar von Sachsenbruch
21.09.2016, 11:38

In Mitteldeutschland (!) also werden die Bastionen einer Zivilisation ähnlich dem Römischen Reich verteidigt? - Man ist sich ja immer noch nicht einig, woran das nun eigentlich zugrundegegangen ist. Waren es die Barbaren, sprich Germanen und andere nicht römisch Zivilisierte? Oder die Landflucht seiner Intellektuellen in die Klöster? Schlechte Rüstung? War es die Rom eigene Dekadenz?
Wie würdest du deinen Vergleich in dieser Hinsicht vervollständigt sehen? Bedenke dabei, dass das Römische Reich Jahrhunderte lang diktatorisch durchregiert wurde.

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Was viele irgendwo behaupten, nur weil vorgefasste Meinungen ständig im TV bei Maischberger, Anne Will, in Zeitungen etc. wiederholt werden, ist erst einmal völlig nebensächlich. Behaupten kann jeder ne Menge.

Fakt ist, die Menschen haben die Schnauze voll vom ständigen Schön-Reden der Zustände. Das ist in Ost wie in West so. Im Osten hat man aber nach 40 Jahren DDR endlich die Meinungsfreiheit wiedergewonnen und die Leute sagen einfach mehr, was Sache ist, was sie stört usw.

Der Westdeutsche, der hat sich über 40 Jahre in seinen kuscheligen Wohlstand eingelullt, man hatte zwar seine frei Meinungsäußerung, aber zu mehr als sich mal am Gleis festzuketten, als ein Castor lang kam, reichte es nicht. Warum auch, war doch alles schön, Adenauer, Schmidt und Kohl habens doch alles gerichtet jahrelang.

Nun denkt man immer noch, dass die Politik es irgendwie richten wird, aber wenn die Leute mal in Dortmund, Hamburg oder Bonn-Godesberg nach draußen schauen, müssten sie eigentlich einen Aufschrei machen, den man bis Berlin hört!!!

Mit Religion hat das nichts zu tun, die Leute im Osten wussten früher, wie man sich gegenseitig hilft und wie man füreinander da steht, aber das ist verloren gegangen, seit an den typischen Straßenecken und -plätzen Leute im gebrochenenen deutsch den Mädchen hinterherrufen: ,ficki, ficki"!!!

Das da irgendwann die Leute mal die Schnauze voll haben, kann ich sehr gut verstehen!

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Kommentar von MickyFinn
21.09.2016, 10:00

Dem schließe ich mich an

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Kommentar von ceevee
21.09.2016, 10:17

Genau, die Ossis hingegen haben z.B. in Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda mal richtig gezeigt, dass ihnen etwas nicht passt. Oder beim Mordfall Marius Schöberl im brandenburgischen Potzlow. Oder indem sie die NPD 2006 in den Landtag gewählt haben, wo sie dann 10 Jahre blieb. Oder in Jamel. Oder auch aktuell bei den brennenden Flüchtlingsheimen.

Der Beitrag ist ein widerlicher Versuch, rechtsextreme Gewalt schön- bzw. runterzureden, Ostdeutschland hat und hatte schon lange vor der Flüchtlingskrise ein Problem mit rechter Gewalt. Aber wenn man hoch oben im Elfenbeinturm bzw. irgendwo ganz anders in Deutschland lebt, dann kann man natürlich mit: "Ich bin kein Nazi, aber die Ostdeutschen, die sagen (und machen) halt nur offen, was sie denken" argumentieren und eine klassische Täter-Opfer-Umkehr betreiben. Für den Nutzer Feuerherz2007 gilt das gleiche.

Wie viele von euch Helden denken eigentlich darüber nach, nach Ostdeutschland (bevorzugt MV) zu ziehen, wenn es dort doch angeblich so viel schöner ist.

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In der Frage liegt eine pauschale Unterstellung, die ich ablehne. Sie lehnen die autoritäre Merkel-Politik der gesetzwidrigen Grenzöffnung ab, das ist ihr gutes Recht.

Sie kennen eben Verhältnisse, in denen eine abgehobene Führung ihre Sicht durchdrückte und jeden Kritiker zum "Feind" erklärte. 

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Es geht nicht um "Fremdenhass". 

Die Ostdeutschen lehnen eben noch deutlicher als die Mehrheit im Westen die Merkelsche Politik der Grenzöffnung ab, von der gerade letzten Monat 20 führende Juristen erklärt haben, sie verstoße gegen Recht und Gesetz. Merkel selbst hat ja nun erklärt, man habe die Kontrolle verloren gehabt. Es geht um die vielen unbekannten Personen, die hereinkommen konnten, es geht darum, dass der IS seine Leute fast ohne Risiko einschleusen kann. Es geht auch um die abgelehnten Asylbewerber, die zu 95 % nicht abschoben werden. 

Die Ostdeutschen haben nach Jahrzehnten DDR-Meinungsmanipulation auch genau erkannt, dass unsere Medien der Regierung fast immer kritiklos folgen. Das können sie nicht ertragen. Selbst der ZEIT-Chef hat zugegeben, dass die Presse seit Herbst 2015 eher Propaganda gemacht hat, als kritisch zu berichten. 

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Kommentar von Sachsenbruch
21.09.2016, 11:30

"Es ist nicht das, wonach es aussieht"

.... ist meist ein Schenkelklopfer, wenn es irgendwo in einem Film vorkommt.

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Die wehren sich ehr als die im Westen!Möchten sicher leben würde ich sagen!

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