Warum suchen so viele Menschen ohne Abitur und Psychologie-Studium nach Aus-/Fortbildungen, um psychotherapeutisch tätig werden zu können?

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3 Antworten

Danke. Diese Frage stelle ich mir hier auch immer wieder.  Vermutlich liegt es daran, dass diese Frager ein paar küchenpsychologische Laienbücher gelesen haben, dass sie im Fernsehen Serien gucken und meinen: "in der Therapie wird ja doch nur gelabert. Und das kann ich auch."

Es ärgert mich ebenfalls sehr. Ich frage mich dann auch immer, wann der nächste Automechaniker anfragt, ob er nicht Zahnarzt werden kann. Schrauben und Bohren kann er doch schon.  Mann, Mann, Mann....

aber hier sind ja leider sehr viele Küchenpsychologen unterwegs, bei deren Beiträgen man sich die Haare raufen könnte.

"ich glaube, ich bin Psychopath"

"Ich glaube, ich bin schizophren."

"habe ich Borderline?"

etc.. und ähnliche Beiträge.

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Kommentar von Seanna
23.04.2016, 14:38

100% Zustimmung. Die Antwort hätte ebensogut von mir kommen können. Danke :)

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Kommentar von km11111
08.05.2016, 09:03

Ich würde es nochmal präzisieren: Es liegt an einer sehr abenteuerlichen und äußerst verschrobenen Idee über die Psychotherapie(-wissenschaft) (die in der Regel nicht mal von Psychiatrie und Psychologie unterschieden werden kann).

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Naja, bei der menschlichen psyche, verhält es sich etwas anders al bei physischen problemen..

Viele heutige psychologen, hatten im eigenen leben mal psychische probleme oder notsituationen.

Auch die, die kein abi oder studium machen konnten (warum auch immer), würden gerne anderen menschen helfen. Deswegen gibt es diese aus und fortbildungen.

Wie gut solche ausbildungen sind, sei mal dahingestellt, jedoch kommt es vorallem auf die person an, die diese bildung absolviert.

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Kommentar von Dahika
23.04.2016, 13:15

natürlich haben viele Psych. psych. Probleme. Die brauchen sie sogar für ihren Beruf, denn ein Mensch, der keine Krisen durchstanden hat, ist als Therapeut nicht gut geeignet. Er kann sich nicht einfühlen, wenn er nicht selbst weiß, was Verzweiflung, etc. bedeutet. Zu einem Therapeuten mit einer glücklichen Kindheit würde ich nicht gehen wollen.
Es kommt aber darauf an, dass der Therapeut die Krisen seines Lebens gut bewältigt hat! Darum gehört zu einer guten Therapieausbildung auch eine Eigentherapie.

Und was das "Helfen" angeht.  Aber gerade schlecht ausgebildete Therapeuten wollen sich selbst helfen, indem sie anderen Menschen "helfen." Und das darf nicht sein. Andere Menschen haben genug mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, da können sie keinen Therapeuten gebrauchen, der sich in Wahrheit selbst helfen will. Der Therapeut sollte seine eigenen Probleme bitte selbst lösen und sie nicht noch seinen Patienten aufladen.

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Kommentar von Seanna
23.04.2016, 14:37

Mal wieder: Danke Dahika und 100% Zustimmung!

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Nun, die Welt ist halt psychisch krank und fast jeder auf der Suche nach sich selbst. Wie schön sich selbst und seinen Freunden helfen zu können .

Früher gab es die Kirche, die sich aber aus der Beratung so gut wie verabschiedet hat und auch nicht für voll genommen wird . 

Also warum nicht selbst sich auf die Suche begeben  und dem Leben einen wie auch immer gearteten Sinn geben ?

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