Warum suchen deutsche immer einen Sündenbock?

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12 Antworten

Der Osten ist keinesfalls ausländerfeindlicher als der Westen. Das suggeriert uns nur ständig die Medienwelt. 

Ich erinnere aus den 1970-igern, dass ein Dorf im Schwarzwald jedes Jahr am gleichen Wochenende von Polizei abgesperrt wurde, damit Nazis auf dem örtlichen Friedhof den Todestag eines hochrangigen Nazis ungestört begehen konnten. 

Da die Dorfbevölkerung sich gegen dieses braune Masse stellte durfte sie während der rechtsradikalen Veranstaltung nicht vor die Tür. Um diese Maßnahme durchzusetzen war nicht nur Polizei in Autos und auf Motorrädern vor Ort, sondern auch auf Pferden. 

Das ist nur ein kleines Beispiel. 

Der Kreis Aachen hat bis heute einen starken rechtsradikalen Boden in der Bevölkerung. Dazu gibt es manche öffentliche Berichte. Die bleiben aber in der Regel auf Lokalebene, werden von den Blutblättern nicht übernommen. 

Hier in Karlsruhe müsste die evangelische Kirche erst mal eine Bereitschaft entwickeln, ihre rechtsradikale Vergangenheit aufzuarbeiten, bevor sie sich von dieser befreien könnte. 

Nur wenige Beispiele. Und nur angedeutet. 

Richtig ist:

Der Westen hat eine längere Erfahrung mit Zuwanderern als der Osten. Und diese Erfahrung bezieht sich nicht nur auf die Zeit des geteilten Deutschlands. 

Mich ärgert z.B. jedes Mal massiv, wenn ich bei Wikipedia den Begriff Gastarbeiter eingebe, dass der dortige Artikel erst bei der Zeit nach dem 2. WK anfängt. Tatsache ist allerdings - und die wird auch in diesem Artikel ausgeblendet - dass es schon immer hier im Westen auf jeden Fall Gastarbeiter gab. 

So wurden z.B. für den Bau der Schwarzwaldbahn Arbeiter aus Italien angeworben. Sie war 1873 fertig. 

Übrigens, barty110, warum fängst Du nicht einfach bei Dir an? Auf Deine vorherige Frage habe ich Dir eine Antwort gegeben. Die war aber offensichtlich zu vollgespickt mit Wissen. Worauf Du dann beleidigend aggressiv reagiertest. 

Die Frage kann also auch lauten:

Warum hast DU so reagiert anstatt den von mir eingestellten Text erst mal in Ruhe durchzulesen, darüber nachzudenken und dann - wenn überhaupt - zu antworten?

Soviel dummes Zeug habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Beleg mal diesen Ort, wo die Bevölkerung nicht aus den Häusern durfte, damit Neonazis ungestört eine Gedenkkundgebung abhalten konnten... Was für ein Schwachsinn! :-/

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Warum sollte ich? Es ist definitiv nicht der einzige Ort, in dem es so oder ähnlich mindestens bis 1989 zuging.

Über die Suchfunktion des Browsers wirst Du diesbezüglich selbst fündig.

Mir wurde nicht an der Wiege gesungen, ich hätte Faulheit zu unterstützen von irgendwem. Anders kann es nicht bezeichnet werden, denn hier handelt es sich um lange gepflegte Realität hier im Westen.

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Dresden wird nur als Kontrast genannt, weil Leipzig und Dresden seit Ewigkeiten in Kokurrenz stehen.Heutzutage wird Dresden als historische Stadt mit alten Werten angesehen, während sich Leipzig gerade einen Ruf als moderne Studentenstadt aufbaut.

Das geschieht auf der ganzen Welt so.Immer sind die anderen schlechter oder an etwas mehr schuld.Das geht von Staat zu Staat ,vonBundesland zu Bundesland, von Stadt zu Stadt, von Stadt zu Land, von Land zu Stadt so.Das zeigt, daß es eben Unterschiede gib,das nicht alles gleich ist.Es ist wie es ist.

Na ja, wenn die Anderen (die Sündenböcke eben) an allem schuld sind, brauche ich mein eigenes Verhalten nicht zu ändern. Hat doch einen gewissen Charme, dieses Denken.

War mir aber neu, dass dies nur bei uns Deutschen so ist.

Das haben wir immer so gemacht, gell.
Sachsen hat den Pokal "Tal der Ahnungslosen" schon seit DDRzeiten.
Den will auch niemand ihnen streitig machen.

Auch wenn je 12% in Bayern und Baden-Württemberg die AfD gewählt haben.
Seit wann gehören die denn zum Osten?

In Sachsen war die AfD bei der letzten Bundestagswahl die stärkste Partei, hatte somit also etwas mehr als nur 12%.

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@PatrickLassan

Ohne die Agenda 2010 der SPD und der Austerität der CDU, gäbe es die AfD nicht.

Das sind die Geister die man gerufen hat und nun nicht mehr loswird.
Frei nach "Der Zauberlehrling" von Goethe

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Die Welt ist höchst kompliziert. Sündenbock ist eindimensional und schnell zu verstehen. Das macht diese Sichtweise so attraktiv.

Ach was, dies Phänomen triffst du weltweit an, iss keine "Domäne" nur der Deutschen.

Und ich glaube, es herrscht sowieso eine Massenmanipulation in der wir reingeboren werden und uns nicht dagegen wehren können.

Aha, hältst du den Osten. Dann nur weiter so.

Deine Pauschalierung ist unangemessen.

So kann man als "Suche nach dem Sündenbock" jede völlig berechtigte und notwendige Suche nach den personalen Ursachen und Verantwortlichkeiten für beliebige Probleme denunzieren.

Das ist nicht nur bei den Deutschen so. Das ist bei allen unzufriedenen Menschen so.

Ich halte Ostdeutsche genauso schlau wie Westdeutsche.

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