Warum studiert man Theologie?

9 Antworten

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Hallo Rhenukia,

Das Studium der Theologie dient nicht nur dazu Priester, oder Pfarrer zu werden, auch wenn beide dazu ein Studium benötigen.

Evangelisch: https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrerausbildung_(EKD)

Abgesehen von den wirklich geistlichen Berufen, in diesem Fall sollte der "Beruf" aus einer echten Berufung erfolgen und nicht nach einer "Job-Wahl", benötigen zahlreiche Tätigkeiten ein Theologiestudium. Es gibt auch viele weltliche Berufe, wie z.B. Religionslehrer, Religionshistoriker, Kirchenhistoriker, Diakonik ...ect... die ein solches Studium erfordern. Dazu fast alle Berufe im Verwaltungsapparat der Kirchen, egal, ob man diese nun zusätzlich als Priester bekleidet, oder nicht.

Ich habe Theologie studiert mit dem Fachbereich "Dogmatik - Liturgie - Sakramenten-Theorie."
Du siehst also, dass es beim Theologiestudium auch noch unzählige Untergruppierungen und Fachbereiche gibt.
Hat man sich für einen Fachbereich entschieden, zielt dieser dann sehr auf den zuküftigen Beruf ab. In meinem Fall kam das Priesterseminar hinzu. Auch hier spezialisiert man sich dann noch einmal zum Ende.

Die eigentliche "Berufslaufbahn" beginnt nach dem Studium(Diplom/Master und/oder nach der Doktorarbeit/PhD) und in meinem Fall nach dem Priesterseminar, dem Vikariat und letztendlich nach der Priesterweihe(römisch-katholisch).

Zum Theologiestudium habe ich auch noch Psychologie(Jugendpsychologie, Fachbereicht Drogensucht) studiert. Es erschien mir ergänzend sinnvoll, weil ich schon damals viel mit solchen Themen zutun hatte. Auch darin habe ich, jedoch erst nachträglich, promoviert.
Ob man also Theologie im Hauptstudium, oder im Nebenstudium wählt, hängt auch noch von der Berufswahl ab.
Wer also Banker bei der IOR ist, wird wohl im Hauptstudium Betriebs/Bankenwirtschaft gewählt haben, muss aber dennoch ein entsprechendes Theologiestudium aufweisen.

Würde ich heute meine geistlichen Ämter in rk.-Kirche niederlegen, könnte ich theoretisch alle "zivilen" Berufe in Kirche und Gemeinden ausüben, die ein Studium erfordern, auch wenn das praktisch kaum so gehandhabt wird.

Auch Frauen stehen im Theologiestudium alle Fachbereiche offen, abgesehen von katholischen Priesterseminar.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen
di Colonna

Du kannst z.B. auch Lehrer für Religion damit werden und es sogar zum Oberstudiendirektor schaffen, wie bei mir ein paar Leute. Nicht die schlechteste Lösung, vor allem in Bezug auf Pension ;).

Ein Priester streng genommen nicht, ein Pfarrer schon, abgesehen davon dient das Studium der persönlichen Bildung. Die Kenntnisse, die man auf diesem Wege erwirbt, lassen sich  (wie bei jedem anderen Studiengang) vielfältig anwenden. - ein Studium ist nun mal keine Ausbildung, bei der es darum geht einen Beruf zu erlernen.

Beide, Priester und Pfarrer benötigen ein Theologiestudium mit anschliessendem/begleitenden Priesterseminar.

Und das Studium, entsprechen der Fachrichtung, zielt in diesem Fall sehr genau den zukünftigen "Beruf"(ung) ab.

Es tut mir leid, aber da liegen Sie falsch.

Ansonsten ist es richtig, dass ein Studiengang zunächst auf den Erwerb von zielgerichteter Bildung zielt.

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@DiColonna

Ich kenne nun persönlich einige ehem. Theologiestdenten, die nicht Pfarrer oder Priester wurden (zum Teil, weil sie nie als solche zugelassen würden). Einige sind in die Kirchenverwaltung, einige arbeiten als Journalisten oder sind in die Politik gegangen.

Pfarrer, soweit sie in der evangelischen-lutherische Landeskirche tätig sind benötigen ein Theologiestudium, in den Freikirchen kenne ich mich zugegebener Maßen nicht aus. Was nun das Pristeramt angeht, die römisch-katholische Kirche verlangt zwar in der Regel ein Studium, doch ist dort das Pristerseminar ausschlaggebend, bei den orthodoxen Kirchen gilt meines Wissens nur dieses.

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@tryanswer

Ohne Theologiestudium, mindestens "Bachelor of.... " geht es derzeit in keiner der grösseren Amtskirchen.
Und es ist richtig: etwa 60% der Theologiestudenten, die eigentlich Priester werden wollten, geben angesichts der persönlichen Anforderungen vor dem Eintritt ins Priesterseminar auf.

Kirchenverwaltung ist natürlich eine andere Sache. Da ist die Abbruchquote gering.

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