Warum studiert jemand katholische Theologie, dessen Glaube aus irgendwelchen zusammengeschusterten Dogmen von teilweise sektenartigen Freikirchen besteht?

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9 Antworten

Worin äußert sich denn ihr Fundamentalismus genau? Darin, dass sie etwas anderes glaubt als du? Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden, damit solltest du eigentlich klarkommen, gerade wenn du Theologie studierst ist dir ja hoffentlich aufgefallen, dass das mit der Wahrheit nicht so einfach ist und dass deswegen Toleranz ziemlich wichtig ist.

Oder toleriert sie ihrerseits das nicht, was andere tun/glauben? Das wäre natürlich problematisch.

Aber solange sie bloß etwas anderes glaubt als du, sehe ich darin kein Problem. Ich würde an deiner Stelle auch vorsichtig sein, bevor ich die religiöse Überzeugung von anderen als "zusammengeschusterte Dogmen von teilweise sektenartigen Freikirchen" herabwürdige. Zum einen einfach aus Höflichkeit und zum anderen, weil ich mir vorstellen könnte, dass das was sie glaubt, vielleicht sogar Bestandteil der kath. Lehre ist und bei differenzierterer Betrachtung möglicherweise auch nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick scheint.

Beispiel: Du schreibst in einem anderen Beitrag, dass sie glaubt, dass es den Teufel gibt und dass du das so seltsam findest. Wenn du dir aber den Teufel jetzt nicht als Männlein mit Hörnern und Ziegenfuß vorstellst, sondern davon ausgehst, das sie damit meint, dass es quasi einen "Gegenpol" zu Gott gibt und dass es das Böse -vielleicht auch in personifizierter Form- gibt, halte ich das für gar nicht so abwegig. Dass es Böses gibt, lässt sich schließlich nicht abstreiten. Und wenn das Gute in Gott personifziert ist, warum soll dann nicht auch das Böse im sog. Teufel personifiziert sein.

Und bei ihren Moralvorstellungen: Solang sie die niemandem aufzwingen will, ist es doch ihre persönliche Sache, nach welchen moralischen Maßstäben sie handelt, oder? Oder hast du Grund zu der Befürchtung, dass sie evtl. z.B. Schüler in diese Richtung beeinflussen wollen würde.

(Bei mir würden sich in manchen Dingen auch viele erschrecken, wie "konservative" Entscheidungen ich in moralischen Fragen getroffen habe, wenn sie mich angingen. Ich würde aber, wenn ich z.B. eigene Kinder hätte, die in erster Linie dazu erziehen wollen, eigenständig moralisch zu urteilen, sodass meine konservativen Einstellungen eher zweitrangig sind.)

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Kommentar von 89u438ur89u2
28.10.2016, 08:39

Sie ist auch noch Anhängerin des Kreationismus. Das heißt, sie nimmt die auch die Schöpfungsgeschichte wortwörtlich und glaubt, dass Gott die Welt an genau 7 Tagen erschaffen hat.

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Krude und bizarr erscheint einem immer nur das Gedankengut anderer. Man mag sich gar nicht vorstellen, was ein Außerirdischer von den Überzeugungen eines guten Katholiken halten würde, der nicht mit den zahlreichen Grund- und Zusatzannahmen aufgezogen wurde. Was ein Religionslehrer unterrichtet wird vom Lehrplan vorgeschrieben, die Überzeugung des Lehrers dürfte da nur eine untergeordnete Rolle spielen und ich denke, die Zahl der Religionslehrer und Pfarrer, die persönlich etwas anderes glauben, als die offizielle Kirche vorsieht, dürfte sehr hoch sein. Ich würde mir keinen sonderlich schweren Kopf machen, wegen jemandem, dessen Überzeugungen neben der Spur sind und der möglicherweise in 5 Jahren in einem Klassenzimmer steht und unterrichtet. Problematischer könnte eine Beziehung mit einer Person sein, deren Überzeugungen nicht kompatibel mit den eigenen sind. Wenn nur einer davon fanatisch ist, würde ich davon abraten.

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Es gibt in Deutschland nicht für alle theologischen Richtungen Studiengänge. Deshalb werden teilweise Studiengänge belegt, um einen Abschluss oder Titel zu erreichen, obwohl man vielleicht in eine andere Richtung gehen möchte.

Das ist letztendlich jedem selbst überlassen.

Was ich in Deinem Text herausgelesen habe, Du hattest der Dame gegenüber Gefühle. Egal was Du da jetzt machst, am Ende wird man Dir verletzte Gefühle oder Eitelkeit oder Rachsucht unterstellen.

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In manchen Sachen ist die katholische Theologie nicht in der Bibel gegründet , sondern in der Tradition . Freikirchen haben oft ein biblischeres Verständnis , sie nehmen es wie es geschrieben steht . Ich finde das gut , daß diese Frau sich mehr an die Bibel hält , als an katholische Lehre . 

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Was ist daran problematisch, wenn Christen die Bibel als Grundlage für ihren Glauben nehmen? Sollte nicht viel mehr gefragt werden, was sonst die Grundlage für den christlichen Glauben sein könnte, wenn nicht die Bibel?

Deshalb sollte es umgekehrt sein: Christen sollten ihre Meinungen und ihr Verhalten anhand der Bibel überprüfen!

Die Bibel sagt folgendes über sich und den Umgang mit ihr: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet" (2. Timotheus 3,16-17).

Wie vorbildlich mit der Bibel umzugehen ist, zeigten die Beröer: "Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte" (Apostelgeschichte 17,11).

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Jede/r darf hier in Europa studieren was er/sie will, ungeachtet der persönlichen Ansichten und Einstellungen, solange die Vorraussetzungen für das Studium erfüllt sind.

So wie du hier reagierst, fällt mir spontan eine Szene aus "Starship Troopers 3" ein:

Nimm dir diese Szene mal als Denkanstoß!

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Alle Glaubensparadigmen sind zusammengeschustertes Flickwerk und auch alle sind Sekten. Im Rahmen ursprünglicher Bezeichnungen haben heute verbreitete Religionen damit begonnen mithilfe pragmatischer Gegebenheiten völlig verblödende Grundsätze zu prägen. Darum ist es auch irrelevant in welchem Rahmen man sich perfektionieren lässt andere mit und durch Religion auszubeuten. 

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Ich würde sie sofort bei der katholischen Kirche anzeigen wegen Hexerei und mir augenblicklich eine aktualisierte Version des Hexenhammers besorgen. Dieser Frau muss umgehend diese Häresie ausgetrieben werden!

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Kommentar von 89u438ur89u2
27.10.2016, 12:41

Was für eine scheiß Antwort.

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Kommentar von ScharldeGohl
27.10.2016, 12:41

heul leise, Chantal. ich glaube du hast deinen Humor im Keller vergessen.

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Wie steht es denn mit dir? Warum studierst DU Theologie? Was hat dich dazu veranlasst?

Und wie steht es mit deinem Glauben? Was glaubst denn DU?

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