Warum streiten meine Hunde und wie kann man das verhindern?

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6 Antworten

Ich finde, daß sowohl 1Paradise1, als auch Brandon, Bitterkraut und Naninja recht haben.

Auch wenn der Altersunterschied zwischen Euren Mädels für meinen Geschmack doch etwas zu groß ist, löst das ja nun Eurer Problem nicht. Die Hunde sind jetzt da, und Ihr müßt jetzt eine Lösung finden.

Grundsätzlich ist es schon, wie 1Paradise1 schreibt. Wenn Ihr Euch immer einmischt und Eure "Große" sich gar nicht mal zur Wehr setzen und Grenzen aufzeigen darf, mindert Ihr die Authorität der älteren Hündin, was zum Ergebnis hat, daß die Kleine noch weniger Respekt vor der Großen hat.

Allerdings geht es auch ganz schnell, daß ein älterer Hund von so viel Ungestümtheit überfordert ist, dann muß man als Mensch eingreifen und dem älteren Hund helfen, sonst wird er schnell zum Opfer.

Hier die richtige Entscheidung zu treffen, erfordert sehr viel Erfahrung und Hundeverstand.

Da man dabei wirklich viel falsch machen kann, würde ich mir die Hilfe eines rudelhaltungserfahrenen, gewaltfrei arbeitenden Hundetrainers suchen.

Vielleicht kannst Du aber noch ein paar Infos schreiben. Du sagst ja, sie spielen zusammen, und das Spiel wird dann immer wilder und ruppiger.

Machen sie das in der Wohnung oder draußen im Freilauf?

- Wie verhalten sich die beiden in der Wohnung?

- Gibt es Streit um Spielzeug, Futternapf oder Liegeplätze?

- Wie ist die Große körperlich drauf - ist sie noch fit oder schon eher etwas gebrechlich?

- Setzt sie der Kleinen Grenzen? Wenn ja, was genau macht sie und wie genau reagiert die Kleine?

- Arbeitet Ihr mit Euren Hunden, also, bekommen sie noch anderweitig körperliche oder geistige Auslastung?

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Such Dir bitte einen Trainer, der sich die Hunde anschaut und Dich unterstütz.

Wenn ein Welpe (weiblich) zu einer alten Hündin gesetzt wird, kracht es regelmäßig dann, wenn der weibliche Zweithund erwachsen wird. Wenn diese Auseinandersetzungen nicht frühzeitig vom Menschen unterbunden werden, lösen die Hunde das Problem. Und zwar in ihrem Sinne (und gerade, wenn zwei Hündinnen aufeinandertreffen) in endgültiger Absicht.

An Deiner Stelle wäre ich mir auch nicht so sicher ob das, was Du beobachtest, noch Spiel ist. Arbeite also bitte nicht alleine an diesem Problem und löse es nicht mit Hilfe eines Forums. Du brauchst im Sinne Deiner Hunde einen erfahrener Trainer an Deiner Seite. Und zwar schnell!

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Kommentar von Naninja
03.02.2016, 21:17

Noch eine Anmerkung: "Wir wollen nicht schimpfen" ist die völlig falsche Haltung, denn Ihr denkt menschlich und das ist in diesem Fall fatal.

Hundeerziehung ist keine demokratische Veranstaltung auf Augenhöhe. Stell Dir vor, Du hättest zwei Kinder, die sich ständig die Köpfe einhauen würden. Da würdest Du Dich auch nicht mit einem "wir wollen nicht schimpfen" aus der Affäre ziehen, bis eines der beiden eine blutige Nase hat, oder?

Kurze klare Ansagen, die (sofern sie nicht befolgt werden) sofort durchgesetzt werden. Nicht gewaltsam, sondern deutlich und konsequent. Bis sich ein Trainer die Situation angesehen hat, dürften die Hunde bei mir nicht mehr "spielen". Weder im Haus, noch draußen. Kein Spielzeug und keine Kauartikel rumliegen lassen, Streitigkeiten um Liegeplätze, Zuneigung oder Futter klärt Ihr. Und zwar sofort. Kein Hund wird durch einen anderen vom Liegeplatz verdrängt. Wenn Ihr einen Hund streichelt und der andere sich dazwischen drängen will, gibt es eine klare Ansage: Nein. Gefüttert wird getrennt, gespielt wird getrennt (und zwar einzeln und mit Euch).

Überlegt auch, ob Ihr die Hunde vorerst einzeln auslasten könnt. Ein Hund, der körperlich und geistig gut ausgelastet ist, ist im Haus entspannter und dreht nicht so schnell hoch.

Den Hunden tust Du einen riesigen Gefallen damit, weil Du damit den Druck rausnimmst. Und sie erleiden keinen seelischen Schaden, wenn sie mal zurückstecken müssen.

Lass beide auch bitte nicht zusammen alleine, bis ein Trainer da war. Die Gefahr, dass die Hündinnen ohne Aufsicht einen Konflikt austragen, ist momentan zu hoch.

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Es war ein Fehler zu einer so alten Hündin eine so junge dazu zu holen. Ihr hättet da eher zu Gunsten der älteren Hündin Entscheiden sollen und einen erwachsen, vielleicht sogar ruhigen Hund dazu nehmen sollen. 

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Mir tut die ältere Hündin leid. Das sie von so einem kleinen Wildfang nicht begeistert ist dürft Ihr ihr nicht verübeln. Sie möchte wahrscheinlich einfach ihre wohlverdiente Ruhe haben.

Für Eure ältere Dame wäre es wahrscheinlich das beste wenn Ihr die Kleine abgebt aber ich verstehe das es für Euch nicht so einfach ist.

Ich würde die beiden nicht unbeaufsichtigt lassen sonst könnte ein Unglück passieren.

LG

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@AstralXD,

bitte, bevor Du zusehen mußt, wie die beiden sich da zerfetzen - tue was!

Dies nennt man nämlich, auch: 

T I E R S C H U T Z  

da man die Hunde auch vor Konflikten im "Rudel" schutzen muß, wie, wenn ein aggressives Kind, das andere, ruhige immer dransaliert, würde man die auch alleine alles "ausfechten" lassen???

(egal, ob da richtig oder falsch wäre, Leben kommt immer an die erste Stelle, philosophieren erst danach, also bitte:...) 

Mir ist aber wirklich nicht klar, wirklich, beim besten Willen, wie manche Menschen es übers Herz brächten, bei solchen Beißereien mitzuschauen und nichts zu unternehmen - krank, echt krank !!!??? - kann man diese Menschen auch "tierlieb" nennen??? Also, ICH würde tot umfallen, so wie ich sensibel bin !

Liebe Grüße von uns beiden  <(●_●)>  Pippa & Rozina

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Mischt Euch da nicht ein. Es ist völlig ok,wenn die Ältere die Kleine massregelt und somit erzieht. Wenn Ihr dazwischenfunkt,setzt Ihr die Autorität der älteren deutlich herab,was sie völig aus der Bahn wirft. Es gibt Sachen,da mischt man sich als Mensch einfach mal NICHT ein! Deie Kleine lernt so ja schliesslich von der älteren. Besser könntet Ihr als Mensch das sicher nicht machen!

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Kommentar von brandon
03.02.2016, 23:42

Ich habe eine Pflegehündin aus Bulgarien die auf der Strasse gelebt hat. Sie hatte das Glück das sich Menschen eingemischt haben als sie von einem Rudel Strassenhunden fast tot gebissen wurde. Sie hat heute noch Narben, ein zerfetztes Ohr und keinen Schwanz mehr.

Im Tierheim hatte sie auch nicht viel Glück mit ihren Artgenossen von denen sie weggebissen und gemobbt wurde, so dass sie allein in einer Ecke saß. Deshalb musste sie dort dringend raus und kam zu uns. Mit meiner Hündin versteht sie sich gut und sie ist einfach nur lieb und freundlich.

Du weisst gar nicht wie grausam Hunde untereinander sein können, sie sind da nicht besser als Menschen obwohl das immer behauptet wird.

Es mag Fälle geben in denen die Tiere das unter sich ausmachen aber es gibt auch Fälle da muß der Mensch eingreifen. In einem Rudel oder in einer Familie würde die Hundemutter ihre Welpen auch verteidigen und nicht dabei zusehen wie ihre Welpen von anderen Hunden gemaßregelt werden.

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Kommentar von Bitterkraut
04.02.2016, 00:25

Wenn ein Junghund einen alten Hund bedrängt hat man sich einzumischen.

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