Warum stottern wir eigentlich: Versuchen wir schneller zu sprechen als wir denken können?

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5 Antworten

Das mit dem Stottern ist bei weitem nicht so einfach beantwortet!! Niemand stottert, weil er schneller denkt oder schneller sprechen möchte. Diese Redeflussstörung ist auch nicht willkürlich!! Die Psyche spielt eine große Rolle, aber die eigentlich Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Der Beginn des Stotterns kann mit einem bestimmten Ereignis (Scheidung der Eltern, Umzug, etc.) zusammenhängen, muss aber nicht der ausschlaggebende Punkt dafür sein. Kinder können in ihrer Sprachentwicklung zeitweise stottern, bei Jungs bleibt es statistisch gesehen häufiger bestehen, als bei Mädchen. Es gibt Stotterer, die die eindeutigen ("Primär-") Symptome so gut vermeiden können (durch angeeignete Verhaltensweisen), dass das Gegenüber gar nicht merkt, das derjenige Stotterer ist! Das alles war jetzt mal ein kurzer Anriss in verschiedene Gebiete, die das Stottern beiinhaltet... Fakt ist: wenn jemand chronisch stottert, sollte man ihn nicht darauf hinweisen, dass er sich beruhigen soll, tiefer einatmen, etc. - denn damit hat es nichts zu tun! In der logopädischen Therapie, in der Stottern behandelt wird, lernt man bestimmte Sprechtechniken, in denen es auch um das Atmen geht, das bedarf aber eines ausgiebigen Trainings... Wenn jemand stottert, weil er aufgeregt ist und ansonsten einen normalen Redefluss hat dann ist das bestimmt die Aufregung, DANN hilft tiefes Durchatmen ...und Optimismus! :)

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> Laut Galileo(Pro7) Liegt es daran, das er vorm sprechen nicht tief genug einatmet.

Das ist nun aus ganz einleuchtenden Gründen Quatsch. Die Atmung funktioniert mit der wenigsten Spannung um die sog. Ruhelage (Gleichgewichtslage) herum. Sowohl tiefe Einatmung als auch tiefe Ausatmung wird durch hohe Spannung der Muskeln der Einatmung (Zwerchfell, äußere Zwischenrippenmuskeln) bzw. der Muskeln der Ausatmung (innere Zwischenrippenmuskeln, Bauchdecke) bewirkt. Da alle Stotterer weniger stottern, wenn sie gut gespannt (Eutonie) sind, kann es gar nicht nützlich sein, tief einzuatmen.

Zur eigentlichen Frage: Ja, es gibt Stotterer, die überhöht schnell sprechen, als ob sie ihrem Stottern so "davonlaufen" könnten. Der Regelfall aber ist, dass ein Stotterer im Moment des Stotterns ganz genau weiß, was er sagen will. Im Kern ist das Stottern eine (motorische) Störung bei der Ausführung der Sprechbewegung.

Ansonsten stimme ich RePre weitgehend zu. Wer Probleme mit Stottern hat, soll sich an eine/n (am besten hochspezialisierte/n) Logopäden/in wenden. Stottern ist gut behandelbar, auch wenn es im Erwachsenenalter nur selten zu vollständigen Heilungen durch Therapie kommt.

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manchmal möchte ich auch schneller sprechen als ich es schaffe, das gehirn will es aber nicht und bremst uns aus darum stottern man da etwas, passiert mir auch ab und zu

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Laut Galileo(Pro7) Liegt es daran, das er vorm sprechen nicht tief genug einatmet.

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