Warum stottern manche Leute und manche nicht?

6 Antworten

Hallo TheDeadserius,

mein Name ist Isabel. Ich arbeite beim Institut der Kasseler Stottertherapie in Bad Emstal bei Kassel.

Die Ursachen des Stotterns sind bis heute nur unzureichend geklärt. Bewiesen ist jedoch, dass es sich um ein Geflecht aus genetischen, neurologischen und psychologischen Faktoren handelt. Die Kasseler Stottertherapie forscht und arbeitet nach den beiden wissenschaftlich belegten Theorien der genetischen und  neurologischen Komponenten.

Besonders hervorheben möchte ich, dass besondere Ereignisse, traumatische Erlebnisse oder Unfälle nicht die Ursache des Stotterns sind, aber dazu beitragen können es auszulösen und aufrecht zu erhalten.

Mehr zum Thema Stottern und den Ursachen findest Du auf unserer Website:
http://www.kasseler-stottertherapie.de/stottern/ursachen/
Hier hast Du auch die Möglichkeit unsere Therapeuten zum Thema Stottern zu befragen.

Ca. 1% der Bevölkerung ist vom Stottern betroffen. Interessant ist, dass kein Stotternder wie ein anderer stottert. Unter anderem zeigt dies die große Komplexität dieser Sprechstörung.
Im Alltag berichten unsere Patienten häufig, dass das Stottern sehr situations-, personen- und tagesformabhängig ist. Je nach Tagesform, persönlichem Befinden angstbesetzten Situationen, die mit negativen Sprecherfahrungen verknüpft sind, kann die Sprechflüssigkeit stark variieren.

Außerdem bleibt zu erwähnen, dass beispielsweise beim Singen, Flüstern, Imitieren von Stimmen oder beim Chorsprechen andere Hirnareale als beim Sprechen aktiv, was zu flüssigeren Sprechanteilen führt.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen und wünsche Dir alles Gute. Falls Du weitere Fragen hast, zögere bitte nicht mir zu schreiben.

Viele Grüße,

Isabel

Pauschal kann ich es nicht beantworten, aber ich kann es dir aus eigener Erfahrung beantworten.

Ich stottere meist in Situationen, in denen ich nervös bin(vor Prüfungen, vor Menschenmengen), aber sonst spreche ich normal. Bei manchen ist das jediglich die Aufregung.

Das ist ein Ausdruck der Unsicherheit, sofern kein Hirnschaden vorliegt, beim männlichen Geschlecht tritt gehäufter Stottern auf, als beim weibl. Geschlecht. Mädchen und Frauen lispeln bei Unsicherheit eher, als zu stottern.

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