Warum stört es viele, dass Homosexuelle heiraten wollen?

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16 Antworten

Menschen üben gerne Kontrolle über andere Menschen aus, um sich aufzuwerten, die Tatsache, dass man Homosexuellen die Ehe verbieten möchte, ist ein Beispiel dafür:

Es gibt keinen rationalen Grund, warum man Homosexuellen die Ehe verbieten sollte, denn es schadet keinem heterosexuellen Paar, wenn Hans und Franz heiraten.

Es geht faktisch um die Unterdrückung einer Personengruppe zu Abgrenzungszwecken, "ihr und wir", "wir die Besseren", "schau her, wir bestimmen über euer Leben" - auch die Frage, ob sowas unchristlich ist, ist vollkommen überfällig, wenn man in einem Land lebt, wo Religionen die Angelegenheit des Einzelnen sind,

es geht hier schlichtweg um Kontrolle und Unterdrückung.

Ahzmandius 01.07.2017, 13:16

Es schadet auch per se niemanden, wenn Geschwister heiraten, torzdem ist das verboten....

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TurkishScholar 01.07.2017, 13:22
@Ahzmandius

Das ist aber weitreichender:

Ob das Inzestverbot an sich in diesem Maßstab richtig ist, ist schon umstritten, aber man möchte hier einen Riegel vorschieben, um etwaigen Risiken zu entgehen, aus einer Ehe zwischen zwei Geschwistern resultieren womöglich auch Kinder und das diese in den allermeisten Fällen mit genetischen Problemen, Missbildungen etc auf die Welt kommen, ist vollkommen offensichtlich, bei Homosexuellen ist das nicht der Fall.

Das ist sowieso sehr schwierig, da andererseits auch die sexuelle Selbstbestimmung eine Rolle spielt, hier spielen definitiv moralische Aspekte eine große Rolle, die ich so auch nachvollziehen kann, denn wenn aus einer solchen Ehe Kinder hervorgehen, tragen sie die Konsequenzen. 

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Ahzmandius 05.07.2017, 19:34
@TurkishScholar

Das ist schlicht und ergreifend Unsinn:

um etwaigen Risiken zu entgehen

Dann müsste man auch Ehen von Rauchern, Trinkern, usw. auch verbieten.

Der Grund für den Verbot ist ganz einfach: Es ist in unserer Gesellschaft so verankert und wird auch so von den Meisten befürwortet (der Hauptgrund ist also exakt der gleiche, warum früher Ehen von gleichgeschlechtlichen Partnern verboten waren).

Diese ganze Diskussion zeigt nämlich das eigentliche Problem in unserer Gesellschaft - die Heuchelei.

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TurkishScholar 05.07.2017, 23:13
@Ahzmandius
Dann müsste man auch Ehen von Rauchern, Trinkern, usw. auch verbieten

Inwiefern ist der Grad an Risiken vergleichbar mit denen eines Alkohol- oder Zigarettenkonsumenten?

Du vergleichst Äpfel mit Birnen, der Staat hat keinen Einfluss darauf, ob und wie viel jemand nun konsumiert, sei es nun Alkohol, Zigaretten oder andere Drogen, er kann repressiv und präventiv gegen diese Probleme vorgehen, nicht jedoch derart eingreifen, dass er sagt "Hey, du hast so und so viel konsumiert, deine Kinder können mit einer Wahrscheinlichkeit von X % behindert auf die Welt kommen, du darfst keine Kinder mehr zeugen".

Wenn Paare aus dem gleichen Elternhaus miteinander verkehren, dann hast du eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit dahingehend, dass resultierend aus dem Inzest geistige oder körperliche Schäden am Kind haften werden, das Erbgut ist schlichtweg zu identisch. Geht man wiederum repressiv gegen Leute vor, die inzestuöse Beziehungen pflegen, sogt man durch die Sanktionierung dafür, dass aus solchen Beziehungen resultierende Kinder sich im Rahmen halten. 

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Im Grunde stört es die Kritiker mehrheitlich nicht, auch die meisten Politiker nicht, die im Bundestag gegen die "Ehe für Alle" gestimmt haben.

Die Probleme sind

  • die Definition von "Ehe" und in der Folge
  • die Frage einer Änderung des Grundgesetzes.

Man muss in die Geschichte schauen: 1949, als das Grundgesetz verabschiedet wurde, war Homosexualität strafbar. Das bedeutet, dass die Verfassungsmütter und -väter nur die Ehe zwischen Mann und Frau unter den Schutz des Staates stellen wollten, und zwar aus zwei Gründen; 1. weil die Ehe zwischen zwei Menschen die kleinste Gemeinschaft der übergeordneten Gesellschaft ist und 2. weil auch nur eine solche Gemeinschaft von Mann und Frau in der Lage ist, Kinder hervorzubringen. Weil diese wichtigen Aufgaben der Ehe die Fundamente und den Bestand des Staates zu sichern, wurde die Ehe zwischen Mann und Frau und ihr Schutz ausdrücklich in die Verfassung aufgenommen.

Mittlerweile sind viele Jahrzehnte vergangen, Homosexualität ist nicht mehr strafbar, rechtlich sind homosexuelle Lebensgemeinschaften beinahe der Ehe gleichgestellt. Die Frage, die sich stellt, ist die, ob Homosexuelle eine "Ehe" führen können. Viele Menschen verneinen, weil Homosexuelle im Prinzip keine Kinder bekommen können. Ihre Lebensgemeinschaft sei daher keine "Ehe" im Sinne des Grundgesetzes und bedürfe außer der schon erfolgten rechtlichen Gleichstellung mit der Ehe keiner weitergehenden Unterschutzstellung. Es gibt aber auch viele Menschen, die das ganz anders sehen.

Daher stellt sich die weitergehende Frage, ob das Grundgesetz nicht geändert werde müsste. Viele Menschen wollen ja auch kinderlosen Ehepaaren gewisse Rechte vorallem steuerlicher Natur entziehen. Entweder muss man das Grundgesetz präzisieren, also den Ehebegriff um homosexuelle Ehen erweitern, oder man müsste den besonderen Schutz der Ehe weitgehend einschränken.

Ich bin skeptisch, ob unsere Politiker die Probleme zufriedenstellend lösen werden. Dazu muss erst wieder das Bundesverfassungsgericht wegweisende Urteile fällen. Es wurde bereits aus der Politik angekündigt, dass gegen das am Freitag verabschiedete Gesetz zur "Ehe für Alle" beim Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht wird!

Kurz: Es geht überhaupt nicht darum, dass "Frauen auf Frauen stehen und Männer auf Männer", sondern um ein (Verfassungs-)Rechtsproblem.

MfG

Arnold

atzef 01.07.2017, 16:19

Ich sehe da keinerlei Verfassungsrechtsproblem. Auch das Verfassungsrecht ist dazu da, den Menschen zu dienen und nicht zur Unterwerfung der Realität an irgendwelche historischen Rechtsdefinitionen.

Die gesellschaftliche Auffassung über den Inhalt der Ehe hat sich halt dahingehend erweitert, die Ehe auch für Homosexuelle zu öffnen. Dazu muss das GG nicht verändert werden.

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ArnoldBentheim 01.07.2017, 16:28
@atzef

Die gesellschaftliche Auffassung über den Inhalt der Ehe hat sich halt dahingehend erweitert, die Ehe auch für Homosexuelle zu öffnen.

Das Bundesverfassungsgericht wird sich dieser historischen Entwicklung sicher nicht verschließen.

Dazu muss das GG nicht verändert werden.

Dazu wird das Bundesverfassungsgericht ein Urteil sprechen.

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AngelsLuna 01.07.2017, 18:41
@ArnoldBentheim

das is aber schwachsin mit den kinder kriegen da ich später sowieso keine kinder will und dann sollte ne ehe zwischen menschen die kein kind wollen auch verboten werdeb

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Dafür gibt es keinen rationalen Grund. Es ist eine Mischung aus religiösen Wahnvorstellungen, Homophobie und einigem mehr.

Ich halte Heirat nicht für Subjekt der Jurusterei. Der Staat sollte sich da ganz raushalten.

Familiengründung ist Privatsache. Aber eine Partnerschaft ist keine Familie.

Das Problem ist eben, daß damit auch ein Adoptionsrecht verbunden ist, und das sehen viele eben kritisch.

So wie es vorher war, war es so gelöst, daß alle damit leben konnten.

Es gibt Menschen, die eine Homophobie haben. D.h., dass sie nicht in der Lage sind, mit einem Homosexuellen klar zukommen. Einige aber wurden so von ihren Eltern erzogen und andere kennen nur die viel zu bekannten "Schwulen-Klischees". Vielleicht ist es auch deshalb der Grund, warum viele glauben, dass Homosexuelle nicht in der Lage sind ein eigenes Kind zu erziehen oder gar irgendwie zu heiraten.

Für mich war die Ehe immer eine Verbindung zwischen Mann und Frau. Das ist jetzt nicht mehr so, und das fühlt sich schon irgendwie komisch an. Meine Ehe ist ist jetzt gleichgestellt und ich sollte mich freuen. Vielleicht kommt die Freude ja noch irgendwann. Schließlich ist meine Ehe ja nur grau und die Homoehe kunterbunt, eventuell bekomme ich ja ein bisschen Farbe ab.

Ich hatte nie etwas gegen Homosexuelle, die sexuellen Vorlieben anderer waren mir schon immer schnurzpiepegal. Viele tragen aber ihre Sexualität wie eine Religion vor sich her. Es wirkt fast wie eine Bekennersucht und ist sehr penetrant. Nur das stört mich.

Na ja, mal sehen wo die Reise hingeht.

Agentpony 01.07.2017, 15:49

Viele tragen aber ihre Sexualität wie eine Religion vor sich her. 

Ich möchte nur anmerken, daß das ein populärer Irrtum ist. Der absolute Großteil der Homosexuellen sind genauso wenig penetrant oder auffällig, wie andere Leute auch.

Klar prägen die Bilder von Pride-Märschen und CSD das öffentliche Bild mit.

Aber, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben, Christen nennt man ja auch nicht besonders fundamentalistisch, nur weil die alle Jahre wieder zu Pfingstprozession und Kirchentag auflaufen.

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warum bestehen diese darauf das es "ehe" genannt werden muss? im GG ist eigentlich eindeutig definiert was eine ehe ist

AngelsLuna 01.07.2017, 12:49

wie meinst du das genau?

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GoodFella2306 01.07.2017, 12:59

eine Ehe ist eine Verbindung zwischen zwei Personen. Mehr nicht. Im Grundgesetz steht nichts von Männlein und Weiblein, oder von der sexuellen Ausrichtung.

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Was heißt viele ?

Mir ist das völlig egal ob irgendjemand heiratet oder nicht.

Meine Meinung war schon immer jeder wie er/sie mag. Mensch ist Mensch ob Homo/Bi/Hetero/Trans! Die Diskussion geht mit schon seit ewig auf den Sack. 

Männer und Frauen sollen gleichberechtigt sein, in ihrer Wahl des Partners,bei der Bezahlung im Job usw. 

AngelsLuna 01.07.2017, 13:08

genau so ist es

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Gesamtgesellschaftlich betrachtet sind es ja gar nicht viele, sondern eine weit abgeschlagene, um nicht zu sagen: rückständige Minderheit.

Die werden individuell sicher viele Gründe haben. Im Kern dürfte da bei vielen wiederum schlicht Missgunst und Sozialneid stehen. Motto: "Die blöden Homos haben jetzt Steuervorteile, die ich als hässlicher alleinstehender Gartenzwergputzer nicht habe!"

Mich stört es nicht! Und ich verstehe auch nicht, warum manche deswegen gleich den "Untergang des Abendlandes" prophezeien....es entstehen doch niemandem ernsthafte Nachteile daraus, wenn das schwule Pärchen aus dem Dachgeschoss verheiratet ist. Die "Gegensprecher" haben vermutlich eher ein Problem mit der Homosexualität an sich....zu der ja niemand (wie auch zu der "Homo-Ehe") gezwungen wird.....

Ich kenne selber nur zwei. Mein bester Freund hat mich mal gefragt... ob mir irgendetwas bei dem Mann auffällt... Nein kein Stück. Aber er hat immer aus Spaß gesagt "Dich werde ich auch noch kriegen"

Ich finde es völlig in Ordnung, wenn Homosexuelle heiraten.

Das ist eine rein rechtliche Geschischte.

Mario .... ich bin sowas von hetero...

Ich glaube weil viele noch altmodisch sind, sie kennen nur Mann und Frau . Aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum die Ehe zwischen Frau und Frau und Mannn und Mann erst seit gestern erlaubt ist

keine ahnung ich selbst bin zwar nicht schwul oder so aber trotzdem ist es für mich ok wenn schwule/lebsen oder was auch immer heiraten immerhin steht gleichberechtigung in unserem grundgesetz/grundrecht

AngelsLuna 01.07.2017, 12:54

der Meinung bin ich auch

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Zum einen wird dadurch die Ehe entwertet und was die Kinder angeht, dort stellt sich die Frage ob bei derart atypischen Bezugspersonen nicht eine Kindeswohlgefährdung in Folge von seelischen Entwicklungsstörungen vorliegt.

AngelsLuna 01.07.2017, 12:51

Ich finde es schon irgendwie unfair. Weil für das Kind wäre es doch dann normal. Wenn meine Eltern Homosexuell wären finde ich das ned schlimm

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tryanswer 01.07.2017, 12:54
@AngelsLuna

Die Argumentation kannst du in diversen Gutachten und Untersuchungen zu dem Thema nachlesen. Im Grunde läuft es darauf hinaus, das Kinder zur normalen Entwicklung eine Vater- und eine Mutterfigur benötigen.

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TurkishScholar 01.07.2017, 12:52

Wieso wird die Ehe denn entwertet?  Die Ehe wird seit Jahrzehnten "entwertet", schau dir doch mal die Scheidungsquote in Deutschland an.

Außerdem fragt man sich, ob die Ehe an sich schon so toll gewesen sein kann, wenn man sich als Ehepaar daran stört, dass nun auch Mann und Mann oder Frau und Frau heiraten können.

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tryanswer 01.07.2017, 12:56
@TurkishScholar

Das ist nun mal das Argument, die Begründungen dafür wurden doch nun schon x-mal vorgetragen.

Viel interessanter ist doch die Frage, warum Homosexuelle jetzt auf einmal bevorzugt behandelt werden sollen.

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TurkishScholar 01.07.2017, 13:00
@tryanswer

Du lieferst also die Aussage, die Ehe werde entwertet, aber begründest sie nicht: Dann zähl doch mal die Begründungen auf, die X-Mal vorgetragen wurden, denn erst kommt die Behauptung, dann das Argument, ich sehe hier aber nur eine Behauptung.

Das man Homosexuellen die Ehe erlaubt, ist keine Bevorzugung, sondern eine Gleichstellung, die schon längst überfällig ist:

Man nimmt niemandem etwas weg, sondern gibt einer Personengruppe etwas, die einer anderen, weitaus größeren Personengruppe seit eh und je zusteht. 

Fraglich ist, ob man dieser Gruppe dieses Recht jemals hätte wegnehmen sollen, denn kein Mensch sollte die Macht haben, das Leben anderer nach seinen Vorstellungen zu formen. 

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tryanswer 01.07.2017, 13:16
@TurkishScholar

Weiter unten habe ich auzch noch mal die Begründung geschrieben, da offenbar doch einige die Diskussionen zu dem Thema nicht verfolgt haben ...

Im übrigen hatten Homosexuelle seit jeher das Recht eine Ehe einzugehen. - wie jeder andere mit einem Partner des anderen Geschlechts.

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tryanswer 01.07.2017, 13:17
@Ahzmandius

Habe ich hier irgendwo schon niedergeschrieben: positive Diskriminierung gegenüber Minderheiten mit anderen Vorstellungen über das Zusammenleben (Bigamie, Kinderehe, ...)

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dadita 01.07.2017, 18:51
@tryanswer

Es wird niemand bevorzugt behandelt, Homosexuelle haben jetzt die exakt gleicjen Rechte. 

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GoodFella2306 01.07.2017, 12:56

also siehst du homosexueller als etwas Niederes an, weil durch ihre Ehe die Hetero-Ehe entwertet wird. Sehr schade, dass man einen Menschen allein aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung diffamiert. Und was für seelische Entwicklungsstörungen? ein Kind wird nicht bekloppt bloß weil die Eltern homosexuell sind. und dann müssten wir auch Kinder von allein erziehenden Personen eine Entwicklungsstörung durchlaufen, weil entweder der männliche oder der weibliche Elternteil fehlt. Deine Argumentation ist völlig unhaltbar, weil sie jeglicher Grundlage entbehrt. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Kinder von homosexuellen Paaren besser oder schlechter sind als die Kinder von heterosexuellen Paaren. ganz zu schweigen von den Kindern, die auch in einer heterosexuellen Elternschaft auch häufig weniger Liebe, mehr Schläge und eine schlechte Behandlung erfahren. Insofern hat das überhaupt nichts mit der sexuellen Ausrichtung zu tun, sondern lediglich mit der Art und Weise wie man als Mensch unabhängig von seiner sexuellen Ausrichtung mit Kindern umgeht.

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tryanswer 01.07.2017, 13:00
@GoodFella2306

Nein, persönlich halte ich Homosexuelle für substanzlose Egoisten, die nur ihrer persönlichen Liust fröhnen. - Das tut hier aber nichts zur Sache.

Bei Homosexuellen fehlen wie bei Alleinerziehenmden jedoch die Rollenvorbilder.

Und erkläre mir bitte mal, warum Homosexuelle jetzt bevorzugt behandelt werden sollten.

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GoodFella2306 01.07.2017, 12:59

wo werden sie denn bevorzugt behandelt? Sie werden einfach nur gleichgestellt mit Heteros. Das ist keine Bevorzugung, sondern Gleichberechtigung.

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tryanswer 01.07.2017, 13:03
@GoodFella2306

Sie werden gegenüber Bigamisten eindeutig bevorzugt. Ebenso gegenüber Menschen aus Kulturkreisen, in welchen die Kinderehe als normal gilt (dagegen hat sich auch die Regierung jüngst ausgesprochen). Somit werden Homosexuelle auf Grund ihrer sexuellen Neigung gegenüber anderen Randgruppen bevorzugt. Das nennt sich dann auch positive Diskriminierung.

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AngelsLuna 01.07.2017, 13:04
@GoodFella2306

aber Homosexulle sind doch auch nur Menschen. Und wenn eltern alleine ein Kind aufziehen ist doch da kein unterschied. Ich meine ja die wünschen sich manchmal das andere eltern teil aber irgendwann lernen sie es

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SoulandMind 01.07.2017, 13:01

Die Adoption in Deutschland ist sowieso schonmal von vorneherein recht schwierig.Es gibt mehr Adoptivwillige denn zu adoptierende Kinder,was gut so ist.

Im Ausland sehe ich seelische Entwicklungsstörungen viel mehr bei Kindern darin,dass sie zum Teil 18 Jahre und länger in Heimen "verwahrt" werden, ohne Zuwendung und Liebe "verwaltet" werden. Da ist es mir sehr viel lieber,sie kommen bei gleichgeschlechtlichen Eltern unter,die sie einfach lieben und Ihnen das geben,was jedes Kind braucht:Liebe,Geborgenheit und Sicherheit. Vor allem auch ältere oder nicht so ganz gesunde Kinder,denn die haben nahezu 0 Chancen in einer Adoptivfamilie unterzukommen.

Und das sag ich aus eigener Erfahrung,da ich u.A. Adoptivmutter zweier brasilianischer Kinder bin.

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tryanswer 01.07.2017, 13:11
@AngelsLuna

Du vorverurteilst den Charakter von Menschen auf Grund ihrere sexuellen Neigung ... tz, tz, tz.

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tuedelbuex 01.07.2017, 13:09

Zum einen wird dadurch die Ehe entwertet 

...die Ehe wird entwertet durch Leute, die aus steuerlichen Gründen heiraten oder sich sonstige Vorteile davon versprechen, ggf. sie als "Spaß" ansehen. Das mag z.T. auch auf homosexuelle Ehen zutreffen....und wie bei der "konventionellen" Ehe einen bestimmten Prozentsatz der Paare betreffen....allerdings nicht explizit, weil sie homosexuell sind, sondern weil es deren Charakter entspricht.

 was die Kinder angeht, dort stellt sich die Frage ob bei derart atypischen Bezugspersonen nicht eine Kindeswohlgefährdung in Folge von seelischen Entwicklungsstörungen vorliegt.

...eine Kindeswohlgefährdung liegt eher weniger daran, ob die Erziehungsberechtigten homosexuell sind, sondern vielmehr daran, ob und wie sie ihrer Aufgabe nachkommen. Wenn Mutti und Vati alkoholabhängig oder kriminell sind, sehe ich ein weitaus höheres Gefährdungspotential....

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tryanswer 01.07.2017, 13:13
@tuedelbuex

Die Institution der Ehe wird entwertet, weil Homosexuelle zusammen nun mal keine Kinder bekommen können. - Genau darum geht es aber und genau das macht die Ehe überhaupt erst schützenswert. Ansonsten müßte sich der Staat überhaupt nicht in das Zusammenleben zweier Menschen einmischen.

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TurkishScholar 01.07.2017, 13:25
@tryanswer

Ach so, wenn ein Ehepaar kein Kind bekommen kann - zum Beispiel wegen biologischer Gegebenheiten - dann ist die Ehe nicht schützenswert? Und wenn ein Ehepaar kein Kind bekommen will, dann ist die Ehe nicht schützenswert?

Die Ehe ist nichts weiter als eine Lebensgemeinschaft zwischen zwei Personen, es muss kein Kind resultieren, um sie schützenswert zu machen. 

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tryanswer 01.07.2017, 13:28
@TurkishScholar

Nein, da ein normales Ehepaar zumindest ein Kind bekommen könnte. Bei Homosexuellen ist aber diese Option grundlegend nicht vorhanden.

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TurkishScholar 01.07.2017, 13:34
@tryanswer

Und trotzdem ist ein Kind keine Voraussetzung für eine Ehe, somit erübrigt sich das Argument: 

Bei Leuten mit von mir aus genetischen Defekten ist diese Möglichkeit auch nicht vorhanden, deshalb kann man ihnen nicht die Möglichkeit verbieten zu heiraten: EIN KIND ist kein Kriterium, viele kriegen keins, weil sie nicht wollen oder nicht können, des Weiteren steht die Möglichkeit der Adoption im Raum. 

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tryanswer 01.07.2017, 13:39
@TurkishScholar

Die Ehe - unabhängig, wie wir sie heute betrachten - ist als Rechtsinstitution geschaffen worden um eine gererative Entwicklung zu gewährleisten. Und da spielen Kinder eine zentrale Rolle.

Leider ist bereits in der Vergangenheit die Kinderlosigkeit als Scheidungsgrund abgeschafft worden. Es besteht jedoch kein Grund die Ehe immer weiter zu entwerten, bis sie völlig überflüssig wird.

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TurkishScholar 01.07.2017, 14:00
@tryanswer

Recht entwickelt sich und ist stetig im Wandel, selbstverständlich diente und dient die Ehe auch dem Schutz der Emporkömmlinge und selbstverständlich können diese eine entscheidende Rolle spielen, aber das müssen sie nicht: 

Fakt ist, dass wir im 21. Jahrhundert leben und das Weltbild sich stetig wandelt, hier muss geltendes Recht anknüpfen und kann nicht davon ausgehen, dass das Kriegen von Kindern eine unabdingbare Voraussetzung darstellt, zumal viele einfach keine Kinder wollen und kriegen können.

Es ist eine Frage der persönlichen Entscheidung, ob man heiratet und Kinder zeugt, des Weiteren spricht bereits Art. 6 V GG davon, dass uneheliche Kinder die gleichen Bedingungen haben wie eheliche Kinder, dies wiederum bedeutet im Umkehrschluss, dass die Ehe ohnehin keine unabdingbare Voraussetzung zum Kindeswohl darstellt.

Ob die Ehe aufgrund von Kinderlosigkeit entwertet wird, halte ich für fraglich, die Verbindung zweier Menschen ist eben nicht nur "Kind kriegen", sondern primär ein Ausdruck der persönlichen Entscheidungsfreiheit, einen ehelichen Bund einzugehen. 

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tryanswer 01.07.2017, 14:06
@TurkishScholar

Eine Ehe besteht doch nicht zum persönlichen Lustgewinn. Wenn dem so wäre, dann hätte sich der Staat da völlig rauszuhalten. Doch schon dafür, daß der Staat hier in die Privatssphäre eingreift bedarf einer Begründung (und die Regelung der staatlichen Ehe ist nichts anderes als ein solcher Eingriff). Und der kann nun einmal nicht in der Entscheidungsfreiheit liegen, denn diese ist ja ohnehin gegeben. - Es steht jedem frei ob, mit wem und zu welchem Zeitpunkt man mit jemanden zusammenlebt.

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dadita 01.07.2017, 18:53

Wenn deine Ehe dadurch entwertet wird, dass Homosexuelle jetzt auch heiraten dürfen ist diese wohl nicht sonderlich viel wert.

Zahlreiche Studien belegen dass es keinerlei Nachteil für Kinder Homosexueller Eltern gibt.

http://whatweknow.law.columbia.edu/topics/lgbt-equality/what-does-the-scholarly-research-say-about-the-wellbeing-of-children-with-gay-or-lesbian-parents/

Das Kindeswohl gefährden eher religiöse Fanatiker welche den Geist ihrer Kinder mit antiken Wahnvorstellungen vergiften. 

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