Warum Steuern auf bereits versteuertes Geld?

18 Antworten

Ad 1.: Zinsen sind kein Ausgleich für den Wertverlust des Geldes,sondern eine "Nutzungsentschädigung" für die Zeit, in der du das Geld nicht verwenden kannst, verbunden mit einem Risikoaufschlag dafür, dass du das Geld u. U. nicht zurückbekommst - deshalb höhere Zinsen bei höherem Risiko.

Ad 2: Für alles, was du mit "bereits versteuertem Geld" kaufst, zahlst du mindestens eine weitere Steuer (zumindest die Mehrwertsteuer).

Ad 3: Alle Gewinne aus Investitionen, die du (mit bereits versteuertem) Geld machst, zahlst du Steuern, logischerweise auch auf Kapitalerträge. Baust du ein Haus und vermietest es, musst du die Mieterträge versteuern, abzüglich dem, was du absetzen kannst(aber das gilt auch für Kapitalerträge, davon kannst du ja auch Werbungskosten absetzen). Schaffst du dir Autos an und eröffnest einen Leihwagen-Service (oder wirst Taxi-Unternehmer) musst du auch deine Gewinne versteuern.

Der Post ist lange her, die Diskussion bleibt gleich. Vorallem die Argumente des Fragenstellers bleiben gleich. Ich finde deinen Beitrag sehr gut.

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Höh? Ungerecht ist, wenn nur die Kleinen bezahlen. Bei Zinsen, Aktiengewinnen etc. bezahlen hauptsächlich die betuchten Bürger, während es für die kleineren Sparer doch Freibeträge gibt. Was soll daran ungerecht sein?

Was heißt bei dir "betucht"? Wenn jemand mit normalem Einkommen 20 oder 30 Jahre arbeitet und immer sparsam lebt bzw. sein Geld gut anlegt, dann kann sich so jemand locker auch einen stolzen 6-stelligen Betrag angespart haben. Ist so jemand dann etwa betucht? Er hat sich sein Geld ehrlich verdient! Und wird dafür dann auch noch bestraft! Und sorry, aber die Freibeträge sind doch ein Witz! Da ist man doch Nullkommanix drüber.

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@Franz577

Ja und? Was ist daran so schlimm, darauf Steuern zu zahlen?! Andere Leute kaufen sich von dem Ersparten eben nicht Wertpapiere, sondern z.B. ein Unternehmen, dass ebenfalls Ertrag abwirft. Auch der wird mit dem Totschalgsargument kommen: "He? Wieso denn versteuern, ist doch nur Inflationsausgleich?" Genau so jemand der sich statt Bundesschatzbriefen eben mal z.B. ne Werbetafel kauft und die dann schön teuer vermietet. Das wäre doch wohl kaum gerecht, wenn Zinserträge nicht versteuert würden und alle anderen Einkünfte doch.

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@Franz577

Erst einmal ist es für sehr viele ebenfalls sparsame Bürger utopisch, die Freibeträge zu überschreiten (Kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Zeitarbeiter, Kassiererinnen...etc.). Ist die Grenze aber überschritten, sind es nur 25%, die abgegeben werden - selbst wenn dein übrigens Einkommen mit 42% versteuert werden sollte. Und ist dein Steuersatz unter 25%, kannst du das wieder bei den Gelderträgen geltend machen. Ich bin froh, dass ich jene 25% abgeben kann, und dass dieses die Gebrüder Albrecht, Herr Hopp oder Familie Schickedanz auch tun müssen ;o)

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@napoloni

Top! Hab Dir schon auf Deine Antwort DH gegeben, schade dass man das nicht auch noch für Kommentare darf!

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@napoloni

Sicher gibt es solche Fälle auch. Aber es gibt auch mehr als genug Leute, für die es eben nicht utopisch ist. Und damit meine ich nicht nur Spitzenverdiener.

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Hallo Franz577,

was glaubst Du: das ist mehr denn je nötig, da die Finanzleuten marode Obligationen verkauft haben, und der Staat für sie einspringen mußte. Wir müssen, so zu sagen, die Zeche zahlen.

Häuser werden auch mit bereits besteuerten Geldern gebaut, und wenn man sie vererbt, muß der Erbe womöglich Steuern zahlen, und nicht zu knapp. Besonders beim vererben von Firmen ist das gejammer groß!

Bald rentiert sich kein Geschäft mehr: bei Aktien, die mit schon besteuertem Geld gekauft werden, nehmen die 25% Steuern, dann kommen die Bankgebühren, ein Prozentsatz für die Börse, eine Provision. Wenn die Aktien aus dem Ausland "kommen", nimmt der emittierende Staat auch eine steuer ein, und nicht zu knapp, zwischen 10 und 20%, wenn man reinvestieren möchte, rentiert sich das Geschäft bald nicht mehr!.. Am Ende des Jahres muß man alle "Gewinne" melden, die kassieren nochmals!... Von wegen Aktionäre zählen zu den gut betuchten!!! Nur diejenigen, die Geschäfte in großen Umfang abwickeln können, haben Möglichkeiten, sich an Steuerbestimmungen vorbei zu schleichen, sonst wäre nicht erklärlich, wie ein Warren Buffet, oder Soros, zu Milliardären wurden, t´schuldigung, aber es ist so!

Am Anfang (des 20ten Jahrhunderts), in der Vereinigten Staaten, hatten die im Senat 1% Besteuerung abgestimmt, damals fanden sie, daß es schon zu viel war!

Das Problem ist auch, daß die Federal Reserve, die das Privileg hat, Geld zu drucken, eine Privatbank mit einer sehr komplexen Struktur ist. Diese Bank leiht dem Staat ständig Geld, der sich verschuldet... wir wissen dann wie es weiter geht... So ist es auf der ganzen Welt!...

Gruß. Emmi.

Ungerechte nachgelagerte Besteuerung WohnRiester

Hallo, ich habe einen Wohnriester Baussparvertag abgeschlossen, bei dem sich eigendlich alles super anhört, aber sobalt das Wohnförderkonto ins Spiel kommt, mir Kopfschmerzen bereitet. Dieses wird ja mit bei Auszahlung der Bausparsumme gebildet in Höhe der eingezahlten eingebeiträge und!! Zulagen!, Zinsen!, danach werden Tilgungsbeiträge und weitere Zulagen (max 2100€ pro Jahr) hinzugerechet bis das Darlehnt vollständig getillgt wurde. Hinzukommt das nach Auszahlung der Summe das Konto jedes Jahr um 2% verzinst wird. Nehmen wir mal an man bekommt 100000€ ausgezahlt, hat bis dahin 50000€ angespart und tilgt nun 10 Jahre lang. Das ergibt ein Wohnförderkonto von schonmal 71000€ (verzinsung bis zur Rente nicht mal mit drin) welches ja bekanntlich mit Renteneintritt versteuert werden muss. Aber was ist den nun wenn man zB im schlimmsten Fall über die Jahre vom Staat nur die Zulagen erhalten hat und nie einen Sonderausgabenabzug geltent machen konnte (zuwenig Einkommen bsp). Ergibt sich dadurch nicht eine ungerechte Besteuerung des Wohnförderkontos? Man würde ja dem Staat mehr an Steueren schulden als man selbst durch Freistellung und Zulagen erhalten hat.

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Muss ich in meiner Steuererklärung alle Erträge angeben, oder nur unversteuerte?

Hallo Community,

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Zu viel bezahlte Kapitalertragssteuer bzw. Abgeltungssteuer zurückholen?

Hallo Zusammen,

ich checke gerade die Finanzen meiner Oma durch.

Sie ist Rentnerin und hat monatlich ca. 1400 Euro Rente + 250 Euro Witwen Rente.

Eine Steuererklärung muss Sie nicht mehr machen. Sie ist ca. 4 Jahre Rentnerin.

Sie hat ein Sparkonto bzw. einen Sparvertrag bei der Volksbank, welcher satte Bonuszahlungen (Kapitalerträge) erwirtschaftet. Es wurde versäumt ein Freistellungsauftrag (jährlich 801 Euro für Singles) einzurichten. Bei der Bank hat Sie auch keiner darauf aufmerksam gemacht. So führt die Volksbank jährlich auf die erwirtschafteten Zinsen & Boni fleißig die Kapitalertragssteuern + Soli + Kirchensteuer an das Finanzamt automatisch ab.

Auflistung:

Im Jahr 2014 gab es ca. 400 Euro Boni (Zinsen), davon wurden ca. 111 Euro Kapitalertragssteuer an das Finanzamt automatisch abgeführt.

Im Jahr 2015 gab es ca. 425 Euro Boni (Zinsen), davon wurden ca. 118 Euro Kapitalertragssteuer an das Finanzamt automatisch abgeführt.

Im Jahr 2016 gab es ca. 450 Euro Boni (Zinsen), davon wurden ca. 125 Euro Kapitalertragssteuer an das Finanzamt automatisch abgeführt.

Im Jahr 2017 gab es ca. 475 Euro Boni (Zinsen), davon wurden ca. 132 Euro Kapitalertragssteuer an das Finanzamt automatisch abgeführt.

Wären nach meinem Ermessen ca. 486 Euro zu viel gezahlten Ertragssteuern weil die jährlichen Erträgte jeweils unter dem Pausch-Betrag von 801 Euro fallen.

Wichtig: Der Sparvertrag ist der einzige Vertrag meiner Oma, der Kapital erwirtschaftet. Also es werden daneben keine weiteren Zinsen oder Sonstige Erträge erwirtschaftet.

 

Wie gehen wir nun am Besten vor, sofern überhaupt noch was zu machen ist?

Für 2018 haben wir direkt einen Freistellungsauftrag bei der Volksbank eingereicht.

 

Über jede Hilfestellung freue ich mich.

Beste Grüße

Sven

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