Warum stellt mir das Leben dauernd Hindernisse?

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9 Antworten

Das Leben selbst ist die Herausforderung. Es stellt dir keine "Hindernisse" in deinen Weg. In Wahrheit kümmert sich "das Leben" überhaupt nicht um einzelne Menschen. Es liegt in der Natur, dass es Berge und Steine, Regen und Hochwasser, Geburt, Krankheit und Tod gibt. Jeder Mensch erlebt, das Familienmitglieder sterben, weil es kein ewiges Leben gibt. 

Wenn du das Gefühl hast, nur dir "passieren solche Sachen", kann es helfen, wenn du dich selbst nicht als Zentrum der Welt betrachtest, sondern dich mehr mit der Wirklichkeit beschäftigst. Und da ist es dir bisher recht gut gegangen.

Öffne die Augen und deine Wahrnehmung. Die anderen Menschen sind gestorben, krank oder suizidal, also ist es ihnen "passiert" und nicht dir.^^ Menschen die mit dem Leben lernen, sich mit dem Tod auseinandersetzen und gedanklich darauf vorbereiten, stehen die schweren Ereignisse besser durch, als Menschen, die die Gedanken an Krankheit, Verlust und Tod verdrängen und bei Gefahr nur in Panik geraten.

Aus philosophischer oder religiöser Sicht werden dazu ganz verschiedene Denkmodelle angeboten. Fakt ist: jedes Lebewesen dieser Welt ist von der Umgebung abhängig und stirbt früher oder später.

So wie du diesen Tatsachen umgehst, wird es dir leichter oder schwerer mit der Bewältigung deines eigenen Lebensweges gehen. In den Bergen ist es steinig, im Wasser nass, in der Sonne bekommt man Sonnenbrand und überall kann ein "UNglück" passieren. Es liegt ganz an dir, welches Leben du wählst. Du wirst immer gegen etwas ankämpfen, Entscheidungen treffen und arbeiten müssen. ... und früher oder später kommst du an das Ziel und stirbst, wie alle vor und nach dir.  

Ein paar gute Gesprächspartner können helfen, das eigene Leben besser zu leben. Z.B. http://www.psychotherapie-beratung.de/loesung.html

Lieben Gruss mary

Nein tut es nicht. Nicht nur du hast diese Hindernisse zu überwinden. Andere Personen haben auch nicht wirklich mehr Glück gehabt und haben es überwunden. Wenn du diese Hindernisse aber ersteinmal überwunden hast, dann kannst du mit ihnen besser umgehen.

Das was du da gerade in der Frage formuliert hast ist Selbstmitleid. Das ist keine gute Sache und das zieht dich runter. Du stellst dir damit aber nur selbst ein Bein. Das Problem hatte ich früher auch. Man zieht sich selbst runter und kümmert sich nicht wirklich um die Probleme die man hat.

Ich hab auch eine lange Liste unschöner Dinge, die ich dir jetzt aufzählen könnte, aber das werd ich nicht tun. Ich zähle dir lieber die schönen Dinge auf, die mir so zugestoßen sind und wenn es nur ein paar sind, dann soll es halt so sein. Wenn ich eins aus meinem Leben bis jetzt gelernt habe, dann ist es, dass sich Probleme nur selten von selbst lösen. Du musst sie in 95% der Fälle selbst anpacken und lösen.

Ich hab auch eine gewisse Zeit gebraucht um das zu verstehen und ich muss sagen ich hatte auch ein wenig Glück bei der ganzen Geschichte.

In dem Fall hat mir das Leben metaphorisch 2 Felsen in den Weg geworfen und aus Zufall kam jemand vorbei und hat eine Strickleiter drüber gelegt. Oder naja man könnte es auch als Räuberleiter beschreiben.

Auf jeden Fall waren da diese zwei Steine, mit Namen Tod von nahen Angehörigen und Krankheit des besten Freundes und ich kam damit auch nicht wirklich klar, konnte aber auch nicht wirklich darüber sprechen, weil ich nicht wusste, wem ich denn die ganze Geschichte anvertrauen konnte, der nicht schon genug eigene Probleme hatte. Deshalb ignorierte ich das komplett und war irgendwie auf der Suche nach Ablenkung von diesen zwei Felsen, weil ich der Meinung war, dass ich, metaphorisch gesehen, so schlecht klettern kann und da nie im Leben drüber komme. Also hab ich mich in Schularbeit versteckt, was zwar meinen Noten gut tat, aber mir nicht unbedingt. Dann kam aber besagte metaphorische Räuberleiter alias meine Freundin. Hab sie beim Nachhilfeunterricht kennengelernt (ich als Nachhilfelehrer^^). Sie hat mir da insofern geholfen, dass sie mir zugehört hat und mich dazu gedrängt hat mit ihr darüber zu sprechen und mir damit irgendwie gezeigt hat, dass man ja nicht alles im Leben aus eigener Kraft schaffen muss. Dafür gibt es ja Freunde, Familie und auch, wie in diesem Fall, Partner. (und niedliche Katzen, die man durchknuddeln kann, aber das ist eine ganz andere Geschichte)...

Also du bist nicht die einzige Person, die vom Leben Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, aber du bist auch nicht allein und es gibt sicher Menschen, die dir helfen.

Außerdem lernt man aus solchen Dingen, wie man mit ihnen umzugehen hat. Das ist für das spätere Leben und die Persönlichkeitsentwicklung sicher von Vorteil. Also wie man auch in der Fernsehwerbung lernen kann: Mach es fertig, bevor es dich fertig macht! :)

Je älter Du wirst umso länger wird diese Liste - und das geht den allermeisten so - übrigens mir auch. Es kommt nur darauf an wie man mit belastenden Situationen umgeht. Am Besten hilft wenn man das Glas nicht halbleer sieht - sondern halbvoll.

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