Warum stellen wir uns immer wieder Fragen auf die wir keine Antwort wissen können?

...komplette Frage anzeigen

17 Antworten

Nicht „wir“ stellen „uns“ solche Fragen, sondern „Du“ stellst „Dir“ immer wieder Fragen, deren banale Antworten Du angeblich nicht wissen können willst. In dieses „wir“ möchte ich mich aber ganz und gar nicht einbeziehen lassen. Ich gehöre nämlich nicht zu jenen Leuten, die sich in geistiger Nabelschau immerzu in den Urgründen des Seins suhlen mit ständigen Selbstbefragungen, immerzu auf der Flucht vor den schlichten Antworten:

Deine erste Frage führt schon zwingend in die Tautologie, weil nun einmal Leben nichts anderes bedeutet als die Befindlichkeit zwischen Werden und Vergehen („Ich denke, also bin ich!“). Der Sinn des Lebens besteht in der Nützlichkeit für Andere. Und hätte ich nicht in diesem Forum schon Hunderte von Beiträgen geschrieben zum Universum-Begriff (von lateinisch universus „gesamt“, von unus und versus „in eins gekehrt“), würde ich schlicht bei Wikipedia nachschlagen. Worin liegt nun das praktische Problem?

Und warum machen sich nun manche Menschen solche Gedanken? Einfach, weil sie vor den Widrigkeiten des Alltags in den metaphysischen Elfenbeinturm flüchten! Dort lassen sie dann als verkehrte Widerspiegelung der Realität höchste Abstraktionen und logische Kategorien ihr Eigenleben führen, während draußen das wahre Leben tobt.

Zum Glück befindest Du Dich hier in einer guten illustren Gesellschaft: Der User unteilbar teilt Deine Flucht vor Antworten. Die gottesanbeterin reduziert ihre Neugierde auf Fragestellungen.

Suboptimierer will ganz suboptimal keine Antwort wissen können, weil er die Antwortfindung zum Benennungsproblem erklärt:

Es ist wie die Suche nach dem Unauffindbaren. Wenn man es gefunden hat, kann man es benennen

Ich benannte kürzlich anlässlich einer "Anzeige gegen Unbekannt" eine gesuchte Person mühelos als "Wohnungseinbrecher vom..... gemäß Aktenzeichen xy.." Kernphysiker benennen Teilchen schon lange als hypothetische Konstrukte, bevor sie sie aufgefunden haben. Astronomen benennen schon vorab aufzusuchende Himmelskörper. Und selbst Gottsucher verfügen schon über einen Gottesbegriff samt dreifaltiger Benennung, bevor sie vor das Angesicht Gottes treten.

Das hindert Suboptimierer nicht an der Konstruktion einer optimalen Tautologie:

*"Wir wissen nicht von auch nur einer Sache, die wir nicht wissen können."*

Kurzum, was nicht sein kann, ist nicht. Welch erhabene Einsicht!

shredder89 06.06.2013, 19:37

DH!

Eine Kleinigkeit: Könnte es auch sein, daß die Menschen solche Fragen deshalb stellen, weil sie ihnen von den Priestern aller Jahrhunderte und aller Schattierungen als etwas gaanz Wichtiges eingeblasen wurden? Denn jene waren die einzigen, die aus derartigen Fragen einen Vorteil zogen, indem sie der dumpfen Masse vorgaukelten, sie allein wüßten die Antworten??

0
dompfeifer 06.06.2013, 21:11
@shredder89

Nein, das kann so nicht sein. Worin sollte der Nutzen der Priesterkaste liegen? Das sind ja keine medizinischen Quacksalber, Handleser oder Astrologen, die für ihren Hokuspokus gleich direkt Geld kassieren, da würde die Rechnung aufgehen.

Die Priester im heutigen Deutschland z.B. beziehen ein festes Monatsgehalt, das könnten sie als Verwaltungsbeamte mit geregelter Arbeitszeit und ohne Sonntagsdienst wahrscheinlich leichter erheischen. An der Kirchentür wird kein Eintritt gefordert, und die mühselig Beladenen erhalten auch kostenlosen Trost. Natürlich nehmen die Priester auch extra "Gebühren" für ihr Kulturmanagement mit Weihrauch und Weihwasser bei einschneidenden familiären Ereignissen (z.B. Taufe, Hochzeit u. dergl.). Aber da geht es gewöhnlich wenig um Religion und mehr um kulturelle Traditionen wie z.B. bei Kirchweihfesten, Familienfeiern oder Schiffseinweihungen.

Die ehemalige DDR konnte bei ihren Jugendweihen schon ganz auf Priester verzichten. Und dort zeigte auch der eingeschränkte Religionsunterricht wenig Wirkung auf die Religiösität der Bevölkerung. Die religiösen Bedürfnisse waren da schon wegen des geringeren Wettbewerbs etwas entwurzelt. Die Ursache der Religiösität liegt woanders. Die Texte von Gebeten und Kirchenliedern verraten das ganz deutlich. Die werden deshalb keinesfalls kirchlich verboten.

In vorkapitalistischen Zeiten war mangels Naturbeherrschung der allgemeine Mangel unabwendbar. Die Ursachen des heutigen verbreiteten Mangels im gigantischen Überfluss, wo z.B. zwecks Preisstabilisierung zig Millionen allein für die Lebensmittelvernichtung aufgebracht werden, bleiben den allermeisten Menschen die Ursachen ihres Übels bislang leider verborgen, selbst in der Euro-Krise. Deshalb suchen sie metaphysichen Trost und metaphysische Hoffnung auf Erlösung:

"Oh Maria hilf, Maria hilf uns allen, in diesem Jammertal!" - "Herr erbarme Dich unser!" - "Wende von uns Hungersnot, gib uns unser täglich Brot" u.s.w.

Da entlädt sich ein Aufschrei der gepeinigten Natur, der geplagten Menschheit in ihrem Jammertal. Die objektiven Verhältnisse werden im Kopf verkehrt und auf unterschiedliche Weisen begründet und als Notwendigkeiten verklärt, sei es atheistisch, humanistisch oder religiös. Die letzte Art ist die höchste Entfaltung dieser Art. Die Verhältnisse wecken ursprüngliche religiöse Bedürfnisse, Sehnsüchte nach einem Reich, das "nicht von dieser Welt" ist, nach dem geweihten Himmelsbrot.

Die Priester sind dabei nur die die einschlägigen Dienstleister. Die setzen die Religion so wenig in die Welt wie die Ärzte die Krankheiten oder die Steuerberater die Einkommensteuer in die Welt setzen.

1
dompfeifer 06.06.2013, 21:34
@dompfeifer

Übrigens: Die Eurokrise lässt sich auf genau drei Arten auflösen: Aufgabe des Euro, Aufgabe der europäischen Nationalstaatlichkeit oder Delegation an eine höhere, absolute Gerechtigkeit im Himmel. Dort werden spätestens am Jüngsten Tag je nach ideologischer Ausrichtung die gierigen Banker bestraft, die arbeitsfaulen Griechen, die hartnäckige Pfarrerstochter Merkel (die Wähler natürlich so wenig wie die Kirchgänger!) oder sonst wer. Gott wird das schon richten!

0
shredder89 09.06.2013, 14:20
@dompfeifer

Erst mal zur Entschärfung: Unter dem Begriff "Priester" habe ich mal etwas laienhaft die - wie Du so schön sagst - "Dienstleister" alle früheren und heutigen Religionen zusammengefaßt, also auch Stammeszauberer, Schamanen usw., und nicht vordergründig die Vertreter Gottes auf Erden gemeint.

Bleiben wir aber erst mal bei der katholischen Kirche und bei der Frage des Nutzens: Da sollten wir mal diesen Begriff nicht so eng fassen und akzeptieren, daß der Nutzen nicht nur in Geld zu messen ist. Viel allgemeiner geht es bei diesen Spielchen immer um Macht. Wo genügend Macht konzentriert ist, da fließt auch genügend Geld, aber das ist nicht immer das vordergründige Ziel. Macht ausüben macht süchtig. Das wissen wir aus zahlreichen Beispielen der Geschichte.

Hier kommen wir auch zu meiner von Dir nicht akzeptierten Kernaussage: Natürlich gewinne ich Macht über die Massen, wenn ich ihnen vorgaukle, daß ich allein Antwort auf alle fundamentalen Fragen weiß, woher auch immer, einer direkten Antwort aber ausweiche und stattdessen Frage und Antwort mystifiziere - auf eine Art, die kein denkender Mensch so recht nachvollziehen kann und die im Grunde nur zwischen Frage und Antwort eine mystische Zwischenebene einführt, deren einziger Zweck darin besteht, beim Fragesteller Verwirrung zu stiften.

Diese Macht ist aber nicht in den Händen der "einschlägigen Dienstleister", wie Du sie nennst, konzentriert, sondern in den obersten Gremien der Kirche. Je höher einer in der Hierarchie steht, desto mehr Macht besitzt er. Und bei den internen Machtkämpfen geht es zur Sache wie in einem Konzern. Nur die frommen Sprüche sind ein wenig andere. Ein katholischer Priester hat mir mal gebeichtet (warum nicht auch mal in dieser Richtung?), was da so abläuft. Natürlich alles mehr im Verborgenen, wie ja überhaupt die katholische Kirche das Licht der Öffentlichkeit scheut und gern "unliebsame" Fakten vertuscht.

Natürlich haben auch die "Diensleister" ein Krümel von der Macht, wenn auch längst nicht mehr so viel wie vor 100 Jahren, als der "Herr Pastor" im Dorf die größte Autorität darstellte.

Aber zurück zum Thema: Diese Macht kann die katholische Kirche natürlich nur dann ausüben, wenn sich genügend Schäfchen finden, die die katholische Kirche in aller Welt durch den Druck der Massen unterstützen. Nehmen wir einmal nur hypothetisch an, kein Mensch würde mehr an den christlichen Gott glauben. Dann wäre es nicht nur mit dem Glauben vorbei, sondern auch mit der katholischen Kirche und selbstverständlich auch mit ihrer Macht, und die "Dienstleister" könnten Sozialhilfe beantragen.

Natürlich setzen die "Dienstleiste"r, wie Du schreibst, "die Religion so wenig in die Welt wie die Ärzte die Krankheiten", denn die Religion gibt's ja schon. Aber sie sind fundamental daran interessiert, diese Religion zu erhalten. Nicht umsonst versucht man ja schon Kleinkinder damit zu infizieren, damit sie später, wenn ihre egene Vernunft beginnt zu funktionieren, nicht auf religionskritische Gedanken kommen.

"Oh Maria hilf, Maria hilf uns allen, in diesem Jammertal!" - "Herr erbarme Dich unser!" - "Wende von uns Hungersnot, gib uns unser täglich Brot" u.s.w. - hier zitiere ich Dich gern. Gibt es einen einzigen nachgewiesenen Fall, bei dem also der Zufall ausgeschlossen ist, wo ein solches Gebet erhört wurde? Oder gibt es eine Zahl, wieviel Prozent dieser Gebete erhört werden? Oder machen die "Dienstleister" den notleidenden Menschen immer wieder falsche Hoffnung, um sie umso enger an die Kirche zu binden?

"... bleiben den allermeisten Menschen die Ursachen ihres Übels bislang leider verborgen ..." Du willst doch damit nicht behaupten, daß es ausgerechnet die konservative katholische Kirche ist, die den Menschen da reinen Wein einschenkt?? Dann lies bitte mal das Buch von Jean Ziegler "Wir lassen sie verhungern". Darin erfährst Du etwas über die Ursachen. Nicht in der Kirche.

"Die objektiven Verhältnisse werden im Kopf verkehrt und auf unterschiedliche Weisen begründet und als Notwendigkeiten verklärt, sei es atheistisch, humanistisch oder religiös. Die letzte Art ist die höchste Entfaltung dieser Art." Du sprichst mir aus dem Herzen. Die religiöse Verklärung der objektiven Verhältnisse ist in der Tat die höchste Entfaltung - einer Verdummung der Menschen. Wozu bemühen sich dann die Wissenschaftler noch, die objektiven Verhältnisse zu erforschen, wenn "ohne" doch alles viel einfacher geht?? O sancta simplicitas! :-)))

0
dompfeifer 09.06.2013, 23:41
@shredder89
Macht ausüben macht süchtig.

Richtig. Aber Machtausübung stützt sich nur auf unmittelbare Gewalt oder auf eine gläubige Gefolgschaft, was Max Weber tunlichst verschwieg. Unmittelbare Gewalt wollen wir den heutigen armeelosen Kirchenfürsten nicht unterstellen. Also gründet sich die weitgehend auf den kirchlichen Bereich beschränkte Macht auf die Gläubigkeit der Gefolgschaft. Diese religiöse Gläubigkeit gründet (wie auch die politische) heutzutage auf dem unmittelbaren, kausalitätsumkehrenden objektiven Schein der Verhältnisse. Und diese materiellen Verhältnisse werden nicht von den Kirchenfürsten in die Welt gesetzt, sondern von Politikern. Die sind für ihr Geschäft nicht auf die Religion angewiesen: Wenn die Untertanen die Liturgie des Fußballplatzes der Liturgie der katholischen Messe vorziehen würden, dann würden die Politiker natürlich eng mit den Sportmanagern kooperieren anstelle der Kirchenfürsten (Prinzip Brot und Spiele im alten Rom).

Bei der modernen profanen politischen Macht ist das Verhältnis anderer Art: Der Untertan delegiert seine Souveränität an eine übergeordete Macht, die in seinem Auftrag genau die Verhältnisse herstellt, die sich ihm dann wieder verkehrt wiederspiegeln und damit seine Gefolgschaft stützen. Hier beobachten wir eine real existierende Tautologie, die sich in der Religion noch einmal "seitenrichtig" spiegelt.

machen die "Dienstleister" den notleidenden Menschen immer wieder falsche Hoffnung, um sie... zu binden?

Natürlich versuchen die Dienstleiter ihre Gläubigen zu binden, nicht nur wegen der Kirchensteuer. Aber das tun sie in aller Regel nicht zynisch, sondern aus eigener Gläubigkeit heraus. Das sind keine profanen Versicherungsverkäufer.

Du willst doch damit nicht behaupten, daß es ausgerechnet die konservative katholische Kirche ist, die den Menschen da reinen Wein einschenkt??

Wenn Du mich so verstehen willst, war wirklich alle meine Mühe vergebens, umsonst ist sie ohnehin. Die Menschen flüchten vor den vernünftigen Fragen (samt Antworten) nach den Ursachen ihres Elends und flüchten stattdessen in die Trost und Hoffnung auf Erlösung spendende Religion! Dadurch wird doch der Messwein kein „rein eingeschänkter Wein“! Ist das so schwer zu verstehen?

0

Auf jede Frage gibt es eine Antwort, sonst waere die Frage ueberfluessig. Wir stellen uns diese Fragen, weil wir vergessen haben, wo wir herkommen und wer wir sind und was das alles ueberhaupt soll hier unten auf der Erde. Dieser ganze Wahnsinn um uns herum, manchmal wachen wir kurz auf und realisieren es, aber meistens sind wir Teil des Ganzen. Warum leben wir? Um zu leben! Worin besteht der Sinn des Lebens? Es gibt keinen speziellen Sinn, sondern wir leben um des Lebens willen. Was ist das Universum? Eine Ansammlung von Energie, aber eigentlich, wenn du dich damit beschaeftigst, besteht das Universum aus Nichts, denn 99,9 Prozent des Universums ist leer, besteht aus Nichts. Der Rest schwingt. Viel Glueck!

Ehe wir uns eine Frage wenigstens einmal gestellt haben, können wir doch gar nicht wissen ob wir nicht eine - vielleicht auch ganz persönliche, nur für uns gültige - Antwort finden könnten. Und deshalb ist es wichtig uns jede Frage stellen zu können die uns durch den Sinn kommt. Selbst wenn es keine Antwort geben möge, alleine die Beschäftigung damit bringt uns weiter ... wenn wir das zulassen! Wenn sich gar mehrere Antworten finden umso besser, dann kann man gleich weiter fragen.

Weil wir es können. Ferner hat das Leben ja auch keinen eigentlichen Sinn, darum kann man suchen bis man schwarz wird. Da wir es aber können, geben wir jedem einzelen Leben damit einen Sinn. Sinnsuche bedeutet auch sich selbst näher kommen und eine Aufgabe zu haben.

Die schöpfung geht über die menschliche vorstellungskraft hinaus, wir versuchen es aber immer wieder zu begreifen..

Weil Fragen immer nur gut sind und ihre Daseinsberechtigung haben. Jedes Individuum hat ein Recht darauf alle möglichen Fragen zu stellen. Und da jeder anders ist, besitzt auch jeder eine ganz andere Perspektive, andere Interessen und damit auch andere Fragen.

Fragen bedeutet keineswegs zu versagen, was man häufig leider immer wieder an den Reaktionen vieler Zeitgenossen registrieren muss. Der Mensch kann nicht alles für sich selbst beantworten. Fragen stellen bedeutet Interesse zeigen, etwas Besinnendes kundtun, anderen Herausforderungen geben und vieles mehr...

Ob ein Mensch klug ist, kannst du an seinen Antworten erkennen.

Ob ein Mensch weise ist, erkennst du an seinen Fragen."

(Nagib Machfus)

Weil der Mensch dazu neigt, alles erklären zu können. Ich frage mich auch schon ewig, warum es nicht zischt, wenn die Sonne im Meer versinkt.

Oder "Warum stellen wir uns immer wieder Fragen auf die wir keine Antwort wissen können?" ;-)

Suboptimierer 06.06.2013, 09:56

Woher wissen wir, was wir wissen können?

Warum wissen wir, dass wir nicht wissen können, was der Sinn des Lebens ist?
Vielleicht können wir es wissen, wenn es uns jemand erklärt.

Es ist ein Unterschied, ob man etwas nicht wissen kann oder ob man es selber als Mensch nicht herausfinden kann. Und selbst hierbei sind wir auf unsere Einschätzung angwiesen, niemals die technischen Hilfsmittel entwickeln zu können, mit dem wir es herausfinden können.

1
Suboptimierer 06.06.2013, 10:03
@Suboptimierer

Ich behaupte: Wir wissen nicht von auch nur einer Sache, die wir nicht wissen können.

Theoretisch könnten wir alles wissen.
Es ist wie die Suche nach dem Unauffindbaren. Wenn man es gefunden hat, kann man es benennen. Man kann aber nicht mehr behaupten, dass das Benannte unauffindbar ist.

2
shredder89 06.06.2013, 19:14
@Suboptimierer

Ich glaube, daß ich nicht mal weiß, wovon Du sprichst. Wenn alle Erklärungen so unverständlich wären, dann würden wir heute noch den Sonntagsbraten mit dem Faustkeil weich klopfen. :-)

0
Suboptimierer 07.06.2013, 18:42
@shredder89

Ich kann es ja nochmal auf einem einfacheren Weg probieren:

Es ist schwer zu sagen, was wir nicht wissen können, weil wenn wir eine Sache finden, die wir nicht wissen können, dann würde die Erklärung, warum wir sie nicht wissen können (und die muss es geben, denn sonst handelt es sich nicht um Wissen) uns im Prinzip auch das Unwissbare erklären und damit hätten wir das Wissen um jenes doch. Dann ist es aber nicht unwissbar.

Es wird immer so schnell behauptet, man könne etwas nicht wissen. In den meisten fällen ist das aber eine unbelegbare Behauptung. Es gibt kein Beispiel für etwas, das unmöglich in unserem Gehirn als Wissen aufgenommen werden kann.
Es wäre in den meisten Fällen angebrachter zu sagen, dass man keine Möglichkeit hat, etwas herauszufinden. Das ist ein Unterschied zu dem, dass man etwas nicht wissen kann.

1
Suboptimierer 10.06.2013, 06:10
@DonDeSilva

Wenn man beweisen kann, ob etwas (mathematisch) entscheidbar ist, hat man noch lange nicht bewiesen, dass man etwas nicht wissen kann.

"Wissen kann" bedeutet für mich unter Idealbedingungen. D. h. wenn jemand (zum Beispiel ein Überwesen wie Gott) mir die Informationen direkt in mein Gehirn speichert, weiß ich, ob zwei Funktionen identisch arbeiten.
Unser Gehirn ist nicht beschränkt genug, dieses Wissen nicht aufzunehmen zu können.

Auch Massenwissen, also das Quantitative zählt nicht. Denn dieses Wissen ist aufspaltbar und zwar soweit, bis die Kapazität unseres Gehirns dazu ausreicht. Wir können zwar aufgrund der Informationsfülle nicht wissen, wie das Universum aufgebaut ist, wir können hingegen schon wissen, wie einzelne Teile davon aufgebaut sind.

0

weil wir darüber nachdenken bzw. reden wollen. fragen müssen nicht immer zu ende beantwortet werden, und doch bringt uns das beschäftigen mit solchen themen weiter.

weil der Mensch nach Perfektion strebt. Ein Mensch(wir alle) streben nach Gier wir wollen immer mehr wir wollen alles haben und alles wissen und können dennoch nicht genug kriegen so hat uns Gott gemacht. Und da wir immer noch keine Antworten darauf haben warum es uns gibt warum es das Universum gibt stellen wir uns immer wieder diese gleiche Fragen, weil diese Fragen noch offen stehen.

Hoffe hast mich verstanden :-)

Wahrscheinlich deshalb, weil es auf derartige Fragen bislang keine befriedigenden Antworten gibt.

Fragen sind da, um gestellt zu werden. Fragen ist absolut gut. Es hilft, Gedanken zu formulieren und nach aussen zu tragen, statt sie immer um sich selbst kreisen zu lassen.

Ich behaupte mal, jeder, der eine Frage stellt, hat seine Antwort bereits. (Ich meine damit eben die Fragen, auf die wir keine Antwort wissen). Er erkennt sie aber nicht, weil wissen und haben auf verschiedenen Ebenen liegen.

Ich würde deine Frage umformulieren: warum wollen wir auf jede Frage eine Antwort haben?

Manchmal bekommt man auf solche Fragen auch ganz viele verschiedene Antworten. Ist doch auch ok? Mehr wissen tut man dann trotzdem nicht ;-)

shredder89 06.06.2013, 19:30

Gaminchen, mit Deinem letzten Abschnitt hast Du Dir ein DH verdient. :-))

0
gamine 07.06.2013, 13:53
@shredder89

shredderlein, ich werd mirs hinter die Ohren schreiben ;-)))

0
moebi64 06.06.2013, 23:30

Super Ansatz, gefällt mir richtig gut!

0

Wir stellen diese Fragen und viele andere auch, weil wir neugierig sind.

Weil sich diese Fragen für jeden mal stellen und wir sollten froh sein,dass unsere "Zukunft" sich auch darüber Gedanken macht,anstatt nur dem neuesten Handy nachzugeifern...

Weil man das Geheimnis des Lebens ergründen will! Jedesmal dieselben Fragen, die wir verzweifelt aufgeben. Aber niemand möchte dumm sterben, oder?

Weil wir versuchen die Antwort zu finden

Ich glaube nicht, daß WIR uns diese vergeblichen Fragen stellen.

Männer stellen diese Fragen einmal im Leben, und wenn ihnen dazu nichts einfällt, sprechen sie nicht mehr davon. Frauen, die rund um die Uhr zu tun haben, stellen sich solche Fragen überhaupt nicht, denn sie helfen ihnen nicht bei der Bewältigung ihrer Arbeit. Jene Frauen (und Männer) aber, die "aus Neugierde" fragen, wissen auch, daß es darauf keine Antwort gibt. Für sie ist die Diskussion um solche Fragen ein angenehmer Zeitvertreib, denn sie haben Langeweile. :-)

Was möchtest Du wissen?