Warum steigt die Produktivität, wenn die Arbeitszufriedenheit sinkt?

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7 Antworten

Mehr Druck am Arbeitsplatz = steigende Arbeitsleistung = niedrigere Arbeitszufriedenheit

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Logisch gesehen sind beide Varianten richtig. Die Produktivität steigt bei steigender Zufriedenheit und und bei steigender Unzufriedenheit. Es kommt auf die Menschen an. Wenn die Arbeit Spaß macht, weil man gute Arbeitsbedingungen hat, arbeitet man freiwillig mehr und macht sich mehr Gedanken, wie man Arbeitsprozesse optimieren kann, somit steigt die Produktivität. Sind die Arbeitsbedingungen schlecht und man bekommt Angst das man den Job verlieren könnte, weil der Chef mal wieder so aggressiv ist, arbeit man auch mehr und produktiver. Diesmal aber aus Angst. Folglich steigt die Produktivität auch... Die erste Variante ist aber die schönere... In vielen Unternehmen wird jedoch eher die zweite Variante praktiziert, da sie wohl einfacher umsetzbar ist (bei Variante 1 fordern die Mitarbeiter ja immer mehr Angenehmlichkeiten...) und irgend so ein Experte im letzten Jahrtausend Abhandlungen darüber geschrieben hat (den Namen habe ich leider vergessen, weil ich im BWL-Studium meistens nur geschlafen habe). Falls du fragst, weil du in der Schule oder an der Uni gerade das Thema hast, ist in deinem Fall die "richtige" Antwort abhängig von der Meinung deiner Lehrer. Auch wenn die meisten Professoren die eine oder andere Variante als die einzig richtige einstufen, so ist es in der Realität anders. Es ist immer eine Mischung aus beidem, denn schließlich sind es Menschen, die arbeiten und Menschen sind mehr oder weniger individuell... Steigt die Arbeitszufriedenheit, so steigt die Arbeitsproduktivität bei den Arbeitswilligen und sinkt bei denen, die Freiheiten ausnutzen (z.B. die Pausen unerlaubt verlängern, sich während der Arbeit so intensiv unterhalten, das sie kaum noch arbeiten...). Hierdurch beginnt ein Teufelskreis. Bei den Arbeitswilligen steigt die Zufriedenheit durch die Freiheiten und somit die Produktivität und bei den anderen steigt die Zufriedenheit durch die Freiheiten auch, dadurch sinkt bei denen die Produktivität, da sie Freiheiten ausnutzen. Je nachdem wie viele Mitarbeiter eines Unternehmens man den beiden Gruppen zuordnen kann steigt insgesamt die Produktivität oder sie sinkt. Bei der anderen Variante verhält es sich ähnlich. Wenn die Arbeitszufriedenheit durch zu wenig Freiheiten und gemeinen Abteilungsleitern etc. sinkt steigt die Produktivität bei jenen Menschen, die entweder ein bisschen Druck brauchen, um aufzuwachen oder aber Angst haben den Job zu verlieren. Gleichzeitig sinkt die Produktivität bei jenen Menschen, die mit Druck nicht umgehen können (und folglich dadurch Fehler machen) oder aber ihre Arbeit nicht mehr ernst nehmen, da sie im Gedanken schon längst gekündigt haben... Ob die Produktivität sinkt oder steigt hängt lässt sich nicht pauschal sagen. Es kommt halt auf die konkreten Bedingungen an. Falls du zufällig BWL studierst sollte dein Dozent aber auch keine eindeutige Antwort fordern, denn die gibt es nicht, es sei denn dein Dozent ist jemnd, der die eine oder andere Variante bevorzugt. Ein wesentlicher Einflußfaktor ist übrigens die Bildung. Gemäß irgendwelchen Statistiken, die man mir im Studium mal zeigte, soll die Produktivität bei Menschen mit geringer Bildung steigen, wenn diese unter Druck gesetzt werden, da diese eher Angst vor der Zukunft haben (aus solchen Studien ist wohl die Meinung abgeleitet das die Produktivität steigt, wenn die Arbeitszufriedenheit sinkt). Menschen mit hoher Bildung sollen entsprechend eher dann produktiv arbeiten, wenn sie mit der Arbeit zufrieden sind...

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Du hast vollkommen richtig gedacht! Die Produktivität steigt, wenn die Arbeitnehmer gut behandelt und für ihre Arbeit vernünftig belohnt werden. Nur wenn das nicht mehr der Fall ist, sinkt die Arbeitsmoral. Es gibt leider immer wieder Mitarbeiter, die nur an Feierabend denken. Die brauchen natürlich mal eine etwas heftigere Aufforderung. Oder würde es Dir gefallen, wenn man Dich immer niedermachen würde? Lass Dir Deine ursprünglich richtige Ansicht nicht nehmen.

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Da grübelt sich scheinbar jede Woche jemand was Neues aus.

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Sabotage steigt auch genauso wie die Krankheitszeiten, Brutalkapitalismus ausbeuten und dann rausschmeissen.

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Es ist umgekehrt! Wenn die Leute zu mehr Produktivität getrieben werden, sinkt die Zufriedenheit!

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Das war schon auf den Galeeren so, wenn die Peitsche kam.

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