Warum steigt Dante Alighieri in seiner "Göttlichen Komödie" in die hölle?

6 Antworten

Dante hatte sich in seiner besten Lebenszeit verirrt. Wegen Hochmut,u.a. sah er sich in dunkle Täler zurückgesehen. Doch kurz bevor er starb kam Vergil auf die Erde, geschickt von Beatrice. Vergil war sein Führer und musste ihm helfen, zurück zur Erde zu kommen.

(Dante musste einmal durch das ganze Jenseits kommen. Darf aber nicht, wie in Goethe´s Faust, im Himmel bleiben, sondern muss zurück zu den Lebenden um zu erzählen, was er gesehen hat.)

In einem Teil des Buches, nämlich dem Inferno, wird klar, dass Dante leben muss. Einer der Centauren bemerkt, dass er "den Sand unter sich bewegt, das tun tote Wanderer nicht."

Um zurück auf deine Frage zu kommen:

Er MUSS hinabsteigen, denn Gott hat es so verlangt, dass er sehen soll, was ihn erwartet hätte...oder so..

Ich kann das leider auch nicht besser beantworten, weil man sich aus dem Buch eine eigene Erklärung suchen müsste ;)

Aber ich hoffe, dass ich dir trotzdem helfen konnte!<3

LG Indiaca

P.S: Ich habe erst jetzt bemerkt dass das schon älter ist xD Egal..^^ einfach ignorieren!

Die Grundidee dazu stammt wohl aus dem Altertum, Orpheus und Euridike lassen grüssen. Nur im Altertum gab es ja "so was" tatsächlich, die Begegnung mit den Verstorbenen im Jenseits : das Totenorakel von Didyma oder wie Aeneas am Rande der brennenden Felder mit der Sybille von Cumae in die Unterwelt steigt und dort seinen toten Vater Anchises zur Zukunft befragen kann wie von Vergil kolportiert wird. Diese Reisen sind heute teilweise "aufgeklärt" und ausgegraben.

Er beschreibt, er hätte sich im Wald, Dickicht des Lebens verirrt und plötzlich tut sich vor Ihm das Tor zur Hölle auf, darüber steht : Lasciare ogni speranza che voi entrare (Lasst alle Hoffnung fahren, die Ihr hier eintretet). Er nutzt halt die Gelegenheit und am Ostermontag des Jahres 1300 hat Ihn die Erde wieder und er schreibt einen Bericht über seine Reise.

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