Warum steigen die Lebenshaltungskosten stärker als die Löhne?

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11 Antworten

Das ist nicht generell der Fall. Das wechselt. Im Moment wird das effektive Einkommen stärker durch institutionell begründete Abgabensteigerungen geschmälert als durch Steigerung der Lebenshaltungskosten. Das wird sich im nächsten Jahr fortsetzen: Einmal bleibt die Niedrigzinspolitik der EZB bestehen und zum andern wird uns langsam etwa mehr Gurkensaft in die hochfliegenden Emotionen gegossen. Man schätzt, dass allein die Bundesländer 2016 17 Milliarden EURO benötigen, ihre Aufgaben in der Flüchtlingsversorgung wahrzunehmen. Warten wir mal, was die Gemeinden errechnen und in Wasserkosten, Müllabfuhr usw. weitergeben und was uns der Bund noch serviert. Im Moment sind die Leute scheinbar zufrieden, wenn totz all der Horrornachrichten ihr vermeintlicher Lebensstandard nicht abnimmt. Vermeintlich darum, weil viele gar nicht auf dem Bildschirm haben, wie die Kosten für Krankenversicherung, Lebensversicherung und Vermögensbildung extrem steigen, oder deren Leistungen bei gleichen Kosten extrem schrumpfen.

Noch ist nicht klar, wenn z.B. alle Flüchtlinge mit einer Krankenversicherungskarte ausgestattet werden und diese wahrnehmen, auf wen diese Kosten abgewälzt werden. Die Rentner, die sich anfangs über eine angekündigte Erhöhung gefreut haben, machen inzwischen lange Gesichter, wenn sie zusammenrechnen, was sich der Bund alles zurückholt. Letztlich kommen höhere Abzüge als Erhöhung raus. Über Jahrzehnte haben Sparkassen als Kostenfaktor, den die Sparkassenkunden gezahlt haben, Sicherheiten gebildet, die ihren Kunden als Sicherung zugute kommen sollten. Jetzt wird diese Sicherheitsrücklage (eigentlich Geld der Sparkassenkunden) auf Beschluss der Bundesregierung an alle maroden Banken Europas ausgeschüttet. Und frag Dich mal im Bekanntenkreis rum, wer von dieser Massenenteignung der Sparkassenkunden etwas mitbekommen hat. So geht das Zug um Zug und viele merken es nicht mal.

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Kommentar von Miramar1234
29.12.2015, 12:16

Ganz toller Beitrag! Den letzten Satz beantworte ich damit,weil es gekaufte Journalisten gibt,die so berichten,wie es gebraucht wird.Ulfkotte beschreibt das in seinem Buch anschaulich.Biste aus F-Berkersheim? Idyllisch! LG

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Bist Du Dir sicher, dass es so ist? Schau Dir die Lohnsteigerungen des vergangenen Jahres an und vergleiche diesen mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten. In der Regel waren es mindestens 3 % in den bedeutenden Branchen, während die Inflationsrate nahe 0 war. Berücksichtigt man auch noch die Preissenkungen im Bereich Heizöl und Kraftstoffe, die in vielen Haushalten sehr bedeutende Ausgabeposten darstellen, dürfte bei vielen genau das Gegenteil der Fall sein.

Schon allein daran erkennst Du, dass es keinen direkten Zusammenhang gibt. Grundsätzlich ist es schon so, dass steigende Löhne über kurz oder lang auch zu steigenden Preisen führen. Wenn jedoch z. B. die Rohstoffpreise für Mineralöl stark steigen oder in bestimmten Gegenden eine Wohnungsknappheit auftritt, der nicht von Seiten des Staates und der Kommunen ausreichend entgegen gewirkt wird, führt das dazu, dass die Lebenshaltungskosten ebenfall stark ansteigen, was durch normale Lohnsteigerungen einfach nicht ausgeglichen werden kann.

Aber wie oben schon geschrieben: Derzeit erlebt man eher das Gegenteil.

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Da gibt es tausend Gute Gründe.Wenn die Steuern hoch sind,muß eine Garage höhere Stundenverrechnungssätze nehmen,wenn der Gewinn nicht schrumpfen soll.Den letzten beißen die Hunde,oder do it youself.) Wenn etwas knapper wird,eine Dürre,ein Sommerfrost werden Lebensmittel teuer.Steigen Dinge,die wir einführen müssen wieder mal im Preis,weil es knapp wird,oder knapp gehalten(Opec) dann kann Öl und Gas locker um 100% teurer werden,währenddessen Du 1,5 % Bruttolohnerhöhung haben wirst.Werden dazu die Löhne gedumpt,Outsourcing,Masse statt Klasse,weitere Digitalisierung und Rationalisierung dazu ein Millionenheer an frei verfügbaren "Anlernlingen"könnte beides zusammenkommen .Beste Grüße

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Weil Alles was wir kaufen, meistens durch viele Zwischenhändler, einen sog. Mehrwert erhalten hat, was die Kosten steigert, da jeder Händler daran mit verdienen will und muss.

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Weil Preissteigerungen in einer schnelleren Frequenz vorgenommen werden als Lohnsteigerungen.

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Tun sie gar nicht. Im vergangenen Jahr lag die Inflation bei etwa 0%, die durchschnittliche Lohnsteigerung bei etwa 2%. Damit ist die Kaufkraft gestiegen, nicht gesunken.

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Das tun sie nicht unbedingt. Rückblicken lagen in den letzten 25 Jahren in den meisten Fällen die Lohnsteigerungen über den Steigerungen der Lebenshaltungskosten.

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Weil in diesem Staat anscheinend ALLES der Gewinnmaximierung untergeordnet wird. Die Händler wollen alle immer mehr verdienen, dadurch wird es teurer. Gleichzeitig wollen genau diese Händler für Angestellte möglichst wenig ausgeben, was dann den Gewinn weiterhin erhöht. Aber die, diese Gewinne erst ermöglichen müssen ja auch was kaufen. Nur wovon bezahlen?

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Tun sie das?

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Weil das Eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

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man darf sich bei den stark angestiegen Mieten bedanken , Lebensmittel sind auch teuerer geworden da bleibt nicht mehr viel übrig.

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Kommentar von Miramar1234
29.12.2015, 09:58

Oh die Mieten.Nachdem 30 Jahre nichts gebaut wurde,fällt der Politik plötzlich ein,das eine Million Menschen pro Jahr Wohnraum benötigen.Da muß was getan werden,wir wollen ja die eigene Bevölkerung mitnehmen.Mitnehmen,in die Wahlkabine oder was?

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