Warum steht nicht jede Vorstrafe im Führungszeugnis?

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3 Antworten

Zutreffender ist zu fragen, was nicht in ein Führungszeugnis aufgenommen wird. Nicht in das Führungszeugnis aufgenommen werden:

- erstmalige Geldstrafen, die nicht höher sind als 90 Tagessätze

- erstmalige Freiheitsstrafen bis zu 3 Monate

- bestimmte Verurteilungskonstellationen im Falle der Betäubungsmittelabhängigkeit

- Jugendendstrafen bis zu 2 Jahren, soweit zur Bewährung ausgesetzt

Hierbei sind für die meisten Personen die ersten beiden Punkte von Bedeutung. Wird also eine Strafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von unter 3 Monaten gegen eine Person verhängt, ist diese nicht aufzunehmen. Die Person ist dann - umgangssprachlich - 'nicht vorbestraft'.

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Kommentar von Dailytwo
12.01.2016, 16:56

Danke für den Stern😉

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Der Gesetzgeber möchte bei kleineren Vergehen nicht, dass sie im privaten FüZ stehen, um Leuten nicht die ganze Zukunft zu verbauen. So wurde es nun einmal von den Parlamentariern beschlossen. Das muss man dann akzeptieren oder versuchen, selbst in der Politik Einfluss zu nehmen - wenn man will, dass z. B. Handtaschenräubern die Hände abgehackt werden sollen. 

Und man muss ja auch noch unterscheiden zwischen Einträgen im Bundeszentralregister, also der Datenbank, und den daraus möglichen Ausdrucken für private, behördliche oder speziell gerichtliche bzw. staatsanwaltschaftliche Zwecke. Da gibt es dann unterschiedliche Ausführungen. Ein privater AG bekommt natürlich nicht so viel zu sehen wie ein Gericht. 

Genaueres steht aber 

a) im BZRG, dem "Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister" 

und, 

b) etwas laienhafter erklärt, wenn auch immer noch beamtenmäßig, beim "Bundesjustizamt" unter: 

https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inland/FAQ\_node.html

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Kommentar von Simonderbabo
11.01.2016, 17:25

Hätte ich persönlich nichts gegen . Dieben wurden früher oder in Arabien auch heute noch die Hand abgehakt

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Eine kleine Verfehlung muss dir doch nicht ein ganzes Leben anhängen. dafür gibt es Verjährungsfristen. Und das ist auch in Ordnung. Jeder hat eine zweite Chance verdient.

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