Warum steht im Paradies ein verbotener Baum, obwohl die Menschen neugierig sind?

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28 Antworten

Hallo Pietje,

der Vers 17, im Buch Genesis Kapitel 2, gibt Gottes Gebot wieder, hinsichtlich des Baums der Erkenntnis des Guten und des Bösen:

15Jahwe, Gott, brachte also den Menschen in den Garten Eden, damit er diesen bearbeite und beschütze, 16 und wies ihn an: "Von allen Bäumen im Garten sollst du nach Belieben essen, 17 nur nicht von dem Baum, der dich Gut und Böse erkennen lässt. Sobald du davon isst, musst du sterben.

Es ging nicht einfach darum, Erkenntnis zu erlangen oder Wissen zu erwerben. Das wollte der Schöpfer seinen Geschöpfen keineswegs verwehren. Gott wollte den Menschen jedoch nicht zugestehen, zu bestimmen, was für sie und andere Gutes oder Böses darstellte. Oder auf Recht und Unrecht zu erkennen. Dieses Vorrecht wollte der Allmächtige sich selbst vorbehalten, zumal diese Regel auch schon für die Hunderte von Millionen (?) bereits existierender Geschöpfe Gottes galt. Gott wollte von all seinen Geschöpfen als Souverän geachtet sein.

Da die Menschen Gottes sehr gute, vollkommene Schöpfung darstellten, zudem von ihrem Vater ein Gewissen mit Vorwarnsystem erhalten hatten,

war es nicht nötig, den beiden ersten Menschen ein umfangreiches Gesetzbuch mit vielen Verboten zu verschreiben. Der Baum der Erkennt

nis des Guten und des Bösen, zusammen mit der klaren Ansage - du musst sterben, sobald du davon isst - reichte völlig aus.

Die Frucht des Baumes stellte eigentlich keine besondere Versuchung dar, bei der Fülle schmackhafter Nahrung, die Adam und Eva frei zugänglich war. Die Beiden, die ihr Leben und alles andere Gott allein verdankten, hätten diesen Baum in der Mitte des Gartens als willkommene Gelegenheit ansehen können, ihrem Lebengeber ihre Dankbarkeit, ihren Respekt, ihre Liebe und Treue zu zeigen.

Auch wenn viele anders denken - die Worte aus Jak 1 galten damals wie auch heute:

13Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. 15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. 17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis.

Grüße, kdd

Scriptorium 11.04.2017, 12:40

Thats right.  Bin erstaunt, sollten JW etwa doch keine Engstirnigen Stiesel sein?! 

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kdd1945 11.04.2017, 13:57
@Scriptorium

Auch über Lob in Form einer Frage freut man sich. Aber Du hast es gut versteckt.

Was hat Dir denn an meinem Beitrag gefallen?

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Soweit ich weiss sollte das ganze als Prüfung angelegt sein, was wie du ja richtig bemerkst bei einem allwissenden und allmächtigen Gott, welcher der christliche Gott ja sein soll, keinen Sinn macht. Denn dieser hätte von Anfang an Gewusst das die Menschen dieser Versuchung nicht widerstehen könnten.

Inzwischen ist man aber soweit das man die Schöpfungsgeschichte in vielen christlichen Konventionen als das ab tut was sie ist, eine von Menschen erfundene Geschichte die keinerlei historischen Hintergrund hat und im besten fall metaphorisch zu verstehen ist

So sind Widersprüche in dieser für viele Christen heute nicht mehr relevant-

Die "Hölle und das Paradies ist ein und der selbst Ort auf unterschiedlicher Ebenen". Das Dasein, unser Leben ist die Hölle, wir lernen wir lieben und "wir lernen zu lügen". Wenn wir uns an die Lüge binden, sehen wir nie das Paradies und seinen "heiligen Baum". Wer die Hölle der Lügerrei hintersich lässt, wird jenen Baum erkennen und eine Schlange wird sich ihnen zeigen. Der "heilige Baum ist wie die Wage seiner Justizia". Die Schlange sei der Wächter des "Himmelstor", denn das Pradies ist nur der "Vorgarten" des "Garten Edens". Die Menschen "sollen seine Seelessprache sprechen lernen", die Schlange lässt dich nur "unter einer Bediengung in durch jenes Tor schreiten". Wer sich von der Schlange verführen lässt und selbst sich an den Baum schlingt, wird das Tor nicht sehen, diese Seele wird seines Holzes brennen, sogleich wird diese Seele erneut "in eine Hölle entsendet".

"Der Baum der Erkenntnis sei des Gottes Gottheit, sogleich soll ein Adam sogleich seine Eva sein Kind keines dieser Früchte schenken, denn die Erkenntnis sei dem Vater sogleich der Mutter sogleich die Kenntnis für ihre Kind aller Weiber aller Jungen. Der Baum der Erkenntnis sei "der Test einer Seele" um "den Sinn seiner Reinigkeit zu lernen". Denn der Baum seiner Erkenntnis seigleich die "verdortheit aller Liebe" sogleich "der Dorn des Gottesauge eine Liebe seiner roten Seele ein Stück seines Herzes entreist". Der "Sinn des Lebens" sei dem "Kind den Tod der Verkenntnis zu schenken ihm das Leben des Erkennen zu schenken und ihr das Leben des Bekennen zu schenken".

Der Baum der Erkenntnis ist sogleich das "Tor zu Gott sogleich der Schlüssel seines Himmelsforte sogleich der Schlüssel allen Seelenleids"...

"Der Baum steht dar, damit du ihn sehen riechen schmecken darfst, doch du sollst "blind an seine Früchte vorbeiziehen", das ist das "Begehr seiner falschen Schlange". Eine schwarze Schlange die sich so tief um des Baumes Adams schlänget, dass sie sie in die Dunkelheit seiner schwarzen Mutterseele "sudelt". Die weise Schlange ihre schwarze Schlange in des Baumes suchet, doch sogleich die weise Schlange ihre schwarze Schlange blickt, sogleich sie sich in des Maules ihrer Liebe "schickt". Lasset den Baum einer "Kenntnis einer Seele wachsen", denn eine jede Seele soll ihren "eigenen Baum seiner Erkenntnis tragen" undsogleich sollet Adam die Eva tragen sogleich solle die Eva ihre Kinder in der Wabe ihrer BeiderArme eine "Wage tragen".

"Der Mann sei der Narr, so stark er seine Eva verfallen, sogleich sei Eva des Narren Star, denn die Närrin singt ihr Lied sogleich dem Weib sogleich dem Jungen sogleich eines jeden Kindes in der Wiege ihres Arms. So arm ist die Seele einer Mutter so voller Arme des Adams sich um die Liebe ihrer Gnade schlingt, sogleich die Eva ihres starken Narres ihre Gabe der "Verführung wahr"...

Im Paradies steht dieser "verbotene Baum" damit du "blindlinks" an ihm "vorbeigehest", denn das Paradies ist nicht der Himmel den eine "jede Seele für sich suche". Die Seele sucht die Seele sowieder eine Seele wohl die Leere ihrer Seele sucht, sogleich die Seele ohne Seele jedes SeelesMutes sucht, das "reine Gut der Seele sei des reinen Mut des Gottes Auges Dorne "säge"".

Ich hoffe das war nicht zuviel, ich bin noch auf meinem Weg und "reise leise". ^.^

Das ist in  der Tat eine dieser unlogischen Stellen in der Bibel. Das Thema hier geht in Richtung Theodizee. 

Wenn Gott allmächtig und allwissend ist, wusste er genau, dass Adam und Eva davon essen werden und insofern ist seine Verwunderung darüber in  sich widersprüchlich.

Das lässt sich nur dadurch erklären, dass JHWH von den Israeliten erst während der babylonsichen Gefangenschaft zum einzigen, allmächtigen und allwissenden Gott befördert wurde und dazu passen dann halt die älteren Geschichten nicht mehr ganz.

Schön ist in dem Zusammenhang auch Psalm 82:
"Ein Psalm. Von Asaf. Gott steht auf in der Götterversammlung, / im Kreis der Götter hält er Gericht...."

Da könnte man zusätzlich fragen, woher weiß der Autor etwas von der Götterversammlung und was sich da konkret abgespielt hat? War er dabei, hat er das Protokoll gelesen? Und wieder ist die einzige plausible Erklärung: alles reine Erfindungen.


kdd1945 11.04.2017, 16:48

Den Psalm 82 hab ich Dir mal bei bibleserver aus der HFA kopiert:

1

Ein Lied von Asaf. 

Gott steht auf inmitten der Götter, in ihrer Versammlung erhebt er Anklage:

 

2

»Wie lange noch wollt ihr das Recht verdrehen, wenn ihr eure Urteile sprecht? Wie lange noch wollt ihr Partei ergreifen für Menschen, die sich mir widersetzen?

 

3

Verhelft den Wehrlosen und Waisen zu ihrem Recht! Behandelt die Armen und Bedürftigen, wie es ihnen zusteht!

 

Reißt sie aus den Klauen ihrer Unterdrücker!«

 

5

Aber sie handeln ohne Sinn und Verstand; sie irren im Dunkeln umher und sehen nicht, dass durch ihre Bosheit die Welt ins Wanken gerät.

 

Zwar hatte ich ihnen gesagt: »Ihr seid Götter! Ihr alle seid Söhne des Höchsten!

 

Aber wie gewöhnliche Menschen müsst auch ihr sterben; euer Leben wird genauso enden wie das eines jeden Herrschers!«

 

8

Erhebe dich, Gott, und richte die Welt, denn dir gehören alle Völker!

Wie Du siehst, handelt es sich bei den Göttern, die von Gott (Jahwe) hier verurteilt werden um die ungerecht 

urteilenden Richter des Volkes Israe/Juda.

Jesus verwendet diesen Psalm einmal, um sich gegen seine Ankläger, die versuchten, ihn zu steinigen, weil sie behaupteten er mache sich zu Gott, dadurch, dass er sich als Gottes Sohn vorstellte (Sieh Joh 10, 32-38).

Das Wort "Gott" wird in der Bibel recht vielseitig gebraucht. Sieh mal 1Kor 8,

4(Wir) wissen ... doch, dass es gar keine Götzen in der Welt gibt und keinen Gott, außer dem einen.

  

Selbst wenn es Größen im Himmel und auf der Erde gibt, die Götter genannt werden – und solche Götter und Herren gibt es viele –,

 

so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alles kommt und zu dem wir gehen. Und wir haben nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles entstand und durch den wir leben.

 

===============================================

Bei Deinen Gedanken zu JHWH;, als allmächtigem und allwissendem Gott, empfehle ich Dir, nicht die geläufige Vorstellung beizubehalten, das ein "allwissender" Gott unbedingt alles im Voraus weiß - er wäre dann ja hilflos dem Hereinprasseln dieser Daten unterworfen. Was für ein Comic!

Tatsächlich kann JHWH nach Belieben seine Allmacht einsetzen, und mal tut er ´s, und dann nicht. Ebenso verfährt Gott mit seiner Fähigkeit, die Zukunft vorher zu wissen.

Denke einmal nach, ob Dir nicht Beispiele aus der Bibel für beide Varianten n den Sinn kommen!

kdd 

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Hamburger02 11.04.2017, 16:58
@kdd1945

Gut, du hast wiederholt, dass es laut Bibel mehrere Götter gibt und JHWH nur einer davon ist. Danke dafür, genau das wollte ich sagen.

Wo aber Leute wie du immer genau herwissen, was Gott will und wie er handelt, finde ich schon ziemlich erstaunlich.

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Scriptorium 11.04.2017, 17:56
@Hamburger02

Mit "ihr seid Götter" (übrigens im AT auch das einsetzen der Götter in ein jedes Volk - Engel sind gemeint) bezieht sich auf die Gläubigen. Genau genommen auf Dich:

Und wäre Christus tausend Mal
in Betlehem geboren,
und nicht in dir;
Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

In diesem Sinne sind wir Götter und Du kannst es werden.

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Scriptorium 11.04.2017, 18:06
@Scriptorium

EvPhil Spruch 84: Es gibt zwei Bäume im Paradies: Der eine bringt Tiere hervor, der andere bringt Menschen hervor. Adam [aß] von dem Baume, der Tiere hervorbrachte. [Er] wurde zum Tier und brachte Tiere hervor. Deswegen verehren die Söhne Adams die Tiere. Der Baum [...] Frucht ist [...]  zahlreich werden [...] aß den [...] Frucht des [...] bringt die Menschen hervor [...] Menschen [...]. Gott erschuf den Menschen, [... und die Menschen]  erschufen Gott.

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Hamburger02 11.04.2017, 18:08
@Scriptorium

Ich kann mich an die erwähnte Versammlung aber gar nicht mehr erinnern, in der Gott aufstand. Und einen Gläubigen, der sich daran erinnert, kenne ich auch nicht. Das scheint mir mal wieder so ein an den Haaren herbeigezogenes Fantasieargument (Theologen sagen Apologese dazu) zu sein, um den Blödsinn der Bibel zu vertuschen.

Nur nebenbei: in den Religionswissenschaften ist seit langem bekannt, dass JHWH erst in Babylon zum einzigen Gott befördert wurde. Davor hatte er sogar eine Frau, die Ashera, von der er ebenfalls in Babylon mit der korrekten orientalischen Scheidungsformel geschieden wurde.

Wobei ich schon sagen muss, dass es in meinen subjektiven Augen an Absurdität fast nicht mehr zu übertreffen ist, alle Gläubigen zu Göttern zu erklären.

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Scriptorium 11.04.2017, 18:18
@Scriptorium

Buch Exodus 23,20-23a.

"So spricht Gott, der Herr: Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.

Achte auf ihn, und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig.

Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen.
"

Wenn mein Engel dir vorausgeht.

Denn in ihm ist mein Name gegenwärtig. Im Engel sowie im Gläubigen Menschen. Daher sind sie und wir "Götter". Angenommener Teil des Einen.





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Scriptorium 11.04.2017, 18:22
@Scriptorium

Gal 2,20 nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

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Scriptorium 11.04.2017, 18:34
@Scriptorium

Die Vorstellung, dass Gott jedem Volk einen eigenen Engel zugeteilt hat, steht auch hinter der Formulierung der Septuaginta-Fassung von Dtn 32,8, wonach Gott die Gebiete der Völker gemäß der Zahl der Engel festgelegt hat. Während in Dtn 32 an ein friedliches Neben- und Miteinander der Völkerengel gedacht ist, kämpfen sie im Danielbuch gegeneinander. Dabei hat Michael die Rolle, den Kampf endgültig zugunsten des Gottesvolkes zu entscheiden.

Im Koran steht unter Sure 3 Vers 3 und 4

Er hat dir das Buch mit der Wahrheit offenbart, das zu bestätigen, was vor ihm (offenbart) war. Und Er hat (auch) die Thora und das Evangelium (als Offenbarung) herabgesandt, zuvor, als Rechtleitung für die Menschen. Und Er hat die Unterscheidung herabgesandt. 

Gott ist der Schöpfervater des Judentums, des Islam und des Christentums. Und jedem Volk sandte er einen Engel zum Schutz. Erzengel Michael für Israel und Gabriel für den Islam... diese Engel heißen in

Dtn 32,8 (5.Mose 32,8).

Als der Höchste (den Göttern) die Völker übergab, als er die Menschheit aufteilte, legte er die Gebiete der Völker nach der Zahl der Götter fest;

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Hamburger02 11.04.2017, 19:33
@Scriptorium

Stimmt. Ich Beschäftige mich auf Basis der historisch-kritischen Methode religionswissenschaftlich mit dem Thema. Bei meinen Forschungen habe ich herausgefunden, dass Gabriel der Mars und Michael der Merkur ist und sämtliche Offenbarungen sind astrologische Interpretationen des Sternenhimmels auf Basis der israelitischen Mundanastrologie.

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Ja, laut dem christlichen Mythos hat er den Baum in den Garten Eden gestellt und verboten davon zu essen.

Er hätte den Baum gar nicht erst erschaffen zu brauchen, er war unnötig.

Als allwissenes Wesen hätte er auch gemerkt, wenn die Frucht gepflückt wurde und hätte seine Warnung wiederholen können. Das hat er nicht getan.

Er hätte den Baum auch an einen unerreichbaren Ort stellen können, wo kein Mensch hin kommt. Das hat er nicht getan.

Er hätte den Stamm des Baums hoch und glatt machen können, so dass ihn niemand erklimmen kann, um an die Früchte zu kommen. Das hat er nicht getan.

Er hätte die Früchte übelriechend und stachelig machen können, so dass niemand auf die Idee käme, sie zu essen. Das hat er nicht getan.

Er hätte viele Möglichkeiten gehabt, zu verhindern, das jemand von dem Baum isst. So viele, die er als allwissendes Wesen kennen musste, aber ignorierte.

Betrachtet man das Resultat, drängt sich der Schluss auf, dass es Absicht gewesen sein muss, denn für das verspeisen der Frucht wurden Adam, Eva und all ihre unschuldigen nachkommen mit dem Tod bestraft.

Ohne die erste Sünde gäbe es also keinen Tod. Die Menschen hätten sich vermehrt und weil sie nie gestorben wären, wären es immer mehr geworden, bis die komplette Erdoberfläche bedeckt gewesen wäre. Wer nicht stirbt, kann nicht verhungern, nicht verdursten und nicht zerquetscht werden. Die Schicht aus Menschen wäre nur beständig gewachsen.

Wenn das nicht der Plan des Gottes war, muss er die Menschen absichtlich rein gelegt haben.

Pietje1160 04.05.2017, 20:04

Aber waren die Menschen nicht schon sterblich? Es gab doch noch den zweiten Baum der Unsterblichkeit und sie wurdem aus dem Paradies geworfen, damit sie nicht hat gottesgleich werden? Oder hab ich was verpasst?:I

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Ich glaube, Du verwechselst den Garten von Eden mit dem Paradies. Im Paradies gibt es wohl kaum noch den Baum der Erkenntnis von gut und böse, aber im Garten von Eden hatte dieser seine Funktion, nämlich den Menschen die Entscheidungsfreiheit zu ermöglichen und damit auch Erkenntnis zu finden. Beides ist aber im Paradies nicht mehr notwendig, da die Menschen beides bereits besitzen. Der Genesis nach war Adam und Eva dies jedoch noch fremd, bevor sie von der Frucht vom Baum der Erkenntnis von gut und böse aßen.

Du musst bedenken: Wir leben in einer Welt, die so ist, wie sie ist, mit Tod, mit Krankheiten, mit Kriegen, mit Naturkatastrophen.

Insofern hat es nicht wirklich einen Sinn, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was gewesen wäre, wenn....

Gott hat den Baum hingestellt, weil er uns die Ergebnisse einer Sünde zeigen möchte, er möchte uns sagen dass Satan unsere Feind sein soll, nicht mehr auf ihn hören, Gott möchte uns auch beweisen dass wir Sünder sind und dass wir Ihn brauchen seine Gnade  und seine Vergebung, Gott wusste schon dass Adam von dem Baum essen wird, aber er hat ihn gelassen das machen damit er die Unterricht gut lernen kann, die Sünde und auf Satan hören haben den Mensch sein Glück weggenommen, das war die Unterricht, da war es Adam klar was Sünde ist, wer sein Feind ist. Das Ziel also war die Sünde zu verstehen und den Feind zu kennen.

In der Zeit vor dem Tempelbau Salomos gab es besonders im Norden Israels Heiligtümer auf Bergen. Das waren oft von einer Mauer umgebene Plätze, in denen ein heiliger Baum Baum oder/und ein Steinpfeiler (Mastaba) standen. Diese heiligen Bäume waren unantastbar, weil sie der Gottheit zugeordnet waren.

Möglicherweise diente die Paradiesgeschichte als eine Erkärung für das Aussehen solcher Heiligtümer und die Unantastbarkeit der Bäume. Oder die Form der Heiligtümer spiegelte einen alten Mythos wieder, von dem sich eine Variante in der Paradiesgeschichte erhalten hat. Oder beides.

Das erklärt leider nichts bezüglich der "Erkenntnis", die Adam und Eva verlockt hat. Aber ich denke, wir sollten Fragen an solche Urzeiterzählungen umgekehrt stellen: Nicht, was sich Gott wohl dabei gedacht hat, so etwas zu schaffen, sondern, was sich die Menschen dabei gedacht haben, wenn sie solche Geschichten erzählten.


Kommt darauf an, aus welcher Sicht man es betrachtet. 

Aus menschlicher, vernünftiger Sicht ist es natürlich völliger Unsinn. Oder sadistisch. Oder beides. 

Das wäre so, als würdest du deinem pubertierenden Sohn sagen "ich verbiete dir strikt , Pornohefte anzuschauen. Tust du es, schlag ich dich tot". Und ihm dann einen Stapel Pornohefte in seinem Zimmer auf den Nachttisch legen.

Aus religiöser Sicht, nach Wahl:

Gott wollte die Menschen "prüfen". Problem: er musste das gar nicht, da er ohnehin in die Herzen der Menschen sehen kann.

Gott gab den Menschen den freien Willen, und um den auszüben, mussten sie eine Wahlmöglichkeit haben. Problem: auf Ausübung dieser Wahlfreiheit stand Todesstrafe, wenn man die "falsche" Wahl traf. Also doch keine Freiheit.

Wie man's dreht und wendet: So macht es keinen Sinn.

Für mich symbolisiert der Sündenfallmythos den Übergang vom Tier zum Menschen: Tiere haben kein Bewusstsein von Gut und Böse, sie sind deshalb schuldunfähig.

Ab dem Moment, da eine gewisse Gattung Tier Bewusstsein erlangte, wurde sie zu Menschen.

Sagen wir es so: unser Gewissen verdanken wir "Adam und Eva".

1) die Bibel ist viel mehr sowas wie ein Sammelsurium aus sehr antiken Schriften und Erzählungen, bspw. steht die Geschichte von der großen Flut und dem einzigen Überlebenden Noah, genau so 1 zu 1 im Gilgamesch-Epos der Sumerer, der ersten bekannten Hochkultur der Menschheit, welche mit der Keil-Schrift eine der ersten Schriften überhaupt hatten.

2) ist die Geschichte um Adam und Eva als Metapher zu verstehen und nicht wörtlich zu nehmen. Es geht darum, wie die Menschen zum Bewußtsein kamen und sich von ihrem tierischen, natürlichen Dasein lösten, quasi die Trennung des Menschen von der Natur durch die Macht des Wissens. Viel zu wissen kann auch eine Bürde sein, z. B. sich über die eigene Vergänglichkeit im Klaren zu sein und mit der Gewissheit über deinen eigenen Tod zu leben.

In so fern ist die Bibel (oder andere antike Überlieferungen) daher so großartig, weil sie beweisen das sich die Menschen bereits seit vielen, vielen tausenden Jahren über die selben Dinge den Kopf zerbrechen... ;)

rztpll 10.04.2017, 17:31

2) ist die Geschichte um Adam und Eva als Metapher zu verstehen und nicht wörtlich zu nehmen.

Dann ist die Erbsünde auch nur eine Metapher. Folglich ist der Kreuztod auch nur eine Metapher, denn er ist ja laut christlicher Doktrin für die Erbsünde gestorben.

Da fällt ein großer Teil des Christentums flach, wenn die Schöpfungsgeschichte nur eine Metapher ist.

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thetee99 10.04.2017, 23:36
@rztpll

@rztpll: der Tod am Kreuz war nichts weiteres als eine Methode zur Folter bzw. des Strafvollzugs im römischen Reich.

Jesus nannte sich selbst den König von Nazareth. Damit bekundete er einen Herrschaftsanspruch im römischen Reich neben dem des römischen Kaisers und das war zu dieser Zeit natürlich eine Straftat. Jesus wurde quasi als Staatsfeind und Terrorist von Pontius Pilatus verurteilt, nach einer Form der Prozessführung auf dessen Grundlage bis heute unsere moderne Justiz fußt (unter anderem nutzen Juristen bis heute viele lateinische Fachbegriffe aus dieser Zeit).

Jesus wurde ja auch mit Dismas und Gestas, zwei "gewöhnlichen" Verbrechern zusammen gekreuzigt.

Die Erbsünde ist auch leicht zu deuten, denn wir "homo sapiens" (=denkender oder weiser Mensch), teilen natürlich das selbe Schicksal aller Menschen seit den Anfängen des Bewusstseins: die Bürde der Erkenntnis.

Andererseits hat diese Vorstellung der Erbsünde später auch entscheidende Vorteile für die Machtstellung der Kirche gehabt. Denn wenn JEDER Mensch, von Geburt an, ohne das er etwas dafür kann, mit Sünde geboren wird, muss er ein frommes Schaf werden und sich von den Hirten der Kirche leiten lassen, um in Paradies zu gelangen.

In der Bibel gibt es jedenfalls KEINE Aussage von Jesus Christus oder in den Evangelien, die vom Sündenfall sprechen den Jesus kraft seines Amtes korrigieren müsste...

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Abundumzu 14.04.2017, 15:40
@thetee99

Hallo  thetee99

Du sagst:

In der Bibel gibt es jedenfalls KEINE Aussage von Jesus Christus oder in den Evangelien, die vom Sündenfall sprechen den Jesus kraft seines Amtes korrigieren müsste 

Die Bibel sagt etwas Anderes:

  • „Weil ein Mensch [Adam] Gott ungehorsam war, wurden viele
    Menschen zu Sündern. Doch weil ein anderer Mensch [Jesus] Gott gehorchte, werden viele Menschen in Gottes Augen gerechtfertigt.“ (Römer 5:19 Neues leben. Die Bibel).
  • “Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam  abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören.“  (1. Korinther 15:22  Neue Genfer Übersetzung).
  • Jesus über sich selbst:  „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.“ (Matthäus 20:28 Neues Leben. Die Bibel).
  • „Obwohl er [Jesus] Sohn war, lernte er an dem, was er litt, den Gehorsam.  Dadurch wurde er zur Vollendung gebracht und ist zum Urheber ewigen Heils geworden für alle, die ihm gehorsam sind.“  (Hebräer 5:8, 9  Zürcher Bibel).

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Du sagst:

Jesus nannte sich selbst den König von Nazareth. Damit
bekundete er einen Herrschaftsanspruch im römischen Reich neben dem des römischen Kaisers und das war zu dieser Zeit natürlich eine Straftat. Jesus wurde quasi als Staatsfeind und Terrorist von Pontius Pilatus verurteilt . . .

Die Bibel sagt etwas Anderes:

„Deshalb sagte Pilạtus zu ihm [Jesus]:  „Nun denn, bist du ein König?“ Jesus antwortete: „Du selbst sagst, dass ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt
gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege
.  Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“

Pilạtus sagte zu ihm: „Was ist Wahrheit?“

Und nachdem er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sprach zu ihnen: „Ich [Pilạtus] finde keine Schuld an ihm.  Überdies besteht bei euch ein Brauch, wonach ich euch am Passah einen Menschen freigeben soll. Wünscht ihr also, dass ich euch den König der Juden freigebe?“  Da schrien sie [der durch seine geistlichen Führer aufgestachelt Pöbel] und sagten: „Nicht diesen, sondern Bạrabbas!“ Bạrabbas aber war ein Räuber.“  (Johannes 18:37-40)


Damals wie heute war und ist es also ganz offensichtlich
notwendig, dass es jemand gibt, der  „für die Wahrheit Zeugnis ablegt . . ."



Alles Gute


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Das ist doch nur eines der vielen Beispiele, wo sich die Bibel und der christliche Glauben eindeutig widersprechen.

Andere Beispiele:

Zum einen soll man zwar beten, auf der anderen Seite gibt es aber angeblich einen göttlichen Plan.

Wenn Gott doch sowieso einen Plan festgelegt hat, wieso denkt dann jeder dahergelaufene Penner mit einem 2 € Gebetbuch, dass er einfach mal so Gottes Plan mit seinen Wünschen verbessern kann?

Auf der anderen Seite heißt es zwar, dass Gott dich liebt, gleichzeitig droht er dir aber mit der Hölle wenn du dich nicht so verhältst wie er das gerne hätte.

Wenn ich jemanden liebe, dann bedrohe ich ihn doch nicht?

Viktor1 11.04.2017, 10:57

Es verlangt keiner von dir, daß du irgendwas verstehst. Dann wäre es aber besser für dich, du hältst dich einfach raus, statt dich peinlich zu blamieren.

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GoodFella2306 11.04.2017, 10:59
@Viktor1

Nett :D

Sieht so der christliche Gedanke aus?

Man nimmt an einer Diskussion teil und wird ohne jegliche Begründung diffamiert?

Naja wer einer Religion anhängt die erst im 20.Jahrhundert anerkennt das die Erde rund ist...

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GottLiebtSie 15.04.2017, 14:55

"mit der Hölle" droht im Wort Gottes niemand, dieses "vernichtende Feuer" wurde von Menschen und vor allem dem Widersacher Gottes zu einem "Ewig brennenden Feuer" und bedrohlich gemacht, damit sich Menschen nicht mit dem wirklichen Wort Gottes beschäftigen.

Ein Göttlicher Plan bedeutet nicht, dass sich alle daran halten werden. Gott hat z.B. aus guten Gründen die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gestiftet, weil Er weiß, dass alles andere den Menschen nicht gut tut, doch Er lässt es auch zu, dass sich Menschen dagegen entscheiden. Dieser Plan ist eher wie eine Straßenkarte zu sehen oder - noch besser - wie die Beschreibung des besten Weges von der U-Bahn-Station zu einer Veranstaltung, auf dem die sicher gehen, die ihn benutzen, doch wenn wir andere Wegen benutzen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir nicht dort ankommen.

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Weil unser ewige Gott (Jes.45,22) "fair" zu seinen Kindern ist.

Er wollte Seine Herrlichkeit weitergeben und Kinder haben, die sich darüber erfreuen (1.Mose 1,26).

Er ließ uns als "Gottes Kinder" (Joh.1,12) die Entscheidung, wem wir gehorchen wollen (1.Mose 3,1-7; 5.Mose 30,15; Joh.14,6).

Er möchte aber nicht, dass Seine Kinder ewig brennen müssten so wie der ehemalige Erzengel Luzifer, der sich zu "Satan" veränderte (Offb.20,10), weil er Gott stürzen wollte (Jes.14,12).

Deshalb verhinderte unser Vater, dass der Mensch vom Baum des Lebens nahm und ewig brennen würde (1.Mose 3,22).

Unser Schöpfer (Joh.1,1.14) gab sein Leben, deswegen er sich als Mensch gebären ließ (Mt.1,20), um für uns wegen unsere Sünden (Röm.3,23) zu sterben.

Wer Ihm glaubt, wird ewige Leben (Röm.6,23) und so wird der Plan Gottes doch noch Wirklichkeit, sein Reich weiterzugeben (Offb.20,4; 22,5).

Weil Gott keine Roboter erschaffen wollte, die ihm aufgrund ihrer Programmierung lieben, vertrauen und folgen sollten, sondern Persönlichkeiten mit einem freien Willen, die die Möglichkeit haben, sich für oder gegen Ihn zu entscheiden. Wahre und echte Liebe kann nur auf einer freien Willensentscheidung basieren.

Im Garten Eden gab es nur ein Gebot: die ersten Menschen sollten nicht vom Baum der Erkenntnis essen (1. Mose 2,17). Sehr interessant dazu sind die Gedanken der MacArthur-Studienbibel dazu: "Dieser Baum wurde vielleicht deshalb so bezeichnet, weil an ihm der Gehorsam unserer Ureltern geprüft wurde; daran wurde erkannt, ob sie gut oder böse waren, Gott gehorchten oder sein Gebot missachteten."

Warum gibt es Pflanzen, die für Menschen giftig sind? Weil sie zum Ökosystem gehören und andere Lebewesen sie als Nahrung benötigen.

Auch wenn dieser Baum für Menschen tödliche Konsequenzen hatte, gehörte er eben dazu und es wurde ausreichend deutlich davor gewarnt.

Der Baum hatte das Gegengift gegen die Täuschung der Menschheit... Die Menschen sollten nie anfangen selbst zu denken und das terra pi Projekt wurde eingestellt! Wir sind alles ein Versuch neues Leben auf diese Welt zu bringen nur unsere Schöpfer werden nie wieder kommen.

Weil aus der Bibel zu entnehmen ist, das Gott den Sündenfall genauso geplant hat.

wieso verboten?

1.Mose 3,3
3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, daß ihr nicht sterbet! 

wo ist denn da ein verbot?

da wurde nur von einer konsequenz gesprochen

"Baum der Erkenntnis" heißt ja, wer davon isst, bekommt "Erkenntnisse", "Wissen", ""Erleuchtung", "Gewissheit", "Verstand", "Einsicht", "Bewusstsein".

Denkst Du, Gott wollte Menschen mit diesen Eigenschaften??

Weil Gott ein strenger Gott ist, der unbarmherzig den Gehorsam abtestet. Der Mensch ist neugierig und versagt. Aber etwas sadistisch ist es schon.

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