Warum stehen Burschenschaften weder politisch noch gesellschaftlich im Fokus?

Worin besteht die Gefahr?

Na dass Posten vorrangig von Burschenschaftsmitgliedern besetzt werden.

8 Antworten

nicht eins der größten gesellschaftlichen Gefahren dar?

Nein, eher unbedeutend. Echte Gefahren gibt es ja nun wahrlich genug, da ist das wohl das geringste Problem.

Burschenschaften sind ja auch selten und klein geworden und spielen in vielen Bereichen absolut keine Rolle mehr. Ich würde während meines Studiums nicht damit konfrontiert.

Für Außenstehende erscheinen auch die Service-Clubs wie Rotary-Club oder Lions-Club und viele andere als elitäre Vereinigungen, deren Mitgliedschaft keine Gefahr für die Gesellschaft ist, wie denn auch? Sie drängeln sich nur nicht in den Vordergrund.

Berufliche Protektion halte ich sogar für richtig, wenn man die Besten fördert und auswählt durch " Headhunters". Das läuft nicht nur beim Fußball so, dass "Spitzenspieler " gehandelt" werden.

Aber genau das ist ja nicht der Fall. Es wird nach Zugehörigkeit und nicht nach Leistung ausgesucht. Ich hatte z. B. mal eine Nasen OP die mein HNO Arzt empfiehl. Er gab mir eine Überweisung zu einem "guten, empfehlenswerten" Operateur. Ich habe hinterher erfahren, dass dieser Arzt, genauso wie der HNO Arzt, im Rotary-Club ist. Ich wohne in einer Großstadt mit vielen Krankenhäusern.

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@CleverRemo

Ja und? Wenn du mit dieser Op. zufrieden bist, ist es doch ok.

Empfehlungen für schlechte Arbeit liest du nie.

Und, Studenten müssen immer Leistungen erbringen.

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Zur Nachfrage:

..........Na dass Posten vorrangig von Burschenschaftsmitgliedern besetzt werden..............

Das stimmt nur begrenzt, dass man nach dem Motto Stellen besetzt "Man kennt sich, man hilft sich".

Aber das ist erstens nicht vorrangig und zweitens triftt das auch zu auf Vereine allgemein, Partei- und/oder Religionszugehörigkeit.

Burschenschaften haben da verhältnismäßig wenig Einfluss und sind inzwischen unbedeutend.

Das ist ein hochkomplexes Thema für eine "zigseitig" lange dialektische Erörterung.

Für mich ist es derzeit grundsätzlich so, dass die hochgebildete (mindestens akadem. MAsterabschluss) Gesellschaftsschicht eh im Internationalismus arbeitet - arbeiten muss und kann - und privat lebt. Die weniger (aus-)gebildete Schicht arbeitet im Nationalismus und muss mit ihm leben oder häufig dagegen ankämpfen.

Und weil sehr viele unserer Arbeitskollegen, ja unserer internationalen Geschäftspartner ebenfalls aufgrund ihrer Geistes-(Religions-)geschichte patriarchalisch national geprägt sind, ist die Zusammenarbeit nicht so konfliktreich.

Mit anderen Worten - die Werte der Burschenschaften sind zunächst positiv, nur die Diskriminierung der gebildeten Frau und allgemein des Fremden wirken in unserer heutigen Welt dümmlich und ungebildet.

Das bedeutet, dass sich all diese sich in der sozial-emotionalen Intelligenz beschränkenden Burschenschafter nach ihrem Studium an ihre tägliche Arbeit anpassen müssen. Sogar all die Juristen, egal in der Justiz, in Ministerien, sonstigen Behörden oder in Unternehmen müssen sich dann an unsere heutigen Gesetze, z. B. der Gleichberechtigung bzw. der grundsätzlichen Unantastbarkeit der Menschenwürde halten.

Das heißt, ganz deutlich gesagt, unser Grundgesetz mit seinen modernen ethisch-moralischen Forderungen widersprechen den Werten der nachnapoleonisch national-rassistischen Burschenschaften, also haben diese sich öffentlich daran zu halten. Das tun sie eben auch - weitestgehend.

Da besteht keine Gefahr. Sie sind gewaltlos und stehen auf dem Boden des Grundgesetzes. Gewalt, Drohungen und Mobbing gibt es nur GEGEN die Burschenschaften.

Naja, aber schustern die sich nicht gegenseitig die Posten zu und vertreten dann burschenschaftliche Ansichten?

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