Warum stecken Eltern ihre Kinder in eine Waldorfschule anstatt in eine "herkömmliche", was sind die Gruende?

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11 Antworten

Hallo, dazu sage ich nur soviel das es eine rein ideologische Entscheidung ist, mit der anthroposopischen Einstellung zu leben. Habe 5 Arbeitskollegen die Waldorfschüler waren und keiner von denen fand es so toll. Ihre Kinder haben sie alle in staatliche Schulen gegeben. Warum? Auch da kochen Sie nur mit Wasser gekocht und Ihnen gefiel es nicht , das vieles sehr alternativ gesehen wird. Also im Endeffekt wenn es eurem Lebensstil entspricht lasst euer Kind dahin, wenn nicht schickt es auf eine staatliche Schule. Gruss Batman

Meine Stieftochter (sie ist jetzt 19)ist auch auf eine Waldorfschule gegangen. Mein Mann hatte sie damals dort angemeldet, weil sie dem Druck einer herkömmlichen Schule nicht standgehalten hat, sprich: Ihr war jeden Tag schlecht und sie mußte sich übergeben. Sehr gut gefallen hat es ihr auf der Waldorfschule allerdings nicht, beziehungsweise sie hat rein gar nichts von dem angenommen, was da gelehrt wurde. Weder hat sie Sinn für Kunst oder Kreativität noch für eine alternative Lebensweise, eher im Gegenteil.

Waldorfschulen (auch: Rudolf-Steiner-Schulen) sind Schulen, an denen nach der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Die Waldorfpädagogik ist eine international verbreitete Reformpädagogik auf der Grundlage der ebenfalls von Steiner begründeten Anthroposophie. In Deutschland sind Waldorfschulen staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Aus der anthropologischen Auffassung von der Dreigliedrigkeit des Menschen ergibt sich das Prinzip der gleichberechtigten Förderung der intellektuell-kognitiven („Denken“), der künstlerisch-kreativen („Fühlen“) und der handwerklich-praktischen („Wollen“) Fähigkeiten der Schüler. Dies führt zu einem vergleichsweise großen Angebot an handwerklich-künstlerischen Fächern gegenüber den öffentlichen Schulen, deren Konzeption von Waldorfpädagogen zumeist als einseitig intellektuell-kognitiv kritisiert wird. Des weiteren soll aller Unterricht künstlerische Elemente enthalten.

Um Natur- und Kulturerscheinungen nicht allein kausal - das heißt intellektuell-kognitiv - beschreiben zu müssen, wird insbesondere im naturwissenschaftlichen Unterricht auf Steiners goetheanistische Wissenschaftsmethodik zurückgegriffen. Sie will das Seelenleben des Forschers im umfassenden Sinn - z.B. durch Berücksichtigung seines künstlerischen Empfindens - in den Prozess des Erkennens mit einbeziehen. In der Oberstufe tritt sie zumeist in Konkurrenz zur Methodik des allgemein etablierten Wissenschaftsbetriebes und dessen Stand der Forschung. Das Prinzip der rhythmischen Gliederung oder Ritualisierung von Unterrichts-, Tages-, Wochen- und Jahresverlauf sowie die intensive Ausgestaltung des Lernumfeldes bis in eine spezifische Schulhausarchitektur hinein ergeben sich aus dem Anspruch ganzheitlich erziehen zu wollen. In diesem Zusammenhang stehen auch häufige Theateraufführungen, Konzerte, Schulfeste und Projektunterrichte. (Quellen: Wikipedia, Bund Freier Waldorfschulen)

was hier zitiert wurde aus den quellen von Wikipedia und Bund Freier Waldorfschulen ist knapp und gut. es stimmt zwar alles, aber für nichtkenner des themas müßte noch mehr dazu kommen. wen es wirklich interessiert, der wird aber im internet oder unter originalliteratur von steiner genügend dazu finden. zu ergänzen ist nach meiner meinung, dass über jahrzehnte beobachtet werden kann, wie alle fortschrittlichen veränderungen der lehrpläne an staatlichen schulen bei näherer betrachtung sich erweisen als annäherungen an die waldorf-pädagogik!

Das Prinzip der Waldorfschule erspart den Schülern viel Stress, weil es keine Schulnoten gibt. Außerdem werden die Kinder nicht nur einseitig kefordert, sondern auch Musisch und Handwerklich gefordert. Da ich viele ehem. Waldorfschüler kenne, behaupte ich, dass diese Schulform mindestens nicht schlechter ist als die deutsche Regelschule. Ich behaupte sogar, dass die Kinder besser und individueller nach ihren Begabungen gefördert werden und später im Beruf im Durchschnitt erfolgreicher sind.

Ich danke euch allen sehr für die guten Antworten und Meinungen! Mir ist klar, dass man sich selbst eine Meinung bilden muss zum Thema. Ihr alle habt mir gutes Gedankefutter geliefert, nun werden wir uns weiter mit der Materie befassen.. und haben noch etwas Zeit bis eine Entscheidung nötig ist.. :-)

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Waldorfschulen sind weder besser noch schlechter, sondern einfach nur anders als die Staatschulen.

Dort werden künstlerische Fähigkeiten stärker gefördert, aber nicht primär um der Kunst willen, sondern um die Kinder ganzheitlich zu fördern.

Die einzelnen Kinder werden individuell mehr wahrgenommen und auch gefördert.

Es gibt dort keinen Wechsel der Schulform, sondern die Kinder bleiben normalerweise von der ersten Klasse bis zum Abitur zusammen.

Sie behalten auch normalerweise von Klasse 1-8 denselben Klassenlehrer.

An Waldorfschulen kann man heute problemlos das Abitur ablegen, sie erfüllen also die staatlichen Anforderungen.

Es gibt dort erst in der "Oberstufe" Noten - das stimmt - dafür beurteilt aber jeder einzelne Fachlehrer jeden Schüler sehr ausführlich schriftlich, was sicher hilfreicher sein kann als eine "nackte" Note.

DH! Mein Sohn wird wohl auf eine staatliche Schule kommen aber das hat nru damit zu tun dass die nächste Waldorfschule zu weit entfernt ist!

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In Walddorfschulen wird mehr auf das einzelne Individuum und deren Stärken und sowie deren Schwächen eingegangen. In den herkömmlichen Schulen geht es mehr halt nach der These "Vogel friss oder stirb"

nein das ist nicht weltfremd es zeigt den schülern nur eine andere weltanschauung aber ob sie es genauso sehen ist ihnen überlassen

Wer Muesli- Pädagogik mag, wählt die Waldorfschule. Wer sein Kind von Anfang an fit für das Leben machen will, was eben auch bedeutet, sich mal durchkämpfen zu müssen, wählt einen anderen Schultypen aus.

Da spricht mal wieder die totale Ahnungslosigkeit. Aber was nützen da Fakten, wenn man seine Vorurteile pflegen kann.

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@MacJohn

Ahnungslosigkeit und Vorurteile zu unterstellen ist recht einfach. Du solltest bei Deiner großen Erfahrung, die ich voraussetze, wissen, dass die Waldorfpädagogik sehr umstritten ist.

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@Qetan

ich bin selber ehemaliger Waldorfschüler und war später dann auch auf einer staatlichen Schule, ich denke, ich kann also sehr gut beurteilen. Waldorfschulen sind nicht für Dumme. In meiner Klasse auf der staatlichen Schule war ich die ganze Laufzeit unter den Klassenbesten, d.h. nur 1er und 2er im Zeugnis. Ich wünschte, ich hätte nie gewechselt. Ich habe mir dadurch so viele Möglichkeiten verbaut. Die Eurythmie hat mir gefehlt und Französisch. Das manche sagen, Waldorschüler seien dumm, kommt nur daher, dass sie unwissend sind und Vorurteile haben. Das gleiche wie im Mittelalter mit der Hexenverbrennung. Leute, die schlauer wahren, wurden mies behandelt, nur weil das Durchschnittsvolk keine Ahnung hatte. Und ich kann auch sagen, dass ich fitter fürs Leben bin als viele anderen in meiner Klasse aus der staatlichen Schule bin. Allein schon wegen des Kopfrechnens..

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in einer waldorfschule muss man sich auch durchkämpfen villeicht nicht so viel aber muss man denn unter stress leben wenn es auch anderst geht? warum müsli? ich hasse müsli

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Weil sie keine Ahnung haben:

http://www.stern.de/politik/panorama/:Waldorf-P%E4dagogik-Kein-Rassismus-Werk-Rudolf-Steiners/602805.html?nv=rss

Ich frage mich warum Waldorfschüler übermäßig stark Nachhilfelehrer suchen. Ist das nur ein Zufall oder steckt da mehr dahinter.

Gibt es einen Quellennachweis für diese Aussage?

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