Warum springt mein Wallach im Freispringen und nicht unterm Sattel?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Vielleicht liegt es auch an dir. Was sagt denn dein Reitlehrer?

Springt er nur bei dir nicht, oder macht er das selbe auch bei anderen Reitern?

Und, ist vielleicht mal etwas passiert, hat er sich erschreckt beim Springen o.ä.?

Was macht er, wenn du nur eine Trabstange reinlegst - läuft er da drüber oder macht er das selbe wie bei Hindernissen? Ich würde es langsam angehen. Vielleicht erstmal nur Trabstangen und Cavaletti reinlegen. Wenn es da klappt kann man immer noch höher bauen.

Wieso will dein Dad das Pferd gleich verkaufen, nur weil er, aus irgendeinem Grund nicht mehr mit dir springt? An irgendwas muss es ja liegen. Und wenn das alles stimmt was du schreibst, dass Ausrüstung und Rücken etc. überprüft wurden, dann liegt es wohl an dir. Der Fehler/das Problem liegt meistens nicht am Pferd, sondern am Reiter.

Hm... Könnte einige Gründe haben, die ich nicht nochmal aufzählen will, haben ja schon andere gemacht.

Du könntest dich aber wieder langsam hoch arbeiten. Fang doch einfach wieder mit cavalettis (sorry für die Rechtschreibung) an und später einfach paar kleine und höhere Sprünge in einem Parcour. Vielleicht merkt er vor Freude dann nicht dass er auch höher springt :D

Anderseits könnte es aber auch tatsächlich an dir liegen, dass ihm ab 1m deine Haltung oder so nicht passt und er deswegen verweigert...

Einfach mal ausprobieren :)

Hallo Bellaandblue,

sorry, aber für mich klingt das sehr danach, dass du dein Pferd "sauer" gesprungen hast. Er ist erst 6 Jahre alt, du schickst ihn beim Freispringen über M-Sprünge und bezeichnest einen 1m-Steilsprung als "nicht hoch".

Der von dir aufgezählte Rassemix (insbesondere die ersten 3) deuten auf ein sehr arbeitswilliges, aber auch psychisch sehr schnell überfordertes Pferd hin. Zu viel Ehrgeiz und "da muss er jetzt durch" sind für ein solche Pferd Gift und führen bei einem solchen Typ zu Angst und Anspannung. Und was tut ein Pferd, wenn es Angst hat? Richtig: Es rennt. Dafür sind Vollblüter gezüchtet.

Es rennt durch Sprünge durch, basküliert nicht richtig überm Sprung (das macht das Springen für's Pferd anstrengend, weil es höher springen muss) und es rennt beim Freispringen um sein Leben (was du hier als "kaum zu Bremsen vor Freude" deutest).

Dein Pferd steckt scheinbar in einer ausweglosen Situation: Es hat noch genug Vertrauen und Pflichtbewusstsein, so dass es ein Cavaletti springt. Das ist gut. Anstatt deinem Pferd dann zu sagen: "Danke das war toll, jetzt lass uns etwas anderes, schönes machen", sagst du dem Pferd: "Danke, und jetzt mehr." Dann gibt es dir mehr. Du sagst erneut: "Danke, und jetzt mehr.", gibst dem Pferd aber nichts zurück (zum Beispiel eine lange Pause am hingegebenen Zügel). Irgendwann verweigert es den Sprung dann, damit der Stress endlich aufhört. In diesem Moment ist sein Kopf aber schon so dicht, dass ein Lernen ist nicht mehr möglich ist! Wenn du jetzt noch "Dominanzübungen" machst, wie deine RL es vorschlägt, wird er das Springen immer weiter mit Stress verbinden und (wenn überhaupt) vor Panik und nicht vor Freude springen.

An deiner Stelle würde ich das Springen erstmal sein lassen und an der Rittigkeit in der Dressur arbeiten. Nach einigen Wochen kannst du anfangen einen einzigen kleinen "Gehorsamssprung" nach der Dressurarbeit zu fordern (zu Anfang gern aus dem Schritt). Danach: "Danke und Feierabend".

Klappt das absolut zuverlässig, die Anzahl der Sprünge gaaanz langsam steigern. Ich würde dann für 3 Sprünge aber auch 3 unterschiedliche Sprünge aufbauen. Nicht 3x den gleichen Sprung springen. Ein hochblütiges, intelligentes Pferd empfindet das bestenfalls als langweilig, im schlechtesten Fall als Schikane, weil sinnlos...

LG - Feivel

Danke für deine Rückmeldung, aber ich finde es schön etwas frech zu behaupten ich würde mein Pferd überfordern und ihm keine Pause gönnen. Das mit der Höhe der Hindernisse: Er hat schon mit 2 Jahren versucht über den 1.50m hohen Zaun zu springen(Er hat es ein paar mal geschafft nur um dann Treudoof auf dem Hof zustehen und auf mich zu warten). Wir haben nur gedacht das er sich beim normalen Training langweilig . Hat er sich auch. Wir sind natürlich nicht sofort M gesprungen, aber er verbessert sich stets und langweilt ich sofort. 

Und Pause hat er solange er will. Er kennt das mittlerweile das er wenn es ihm zu viel wird mal 25 Minuten der Reitstunde Pause hat und seinem Kumpel zuschauen darf wie dieser Rackert und er darf mit gesenkten Kopf und losem Gurt seine Schrittbahnen ziehen. Und einmal im Monat gehen wir in den Wald( da ist eine rießige Lichtung und Waldboden) wo wir dann kleine Mounted Games Wettbewerbe oder Agillity(mit Slalom, Wippe, ect.)  machen. 

Und das, ich zitiere: "und es rennt beim Freispringen um sein Leben (was du hier als "kaum zu Bremsen vor Freude" deutest). " Ist bei ihm eindeutig Freude. Warum sonst können wir ihn kaum am Strick halten sobald er sieht das wir Freispringen machen? Nicht weil er Angst hat. Ich weiß wie mein Dicker aussieht wenn er Angst hat(große, rote Traktoren mit Güllewagen). Aufkeinen  Fall mit Wachen Augen und entspannter Unterlippe. Außerdem zwinkt ihn ja niemand zum Springen. Ich hab keine Gert, Strick,Fahne usw. dabei um ihn zu scheuchen er läuft wie es ihm Spaß macht ( mit übermütigen Bocksprüngen und zu mir gelaufe, ob ich nicht noch Leckerlies habe die ich zuverschenken habe.) 

Aber gut, wenn du meinst ich behandelt mein Pferd nicht richtig dann meine das halt.

PS: Er springt mittlerweile. Sein aller bester Freund war nur letzte Zeit beim Tierarzt stationär untergebracht(der hat sich leider beim tobben auf der Koppel abgeschmiert und sich das Vorderbein stark verletzt)und den hat er unheimlich vermisst. Lg

0

Ich bin mir sicher du verstehst viel von Pferden( ich hab ein paar deiner Fragen die du beantwortest hast, gelesen und die waren echt gut ) aber ich lasse es nicht gerne auf mir sitzen wenn ich als Schlecht Reitend bezeichnet werde. Kann ja sein das, das als so rüber kam ,aber ich würde meinem Pferd niemals Schaden. Ich hoffe ich kam nicht zu gemein rüber ;-)

Lg

0
@BellaandBlue

Hallo BellaandBlue,

es tut mir leid, dass du dich durch meinen Kommentar schlecht gefühlt hast. Dies war nicht meine Absicht. Daher möchte ich mich erklären...

Bitte bedenke aber, dass niemand hier - auch ich nicht - dein Pferd und dich kennt und wir mit den wenigen Worten aus deinem Text und deinen Kommentaren leben müssen.

Wenn du Aussagen tätigst, wie "... scheut er entweder oder mach sich steif und läuft dran vorbei. Im Extremfall brettert er auch durchs Hinderniss durch...", dann ist dein Pferd in diesem Moment nicht losgelassen. Es steht dann unter psychischem Druck, welcher mehrer Ursachen haben kann. Dieser muss beseitigt werden, um die Losgelassenheit wieder herzustellen. Angefangen vom "Gespenst hinter der Bande" bis zum "Reiter, der eine ZU deutliche Hilfe gegeben hat" kann das alles sein und auch unterschiedlich lange andauern. (Wenige Augenblicke bis zu "dauerhaft"). Diesen "psychischen Druck" versuche ich oben mit "Überforderung" zu beschreiben, wodurch natürlich eine geistige Überforderung gemeint ist, keine Körperliche....

Weitere Aussagen wie die Geschichte mit dem mehrfach gesprungenen Cavaletti (den Kommentar kann ich nicht mehr finden), dass er beim Freispringen rennt und "... mein Dad würde ihn wahrscheinlich verkaufen (er ist sehr ehrgeizig und will leider nur das Beste für mich)..." ließen mich auf eine trainingsbedingte Ursache schließen. Was hättest du gedacht, wenn du den Text von jemand anderem gelesen hättest ;)

Wenn du als Ursache seiner geistigen Anspannung nun die Abwesenheit seines Kumpels herausfinden konntest, ist das doch super. Man sollte immer in mehrere Richtungen "ermitteln". Ich denke dieses Forum ist dazu da, damit man sich Denkanstöße holen kann. Ich bin halt auf's Training eingegangen. Hätte jemand anderes gefragt: "Gab es Veränderungen in der Herde?" Dann hättest du dir wahrscheinlich an den Kopf gefasst und gerufen: "Natürlich!!!"

Niemand ist unfehlbar. Wer kann schon von sich behaupten, dass sein Pferd immer losgelassen läuft, weil man es vor allen Unpässlichkeiten auf dieser Welt schützen kann? Natürlich setzen wir unsere Pferde unter Druck, wenn wir Anhänger fahren, beim Dominanztraining, wenn wir es von der Herde wegführen oder an der Mülltonne vorbei ... Jeder muss für sich und sein Pferd selbst entscheiden, was und wie viel er als okay ansieht. In der Situation die du oben beschrieben hast, wäre ich meine Pferde halt nicht gesprungen (auch kein Cavaletti). Ob die Situation durch meine Trainingsmethoden oder den Verlust eines guten Freundes ausgelöst wurden, wäre mir in der Situation egal gewesen. Wichtig ist doch vor allem, dass man Verständnis für die Situation des Pferdes hat.

LG - Feivel

0
@Feivel93

Ja, gut hast recht :-)  Hätte ich so was gelesen hätte ich wahrscheinlich auch gedacht: Gehts noch? Hätte ich ja anders gemacht, oder so. Blue war halt einfach echt gestresst das sein ,,Homie,, nicht da war. Der war nämlich im Krankenhaus für fast 3 Monate(Er ist bei einem Gewitter durchgegangen und anscheinend vor ein Auto oder so gelaufen. Auf jedenfall ein gebrochenes Bein mehrere Muskelrisse und große Wunde an der Flanke. Er wird auch nie wieder reitbar sein und darf jetzt erstmal im Einzelpaddock neben den anderen mit Gibsbein stehn bis er wieder einigermaßen fit ist.) und so musste Blue alleine unter 6 (nervigen) Stuten stehn. 

Ich will sowieso erstmal Pause machen. Wegen Prüfungsstress ist Reit fast schon unmöglich. Aber ich hab ja nur noch Mathe und Englisch vor mir. 

P.s. Wegen meinem Daddy: Vor 10 Jahren ist meine Mutter gestorben und seit dem will mein Vater mich am liebsten in Watte packen und irgendwo einsperren wo es sicher ist. Schon das ich reiten darf ist echt super von ihm, aber ich soll halt immer besser werden und mich nicht mit som bisschen Ausreiten zufrieden geben. Deshalb will er halt gerne das ich dieses Jahr noch auf S Niveau Springen soll, aber 1. Wäre das noch viel zu hoch für Blue und 2. Werde ich wohl kaum von meinem jetzigen L Niveau noch dieses Jahr auf S kommen- und wollen.   Sicherlich wenn Blue irgendwann in 2-3 Jahren soweit ist würde ich vielleicht mal versuchen soweit zukommen, aber das ist noch in WEITER Ferne.

Lg Bella ( und Blue und Colorado)

0

Was für ein Sattel?

Ich möchte Springen und Dressur machen, möchte aber nicht für beide einen eigenen Sattel kaufen, weil ich nicht viel springe und viel Dressur mache. Ich möchte Freizeit und Springen und Dressur, so ein gemisch.

und dürfte ich auch mit diesen Sattel auf Tuniere also in Springen und Dressur ?

...zur Frage

Darf man in einer Kombi (Dressur, Springen, Gelände) den Sattel wechseln!?

...zur Frage

Druse ausreiten/aussenplatz nutzen?

Hallo,
Wir sind auf der Suche nach einem pferd.
Ein interessantes ist gefunden, nur ist im Nebenstall Druse ausgebrochen...
jetzt ist klar: Inkubationszeit,Hygiene,warten,testen fällt an..
Wir haben mit dem zuständigen Tierarzt telefoniert, noch einmal zum zweiten Mal probereiten ist völlig in Ordnung, das betroffene pferd wurde negativ getestet.

Nur.
Mir ist es sehr wichtig mein zukünftiges springpferd auch außen auf einem unbegrenzten springplatz zu springen
um zu sehen wie es sich da verhält!
Die Besitzer meinen nun:
Wir können nicht auf aussenplätze oder ausreiten wegen den offiziellen FN Richtlinien.

Ist das quatsch dass man die Plätze des Stalls nicht nutzen darf oder berechtigt?
Kennt sich da jemand aus?

Wäre super, wir wollen das pferd echt ungern fallen lassen!

...zur Frage

Wie Pferd ans springen gewöhnen?

Hey ich habe eine 4-Jährige Stute die ich bald vom einreiten zurück bekomme ich reite sie jetzt schon einmal in der Woche. Ich möchte später mal mit ihr springen. Ich mach schon mit ihr freispringen aber wie gewöhne ich sie noch am besten dran das sie dann auch unterm Sattel gut springt? glg emmi

...zur Frage

Hufeisen oder Hufschuh?

Hi

Ich habe zwei Isländer. Mein Wallach ist für die Dressur ausgebildet worden und meine Stute für das Springen. Ich reite mit beiden sehr oft aus. Mit meiner Stute reite ich Vielseitigkeit und springen in der Halle. Mit meinem Wallach übe ich entweder auf dem Reitplatz oder in der Halle. Sollte ich den beiden Hufschuhe kaufen oder wären Hufschuhe bei den beiden überhaupt angebracht ??

Danke eure Marmeladenjunk

...zur Frage

Mit ´nem baumlosen Sattel springen?

Kann man mit einem baumlosen Sattel springen? Wenn ja dann wie hoch? Wenn nein dann warum? Ich bein kein Anfänger, ich bin ein gut balansierter Reiter, ich haben sehr viel mit und ohne Sattel gesprungen, also wie man springen soll weiß ich genau. Ich frage nur ob ein baumloser Sattel etwas ungesundes für das Pferde-Rücken beim Springen antunn kann und ob es für den Reiter auch nich zu gefährlich ist.

Danke :D

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?