Warum spricht man in Südtirol Deutschund Italienisch und spricht man ganz im Süden geschlossen Italienisch?

3 Antworten

Das Land Tirol kam 1363 an die Habsburger und gehörte damit zum Grundstock des Habsburgerreiches (Österreich).  Um 1500 hatte Tirol seine endgültigen Grenzen erreicht, die bis 1920 unverändert blieben und von Kufstein im Norden bis Borghetto im Süden reichten. In diesem Gebiet wurden und werden drei Sprachen gesprochen, und zwar südlich von Salurn vorwiegend Italienisch, nördlich von Salurn vorwiegend Deutsch und in vier Dolomitentälern vorwiegend Ladinisch. 

Die sogenannte Sprachgrenze bei Salurn war aber nie eine eindeutige Grenze zwischen Deutsch und Italienisch. Im südlichsten Teil Tirols wurde immer auch Deutsch gesprochen, in manchen sogenannten Sprachinseln (Fersental, Lusern) noch heute, und zwar in der Form des sogenannten Zimbrischen, einem altbayerischen Dialekt, der auch weiter südlich in den 13 Gemeinden in der Provinz Verona und in den sieben Gemeinden in der Provinz Vicenza gesprochen wurde bzw. heute noch von alten Leuten gesprochen oder in Kirchenliedern verwendet wird. 

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Großteil des Landes Tirol bis zum Brenner von Italien militärisch besetzt und 1920 annektiert. Bei Österreich blieben nur die kleineren Teile Nordtirol und Osttirol, die heute des Bundesland Tirol bilden, während der südlich des Brenners gelegene größere Teil Tirols in die Provinzen Bozen (Südtirol) und Trient (Welschtirol oder Trentino) aufgeteilt wurde. Nicht nur ein großer Teil der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols, sondern auch sehr viele Welschtiroler wünschen sich die Wiedervereinigung Tirols, eine Bewegung, die durch die Wiedervereinigung Deutschlands großen Auftrieb erhalten hat.

Die Welschtiroler haben übrigens im Ersten Weltkrieg besonders tapfer und entschlossen als Kaiserjäger, Landesschützen/Kaiserschützen und freiwillige Standschützen gegen die italienischen Aggressoren gekämpft, den Anschluss an Italien haben sie als Katastrophe empfunden.. 

Weil Südtirol erst nach dem ersten Weltkrieg Italien zugesprochen wurde - 1920.
Und es dauerte bis in die 70er Jahre, bis endlich eine Autonomie auf den Weg gebracht wurde.

Heute ist es offiziell zweisprachig, zumindest was Behörden angeht. Trotzdem gibt es immer noch Deutschsprachige, die zurück nach Österreich wollen, obwohl diese nördlichste Region unterdessen die reichste Italiens ist.

Ich meinte ja, warum man im nördlichen Tirol also bei Innsbruck und Bozen noch deutsch sprach aber unten im Süden also im Trentino bei Trento und Rovereto schon immer geschlossen italiensich sprach. Also kennst Du nicht das Trentino? Das gehörte auch zu Tirol aber war eben anders als Südtirol schon immer italienisch. Oder in Rovereto ist schon alles wie in Italien :D !!!

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@MarliesMarina12

Hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Tirol#Neuzeit
gibt's eine Erklärung:

Im späten 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam es zu
den letzten Änderungen der Bevölkerungsstruktur bis 1919 ... In dieser Zeit verstärkte sich der italienische Einfluss im Trentino, was zum einen durch die Besetzung der Pfarreien mit italienischen Priestern und zum anderen durch die Zuwanderungen aus der Poebene verursacht wurde. Durch diese Entwicklung entstand die noch heute bestehende deutsch/italienische Sprachgrenze, ...

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Weil Südtirol viel länger ein Teil Österreichs war, und erst in Eier Zeit in der Menschenrechte schon gängig waren "ausgegliedert" wurde.
Anderswo wurde den neuen Bürgern die Sprache aufgezwungen, dies wurde in Südtirol unter anderem durch Andreas Hofer unterbunden

Es wurde nicht "ausgegliedert" - es war eine Absprache während des 1. WK.

Und die neue Sprache wurde ihnen auch unter den Faschisten aufgezwungen -  Deutsch wurde verboten, was nach dem Krieg zu etlichen Attentaten führte.

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ich weiß, dass es einen Absprache war, deswegen empfinde ich ausgliedern als das richtige Wort

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