Warum spielt heutzutage die Ethnische Abstammung so eine grosse Rolle bei Beziehungen🤨?

9 Antworten

Ich bin aus Serbien, der Grund ist, dass es für uns eine grosse Rolle spielt. Einmal wegen dem Glauben, wir sind orthodox und einmal wegen dem Erbe. Diese Menschen sind stark verwurzelt, die meisten haben dort Häuser und Land über mehrere Generationen. Auch ist es so, dass die Frau zum Mann zieht, da muss man halt aufpassen wer einem ins Haus kommt oder wohin man seine Tochter gehen lässt. Das ist nun mal eine andere Kultur, die Kriege haben natürlich auch zur Distanzierung beigetragen.

Ich denke deine Antwort ist korrekt. Ich kenne viele Serben. Aber das krasse ist, dass ihre Beziehungen oft nicht gut laufen, auch wenn beide Serben sind. Immer irgendein Geld- oder Fremdgeh-Drama.

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Lol, die Tochter entscheidet ab 18 selbst wen sie heiraten will, da muss man niemanden gehen lassen...

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Dass Beziehungen mit gleicher Abstammung heute mehr im Trend liegen, entspricht nicht meinem Gefühl. Aber lassen wir das einfach mal dahingestellt....

Ein Grund dafür, dass "gleich und gleich sich gern gesellt", wird sicherlich sein, dass Leute, die denselben kulturellen und traditionellen "background" haben, meistens einen beziehungstechnischen Vorteil haben.

Sie stimmen weitaus mehr in vielen Dingen überein oder tun Dinge in derselben Weise, weil sie es so gelernt haben, so aufgewachsen sind. Sie haben oft dieselbe Denkweise, sprechen die gleiche Sprache. Beziehungen mit unterschiedlichen Nationalitäten sind da um einiges konfliktanfälliger.

Wo liegt heutzutage der Ostblock? Aus Polen und Russland kommen sogar die meisten Frauen der deutschen Männer, die eine Ausländerin heiraten. Bei den deutschen Frauen sind Italiener beliebter, und beide Geschlechter mögen Leute aus Frankreich. Also mischen wir uns schon ganz lebhaft.

Diejenigen, die sich gar nicht leicht mischen, sind nur die Albanerinnen und Albaner auf deiner Liste. Diese Geschichte mit dem albanischen Blut ist extrem und auch weit verbreitet. Hoffentlich wächst sich das mit der Zeit noch raus.

Bei den Spanierinnen und Spaniern ist es ein bisschen anders. Wenn die gemeinsam in einer Gruppe zum Beispiel zum Studi-Austausch kommen, dann bleiben sie oft sehr stark in dieser Gruppe zusammen und sprechen auch gern nur Spanisch. Da liegt es aber nicht am Blut, und wenn man sie einzeln erwischt, können sie auftauen.

Aber wenn zum Beispiel ein Deutscher eine Deutsche heiratet, hat das ja normalerweise nichts damit zu tun, "sich krampfhaft auf eine Nationalität zu fixieren".
Eine ganz simple Sache spielt dabei eine Rolle: man lernt ja vorwiegend Leute der eigenen Nationalität kennen.

Ich habe gar nichts gegen Albanerinnen. Aber ich kenne keine.

Auf dem Balkan mag noch ein anderer Effekt hinzu kommen. Dort gibt es ja noch gewisse historisch bedingte Vorbehalte (ich denke zum Beispiel an Kosovo-Albaner und Serben). Sagt dir die Schlacht auf dem Amselfeld etwas?

Auch die Sprache kann durchaus eine Rolle spielen. Wenn Menschen nur ihre heimatliche Sprache sprechen, ist schon die Verständigung Serbisch - Albanisch schwierig bis unmöglich.

Manchmal kann auch die Religion eine Rolle spielen (z.B. Christen und Muslime in Bosnien). Das muss natürlich nicht immer ein Hindernis sein, manche Menschen sind flexibel und offen, andere beharren stärker auf die alleinige "Richtigkeit" ihrer Religion.

Ja, mag sein. Aber ich verstehe nicht, wie man sich auf einen Krieg versteifen kann, der nix mit den jungen Leuten zu tun hat und weshalb man sich auf ne Religion versteift. PS: Kosovo ist ja eine Republik in Serbien.

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Anders herum wird ein Schuh daraus: Gerade weil heute viele Leute bereits in gemischten Beziehungen leben, ist das Ganze überhaupt ein Thema. Wer mit wem wie kompatibel ist stellt sich sowieso im Laufe der Zeit heraus und es ist nun einmal so, dass Menschen aus gleichen Gegenden oft eher ähnlichere Werte haben. Allerdings ist der Unterschied zwischen Individuen grösser als der zwischen Gruppen. Heisst also: Ein Afrikaner und ein Deutscher können sich ohne Probleme besser verstehen als zwei Deutsche.

Es gibt Leute denen ist die Herkunft wichtig, meist sind das aber nicht gerade die hellsten Kerzen (Sorry, hat aber einen Grund warum die meisten Wissenschaftler eher liberal und progressiv anstatt konservativ sind). Auch gibt es Leute denen die Herkunft egal ist, solange sie sich verstehen.

Für mich wäre es Pflicht, dass ich die Muttersprache meiner Frau z. B. zu einem sehr hohen Level beherrsche (Ja auch wenn es Indisch oder Chinesisch wäre) und sie ebenfalls. An Sprache hängen gewisse Kultur und Denkweisen und ich bin mir sicher, dass das zum besseren Verständnis zwischen den Leuten führt.

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