Warum spielen eigentlich immer weniger Kinder draußen?

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6 Antworten

Also erstmal muss man sich das die Frage stellen, ob das überhaupt so ist und wenn ja, wie viel "schlimmer" es heute aussieht als "früher". Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Kinder heute tendenziell weniger draußen spielen als ihre Elterngeneration. Ich denke das hängt aber viel davon ab, wo sie genau aufwachsen. In ländlicheren Regionen gibt es immer noch schöne Grünflächen zum Spielen. Aber in (Klein-)Städten sehe ich persönlich in der Tat fast keine Kinder mehr draußen Spielen. Also gehen wir mal davon aus, dass Kinder heute weniger draußen spielen als ihre Eltern: Woran liegt das?

Ein Argument dass man da immer wieder hört und auch hier schon oft lesen kann ist, dass die Kinder von heute nur noch mit Spielekonsolen zocken und deswegen gar nicht mehr draußen spielen wollen. Natürlich hatten Kinder vor 30/40 Jahren noch keine Smartphones, Konsolen und PCs. Aber ich denke das Problem ist dabei eher weniger, dass die Kinder nichts anderes mehr machen wollen. Schließlich bekommen sie den Zugang zu diesen Geräten ja von ihren Eltern. Und vor 30 Jahren gab es bestimmt auch schon Eltern, die ihre Kinder vor dem Fernseher geparkt haben. Und diese Eltern werden heute halt von denen abgelöst, die ihren Kindern das Smartphone in die Hand drücken, um sie ruhig zu stellen. Genauso gibt es aber auch genug Eltern die mit ihren Kindern lieber selbst Zeit verbringen und dazu auch mit ihnen rausgehen. Diese Kinder werden dann auch später mehr draußen spielen.

Zudem sehe ich ein weiteres Problem bei den Eltern: Diese werden oftmals immer vorsichtiger und ängstlicher. Zurecht? Keine Ahnung, das steht auf einem anderen Blatt. Aber bei all den (Fake)News und Gerüchten über Flüchtlinge die angeblich Kinder essen und was es nicht alles für andere Gefahrenquellen gäbe ist es kaum verwunderlich dass Eltern die das glauben ihre Kinder lieber daheim behalten.

Ich denke aber auch, dass die Spielplätze zT schlichtweg fehlen. Und damit meine ich weniger die Spielplätze als den Platz zum Spielen. In Städten gibt es ein paar Parks und Spielplätze aber zumindest da wo ich wohne werden alle möglichen Wiesen zugebaut. Ich wohne genauer gesagt in einem ~4k Einwohner Teilort einer ~40k Einwohner Stadt. Vor 10 Jahren gab es hier einige grüne Wiesen, ich habe auch noch dort gespielt. Aber inzwischen wird jeder noch so kleine Grünfleck zugebaut. Wenn man heute noch im grünen spielen möchte muss man gleich richtig aus dem Ort raus. Je nachdem wo genau man wohnt ist das zum einen gleich ein deutlich weiterer Ort und zum anderen verstehe ich da auch wieder die Sorgen der Eltern: Mitten im Ort sind immer andere Leute drumrum die mitkriegen würden wenn den Kindern etwas passiert sein sollte. Aber wenn ein paar kleine Kinder irgendwo auf den Feldern um den Ort spielen kommt da nur ab und zu mal ein Hundebesitzer vorbei.

Man darf auch nicht vergessen, dass es einfach weniger Kinder gibt. Guck dir mal eine deutsche Bevölkerungspyramide an. Von den jetzigen Kindergenerationen gibt es nichtmal 800k pro Jahrgang, die jetzt 50-jährigen sind jetzt immer noch ~1,4mio. Da ist es auch kein Wunder wenn man deutlich weniger Kinder draußen spielen sieht, weil es allgemein weniger gibt. mein Vater (50J) erzählt mir manchmal dass er sich in seiner Kindheit täglich mit anderen Kindern aus dem Ort zum Fußball spiel getroffen hat und dass immer irgendjemand auf dem Fußballplatz war. kleines Rechenbeispiel: Wenn damals jeden Tag mindestens 8 Kinder auf dem Bolzplatz waren und sie 4v4 spielen konnten, wären es heute nur noch 4-5 Kinder. Also gerade mal ein 2v2 oder 2v3. Das  macht natürlich lange nicht so viel Spaß - also wieso sollte man dann überhaupt auf den Bolzplatz gehen?

Das sind die Punkte, die mir spontan zu dem Thema einfallen, es gibt bestimmt noch mehr Gründe, falls es denn tatsächlich relativ gesehen weniger Kinder gibt, die draußen spielen.

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So wie du die Frage stellst, nimmst du die Antwort gleich vorweg...

Ist es tatsächlich so, dass weniger Kinder draussen spielen als früher? Im Vergleich zu wann? Und sinkt deren Anzahl?

Wenn ich in meinem Ort umschaue, sieht das nicht so aus. Klar sind Handy, Spielkonsole oder TV in fast allen Haushalten präsent, aber dass weniger nach draussen gehen, beobachte ich nicht.

Vielleicht spielen sie einfach Verstecken im Wald und du siehst sie nicht :-)

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Also, bei mir hinterm Haus spielen wieder viele Kinder. Vor allem, seit da Flüchtlinge wohnen. Die sitzen gern mit ihren Kindern unten, oft, bis es dunkel wird.

Wie wir früher vor dem Haus geht nicht mehr, weil da alles voller Autos steht. Spielplätze und Sportplätze sind auch gut besucht. In den Freibädern und an Seen tummeln sich auch genug Kinder und Familien.

Ich kann diese Meinung also nicht teilen.

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Tun sie das?

Worauf basiert deine Erkenntnis?

Bei uns in der Umgebung spielen die Kinder tagtäglich draußen.

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Hast du diesbzgl. eine unabhängige Studie vorliegen?

In unserer Nachbarschaft spielen nämlich alle Kinder draußen, auch wenns regnet.

Lg

HelpfulMasked

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Die sitzen zu hause vor ihren technischen Spielzeugen. 

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Kommentar von zetra
02.08.2017, 18:17

Oder es gibt keine. In DE fehlen jaehrlich 250 Tsd. Kinder, weil 220 Tsd. Buerger mehr sterben.

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