Warum sollte man Deiner Meinung nach wählen gehen?

12 Antworten

Alleine schon weil man das Recht und die Möglichkeit hat, überhaupt Durchwahlen die Geschicke dieses Landes mit beeinflussen zu können.

Es klingt vielleicht abgedroschen, aber es gibt zahllose Länder und Millionen von Menschen, denen einfach eine Regierung aufgezwungen wird, und die überhaupt keine Möglichkeit haben irgend etwas daran zu verändern.

Wenn man sich in Deutschland als Teil einer Gemeinschaft erkennt, die gemeinsam in der Lage ist eine Mehrheit zu stellen und so den Weg unserer Gesellschaft positiv mitzugestalten, dann hat man eigentlich alle Gründe zur Wahl zu gehen.

Wer jedoch denkt, dass seine einzelne Stimme sowieso keinen Einfluss hat, der hat den Sinn einer demokratischen Gemeinschaft nicht verstanden. Politik ist nicht dazu da, die Wünsche des Einzelnen haargenau umzusetzen. Politik kümmert sich um die Wünsche der gesamten Bevölkerung.

Politik kümmert sich um die Wünsche der gesamten Bevölkerung.

:-)))))))))))

Ja, ganz sicher tut sie das........warum dann die zunehmende Politik-und Wahlverdrossenheit?

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@Nashota

Die sinnvollen Entscheidungen für ein Gemeinwesen müssen keine positiven Entscheidungen für meine Individualbedürfnisse sein.

Jeder Rentner möchte gerne früher in Rente und mehr Rente, aber damit nehme ich den jungen Arbeitnehmern ihr Geld zum Leben weg......was ist nun gerecht?

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@Nashota

Lach ruhig, auch das hält eine Demokratie aus.



warum dann die zunehmende Politik-und Wahlverdrossenheit?

Weil es dummerweise schon immer eine Gruppe von Menschen gab und gibt, die ihre ganz höchstpersönlichen Wünsche und Vorstellungen umgesetzt sehen wollen.

Und wenn das nicht genau so geschieht, ist man angepisst und "straft" die Parteienlandschaft mit sandkastenmäßiger Ignoranz.

"Wenn ihr nicht endlich mal macht, was ich will, dann spiele ich nicht mehr mit!"

Dabei lässt man jedoch völlig außer Acht, dass die eigene Ansicht wohl nicht mehrheitsfähig ist, wenn sie keinen Erfolg hat. Und man vergisst eben, wie eingangs erwähnt, dass man eine Verantwortung für die anderen Bürger in diesem Land trägt.

Insofern soll und muss Demokratie auch zum Denken anregen. Und das ist nun mal, wie wir wissen, nicht jedermanns Sache :-)

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@Ursusmaritimus

Nenne doch mal eine sinnvolle Entscheidung für das Gemeinwesen.

Die Rente wird mal auf ein Alter angehoben werden, wo die alten Leute von der Arbeit in die Kiste springen. Spart Geld. Was sich diese Leute hart erarbeitet haben.

Wer aus gesundheitlichen Gründen eher in Rente muss, wird lebenslang mit Abzügen bestraft und nicht nur bis zum regulären Renteneintritt.

Viele Rentner gehen nebenher arbeiten oder aufs Sozialamt, weil ihre Rente nicht reicht. 

Alles tolle Entscheidungen für das Gemeinwesen, oder?

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@ScharldeGohl

Politik kümmert sich um die Wünsche der gesamten Bevölkerung.

Nicht nur ich lache über diese Naivität, glaub mir.

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@Nashota

Ich hätte tausend Euro gewettet, dass du nur auf diesen einen Satz Bezug nimmst und den Rest geflissentlich ignorierst :D

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@Nashota

@Nashota

Hat du dich schon einmal informiert wo "die Rente" eigentlich herkommt und was es bedeutet wenn man die Rente auf "Wunsch"Niveau anhebt?

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@Ursusmaritimus

Hast du dich schon mal informiert, dass ein menschlicher Körper im Laufe seines Lebens immer mehr abbaut?

Die Rente mit 60 bzw. 65 Jahren war ausreichend und lang genug. Für viele Menschen, gerade in körperlich schwerer Arbeit, schon viel zu hoch. Meine Mutter war fast 40 Jahre in der Altenpflege. Mit 60 Jahren ist sie in Rente, nicht nur, weil sie meinen Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat, sondern weil sie körperlich runter auf dem Docht war.

Sie wurde und wird zeitlebens mit Rentenkürzung bestraft. Hätte sie die Witwenrente nicht, hätte sie dazumal für ihre aufopferungsvolle Arbeit am Menschen eine Rente von 750 Euro gehabt. Also das, was ein HartzIV-Empfänger monatlich bekommt als Single. Wenn das keine Errungenschaft ist!

Die läppischen Rentenerhöhungen der letzten Jahre fressen die ganzen Lebenshaltungserhöhungen wieder auf. Was zur linken Tasche gegeben wird, wird aus der rechten Tasche wieder gefordert.

Und was das Erarbeiten der Renten angeht: Die jetzt jungen Leute oder jetzigen Mittelalterleute können froh sein, wenn sie überhaupt noch eine Rente bekommen. Und sie können momentan nur das erarbeiten, was es an Arbeit und gezahlten Löhnen oder Gehältern gibt.

Aber hey, wir dürfen ja jetzt endlich die tolle Errungenschaft des Mindestlohnes genießen, nicht? In Ost und West zwar wieder nicht gleich, aber wir sind Deutschland einig Vaterland.

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@Nashota

Danke, ich bin im Abbauverfahren und ich arbeite auch körperlich. Aber dies ändert nichts daran das die Rente bezahlt werden muss und nicht auf Bäumen wächst. Lies dich mal hier ein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Umlageverfahren

Dann verstehst du das Zahlungsverfahren. Die heutige Rente basiert auf einer durchschnittlichen Rentenbezugsdauer von 19 Jahren. Wenn nun die Menschen älter werden (unabhängig von ihrer Gesundheit) gibt es entweder

- weniger Rente

- längere (Lebens)arbeitszeiten

- oder höhere Rentenbeiträge für Arbeitnehmer

und daran ändert auch dein Gegreine nichts. Wenn deine Kinder (sofern sie am Berufsleben teilnehmen) den Generationenvertrag aufkündigen hat deine Mutter in zwei Monaten keine Rente mehr und dein Anspruch ist verdunstet.

Ach ja, eine Kapitaldeckung der Rente ist utopisch, es gibt keinen Markt dafür und wenn wäre er erst recht ein Spielball politischer Zahlenspiele.

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Ich bin unendlich dankbar dafür, in einem Land zu leben, in dem ich das Recht habe zu wählen, und ich sehe es deshalb auch als meine Pflicht an, dies zu tun. Und damit hat jeder Wähler die Möglichkeit, die Partei, die er bevorzugt, in den Bundestag zu wählen. 

Wir bedauern immer die Menschen, die diese Wahlmöglichkeit nicht haben, und trotzdem gibt es so viele Deutsche, die von ihrem Wahlrecht einfach keinen Gebrauch machen, aber anschließend mit dem Wahlergebnis nicht einverstanden sind. Sie hätten es mitbestimmen und damit eventuell ändern können.

Dafür, dass wir in einer Demokratie leben und wählen gehen dürfen, sind Menschen gestorben.

Wer nicht wählen geht, stärkt (schon mathematisch) die Rattenfänger von links und rechts.

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