Warum sollte man an Religionen glauben? Ich meine man sollte nur ein netter Mensch im Leben sein das genügt ja auch... Dafür braucht man ja keine Religion..?

... komplette Frage anzeigen

16 Antworten

Ich denke, die meist verbreitete "Religion" oder "Ideologie" oder sagen wir der meist verbreitete "Wertekanon" unserer Zeit ist die allgemeine Menschenrechtserklärung.

Also: klar, es ist OK wenn du einfach anständig bist und keine "Religion" in diesem Sinne praktizierst.

Ich glaube, manche Menschen haben eine Sehnsucht nach einer transzendentellen oder übersinnlichen Betätigung, und die kommen in Religionsgemeinschaften auf ihre Rechnung. Auch schön. Deshalb gehört ja Religionsfreiheit auch zu den Menschenrechten.

Und vielleicht gibt es auch ein gewisses Risiko, dass irgendein Blödsinn (Sekte) sich in das Vakuum schleicht, das Religion leer lässt, wenn man es leer lässt. Also oft sehnen sich Menschen, die ohne religiöse Praxis aufgewachsen sind, weil ihre Eltern das blöd fanden, dann sehr stark nach Religion, sehr zum Entsetzen der Eltern...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nette Menschen gibt es viele - das reicht einfach nicht. Sorry

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Warum sollte man an Religionen glauben?

Zunächst einmal sollte niemand dazu gezwungen werden, religiösen Lehren zu folgen, nur weil es in dieser Gesellschaft allgemein üblich ist.

Die Verbreitung einer Weltanschauung durch Zwang, Indoktrination und Gewalt lehne ich ebenfalls ab.

Man "sollte" also nicht einfach so an Religionen glauben, sondern für sich selbst erforschen, ob man ein Bedürfnis nach Philosophie, Spiritualität und Religiosität hat.

Ethik und Moral sind sicher wichtige Elemente der meisten Religionen, aber es handelt sich bei ihnen um mehr, als um einen Verhaltenskodex.

Religionen bieten verschiedene Antworten auf Sinnfragen, die den Menschen schon lange beschäftigen und deren rationale Beantwortung oft nicht befriedigt.

Durch Religion können auch irrationale und emotionale Bedürfnisse befriedigt werden - eine reine Morallehre wäre dazu nicht in der Lage.

Die meisten Menschen wollen in irgendeiner Form glauben und verdrängen einige rationale Elemente, weil ihr Leben so erträglicher ist - auch wenn diese Hoffnungen und Erwartungen mit der Realität des Lebens nichts zu tun haben.

Das streben nach Sinn, Sicherheit und Gerechtigkeit ist ein Beispiel dafür.

Die Vorstellung, das Leben habe einen höheren Sinn, ein gütiger Gott wache über einen, in der Not käme himmlischer Beistand, es existiere eine höhere Gerechtigkeit und ein Leben nach dem Tod - all das sind Ideen, die Menschen stärken können.

Rational betrachtet den Sinn des Lebens auf Fortpflanzung zur Erhaltung der Art zu reduzieren, tödliche Erkrankungen als Todesurteil anzusehen und davon auszugehen, dass nach dem Tod alles aus ist - das widerspricht dem Wunsch des Menschen nach Sinn, Sicherheit und Gerechtigkeit.

Sicher gibt es Menschen, die mit dieser gänzlich rationalen Sichtweise nachts gut schlafen können und vielleicht keinerlei religiöses Trostsystem benötigen, weil sie mit der Realität des Lebens im Reinen sind.

Doch viele Menschen, die scheinbar rational sind, werden in persönlichen Krisen schließlich emotional Zuflucht im Irrationalen suchen - etwa indem sie zu Gott beten und um ihre Gesundung bitten, wenn ein metastasierender bösartiger Tumor entdeckt wird.

Auch sozial gesehen leistet die organisierte Religion gewisse Dienste - in der Gemeinschaft mit anderen Menschen, mit denen man gemeinsame Glaubensinhalte teilt, fühlt man sich im Idealfall familiär aufgehoben.

Gemeinsame Rituale schaffen ein Gefühl von Verbundenheit, dass rein rational vielleicht nicht in dieser Form zu erreichen ist.

Alleine mit "Werten und Normen" wird man den Bedürfnissen vieler Menschen einfach nicht gerecht, so dass es vermutlich auch längerfristig noch Religionen auf dieser Welt geben wird.

Um abschließend noch einmal direkt auf deine Frage zurückzukommen:

Meiner persönlichen Meinung nach sollte ein Mensch sich auf jeden Fall mit Sinnfragen befassen und sich Gedanken über oft verdrängte Themen wie Vergänglichkeit machen, sowie gesellschaftliche Vorbilder hinterfragen.

Ob er deswegen womöglich einer Glaubensgemeinschaft beitritt, oder sich seine eigenen Gedanken macht - ich halte den "religiösen Geist" für ein wichtiges Element unseres Menschseins.

Andererseits sollte aber niemand dazu gezwungen werden, sich mit Dingen zu befassen, denen er sich nicht gewachsen fühlt und das ist, neben der Willensfreiheit, einer der Gründe, weshalb ich "Zwang im Glauben" ablehne.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich stimme dir zu
Für die durchsetzung von einer religion zu kämpfen und dabei anderen zu schaden find ich blöd
Zumal der einzige beweis dafür das jeweilige glaubensbuch ist, dass von menschenhand geschrieben wurde
Ausserdem ist die warscheinlichkeit dass die eigene religion richtig ist ja von aussen betrachtet sehr niedrig, da es ja erstmal nicht klar ist ob überhaupt irgendeine richtig ist und dann ist es sehr unwarscheinlich dass die eigene stimmt
Naja meine meinung

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von comhb3mpqy
03.04.2016, 11:56

man kann sich ja mit Religion beschäftigen, um herauszufinden, an was man glaubt. Und um gläubig zu sein kann es verschiedene Gründe geben. Ein Grund ist zum Beispiel, dass auch in der heutigen Zeit Wunder passieren. Wenn ein Mensch heilig gesprochen werden soll und es die Bedingung gibt, dass ein Wunder passiert sein muss, dann wird das von Ärzten untersucht. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

0
Kommentar von deadpool42
03.04.2016, 13:23

Genau
Und ich glaube halt ,dass es für alles eine logische erklärung gibt, ohne auf religion zurückzugreifen, die man manchmal nur nicht findet

0

Man glaubt nicht an Religionen, sondern man glaubt an Gott und wenn man sich als Christ bekennt, gehört man damit der Christengemeinschaft an, dem Christentum und das bezeichnet man als Religion.

Ein "netter" Mensch zu sein ist sicher erstrebenswert und regelt ein harmonisches Miteinander auf dieser Welt. Wenn aber Gott existiert und das ewige Leben der Maßstab aller Dinge ist angesichts der Vergänglichkeit dieser Welt, reicht es nicht.
Ohne die Anerkennung eines absoluten Massstabes versucht nämlich jeder selber, seine Ideale zu setzen.
 Alle haben doch schon erfahren, dass man an Grenzen stößt, sowohl in der Erkenntnis als auch in der Umsetzung des Guten.

Ein gläubiger Mensch hat in der Definition des Gut-Seins einen
ganz anderen Ausgangspunkt als ein nichtgläubiger Mensch. Die Annahme
eines absolut guten Schöpfers, der jedes seiner Geschöpfe gewollt und
bejaht hat, führt zu einer grundsätzlich anderen Vorstellung von Liebe,
Gerechtigkeit und Wahrheit, als eine Weltsicht ohne Gott.
Wenn es keinen absoluten Massstab gibt, muss man jedem seinen
eigenen Wertmassstab zugestehen. Die Frage nach dem Guten sollte deshalb anders gestellt werden:
 Wo ist die Quelle der Wahrheit und welche Ideale werden
dort gefordert?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht Gott hat die Menschen erschaffen, sondern die Menschen

haben Gott und die Götter in ihrer unerschöpflichen Phantasie erschaffen
um sich für sie damals unerklärliche Ereignisse erklärbar zu machen.

Die Bibel ist Menschenwerk und nicht Gotteswerk. Zumal die Christen
und andere Religionen und Glaubensrichtungen ein sammelsurium aus
Allerwelt zusdammen getragener Ereignisse aus frühester
Menschheitsgeschichte sind und von den "Gläubigen" geklaut und für ihre
Ansichten und Machtmissbrauch umgearbeitet und verfälscht wurden.

Reicht diese Aussage??

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin deiner Meinung. Schon das Bibel-Zitat:
„Was du nicht willst das man dir tu' das füg' auch keinem andern zu“ würde eigentlich schon reichen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kamihe
03.04.2016, 08:33

" Konfuzius "

1

Wenn ich als Christ antworte, dann steht in der Bibel auch nichts über eine Religion.

In der Bibel steht vom Glauben an Gott und Jesus Christus mit seinem einzigartigen Wirken. Dazu brauch ich keiner Religion anzugehören.

Wenn ich, wie Du schon schreibst ein ordentlicher Mensch bin, und ich mich auch anderen Menschen gegenüber so verhalte, dann habe ich sowieso die meisten Anforderungen Gottes an den Menschen erfüllt.

Meine eigene Lebenserfahrung und Betrachtung ist auch die, der Mensch findet zu Gott im Laufe seines Lebens. Kinder und Jugendliche, oder auch junge Erwachsene sind da meist unbeschwert.

Wenn Du jetzt von einem Kind im Kindergarten berichtest, dann kann dieses Kind nur sehr früh durch die Eltern konditioniert worden sein, was eher auf eine fundamentalistische Sekte oder Religion hinweist.

In einem solchen Fall, sollte die Erziehern im Kindergarten ein besonderes Augenmerk auf das Kind legen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man glaubt nicht an einer Religion, um vor den anderen besser auszusehen. Man glaubt an einer Religion für seine eigene Zufriedenheit. Wissenschaftlich wurde auch geprüft, dass wer an einer Religion glaubt, länger lebt, da man mehr positive Energie hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Meatwad
03.04.2016, 15:07

Ja, Egomanen leben länger.

0

Ich bin ehrlich ich finde es schwachsinnig das es so viele gibt die denn Leuten was verbieten wie die Hindus die dürfen keine Kuh essen oder Türken kein Schwein aber ich selber glaube an eine Religion weil ich es für richtig fühle aber ich lasse denn anderen ihre Religionen weil ich weiß das sie sich so besser fühlen geht mir auch so

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von theonce
03.04.2016, 13:46

Was is denn daran so schlimm keine Kuh zu essen?

0

Du solltest Gott glauben (Joh.17,17) und keiner "Religion" (Offb.12,9).

Wie kannst du "gut" sein ohne Vorbild (Röm.6,23) ?

Das wirst du spätestens in Gottes Reich erfahren (Offb.20,5).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist eine gute Frage. Ich wollte das auch nicht.

"Religionen" sind das Ergebnis der Verführung Satans, des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9).

Unser ewiger Gott sandte Seinen Sohn auf diese Erde (Mt.1,18), um diesen für unsere Sünden sterben zu lassen (Röm.6,23).

Er schenkt uns ewiges Leben, wenn wir dem glauben ((Joh.17,17; Röm.8,2).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil "die da oben", also die ganzen Häuptlinge der Religionen Dein Geld wollen.
Du kannst auch in den Wald gehen und glauben an was Du willst, aber dann haben die keine Macht und Geld...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man sollte sein Leben ein Sinn geben und etwas wo nach man sich richten kann.

Der Islam z.B. sagt, dass das Leben ein Test ist, ob man im Jenseits (ewiges Leben) in die Hölle oder ins Paradies kommt, wenn man Allah im Diesseits dient.

Oder lebst du nur um zu essen, schlafen, arbeiten und zwischendurch sich amüsieren bis man stirbt und dann ist alles dunkel? Ist doch sinnlos.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Meatwad
04.04.2016, 19:44

Man sollte sein Leben ein Sinn geben und etwas wo nach man sich richten kann.

Dazu benötigt man keine Religion.

Der Islam z.B. sagt, dass das Leben ein Test ist, ob man im Jenseits
(ewiges Leben) in die Hölle oder ins Paradies kommt, wenn man Allah im
Diesseits dient.

Dann sagt er das halt. Diese Behauptung ist durch nichts belegt. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen dafür, daß da etwas dran ist.

Oder lebst du nur um zu essen, schlafen, arbeiten und zwischendurch sich
amüsieren bis man stirbt und dann ist alles dunkel? Ist doch sinnlos.

Na da gibt es wohl noch ein wenig mehr. Daß dir allerdings nicht mehr einfällt, sagt viel über dich aus.

0

Stimme dir voll und ganz zu.

Das Tragische ist, dass die Religionen nicht nur schon Kinder Indoktrinieren, nein, was sie als "ultimative Belohnung" (Paradies) verkaufen wollen ist schlimmer als die Hölle selbst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt keinen Grund an eine Religion zu Glauben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?