Warum sollte ich meinen Partner heiraten, wenn doch sowieso 50% der Ehen geschieden werden, und es dann Probleme mit den Kindern und dem Vermögen gibt?

20 Antworten

Wenn du eh nicht glaubst das es passt, lass es. Häufig ist das Problem, das man nicht offen und ehrlich miteinander kommuniziert und die Bedürfnisse voneinander ignoriert. Oder das man nicht VORHER darüber spricht was einem wichtig ist für die Zukunft. Ein Ehevertrag ist übrigens immer möglich und keiner zwingt dich zu Kindern.

Deswegen lohnt es sich auch in einer 'gesunden' Beziehung zu einer Eheberatung zu gehen.
Einpaar Stunden können immer hilfreich sein.

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Hallo! Ganz so schlimm ist es nicht. Die Scheidungsquote liegt in Deutschland bei 38,5%, 2005 waren es tatsächlich noch über 50 %

Wenn man heiratet sind immer auch Träume und Wünsche im Spiel die man leben und ausleben will

Und jeder kann selbst entscheiden, schönen Tag

Cool nur ne wahrscheinlichkeit von 1/3 😂😂 sehr ermutigend

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Weil diese 50% sich keine Gedanken darüber gemacht haben, WARUM die Scheidungsrate so hoch ist, und somit auch nicht permanent dagegen gearbeitet haben.

Vor allem die Umstellung, wenn Kinder dazukommen, packen viele nicht. Dann heisst es nämlich Oberflächlichkeiten ablegen(ja da hat man dann keine Zeit/Nerven fürs Styling oder immer die neuesten und saubersten Klamotten), unvernünftiges Beenden(keine Saufpartys mehr am Wochenende), Zeit investieren. Das ist als ob man ein neues Hobby anfängt. Ein teures...mit 7 Tage die Woche Training.

Also Augen auf bei der Partnerwahl. Beim Babyschwimmen waren keine Hipster und Modepüppchen am Start.

Und bei kinderlosen Ehen sollte man sich fragen, was einen zusammenschweisst, bzw. ob eine Heirat überhaupt nötig ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Warum sollte ich meinen Partner heiraten, wenn doch sowieso 50% der Ehen geschieden werden...

Laut Statistik lag die Scheidungsrate für das Jahr 2020 in Deutschland bei 38,5% (siehe Quelle). Meist geht die Scheidung von der Frau aus.

... und es dann Probleme mit den Kindern und dem Vermögen gibt?

Das sind so die klassischen Probleme die eine Scheidung mit sich bringt. Das kann aber auch vorab durch einen Ehevertrag bzw. Gütertrennungsvertrag geregelt werden. Wobei solche Verträge meist nicht vorhanden sind und die Scheidung dann oftmals zu Lasten des Mannes geht. Speziell was Vermögensteilung und Unterhaltszahlungen betrifft.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76211/umfrage/scheidungsquote-von-1960-bis-2008/#professional

Dazu kommen noch die Ehen, welche wegen des Status‘ Ehe weitergeführt werden, obwohl dem keine gesunde Beziehung mehr zugrunde liegt und die Leute nur noch frustriert nebeneinander herleben.

Das Konzept der Ehe ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, wo über die Blutsbande versucht wurde Macht und Kontrolle auszuüben. Das hat sich bis in die Neuzeit gehalten, weil es einerseits dem traditionellen Wertesystem entspricht und andererseits geglaubt wird, daß es der Familiengründung förderlich ist (ist es nicht). Aufrechterhalten wird es wahrscheinlich, weil die Ehe, und damit Hochzeiten, ein wunderbares Geschäftsfeld sind, sowie auch Scheidungen.

Es gibt eigentlich keinen logischen Grund zu heiraten, außer ein paar rechtlichen Aspekten, die bisher außerehelich leider noch nicht regelbar sind (Auskunftsrecht im Krankheitsfall, Witwenrente, Erbberechtigung). Wenn diese Punkte einem so wichtig sind, dann kann eine Ehe noch in Betracht gezogen werden (mit Ehevertrag).

Übrigens spricht nichts gegen eine individuelle Zeremonie, wo sich zwei (oder mehr) Menschen vor anderen ein romantisches Geständnis geben. Das kann jeder handhaben, wie er will. Doch die Ehe im staatlichen Sinne ist überholt und nicht notwendig und baut einerseits nur unnötig gesellschaftlichen Druck auf Paare aus („Heiratsfetisch“) und lässt die Leute dann später länger leiden (kaputte Ehe wird wegen sozialer Kosten aufrechterhalten).

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