Warum sollen die Parteien für den Bundeskanzler entscheiden?

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6 Antworten

Politiker stellen sich für einen Zeitarbeitsvertrag zur Wahl auf. Sie bewerben sich also darum, von uns ausgewählt zu werden, um uns vier Jahre lang auf unsere Kosten politisch vertreten zu können. 

Wenn ich eine Putzfirma habe, und ich suche Personal, dann will ich selbstverständlich wissen, ob die Person putzen kann oder nicht. Und wenn sie putzen kann, wie. Geht  es um eine Putzfrau, dann stelle ich ganz gewiss keinen Menschen ein, der vor Dreck stinkt. 

In unserem Grundgesetz steht, dass der Bundeskanzler die politische Richtung der Regierung bestimmt. Die Ausführung wird an die einzelnen Minister verteilt. 

Eine Person steht also für eine bestimmte politische Richtung. 

Als wir vor Jahrzehnten für Brand kämpften, da stand er ganz eindeutig für eine politische Richtung. Wir wollten Frieden, soziale Gerechtigkeit, weg von der Anbetung des Todes, den die C-Parteien von Anfang an auf ihre Fahnen geschrieben haben. 

Damals hatte die SPD durchaus auch andere denkbare Kanzler-Kandidaten. Brand war also nicht unbedingt überall in seiner Partei beliebt. ABER wir, das Volk, hat sich für ihn entschieden. Im Vorwahlkampf. Also blieb der SPD gar Nichts anderes übrig als ihn aufzustellen. Und damit die politische Richtung der nächsten vier Jahre festzulegen. 

Die C-Parteien haben sich jetzt also dafür entschieden, dass die Zerstörung unseres Sozialsystems weiter betrieben wird, dass weiter an einer Spaltung Europas gearbeitet wird, weiter an einer Förderung von Krieg und Flüchtlingsströmen gearbeitet wird, an Menschenrechtsverletzungen und möglichst großem Ausmaß.

Stellt die SPD nun so ein Subjekt wie Gabriel als Gegenkandidaten auf, so bietet sie keine andere politische Richtung an. Es darf gehofft werden, dass noch so viel Verstand in dieser Partei vorhanden ist, dass sie diese Tatsache wahr nimmt. Das Volk mag sie nicht so auf den Punkt bringen wie ich es hier tue, fühlt sie aber sicherlich deutlich. 

Wir haben ja noch andere Parteien. Auch sie haben manche dem Volk bereits bekannte Politiker in ihren Reihen. Anhand bisheriger Äußerungen und Taten kann sich also das Wählervolk ein Bild davon machen, wie deren aufgestellte Kanzlerkandidaten die nächsten vier Jahre die politische Richtung in diesem Staat vorgeben wollen. 

Zudem macht es aufgrund der im Grundgesetz genannten Fristen sehr viel Sinn, sich vor der Wahl auf einen Kanzlerkandidaten zu einigen. Denn viel Zeit bleibt den Gewählten nicht für eine Auswahl nach der Wahl. 

Diese ihre mehrheitliche Auswahl teilen sie dem Bundespräsidenten mit .Dieser wird dann tätig. 

Der Bundespräsident hat in unserem Staat nur repräsentative Aufgaben. Er trägt zwar einen tollen Titel. Aber damit hat es sich im Grunde. 

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Der Präsident schlägt in der Regel den von der Mehrheit nominierten Kanditaten vor.

Tut er es nicht, dann wird nach 2 Wochen der Wunschkandidat gewählt.

Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen
vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.

https://dejure.org/gesetze/GG/63.html

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Natürlich kann der Bundespräsident auch einen Nichtspitzenkandidaten vorschlagen. Dann wird der erste Wahlgang halt ergebnislos verlaufen und zwei Wochen später einer der Spitzenkandidaten gewählt.

Wäre nur eine Vergeudung von Zeit und Geld.

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Die Aufgabe der Parteien ist die politische Willensbildung. Somit bieten die Parteien jetzt Kandidaten an und ein Parteienprogramm, damit die Wähler sich eine Meinung bilden können, wer sie am besten vertreten könnte.

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Der Präsident schlägt sowieso nur vor.
Die Parteien müssen sich dann noch einig werden.

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das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

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