Warum soll man Schenkelhilfen umgekehrt machen?

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6 Antworten

Deine Frage berührt ein sehr komplexes Thema.....

Die Methode ist mir bekannt, hat aber einen gravierenden Nachteil: ein "normal" geschulter Reiter kann das Pferd nicht reiten und ein so ausgebildeter Reiter kann ein "normal" ausgebildetes Pferd nicht reiten.

Die Methode beruht darauf, daß Pferde eigentlich "Gegendruck-Tiere" sind. Die Erklärung findest Du in der Historie der Pferde. Die Pferde, die von dem Biss eines Angreifers fortsprangen, rissen sich selbst ein Stück Fleisch heraus (Trägheit der Massen) - das haben die Pferde dann eher nicht überlebt. Die Pferde, die dem Biss entgegen gingen, bekamen den Gegner unter die Hufe - das hat der Angreifer dann eben nicht überlebt. Durch diese natürliche Selektion überlebten vorzugsweise die Gegendruck-Tiere.

Bei Fohlen kann man das oft sehr gut beobachten. Legt man eine Hand an ihre Schulter, beginnen sie sich dagegen zu lehnen.

Beobachten kann man das auch, wenn Menschen am Halfter, bzw. am Strick nach unten ziehen. Dabei geht der Kopf des Pferdes bei jedem Zug etwas weiter nach oben (gegen den Druck) - so erzieht man Steiger.....

Prinzipiell reiten alle nach beiden Methoden. Als erstes ist die Gewichtshilfe dran, die dem Pferd sagt, in welche Richtung es geht ( Pferde treten immer unter das gemeinsame Gewicht). Soll die Kurve kleiner werden, hilft das äußere Bein, soll die Kurve größer werden, hilft das innere Bein.

LG Calimero

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was du beschreibst ist eine seitwärtsbewegung.

schenkelweichen wird in der tat so gemacht. der schenkel liegt aber eine handbreit hinter dem gurt.

beim schulterherein wird hingegen das pferd um den inneren schenkel gebogen und geht infolgedessen auf zwei hufschlägen.

vielleicht sollte dein reitlehrer mal zur fortbildung. oder einen kommunikationskurs machen, damit er besser erklären lernt.

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Kommentar von julie1520
16.11.2015, 16:08

Ich meine nicht Schenkelweichen

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Häh?? Auf Schenkelimpuls soll das Pferd intuitiv reagieren wie auf jede andere Hilfe auch. Wenn Dich jemand an der Schulter anstupst oder drückt, lehnst Du Dich dann dagegen? Hilfen sind ja kein Auswendiglernen sondern das Ausnutzen von Anatomie und Instinkt, deshalb finde ich es ziemlich sinnbefreit, zu sagen, man dreht das jetzt einfach mal um.
Klar soll das Pferd nicht weghopsen wenn das Bein kommt, aber es wird ganz automatisch dem Druck nachgeben und sich im Idealfall um den Schenkel biegen, warum sollte man sich selbst und dem Pferd dann nen Knoten ins Hirn machen?

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vielleicht hat Dein RL bemerkt, daß etliche Reiter beim "Schieben zur Seite" das Gewicht auf die falsche Seite bringen, z.T. auch, weil sie in der Hüfte abknicken und meint, das Problem auf seine seeeehr spezielle Weise bessern zu können;

 Sitzschulung macht meiner Meinung nach aber mehr Sinn

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Kommentar von julie1520
16.11.2015, 16:04

Wann bringt man das Gewicht auf die falsche Seite? Wenn man jetzt zum Beispiel möchte, dass das Pferd nach recht geht und man mit dem linken Bein drückt. Auf welcher Seite wäre das Gewicht dann falsch? Rechts oder Links?

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Das kommt darauf an, wie man abwenden möchte.
Will ich nur die Richtung angeben, reicht es durchaus, über das drehen der Hüfte noch zusätzlich das äußere Bein hinzu zu nehmen.
Gewendet wird sowieso über die hüfte, nicht über das Bein.

Der innere Schenkel sorgt für die Biegung, dafür, dass das innere Hinterbein vermehrt unter den Schwerpunkt gesetzt wird.
Die Kombination aus der Hüfte und dem äußeren Bein, dass verwahrend wirkt in der Wendung und dem Biegungen inneren schrnjrl, das sorgt für korrektes abwenden, wodurch das Pferd nicht aus der Balance gebracht eird.

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Ich glaube dein Reitlehrer spricht eher von Biegung um den Schenkel, nach deiner Beschreibung.

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Kommentar von julie1520
16.11.2015, 16:06

Und wie funktioniert das?

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