Warum sinkt das Bildungsniveau?

17 Antworten



Ich habe das Gefühl, dass sich die Jugend gar nicht mehr für die wichtigen Dinge im Leben interessiert.



Ja, das könnte möglich sein. Allerdings muss man differenzieren: "die Jugend" ist ein dehnbarer Begriff. Die Jugend der prekären Unterschicht ist anders als die akademische Jugend. Dazwischen gibt es viele Abstufungen.

Außerdem ist die Definition dessen, was das denn sei: "die wichtigen Dinge im Leben", nur sehr individuell aufzustellen. Während manche Jugendlichen alleine ihr marerielles Wohl als Lebenszweck erkennen können oder wollen, sehnen sich andere junge Menschen eher nach Geborgenheit in einer Gemeinschaft, z. B. auch noch der klassischen Familie. Gewiss gibt es darunter auch welche, die geistige Interessen verfolgen.



Ich wünschte, ich würde so Menschen kennen, die sich wirklich für die
(z. Bsp.) Wissenschaft interessieren. Sie kann auch sehr spannend sein.



Ja selbstverständlich. Aber nicht alle Jugendlichen sind intellektuell dafür begabt, sich mit "Wissenschaft" welcher Fachrichtung auch immer zu beschäftigen. Selbst Jugendliche, die heute vom Staat mit 17 Jahren mit einem Zeugnis angeblicher Reife ins Leben geworfen werden, die vielleicht in diesem Alter mit sich noch nicht viel anzufangen wissen, viel weniger noch die Wirtschaft oder die Universität, sind heute nicht selten überhaupt nicht studierfähig. Entsprechend sind viele Jugendliche, die einen Realschul- oder Hauptschulabschluss haben, nur noch bedingt ausbildungsfähig. Aber ist das die Schuld der Jugendlichen? Staat und Wirtschaft gaukeln ihnen vor, mit 17 und Abitur etwas zu wissen und zu können. Nach einem Schmalspurstudium, nachdem die Universität grundlegenden Schulstoff nachholend vermittelt hat, gaukelt man ihnen mit Erreichen eines sog. "Bachelor" akademische Befähigung vor. Woher sollen diese bedauernswerten jungen Menschen denn wissen, dass sie nichts oder nicht viel wissen? Gut, sie könnten es wissen, wenn sie die Medienwelt aufmerksam verfolgen und die Klagen der Wirtschaft zur Kenntnis nehmen würden, dass man mit diesen "Bachelors" erst einmal wenig anfangen kann. Und die Ausbildungsbetriebe klagen, dass den Auszubildenen die mathematischen Kenntnisse und, ganz besonders schlimm, die wesentliche Kulturtechnik fehlt: die Befähigung, auch nur kurze Texte sinnvoll erfassen und mit eigenen Worten wiedergeben zu können. Leider stellt man dieses erschreckende Phänomen zunehmend auch an Universitäten fest.

Aber die Jugendlichen sind nur bedingt dafür verantwortlich, weil die staatliche Bildungspolitik in den meisten Bundesländern vollkommen versagt! Wenn man sechs Jahre undifferenzierte Inklusion verordnet, dann auch noch die Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr verkürzt, dafür die Schüler in aller Herrgottsfrühe teilweise schon für 7.30 Uhr in die Schule prügelt, sie dort bis zum späten Nachmittag schmoren lässt und ihnen mit dieser verfehlten Zeitgestaltung viele wichtige Entfaltungsmöglichkeiten nimmt, bevor man sie mit 17 Jahren in den sog. "Ernst des Lebens" entlässt, dann darf man sich über nichts wundern. Die Schüler tragen daran keine Schuld. Sie sind das Opfer!




Meiner Meinung nach macht so etwas viel mehr Spaß als Facebook,
Snapchat, Instagram usw. ... Klar sollte man sich ab und zu unter die
Leute mischen, etwas unternehmen. Aber mehr ist nicht.


Es gibt ohne Frage einen Trend in der jungen Generation, sich von den genannten kommunikativen Mitteln abhängig zu machen und die Gestaltung ihres Daseins vorgeben zu lassen. Den kritischen, sinnvollen Umgang mit diesen Medien  -  das Internet bietet, das darf man nicht vergessen, großartige Angebote, wenn man Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann  -  müssen den jungen Leuten folgende Institutionen beibringen: in zweiter Linie die Schule, aber in erster Linie das Elternhaus. Die Schule muss dabei versagen, wenn das Elternhaus diese grundlegende Leistung nicht erbringen kann oder will! Kurz: auch hier trifft die Jugendlichen keinesfalls eine Hauptschuld, wobei man aber verlangen muss, dass ein volljähriger junger Mensch mit Abitur in eigener Verantwortung nachholen kann, was versäumt wurde. Nicht alle jungen Menschen schaffen das, sie verfallen der anerkannten Krankheit der "Internetsucht"  -  leider ein zunehmendes Problem.



Dazu hab ich noch eine Frage. Ich möchte es mal "ganz vorsichtig" sagen.
Warum werden immer mehr naiver? Liegt das an den Schulen? Früher war es
denke ich nicht so. Aber jetzt geht es nur noch um soziale Netzwerke..



Meine bisherigen Ausführungen geben auf diese Fragen hinreichende Antworten.  :-)

MfG

Arnold





Vielen Dank für Deine Antwort!

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Ich gebe Dir vollkommen Recht:

Da gab dradio ein einziges Mal bekannt dass sie einen neuen Lyrik-Wettbewerb für Jugendliche ins Leben gerufen hatten. Es gab nicht mal einen Preis zu gewinnen. Kein anderes Medium berichtete darüber. Sie rechneten mit maximal 10.000 Teilnehmern. 

Nach viel Wochen hatten sie über 100.000 Anmeldungen. - Ein Beweis wie schlimm es doch ist dass es soziale Netzwerke gibt. Die dann auch noch von den Jugendlichen genutzt werden. Furchtbar. 

Vor wenigen Jahren gab es in Berlin vor dem Deutschen Bundestag eine Demonstration junger Menschen. Sie hatten sich lange vorbereitet denn es war ihnen wichtig dass aus jeder sozialen Gruppe die in diesem Staat lebt Teilnehmer anwesend waren. Mitglieder einiger sozialer Gruppen mussten erst noch überredet werden. Genauer: Dazu schriftlich animiert werden. 

Gäbe es doch bloß keine sozialen Netzwerke!!!! Sie hätten es nicht geschafft ihre Demonstration gegen aggressive Sexualisierung unserer Gesellschaft auf die Beine zu stellen!!!

Aktuell erhole ich mich von einer Auseinandersetzung die ich mit einem Journalisten führte der sich auf Politik spezialisiert hat. Seine Beiträge lese ich schon eine Weile. Und ärgere mich stets über seine staatspolitische Unwissenheit, sein halbgares Getöse. 

Tatsächlich behauptete er im Brustton vollster Überzeugung ein Neugeborenes habe mit unserem Grundgesetz ja wohl nicht das Mindeste zu tun. Das sei ja noch schöner. 

Es handelt sich um eine Auffassung die auch hier sehr oft zu lesen ist. Vor allen Dingen dann wenn Minderjährige Opfer von bis zu schwersten Straftaten geworden sind, ausgeübt durch ihre eigenen Eltern an sie. 

Ich habe mir dann einfach erlaubt die ersten zwei Artikel unseres Grundgesetzes als Gegenargument einzukopieren. 

Und dann habe ich diesen angeblich so sehr erfahrenden Politikjournalisten darüber aufgeklärt dass er durch die Eintragung ins Geburtsregister seinen Kindern die Teilhabe an unserem Rechtsstaatsprinzip ermöglichte und garantierte. 

Der jüngste Bürgermeister unseres Staates war übrigens erst 16 Jahre alt. WAR. Er hat die Dinge umgesetzt die ihm und seinen Freunden am Herzen lagen. Parteilos. Dann hat er sich öffentlich von der Politik verabschiedet. Er bat öffentlich alle politischen Parteien ihn in Zukunft in Ruhe zu lassen. Denn das Leben bestehe aus mehr als nur einem Berufsthema. Er habe bezogen auf Politik seinen Beitrag geleistet. Nun werde er sich um einen erlernbaren anständigen Beruf kümmern und ein ganz normales Leben führen. 

Nur damit wir uns recht verstehen: Das war in diesem Jahrhundert. Alles.

Doch, ja. Ich stimme Dir zu. 

Mir stehen sehr oft die Haare zu Berge wenn ich lese welchen Unsinn bis staatsfeindlichen Mist hier manche sogenannte Erwachsene als Rat jungen Menschen hinschmieren. 

Was angebliche Erwachsene reitet die hier gebetsmühlenartig jungen Menschen erklären spätestens mit 14 müsse der Mensch aktiv Sexualität leben erschließt sich mir nicht. 

Wie sogenannte Experten sich erdreisten können Ratsuchenden jungen Menschen zu schreiben bis zu ihrem vollendeten 18. Lebensjahr hätten sie keinerlei Rechte, seinen elterlicher Willkür hilflos ausgeliefert 

magst Du mir mal erklären. Denn Du hast ja den großen Überblick und kannst so gut vergleichen. 

Ich für mich kann mich mit meinem Pensionsalter beim besten Willen nicht erinnern als junger Mensch solche Erwachsene kennen gelernt zu haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Und also sehe ich mich in der Pflicht die mir gemachten Geschenke weiter zu geben. Aus Dankbarkeit meinen Vorfahren gegenüber. 

Meine Vorfahren waren nicht der Wahnidee verfallen Kinder würden sich selbst erziehen. Sie hätten sich in Grund und Boden geschämt hätten sie uns bezüglich Schulthemen alleine gelassen. Wohin es führt unreflektiert pauschalisierende und diskriminierende Schablonen zu übernehmen hatten sie am eigenen Leib erfahren. Deshalb mieden sie solches Verhalten wie die Pest. Und erzogen uns entsprechend. 

Nun gut: Nicht alle Menschen sind so stark ihre eigenen Fehler wahrnehmen zu können. Geschweige denn ihren Nachkommen davon zu berichten damit diese sie nicht wiederholen. Solche Vorfahren hatten einige meiner Klassenkameraden. Es sind sehr arme Geschöpfe denn sie wiederholen Geschichte für die wir heute noch manche Entschädigungsleistung erbringen. 

Bezogen auf Dich stimme ich Dir zu. Was die nachwachsende Generation angeht so stimmt für mich ein afrikanisches Sprichwort

Um ein einziges Kind zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf

Also nachdem ich mir mal ein Paar Antworten durchlesen habe, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.

1. Viele behaupten hier einfach "Ja, hast Recht. Das Bildungsniveau sinkt.". Sie geben aber nicht mal ne Quelle an von bspw. einer Studie die das belegt. Sie sagen das vermutlich aus eigenen schlechten Erfahrungen, die sie gemacht haben. Problem dabei ist, dass sie sich eher die negativen Erfahrungen einprägen als die Positiven. Das führt zu einer viel zu einseitigen Sicht.

2. Haben digitale Medien und soziale Netzwerke sicherlich viele Nachteile, z.B. den, dass Freunde sich mehr schreiben als sich zu unterhalten.

Aber die Möglichkeit zu haben und zu nutzen, einen Fremden auf der anderen Seite des Äquators anzuschreiben und somit sogar noch Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, ist sehr fortschrittlich. die wenigsten der Leute, die sich hier über die schlecht gebildete Jugend aufregen, hätten sich getraut bspw. im Urlaub einen Fremden anzusprechen um Sprachkenntnisse zu verbessern. 

Man sollte auch mal die Positiven seiten der Vernetzung betrachten, und nicht nur schwarz-weiß denken.

Wie findet ihr die Beschreibung (Verbesserungsvorschläge)?

Aufgabe: Man sollte beschreiben wie Kontakte in sozialen Netzwerken entstehen und wie man sie pflegen kann.

Facebook, Instagram oder Twitter – fast jeder benutzt heutzutage soziale Netzwerke.

Um sich bei einen sozial Netzwerk anzumelden braucht man nur seinen vollständigen Namen und seine E-Mail Adresse einzugeben. Am besten lädt man gleich noch ein Foto von sich hoch, damit die anderen einen auch finden können. Viele geben auch ihren Wohnort an, die Schule die sie besuchen bzw. besucht haben oder wo sie zurzeit arbeiten. Dadurch können andere Leute einen besser finden.

Hat man sein Profil endlich fertig erstellt, werden einem auch direkt Leute angezeigt, die man vielleicht kennt. Den einen oder anderen kennt man noch von früher aus der Schule, andere wiederum wohnen bei einem in der Nähe. Es gibt aber auch oben eine Suchleiste mit der man Leute/Freunde suchen kann. Hat man jemanden gefunden den man kennt, schickt man ihm am besten eine Freundschaftsanfrage.

Meistens dauert es nicht lange und derjenige nimmt die Freundschaftsanfrage an.

Oft bekommt man aber auch von anderen Leuten Freundschaftsanfragen geschickt. Man kann denjenigen als Freund annehmen, man kann ihn allerdings auch ablehnen. So bekommt man mit der Zeit immer mehr Freunde.

Wenn man befreundet ist, kann man die Inhalte sehen, die die Leute posten und so einen kleinen Einblick in das Leben des anderen bekommen, denn oft werden Bilder vom Urlaub oder von dem was man gerade macht gepostet.

Zusätzlich kann man auch Nachrichten austauschen. So entstehen oft wieder alte Kontakte, die man noch von früher kennt, aber die schon lange weit weg von einem wohnen und auch sonst keinen Kontakt hat. Natürlich muss man nicht jeden Tag mit einander schreiben, aber man freut sich doch trotzdem, mit jemanden den man schon lange nicht mehr gesehen hat, Kontakt aufzubauen. Manchmal entsteht sogar die Möglichkeit sich wieder zu sehen.

Soziale Netzwerke bieten aber auch eine tolle Möglichkeit um Suchanzeigen aufzugeben, wenn zum Beispiel sein geliebtes Haustier verschwunden ist, kann man eine Suchanzeige aufgeben, oft wird der Post so oft geteilt das ihn einer erreicht, der das Tier gesehen hat.

Allerdings sollte man aber auch etwas vorsichtig sein, denn nicht jeder der in einem sozialen Netzwerk angemeldet ist, gibt seine wahre Identität an.

Aber alles in allem sind soziale Netzwerke eine tolle Möglichkeit um alte Schulkameraden oder Freunde wiederzufinden.

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