Warum sind wir uns so sicher, dass unser Gott der Richtige ist?

47 Antworten

Logischerweise kann es nur EINEN Schöpfergott geben. Wie findet man den wahren Gott?

Ein religiöser Mensch geht davon aus, dass es einen Schöpfer gibt, der die ersten Menschen erschuf und ihnen Regeln mit auf den Weg gab.

Davon berichtet die Bibel. Sie berichtet aber auch, dass die ersten Menschen sich von ihrem Schöpfer ab- und sich seinem Widersacher Satan zuwandten. 

Der Schöpfer gab sich in 2. Mose 3:15 selbst den Namen JAHWE:

„Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: JAHWE, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht.“ (EB).

In diesem Moment — als sich die Menschen von JAHWE abwandten — schufen sie falsche Religion. Die verbreitete sich über die ganze Welt. Ursächlich für diese weltweite Verbreitung der falschen Religion war auch die in der Bibel beschriebene von JAHWE verursachte Sprachverwirrung in Babel / Babylon.

Die Menschen nahmen ihre rebellischen Ansichten gegen den wahren Gott JAHWE — also ihre falsche Religion — mit in alle Welt.

Trotzdem gab es zu allen Zeiten auf der Erde Menschen, die den Gott der Bibel — JAHWE — anbeteten. Erst waren es die Hebräer (Juden). Als die schliesslich den Sohn Gottes als Retter ablehnten, schuf Christus im Auftrag Gottes etwas Neues — das Christentum. Hier betete man wieder JAHWE an und akzeptierte Jesus als den von seinem Vater JAHWE eingesetzten König.

Interessant ist, dass man damals die Urkirche des Christus als Sekte bezeichnete:

“Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarẹner,“ (Apg. 24:5)

Trotzdem verkörperte die von Christus gegründete Religion die wahre Religion. Lass Dich also nicht beeindrucken von dem Begriff „Sekte“.

Dann kam es wieder zu Abspaltungen vom wahren Glauben — genau, wie Christus es voraussagte:

“Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Mat. 7:15, 16)

Einer Abspaltung von der Urkirche ebnete im 4. Jh. der römische Kaiser Konstantin den Weg zur Staatsreligion. Die wurde später als die römisch-katholische Kirche bekannt. Sie hatte wenig mit der Bibel gemeinsam und verbreitete mit Irrlehren (Hölle, ...) eine Schreckensherrschaft.

Im 6. Jh. kam der Koran dazu. Doch der verbreitete die unbiblische Höllenlehre und weitere Irrlehren, woran man erkennt, dass er nicht göttlichen Ursprungs ist.

Dann kam es zur Reformation. Aber auch sie brachte nur eine weitere Zersplitterung der Christen in unzählige Sekten.

Trotzdem beten zu allen Zeiten Menschen weiterhin zu dem wahren Gott JAHWE / JEHOVA / JHWH (Tetragrammaton). Man kann also relativ leicht zwischen wahrer und falscher Religion unterscheiden.

Jesus nannte weitere Merkmale, woran man die wahre Religion erkennt. Hier einige:

— politische Neutralität: "Sie sind kein Teil der Welt, so wie ich kein Teil der Welt bin." (Joh. 17:16)

— sie beteiligen sich nicht an Kriegen: "Da sagte Jesus zu ihm: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." (Mat. 26:52)

— weltweite Liebe: "Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ (Joh. 13:35)

— sie machen den Namen ihres Gottes bekannt, so wie Jesus es tat: "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht," (Joh. 17:6)

— sie anerkennen Jesus als ihren himmlischen König und Sohn JAHWES: 

"Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: „Nun denn, bist du ein König?“ Jesus antwortete: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ (Joh. 18:37)

JAHWE selbst sagte: "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!" (Joh. 17:5)

— sie predigen weltweit: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." (Mat. 24:14)

— sie glauben an das gesamte Wort Gottes, und für sie ist die Bibel von Gott inspiriert: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit," (2. Tim. 3:16)

— sie versuchen, sich eng an bibl. Lehren zu halten, auch wenn heute einige meinen, sie würden nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen.

Das ist übrigens ein Argument für mich, warum ich an Gott glaube: weil seine Maßstäbe heute noch weltweit in allen Bevölkerungsschichten anwendbar sind.

Weitere Argumente sind die vielen detailliert in Erfüllung gegangenen Prophezeiungen der Bibel. Auch die wissenschaftlich korrekten Aussagen der Bibel, die ihrer Zeit weit voraus waren (Embryonale Entwicklung, Wasserkreislauf, Kugelform der Erde, Erde hängt am Nichts, Unzählbarkeit der Sterne, Hygienevorschriften, ...), sind gute Argumente für die göttliche Inspiration der Bibel.

Und natürlich überzeugt mich die Schöpfung selbst, dass es einen intelligenten Verursacher gibt — eben einen Schöpfer:

"Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind;" (Römer 1:20)

Ich glaube auch das, was die Bibel über den Tod und die Auferstehung sagt (Prediger 9:5, 10; Joh. 5:28, 29). Mit dem Tod sind wir nicht mehr existent. Gott kann sich jedoch an uns erinnern und wird uns wieder auferwecken.

Auch glaube ich daran, dass wir mal ewig und glücklich auf einer paradiesischen Erde leben werden:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4)

So schwer ist es also nicht, unter den vielen Religionen die wahre Religion herauszufinden. Das Ausschlussverfahren vereinfacht die Suche.

LG ...

Danke für die ausführliche Antwort!

Aber warum glauben dann so viele Menschen an eine “falsche Religion“?

Liegt es an einem gravierenden Mangel an religiöser Allgemeinbildung?

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@RobertFord

Religion geht allgemein aus einem Mangel an Bildung hervor, dem Wunsch dem Leben einen tieferen Sinn zu geben, oder Gefühle, welche rationalem Denken entgegenwirken. Mit Religionen lassen sich Menschen wunderbar manipulieren und kontrollieren, ein sehr nützliches Werkzeug für den ein oder anderen.

Zu deiner Frage: Ja es ist absolut absurd. Auf den ersten Blick ist gläubig zu sein, allgemein absurd, wenn man den Glauben objektiv betrachtet und nicht aus einem gesellschaftlich indoktriniertem Blickwinkel. Jedoch bin ich der Meinung, das Religionen auch ihren Wert haben, hinsichtlich der Vermittlung einer gewissen Moral und Verhaltensregeln, welche nicht im Gesetz verankert sind.

Ich persönlich halte die Vorstellung von einem persönlichen Gott für Schwachsinn, genauso wie das zitieren von Bibelversen, als seien es Fakten. Aber leben und leben lassen.

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@RobertFord

Die meisten Menschen fragen nicht danach, wie Gott angebetet werden möchte. Sie basteln sich ihre eigene Wohlfühlreligion, in der sie sich ganz bequem nach dem Zeitgeist ausrichten können. Alles, was ihnen am Willen Gottes nicht gefällt, wird ausgeblendet.

LG ...

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@OhNobody

Warum möchte Gott überhaupt angebetet werden? Was bringt ihm das? LG

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@RobertFord

Frage umgekehrt: was bringt es uns Menschen, wenn wir ihm gehorchen?

Was bringt es dem Betreiber, wenn er die Bedienungsanleitung beachtet? Was hat es der Menschheit gebracht, die „Bedienanleitung“ Gottes zu ignorieren?

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Am wahrscheinlichsten (natürlich nur unter der Voraussetzung, dass es Gott tatsächlich gibt) ist es nach meiner Einschätzung sogar, dass Du mit Deinem erfundenem Gottesbild richtiger liegst, als eine der vielen Religionen, die allesamt glauben, den einzig wahren Gott für sich "gepachtet" zu haben.

Ich selbst glaube auch nur an einen Gott. Da ich aber ein deistisches Gottesbild habe und nicht einer speziellen Religion anhänge (obwohl ich Mitglied in der evangelischen Landeskirche bin), habe ich kein Problem damit, all die vielen Gottesbilder, die sich die Menschen im Verlaufe der Zeit so ausgedacht haben, auf einen einzigen Gott zurück zu kürzen.

Mit der Anzahl der Anhänger hat das also nichts zu tun. Am ähnlichsten kommt meinen Vorstellungen das Gottesbild der christlichen Unitarier, der Universalisten, oder das Gottesbild der Bahai-Religion.

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