Warum sind wir Menschen überhaupt auf der Welt wenn wir eh alles zerstören, verpesten und die Welt zu einem grausamen Ort machen, obwohl sie keiner ist?

33 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo perfectingday,

ich wurde von NewKemroy auf deine Frage aufmerksam gemacht und möchte mich anschließen.

Dass an allen von Menschen verursachten Dingen von denen Du sprichst 

Terror, Extremismus, Macht, Ausbeutung, Politik, Verpestung der Erde, Demonstrationen und Erfindungen die die Welt eigentlich nicht gebraucht hätte. [...]

der, die oder ein Mensch dran Schuld ist, kann nicht widerlegt werden. 

Aufgrund von ökonomischen Radikalen (Gier, politischer, finanzieller, oder sonstiger Machterhalt sowie Funktionalitätskontrolle in jeder Form) hat der Mensch in einer sozial und ökologisch unnatürlichen Form Versucht sich den Ängsten (Das Fremde, Unbekannte, Unzubändigende,...) der Natur zu stellen, diese zu besiegen und zu bändigen.

Heraus kamen viele politische Herrschaftsformen. Sehr gut beschrieben werden diese u.a. in Prof. Dr. Llanque, Markus (2016) Geschichte der politischen Ideen - Von der Antike bis zur Gegenwart, Beckverlag, 125 Seiten, die ich sehr empfehle. Aber weg davon.

Du beschreibst zudem dass da noch die Politik ist. Du sprichst von Machtausnutzung und mehr. Wir sind alle Gegner davon und deshalb haben wir (mittlerweile leider) die Qual der Wahl. Einige wenn nicht alle Parteien - das bleibt jedem selbst überlassen wie er das empfindet - sind für einige Menschen nur "Sch**** in verschiedenen Farben oder Geschmacksrichtungen" Volker Pispers - Bis Neulich 2016. Meine Erfahrung ist, aus erster Hand mit Politikern, dass sich die kleinen und lokalen Kommunalgrößen, Vorstände, etc mehr um die Bürger kümmern, als die ganz Großen.

Es gibt hierzu eine Ausnahme, aber da es viele Trolle gibt, werde ich diese nicht nennen, das muss wie gesagt jeder für sich heraus finden, wer den Menschen gut tut. :)

Du sprichst weiter über die Missstände in anderen Ländern und deren Problemen: 

[die] kann man gerade in nahezu fast jedem Land beobachten, egal ob es Russland, Türkei, Syrien, Iran, Irak oder ein Kontinent wie Europa oder Amerika ist. 

Wenn ich an Trump, AfD, Terror und Krieg denke, entwickelt sich beinahe zeitgleich ein Synonym dazu names: menschliches Versagen. Aufgrund ebendessen, sehen wir keinen Ausweg mehr und kognitiv schwächere wählen dann das scheinbar kleinere Übel. 

Wenn es um außenpolitische Themen wie o.a. geht, ist dem ebenfalls menschliches Versagen geschuldet, denn für mich ist die bewaffnete Auseinandersetzung in egal welcher Form (Besatzungs-, Verteidigungs- Untersützungskrieg) die letzte Form, welche angewandt wird. Die allerletzte und das sollte sie an sich auch bleiben. 

Schauen wir uns nur mal die letzten 100.000 Jahre Geschichte und Archäologie an, ist belegbar, dass es nur wenige Jahre Weltfrieden gab. Die verallgemeinerte Aussage, dass wir nichts gelernt haben ist (meiner Meinung nach) somit hinreichend belegt - man betrachte das Verhältnis von 0,01 % der Kulturzeit des Menschen in Frieden.

Du schlägst zudem die Brücke zwischen Geld und Erfindungen, die das Leben erleichtern aber der Natur schaden. Hierzu möchte ich sagen, dass es nicht einfach ist viele Millionen von Menschen gerecht und gleich zu versorgen, aber das Problem hierbei ist, dass es wieder ein Kompromiss ist, der in der Politik getroffen wird.

Was kann ich meinem Land (als Staatsoberhaupt) Gutes tun? Das fängt bei den alten Griechen und den Römern an. Diese haben sich überschlagen mit Neuerungen und Wohlstand für das Volk, einfach darum, weil das Volk sonst rebelliert hat. Wir sind heute soviele mehr, dass man meinen könnte, die Obrigkeiten müssten noch mehr Angst haben, statt dessen aber sind die Menschen in den modernen westlichen Ländern in Lethargie, Faulheit und Dummheit verfallen. 

Wenn schon ein attischer Bauer 3 Tage Marsch auf sich nimmt nur um in der Hauptstadt am politischen Symposium mitreden oder zumindest zuhören zu können - frage ich mich was die wesentlichen Punkte sind, warum wir das heute nicht mehr tun im Bundestag. Ich glaube das liegt an den maßgeblichen Variablen wie "Zeit", "Arbeit", "Druck" und "Alltag".

Du suchst die Schuld bei den Menschen in Bezug auf das Geld, da stimme ich dir größtenteils zu. Das Geld hat uns abhängig gemacht, weil es neben dem alten Werte- und Tauschhandel (der letzte nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland) für alles eingetauscht werden kann. Ich erhalte es als "Lohnquittung" für meine Arbeit, weil es leichter ist als Türen, Käse, Fleisch, ... und kann es für alles eintauschen. Das ist aber auch schon alles - bräche das System zusammen, sind diejenigen Könige, die wirklich nützliches Produzieren (Lebensmittel, Medizin, kurzum: Konsumgüter) und diejenigen die Sicherheit anbieten können.

Dass die Macht Menschen verdirbt gilt nur wenn diese Menschen keine Katharsis erlebt haben. Sprich, Lebenserfahrung, die mich davon abhält schlechtes oder unüberlegtes zu tun. Meiner Meinung nach liegt das auch hier wieder an der fehlenden Zeit, diese auch erhalten zu können. Wir gehen als Kinder in die Schule, machen Abitur, mittlerweile gehen Kidner studieren, kommen nach drei Jahren als ältere Kinder aus der Uni und werden auf Kinder los gelassen. 

Wo bleibt da der Erfahrungswert für die Menschen in unserer von Zeit und Leistung gepeitschten Gesellschaft? Man muss sie sich nehmen. Ich habe nur davon profitiert mit 30 das Studium begonnen zu haben. Ich hoffe das zahlt sich auch weiterhin aus.

Du sprichst von Mutter Erde und von dem, was wir durch sie erhalten haben:

[...] sie hat uns warmes Essen, Trinken, Kleidung spendiert. Die Erde ist eigentlich kein schlechter Ort, doch die Menschen machen es leider zu einem. Warum denn? [...]

Du hast erkannt, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Das ist schonmal was, halte dich an diese Leute, denn wenn du das nicht tust, fütterst du nur den Dämon un der wächst weiter.

Dass viele Menschen nur an sich denken hat viele Gründe. Unendliche viele. Wir können uns nicht anmaßen die Welt zu verstehen oder gar auch nur einen Menschen. Jeder der das Behauptet meint, dass Hinter dem Horizont die Welt zu Ende ist. 

Da es viele Menschen gibt, gibt es auch verhältnismäßig größere Mengen von guten und schlechten. Diejenigen, die so schlaue Fragen stellen und so schön differenzieren können wie du, müssen sich zusammentun und nicht separieren lassen aufgrund von Kleinigkeiten.

Einige Leute hier im Forum tun das auch. Sind Blitzgescheit und fangen Streitereien an wo gar keine sind. Aber akademisch und fachliche Intelligenz hat eben wenig mit sozialer, emotionaler, haptischer uvm. Intelligenzen/Kompetenzen/whatever zu tun. Dafür ist das Leben außerhalb der Arbeit eigentlich da - das haben wir nur aufgrund unseres Standart nicht!

Und für mich liegt auch da der Hund begraben.

Zu deinem letzten Absatz:

[...] wieso sind wir Menschen überhaupt auf der Welt, wenn wir eh alles hier verschmutzen oder ruinieren und gibt es Lebewesen, die es besser gemacht hätten als wir? Es ist einfach unbegreiflich, weshalb manche Menschen keine Menschlichkeit besitzen.

Diese Frage möchte versuchen zu kommentieren, denn beantworten kann ich sie nicht.

Wir sind hier, weil es der Zufall, das Universum und Gott so wollte. Jeder wie er meint. Alle natürlichen Wesen auf dieser Welt leben in Symbiose mit ihrer Umwelt - von daher gäbe es Lebewesen die es besser machen!

Was dem Menschen fehlt um genau so gut zu sein, wie ein Tier ist der Bezug zur Natur. 

Wir haben einen immensen Nachholbedarf an Sympathie, Nachhaltigkeit, Respekt, Erhalt und Harmonie mit der Natur. 

Es ist länger geworden als ich dachte - ich hoffe ich konnte zu deiner Frage etwas beisteuern.

LG

16

Na endlich mal einer von denen die meine Frage verstehen. Danke und diese Antwort hier hat als einzige den Stern verdient. Weil das sind gute Argumente die du da im Endeffekt miteinbringst. Tja leider haben wir noch nicht den Status erreicht, der eigentlich viel besser wäre. Und ein DH zusätzlich!

2
17
@perfectingday

Das ehrt mich sehr danke. Ich finde es unglaublich schön, dass es 18jährige gibt, die sich a) mit solchen Themen und b) in so einer, wie ich finde, hohen Schreibe- und Argumentationsqualität auseinandersetzen. 

Hut ab. 

cui honorem, honorem

ps.: was ist ein "DH"?

0
16

Das bedeutet hier Daumen hoch, also ich habe dir vorhin einen Daumen nach oben gegeben, kann übrigens auch positive Bewertung bedeuten. Und danke :)

1

Ich denke mal das Problem befindet sich niederen selbst des Menschen. Ich habe mal erfahren, dass jeder Mensch ein "lower-self" hat, eine Charaktereigenschaft die wir von unseren Affenvorfahren mitgebracht haben. Grundsätzlich bräuchte der Mensch nichts ausser dinge wie Nahrung, Schutz und solche grundlegende Bedürfnisse. Jedoch sind fast alle Menschen mit Ihrer Psyche noch nicht so weit, um auf alles unnötige zu verzichten. Der Mensch verhält sich in den meisten fällen wie ein Affe, ein Affe der die ganze Zeit nach Ablenkung sucht, der besser sein möchte als der Rest und sein Leben lang ein Statusspiel spielt, der die ganze Zeit seine neurotischen Giere befriedigen muss usw... Um die Probleme der Menschheit zu lösen, sollte man dieses "lower-self" vernichten, jedoch wird das wahrscheinlich niemals passieren, denn das fordert sehr viel Aufopferung und Arbeit an der eigenen Psyche.

Sieh dir dieses Video an, es zeigt wie ignorant der Mensch in der heutigen Gesellschaft ist und wie wenig wir uns wirklich von Affen unterscheiden:

https://www.youtube.com/watch?v=z4YkMoysymY

Das Video ist zwar ziemlich lang, aber es kann den Effekt haben, deine Sicht auf die heutige Welt zu verändern.

Woher ich das weiß:
Recherche

Deine Frage kann man aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beantworten. Ich versuche mal beide abzudecken...

Die Erde ist eigentlich kein schlechter Ort, doch die Menschen machen es leider zu einem.

Oh doch, die Erde ist ein ziemlich schlechter Ort für uns. Weite Bereiche sind für uns unbewohnbar - Meere, Gebirge, Kälteregionen, Hitzeregionen - es gibt Erdbeben, Unwetter, giftige Pflanzen, Raubtiere, Krankheiten und eine permanente Gefahr von Sonnenwinden gegrillt oder von Asteroiden getroffen zu werden.

Zudem ist der Mensch alles andere als perfekt, sondern im Gegenteil äußerst anfällig, wenn man ihn einmal mit den Tieren vergleicht, die jeweils perfekt auf ihren Lebensraum adaptiert sind.

Der Mensch musste sich seinen Lebensraum hart und unter Opfern erst erkämpfen und das führte zu mehreren Effekten: Er beschützt das, was er sich erkämpft hat, er will seine Situation immer weiter verbessern - auch auf Kosten anderer und es überlebten vor allem diejenigen, die egoistisch denken und handeln.

Warum denn? Wir Menschen sind zwar nicht perfekt, doch all das was wir angerichtet haben, kann man einfach nicht verstehen.

Das Problem ist, dass eine egoistische Grundeinstellung auch eine kurzfristige Denkweise fördert. Gemacht wird, was unmittelbar einen Nutzen verspricht (Geld, Macht, Einfluss, Vorteile, ...). Man verzichtet nicht darauf, nur damit es einem später vielleicht besser geht oder später jemand anderes Vorteile hat.

Wenn man das so betrachtet, kann man gleich direkt sagen das wir Menschen an allem Schuld sind, doch sind wir überhaupt Menschen an allem Schuld was der Erde nicht gut tut?

Ja, sind wir - von Naturkatastrophen mal abgesehen. Wenn du mal geflogen bist, und bei Start und Landung mal nach unten gesehen hast, dann wird dir vielleicht aufgefallen sein, dass sich die Menschheit wie ein Krebsgeschwür in die Natur frisst.

Ich sage ja und nun frage ich euch, wieso sind wir Menschen überhaupt auf der Welt, wenn wir eh alles hier verschmutzen oder ruinieren und gibt es Lebewesen, die es besser gemacht hätten als wir?

Die Tiere machen es schon lange besser als wir. Wobei "besser" eine Frage der Perspektive ist und damit sind wir bei der zweiten Perspektive. Die ist etwas weniger einfach zu verstehen und hat mit dem Sinn des Lebens zu tun. Warum also sind wir hier? Was machen wir hier überhaupt?

Im Grunde ganz einfach: Erfahrungen sammeln. Die physische Realität ist am ehesten vergleichbar mit einem Freizeitpark, einer Erlebniswelt. Sie bietet den Raum und die Möglichkeiten, völlig unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln - und zwar alle Erfahrungen. Es gibt aus dieser Perspektive kein gut oder schlecht - das sind subjektive menschliche Werte - es gibt nur Erfahrungen. Damit das optimal funktioniert, ist unsere Realität dualistisch angelegt und bietet jede Menge Gegensätze: Männlich und weiblich, hell und dunkel, angenehm und unangenehm, usw. Diese Gegensätze, unsere schwächliche Konstruktion und die inhärenten Gefahren unserer Realität bieten optimale Voraussetzungen, um alle möglichen Erfahrungen zu machen und sich dabei weiter zu entwickeln. Wir sind nicht ohne Grund mit einem enorm starken Überlebenswillen und einer mindestens genauso großen Neugierde ausgestattet, die dazu führen, dass wir uns nicht einfach in eine Höhle setzen und auf den Tod warten, sondern dass wir kämpfen, forschen, uns weiter entwickeln, um möglichst lange im Spiel zu bleiben.

Wir bilden das auch immer wieder ab: Freizeitparks, Geisterbahnen, Gruselfilme, Computerspiele - all das sind kleine Abbildungen unserer Realität. Und keine dieser Simulationen ist einfach und leicht - das wäre langweilig, sondern wir gestalten sie bewußt herausfordern, schwierig und spannend, um ein maximales Erlebnis daraus ziehen können. Und genau so funktioniert unserer Realität eben auch.

Warum schafft es die Politik nicht?

Menschen zu helfen Frieden auf der Welt zu erreichen ! Armut zu unter binden !

...zur Frage

Wieso weint sie deswegen, dann ist sie mich wenigstens los?

Vor ca. einem Jahr ist etwas passiert das mich bis heute noch sehr beschäftigt. Ich habe damals einen Fehler gemacht und eine Person sehr damit verletzt. Ich wollte mich deswegen umbringen und als die Person von meinem Vorhaben erfahren hat hat sie fürchterlich geweint. Ich frage mich seitdem immer : WARUM. Ich bin es doch, die einen Fehler (er war nicht so extrem schlimm) gemacht hat, mein Tod wäre ihr also nur zum Vorteil gewesen,immerhin wär sie mich dann los gewesen . Was denkt ihr

...zur Frage

Wäre Gott nicht relativ grausam?

Weil ein gott könnte doch locker alles leid beenden. Weil es gibt auch viel unverdientes leid bei guten Menschen

...zur Frage

Wenn es keinen Gott geben ,,sollte“, warum würde man dann auf die Welt bringen, dass es einen gibt?

Nehmen wir mal an es gibt keinen Gott. Warum gibt es dann Religionen und warum wurde das überhaupt auf die Welt gesetzt (dass es einen gibt) ? Diese ganze Welt ist nichts weiter als ein verdammtes System. Die Erde und die Menschen sind nicht perfekt und trotzdem vollkommen und trotzdem muss man doch vieles hinterfragen und warum ist es denn jetzt so ? Und findet ihr dass der glaube eher was für schwache Menschen sind? Ich bin kein ungläubiger und manchmal bin ich auch kein Gläubiger weil ich das ganze nicht so recht verstehen kann (ich komme aus einer gläubigen Familie)

...zur Frage

Warum heißt das Weltall so?

Warum heißt das Weltall Weltall, obwohl die Welt nichts mit dem All zu tun hat?

Heißt das Weltall, weiter fern, auch Weltall oder haben wir Alles nach unseren Erdball benannt? (was wir nicht von der Erde aus sehen)

Und als die Menschen dachten, dass die Erde noch eine Scheibe war, warum haben sie den Begriff WELT schon gekannt oder ERDE? Worauf sollte denn die Erde draufliegen? Und eine Welt konnten sie sich nicht vorstellen, wie sie in der Luft schweben sollte?

...zur Frage

Warum haben die meisten Leute so ein eingeschränktes Denken?

Alles was nicht gesehen werden kann... oder nicht bewiesen ist / bzw nicht bewiesen werden kann... wird von 99% aller Menschen als Unfug abgetan und belächelt ... ! Warum ist das so ? Sind die medien daran schuld ? Oder ist die Erziehung daran schuld seit Geburt an ? Können wir dieses Tunneldenken irgendwann ablegen ... und wie erreichen wir die Menschheit um endlich umzudenken ?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?