Warum sind viele so intolerant, wenn man anders ist, anders denkt, sich anders äußert als die Allgemeinheit?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Das Problem ist, dass du in Gruppen denkst. Bevor du mich fragst wo:

Nationalitäten und welchen davon ich eine höhere Gewaltbereitschaft zutraue

Menschen kategorisch in Gruppen einzuteilen und daraufhin negative Reaktionen zu bekommen heisst nicht, dass die anderen Leute dich verunglimpfen oder beleidigen geschweige denn intolerant sind. Es zeugt schlicht von mangelndem Menschenverständnis oder bewusster Ignoranz.

In Deutschland hat man, meiner Meinung nach, zudem das problem der extremen Offenheit, fast schon Dreistigkeit. Was ich damit meine ist, dass z. B. bei mir in der Schweiz Kritik und Meinungsverschiedenheiten etwas vorsichtiger erwähnt und angebracht werden. Das heisst eben nicht, dass man nicht darüber redet nur eben anders. Vielleicht ist es ja mehr das was dich stört, denk mal darüber nach. Man kann halt sagen: "Du hast komplett unrecht, das ist so und so. Steht doch da" oder eben: "Interessanter Standpunkt, aber laut Argument A und Argument B wirkt sich das eher so und so aus..." Dieser Verbissene Ton ist aber leider Bestandteil der deutschen Kultur (weswegen ich selber nicht in Deutschland wohnen wollen würde).

Des weiteren gibt es nun einmal Menschenrechte und eine Verfassung (In eurem Fall Grundgesetz) die bestimmte Meinungen als schädlich für die Gesellschaft empfindet. Das wären z. B. die Leugnung des Nationalsozialismus und schiess mich tot... Das ist also schon rein legislativ gegeben. Das darüber diskutiert werden darf, sehe ich auch so.

Zu guter letzt ist es dir natürlich frei deine Meinung zu äussern (solange sie niemanden anders in seiner Freiheit einschränkt). Den anderen steht es aber eben auch frei dich zu kritisieren oder nicht deiner Meinung zu sein. Beleidigen dürfen (sollten) sie dich dabei allerdings nicht.

(In eurem Fall Grundgesetz) die bestimmte Meinungen als schädlich für
die Gesellschaft empfindet. Das wären z. B. die Leugnung des
Nationalsozialismus und schiess mich tot.

In welchem Absatz soll das stehen?

0

Paragraph 130 StGb

0

Ja stimmt, war nicht das GG... Mein Fehler

0

Hallo Timmy001

Deine Frage ist einerseits interessant, aber du wirfst auch vieles durcheinander. Beispielsweise die mit Sex zusammenhängenden Dinge.

Jeder kann bei nahezu allem argumentieren, daß er nichts für seine Taten kann, weil das ein psychischer Defekt, eine Krankheit sei. Wenn du einen Psychologen dazu um eine Stellungnahme bittest, dann wird er dir sagen, daß jeder Mensch irgendeinen psychischen Defekt hat, der aber nicht relevent ist.

Wenn beispielsweise ein Pädophiler sich auf einen Trieb beruft, den er nicht kontrollieren kann, dann muß man dem klar sagen, daß sein Trieb nicht über das Wohlergehen anderer Menschen geht. 

Verleumdung und Verunglimpfung zielen grundsätzlich auf etwas ähnliches, nämlich die Beschneidung der Rechte anderer. Wenn du jemanden als Ar*** betitelst, dann ist das eine klare Beleidigung und du hast eine Grenze überschritten, nicht der Beleidigte. Wenn das nicht stimmt, dann kannst du die Klage gelassen auf dich zukommen lassen.

Was die von dir so genannte Zensur im Internet betrifft, so liegt das an einem vorauseilenden Gehorsam, der durch das "Durchsetzungsgesetz" gefördert wird, denn die Strafen können exorbitant ausfallen, wenn etwas auf verlangen nicht gelöscht wird. Dieses Gesetz resultiert auch daraus, daß in der Vergangenheit im Internet völlig straffrei beleidigt, diffamiert und gemobbt werden konnte. Es bleibt aber abzuwarten, wie das Verfassungsgericht sich dazu stellen wird. 

Ansonsten kannst du auch selber aktiv werden, indem du dich sofort beschwerst, wenn ein Beitrag von dir gelöscht wird und nochmal genau das gleiche Statement schreibst.

Letztlich kannst du in Deutschland so gut wie alles sagen und schreiben, wenn das nicht beleidigend ist - andere Menschen haben auch Rechte.

Was den sogenannten Mainstream betrifft - willst du der Mehrheit ihre Meinung verbieten. Sie verbietet dir deine nicht, aber du erntest selbstverständlich von vielen Seiten Kritik, wenn du dich mit allen zugleich anlegst. Das darfst du trotzdem tun, aber dann solltest du auch ein genügend dickes Fell haben.

Und wenn dir meine Antwort nicht paßt, dann kannst du dich auch beschweren und hast eine gewisse Chance, daß sie gelöscht wird, weil der jeweilige Moderator ohnehin überlastet ist und im Zweifelsfall eher löscht als ein Risiko einzugehen.

Gruß

Wer gar zu tolerant ist, ist entweder ein grinsend-nickender "Buddha" oder ein Beliebigkeitsapostel. Überhaupt sind Menschen meist dann sehr tolerant, wenn es um Dinge grhet, die sie nichts angehen. Wer vor Glecichgültigkeit nur so strotzt, ist auch so ein Toleranzapostel von der eher miesen Art.

Selbstverständlich bin auch ich mehr odwer minder intoelrant, wenn es um meine essentials geht. Irgenswelche Gutmenschen und sonstige Moralisten sind mir hierbei schnuppe.

Deutschland sei bei Toleranz "sehr zurück"?

Das ist eine alberne These. Es gibt kaum ein toleranteres Land auf diesem Globus. 

Aber offensichtlich weißt du auch kaum etwas mit dem Begriff "Toleranz" anzufangen...

Bei dem geht es nämlich nicht um kritiklose Beliebigkeit, sondern in erster Linie um die Freistellung ALLER Meinungen und Ansichten von staatlicher Bevormundung oder gar Verfolgung!

Dem wiederum steht nicht entgegen, wenn konkrete Menschen zu einem Thema eine klare Position beziehen und sich engagiert dafür einsetzen.

"Die Gesellschaft" "verurteilt" keine Abweichungen, sondern bietet ihnen Raum und Schutz, um sich zu entfalten! Konkrete Individuen wiederum können sich demgegenüber immer kritisch aufstellen.

Bezeichnenderweise regt dich vermeintliche "Diskriminierung" nur auf, wenn sie deinem offensichtlichen Bedürfnis nach Ausländer- und Asylbewerberhetze entgegensteht. So outest und blamierst du dich als bigotter Heuchler, noch bevor man beginnen könnte, dich ernst zu nehmen.

So sind deine Ausführungen nur das langweilige Opferlamento von jemandem, der Kritik an seinen Positionen delegitimieren möchte und damit faktisch outet, in welchem mentalen Gefängnis er sich befindet!

Dadurch, dass du die AfD als "Prügelknaben" bezeichnest, machst du selbst genau das, was du anprangerst. Du bist intolerant.

Man kann über die AfD sprechen. Man kann über den Rechtsextremismus in der AfD sprechen, über Höcke, Gauland, Poggenburg und wie sie nicht alle heißen. Über den geleakten WhatsApp-Chat und über das, was AfD-Aussteiger inzwischen zu berichten haben. Über "Deutschland den Deutschen", über "Volksfeindliche Medien sieben", über "Dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD", über den Maxim-Gorki-Park in Sachsen, über K- und r-Strategien und last but not least darüber, wie sich saarländische- und Bundes-AfD so verstehen. Das alles könnte man ebenso wie Asylpolitik und Willkommenskultur kritisieren.

Könnte man, aber der vorherige Absatz enthält ebenfalls so einiges an Zündstoff, um böse Kommentare zu triggern. Das hab ich hier auf GF schon ausprobiert ;) Dazu kommt noch, dass die AfD andere Religionen und Homosexuelle ebenfalls nicht so knorke findet.

Man kann es sich aber auch einfach machen und die AfD als "Prügelknaben" und jeder, der sie kritisiert, ist auf die Lügenpresse reingefallen. Dass es tatsächlich Menschen gibt, die unabhängig von den Medien die AfD für einen gefährlichen rechten Haufen halten, kann eigentlich gar nicht sein. Wenn man die anderen diffamiert, muss man sich nicht mehr mit dem Thema auseinander setzen, ne? 

Ich würde eher sagen, dass Homophobie gesellschaftlich verpönt ist, nicht Homosexualität. Gerade das "Ehe für Alle"-Gedöns zeigt das wieder. Ich frage mich, wie du deiner Meinung nach Drogen- und Alkoholabhängigen umgehen willst, gerade als Aussenstehender. Klar, diese Menschen sind krank und brauchen Hilfe. Der erste Schritt allerdings ist, dass sie selbst erkennen, dass sie krank sind, und das ist nicht so einfach. Wenn man sie zu sehr mit Samthandschuhen anfässt, ist das ein sicherer Weg in die Co-Abhängigkeit. Meiner Meinung nach.

Meiner Meinung nach ist auch Intoleranz gegen irgendwas in der Natur des Menschen. Das heißt nicht zwangsläufig, dass die Gesellschaft aus Heuchlern besteht, aber solange man nicht gewaltsam auffällt, ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn man sagt, dass man den Islam, Homosexuelle, Pädophile, Drogenabhängige, Alkoholiker, Psychisch Kranke und die AfD nicht mag. Es ist auch eine Meinung, ich muss sie nicht nachvollziehen oder gutheißen, aber ich muss sie akzeptieren. 

Man muss und sollte nicht allem gegenüber Tolerant sein.

In Deutschland sind wir sehr tolerant, dass es uns so vorkommt, dass das nicht so ist, liegt wohl hauptssächlich daran, dass in den Medien nur neagtive Sachen breit getreten werden. 

Das die Mehrheit tolerant ist, sieht man doch oft hier an den Antworten und Kommentaren. Es gibt meist sehr viel mehr tolerante Ansichten als Ablehnende. Nur die Ablehnenden fallen halt mehr ins Auge.

Das ist wie wenn du eine wunderschöne Landschaft vor dir hast, Grün und Blumen von Horizont zu Horizont (oder was immer du dir unter einer schönen Landschaft vorstellst). Und nun ist in dieser Landschaft ein Kohlekraftwerk, ein dunkler Punkt in der Landschaft, der seine Abgase um sich herum verbreitet. Dein Bild von einer schönen Landschaft ist sofort zerstört.

Und in Sachen AFD, du meinst es reicht schon, wenn es nur einen brauchbaren Inhalt gibt um die Partei zu legitimieren?
Das sehe ich anders. Ein Vergewaltiger muss auch nicht toleriert werden, nur weil er mal ein Kätzchen aus dem Baum gerettet hat.

Was z.B. gar nicht toleriert werden muss ist hetze, und damit glänzt die AFD nun mal sehr heraus. Auch mit Nachrichten, die nachweislich falsch sind.
Es ist ja ganz lieb, wenn sie sich dann im Nachhinein davon distanzieren, alles nicht so gemeint, alles ganz andes. Aber der Schaden ist dann schon angerichtet und lässt sich auch nicht von einer Rücknahme der Aussage wett machen.

Beispiel Pädophilie. Ich glaube auch hier, haben die meisten Menschen Verständnis. Wenn dagegen gewettert wird, bezieht sich das auch nicht unbedingt gegen die Pädophilen an sich, sondern an einzelne Täter die Missbrauch begangen haben. Davon sind sogar die wenigsten wirklich Pädophil, die meisten Übergriffe auf Kinder werden aus Dominanzgründen durchgeführt. Mit Pädophil verhält es sich ähnlich wie mit Schwul, das Wort ist einfach negativ belegt und es wird nicht mehr differenziert.

Im Übrigen, wenn du jemanden triffst, der so eine Meinung vertritt, dann frag ihn halt, warum er intolerant ist. Wenn seine Meinung auf einem logischen Funament steht und nicht bloßes geplapper ist, dann wird er dir schon Argumente aufzeigen könnten.

Dann ist es an dir, ihn vom Gegeteil oder von einer Lücke oder Unstimmigkeit in seiner Argumentation zu überzeugen.

Das Problem sind die Extremisten, egal ob Links-, Rechts-, oder Islamisch. 

Man muss aber auch aufpassen, dass man eine Grenze der Meinungsfreiheit nicht überschreitet, die Straftatbestände der Verleumdung und üblen Nachrede haben schon ihre grundsätzliche Berechtigung, nur, dass man sie heute halt als politisches Machtwerk missbraucht.

Ein anderes Problem ist, dass die Menschen sehr arrogant sind. Solche Machtkämpfe gibt es im Tierreich auch, man muss halt einfach auch anerkennen, dass sie eine soziale und biologische Funktion erfüllen, über die wir uns nicht komplett erheben können.

Weswegen Deutschland als so Tolerant gilt liegt an den Gesetzen nicht an den Menschen. Von unseren Gesetzten hast du unzählige Freiheiten mehr als in anderen Ländern. Die Menschen an sich, sind aber genauso verbohrt und Vorurteilsbelastet wie anders wo. 

Jeder hat die Meinung anderer zu respektieren! Ich habe auch von vielen Dingen mir eine Meinung gebildet, die ich auch gerne anderen auftische, aber niemanden aufzwinge oder ignoriere

Das Problem ist, dass die Äußerung von Kritik bei einigen leider eben NICHT ohne Beleidigung, Verurteilung oder Herabwürdigung funktioniert. Und das geht halt nicht. Das ist okay, wenn das zensiert wird. Sachlicher Diskurs ist immer willkommen. 

Dumm nur, wenn ausgerechnet die eher sachlichen Beiträge zensiert werden......: dafür aber die Beleidigungen, Herabwürdigungen oder Beschimpfungen  grundsätzlich stehenbleiben, solange sie nur aus der politisch korrekten Ecke kommen.

1

Nein. Ich finde Deutschland ist sehr tolerant. Aber das liegt daran, dass man hier freien Zugang zu Bildung hat.

Ich finde auch nicht, dass man direkt gepeinigt wird, wenn man nunmal eine etwas "komische" Ansicht der Dinge hat. Nur basieren 90% der Aussagen (die halt gegen "komische" Meinungen sind) auf Fakten. Hier in Deutschland (und vorallem im Netz) wird viel über Dinge diskutiert. Und das finde ich Wundervoll. So bekommt man viele ansichten und kann sich eben selbst wieder eine Meinung bilden, die vielleicht in die richtige Richtung geht.

Ich denke mal das du die Meinung von Menschen meinst, die andere Menschen auf ihre Religion, Sexualität oder Politische Meinung reduziert. Und naja dann auch oftmals Diskriminiert. Und so etwas ist dann keine Meinung, sondern Diskriminierung.

Es gibt einfach zu viele Menschen die zwischen Meinung und Diskriminierung nicht unterscheiden können, und auch oftmals zu Ignorant sind, um eben um zu denken. Diese Hetzerei die dann dabei entsteht ist eben nicht gut.

Wo ist denn Deutschland tolerant? Bei den zusammengeschlagenen AfD-Politikern? Bei den von Selbstjustiz heimgesuchten Pädophilen? Den Jihadisten? Bei den Linksextremisten (schau nach Hamburg)?

0
@TechnologKing70

Aber sicher ist Deutschland tolerant, TechnologKing70 !

Das zeigt sich schon daran, daß man in HH den "Schwarzen Block" nicht von vornherein "einkassiert" hat (was man in d. Türkei sicher getan hätte).

Wenn jemand eine von der Mehrheit total abweichende Meinung vertritt, dann bekommt der natürlich auch von entsprechend vielen Seiten Contra, aber äußern darf jeder seine Meinung.

Toleranz heißt nicht, jede beliebige Meinung zu akzeptieren. 

1

Ja da hast du recht. Aber diese Masse voller Dreck spricht nicht für ganz Deutschland. Wir haben schließlich kürzlich die Ehe für alle hervorgebracht. Deutschland ist vielleicht nicht das Toleranteste Land, aber sicherlich nicht Interloerant.

0
@lassneantwortda

Wir haben schließlich kürzlich die Ehe für alle hervorgebracht.



Oh Supiii....!

Was für ein enormer Fortschritt für unsere Gesellschaft...!!!

Was kommt als nächstes....: die Schwulenquote für politische Ämter...?

Bin schon sehr gespannt....

1
@willom

Ja, es ist immer ein enormer gesellschaftlicher Fortschritt, wenn das Prinzip der formalen Rechtsgleichheit aller Menschen weiter verwirklicht wird und die gesellschaftliche Diskriminierung und rechtliche Ungleichbehandlung von Menschengruppen zurückgedrängt wird.

Hast du damit etwa Probleme, gibt dein Toleranzverständnis da nichts mehr her...?

2

Stimmt, als alkoholabhängiger, pädophiler Afd-Wähler steht man hierzulande auf der untersten Stufe der Gesellschaft und hat wahrlich nichts zu lachen. 

Für fast alles andere bringt man hierzulande Toleranz auf: Flüchtlinge, Schwule, Muslime, Behinderte etc., was aber die oben genannte Randgruppe betrifft, hat Deutschland noch großen Nachholbedarf. Hier helfen nur eine intensive Aufklärung der Bevölkerung sowie Kampagnen der Bundesregierung und der Minderheitenbeauftragten. Auch alkoholabhängige, pädophile Afd-Wähler gehören zu Deutschland und haben dieses harte Los nicht verdient, das ihnen derzeit zuteil wird.

Was möchtest Du wissen?