Warum sind viele muslime so paradox?

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14 Antworten

Ebenso wie im Judentum und im Christentum gibt es auch im Islam die allererste Bedingung für die Entstehung des Glaubens, welches der in der Bibel beschriebene Sündenfall ist.

Ich gehe davon aus, daß sich daraus eine bis heute mehr oder weniger (zumeist mehr) wirksame Urangst vor jedweder Art von Erkenntnis gebildet hat, was sich umso stärker zeigt, je intensiver Menschen in einer dieser Religionen gefangen sind.

Zwar kann ich das nicht beweisen, sondern nur vermuten, doch wenn man ganz einfach darauf schaut, wie religiöse Eiferer ticken, dann spricht jede Menge dafür, daß es tatsächlich so ist.

Die weitere Folge ist dann, daß Angst vor Erkenntnis zwangsläufig zu immer mehr unsinnigen Ansichten führt.

Das mag teilweise zutreffen, aber diese "unsinnigen" Ansichten von Fundamentalisten spiegeln in den meisten Fällen das wahre Gesicht von Religion wieder.

Es handelt sich nämlich bei Religionen um rein politische Konstrukte, die Intoleranz und Feindbilder erzeugen müssen.

Es gibt keine friedlichen Religionen. Sie sind nur dazu geschaffen Macht zu erezeugen und zu halten - mit allen Mitteln!

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@wildcarts2

Politische Interessen spielen sicher eine tragende Rolle. Jedoch wirken meiner Ansicht nach auch noch menschtypische Eigenschaften mit wie z. B. die latente Bereitschaft zur Märchengläubigkeit (sich die Realität durch Abschlatung des Verstandes schön denken und schön reden).

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Mit Phantasie kann man viele der Geschichten, die in den Offenbarungsbüchern stehen, wozu natürlich auch der Koran gehört, metaphorisch auslegen. Dann sind sie weit interpretierbar.

Auch die arabische Sprache wird von "Gläubigen" und "weniger gläubigen" Menschen immer wieder hervorgeholt, um die Texte des Buches in die eine - oder in die andere Richtung  auszulegen, da manche Wörter mehrere Bedeutungen haben können. 

Beispiel ist immer wieder die Kopftuch-Frage, die fortschrittlich denkende Muslime anders auslegen als Dogmatiker.. 

Es ist beispielsweise ein großer Unterschied ob man die Erklärungen (Tafsir) von einem fortschrittlichen "Muhammad Asad" verwendet oder von einem muslimischen Hardliner. 

Ich selbst finde die Religion zwar interessant, lehne sie aber insgesamt ab.



Der Koran gibt tatsächlich nur wenig Möglichkeiten zur Interpretation, wenn man ihn richtig (chronologisch) liest und mit dem direkten historischen Kontext vergleicht.

"Fortschrittlich" ist dabei gar nichts. Es sind nur Versuche sich anzupassen, indem man Worte verdreht. Schließlich gab es vieles noch nicht, als Mohammed seinen Koran schrieb. Es macht keinen Sinn, seine Worte, die immer speziell für die aktuelle Zeit und die Ereignisse ausgelegt waren, auf spätere Zeiten anzuwenden.

Das nenne ich nicht Fortschrittlich, sondern unlogisch, falsch und geheuchelt.

Warum geben Moslems nicht einfach zu, dass der Koran nicht allgemeingültig für alle Zeiten ist, sondern nur für die Zeitgenossen Mohammeds galt?

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@wildcarts2

Warum geben Moslems nicht einfach zu, dass der Koran nicht allgemeingültig für alle Zeiten ist, sondern nur für die Zeitgenossen Mohammeds galt?

Ich fürchte, da verlangst Du zuviel von den Muslimen auch wenn Du in gewisser Weise recht hast.

Ich sehe schon einen Unterschied, und finde es richtig und sinnvoll, dass es etwa auch Leute wie Mouhanad Khorchide gibt, die etwas fortschrittlicher denken.

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Ich würde gern Deine Frage bzw. die Erklärung dazu hinterfragen, um etwas zu zeigen, das vielleicht hilfreich ist:

Die Erklärung Deiner Frage verstehe ich so: "Eigentlich sind Muslime, die sich streng an den Koran halten - und zwar so, wie ihn die Salafisten verstehen - die besten Muslime". Ich hoffe, das ist so in etwa richtig.

Dazu zwei Anmerkungen:

1. Geht es im Islam nicht unbedingt ausschließlich darum, streng nach dem Koran zu leben. Zumindest nicht in jeder Strömung. Der Koran steht als Gott Wort in sehr hohem Ansehen, aber er ist nicht in jeder islamischen Strömung die einzige Richtschnur für den Glauben und die Lebensführung. Neben dem Koran gibt es auch noch die Sunna. Der traditionelle Islam kennt vor allem zwei Formen der Institutionalisierung. Da ist einerseits der Rechtsschulislam. Die Rechtsschulen beschäftigen sich seit Jahrhunderten intensiv mit dem Koran und der Sunna und wie diese in konkreten Situationen auszulegen und anzuwenden sind. Dabei haben die Rechtschulen aber bestimmte Auslegungsprinzipien. Die zweite große Strömung des traditionellen Islam ist der Suffismus, der nochmal ganz eigene Traditonen hat - je nach Sufi-Orden.

Erst der auf Mohammed Abduh zurück gehende Reformislam will sich seit dem 19. Jahrhundert wieder radikal auf den Koran zurückbesinnen und dabei die Traditionen der Rechtsschulen und des Sufismus ausblenden. Wenn man also sagt, dass diejenigen Muslime, die besonders streng nach dem Koran leben und die anderen Traditionen ihrer Religion ablehnen, besonders gute Muslime seien, dann nimmt man schon einen konkreten Standpunkt ein - nämlich den, dass es einmal einen wahren Urislam gab, in welchem nur der Koran galt und alles was in den über 1000 Jahren danach kam mit dem wahren Islam nichts mehr zu tun hatte.

Ein Sufi könnte dagegen z.B. einwenden, dass man den Koran (äußere Wahrheit) nicht ohne die Hilfe durch einen Sufi-Scheich (innere Wahrheit) verstehen kann und den Salafisten daher die nötige Erleuchtung oder so was fehlt. Mancher Rechtsgelehrter könnte einwenden, dass die Salafisten gar nicht die Autorität haben den Koran auszulegen und auf konkrete Situationen anzuwenden. Weil sie sich diese Autorität anmaßen, wären sie aus der Sicht manches Rechtsgelehrten schlechte Muslime.

2. Auch wenn das in deiner Erklärung nicht so deutlich wird, scheint es mir zumindest so, als würdest Du implizieren, dass die Salafisten den Koran richtig verstehen. Aus dem Reformislam haben sich ja sehr gegensätzliche Strömungen entwickelt. Neben der Salafiya sind ja auch liberale Strömungen entstanden. z.B. wollen auch manche Gelehrte der Ankaraner-Schule sich auf den Koran zurückbesinnen. Doch diese wollen den Koran historisch auslegen und als Gottes Anrede an Menschen in einer konkreten historischen Situation verstehen. Was Gott den Menschen damals durch den Propheten gesagt hat, könne man nicht einfach auf heute übertragen, sondern man muss gründlich darüber nachdenken, was davon in welchem Sinn heute Geltung haben kann. Jedes menschliche Urteil darüber, wie der Koran heute anzuwenden sei, ist aber fehlbar. Weil die Salafisten das aber alles nicht beachten und sich um eine historische Auslegung des Koran nicht bemühen, verstehen sie die Sache aus Sicht mancher Gelehrten ohnehin falsch.

Zusammengefasst: Wenn normale Muslime bestimmte Aussagen des Koran nicht umsetzen, ist das keine Heuchelei, sondern sie folgen damit ihrem Glaubensverständnis und leben das, was Islam für sie ist, indem sie z.B. bestimmte Auslegungstraditonen beachten oder glauben, dass nicht alles, was im Koran steht, heute noch gültig ist. Wenn man sagt, Salafisten seien die besten Muslime, dann legt man damit schon ein salafistisches Islam-Verständnis zu Grunde. 

Aus Sicht der Zwölferschiiten sind die Salafisten sowiso blöd, weil sie Sunniten sind und deshalb seit der Ermordung Alis auf das falsche Pferd setzen...

Mir sind die Gläubigen am liebsten, die sich nicht stur und ohne nachzudenken an ein uraltes Buch halten, sondern ihren Glauben hinterfragen und der Zeit und den Gegebenheiten anpassen.

Vieles, was da vor hunderten von Jahren geschrieben wurde, ist heute nicht mehr zeitgemäß und sinnvoll.

Übrigens steht nirgends im Koran, dass Frauen Hijab tragen müssen. Würden diese Strenggläubigen mal darüber nachdenken, dann könnten sich die Frauen dieses Kleidungsstück ersparen, welches für das Leben in Wüstenregionen ganz praktisch sein mag, aber heutzutage und in unseren Breitengraden unsinnig ist.

Bitte um genauere Erklärung. Wenn ich den koran also lese, soll ich es also irgendwie wie ich Lust habe interpretieren, weil die Welt sich verändert hat? Warum hat Gott dann keine weiteren updates mehr veröffentlicht? Wenn ich das irgendwie interpretiere ist die Gefahr doch sehr hoch das ich nicht in den Himmel komme, weil ich etwas falsch interpretiere. Mit Logik hat das rein gar nichts zu tun.

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@motherfock

Gott kann keine Updates liefern, denn er hat das ja  nicht geschrieben. Das waren Menschen aus Fleisch und Blut.

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@motherfock

Warum sollte dich dein Gott dafür bestrafen, wenn du nach bestem Wissen und Gewissen versuchst, ihn und den Koran zu verstehen und zu befolgen?

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Ich könnte mich jedes Mal so aufregen, 

mach das nur - wenn du das brauchst.
Für mich ist das reine Wichtigtuerei.
Deine Hinterfragung des Islam geht am Problem vorbei.
Warum muß jeder Moslem den Koran wörtlich nehmen?
Das wäre doch Schwachsinn.
Daß viele Muslime tatsächlich meinen "wörtlich" den Koran befolgen zu müssen und es dann doch nicht tun (können !) ist etwas anderes.
Du kannst jedenfalls die Muslime nicht dazu verdonnern dies zu tun.
Ich bin Christ, ich "glaube" nicht an die Bibel:
Hast du was dagegen ? Regt es dich auf ?

Du verstehst die Frage und das Problem nicht.

Durch die Verharmlosung und Leugnung des "wahren Islam", die die meisten Moslems betreiben, ziehen die Islamisten viele Vorteile heraus und können nicht so belangt werden, wie es nötig wäre.

Und ja, entweder ich bin komplett in einer Religion und handle so wie es gefordert wird, oder ich bin ein Rosinenpicker und Heuchler. Dann kann ich es auch gleich lassen, weil ich mich damit selbst betrügen würde.

Ich bin Christ, ich "glaube" nicht an die Bibel:

Als Christ kann man auch nicht an die Bibel glauben, weil die Bibel nur für Juden geschrieben wurde. Für Christen ist einzig und allein die Lehre der Kirche relevant.

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@wildcarts2
entweder ich bin komplett in einer Religion

Du kannst dir Zwänge auferlegen wie du willst - Christen brauchen das nicht. Ich kenne auch keinen der "komplett" da drin (wo auch immer) ist ?
Was ist außerdem "komplett" für dich ?
Für mich als Christ ist die Beachtung der Botschaft Jesu "komplett" genug, das ist die "Rosine" welche für Christen allein relevant ist.
Da bin ich nicht nur in Übereinstimmung mit dem Papst (du bist ja wahrscheinlich nicht katholisch) sondern auch mit Hebräer 8,10-11
https://www.bibleserver.com/text/LUT/Hebr%C3%A4er8,10,11

Für Christen ist einzig und allein die Lehre 
der Kirche relevant.

Für welche Christen ?
Die Lehre(en) der Kirche(en) kann sich ändern.
Nein - die Botschaft Jesu ist relevant, da wollen wir mal nicht daran rütteln. Du?

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Viktor, wenn Gott dir vorgibt nur unter gewissen Umständen in den Himmel zu glauben ( was ja so ungefähr der Ziel des Glaubens ist)
Und du diese nicht einhältst, wie kannst du dann fest überzeugt sein in den Himmel zu kommen? Das ist vollkommen unlogisch und wie mein Vorredner schon gesagt hat Selbstbetrug, heuchelei und einfach unnötig. Wenn du eine Mathe Arbeit schreibst und nur 2/10 Themen kannst, bist du dir dann auch sicher das du eine 1+ schreibst?! Mir ist das grundsätzlich egal, wie beschritt jemand sein möchte, aber es regt mich auf wenn man sich dann noch damit brüstet und zB in religiösen Diskussionen fest behauptet der wahren Religion zu folgen und das man nur so in den Himmel kommt. Ergibt für mich einfach keinen Sinn. Warum mich das aufregt? Wenn du mit jemandem redest der dir sagen will das ein Kreis eckig ist, würdest du dir nicht auch denken, "was ein idiot!" ?

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@motherfock
"was ein idiot!" ?

Du meinst jetzt Jesus. Der hat vorgegeben Gottes Wille zu kennen und gesagt, wie man in das Reich Gottes kommt.
s.dazu z.Bsp.Mt.25,34-40
https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us25,34-40
Er lag deshalb mit den Schriftgelehrten im Klinch (die ihm vorwarfen nicht alle "Gesetze" zu beachten) und wurde als "Idiot" (o.ä) beschimpft und dann von ihnen  ermordet.
Du meinst also, man brauchte sich nicht so um seine "Vorgabe" zu kümmern. Diese ist für dich günstigstenfalls 2/10 dessen was man beachten muß.
Das ist deine Sache. Für Christen ist nun mal die Botschaft Jesu maßgebend.
Du solltest dich wirklich mal mit dem "Neuen Bund" (s.meinen Link im vorigen Beitrag) beschäftigen für den Jesus sein Leben gab.
Aber das interessiert dich wahrscheinlich nicht.

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Du verstehst einige Dinge komplett falsch. Im Koran steht nichts vom Kopftuch, auch nichts davon, das man Christen, juden oder Andersgläubigeumbringen darf. 

Die Koranstellen, die tatsächlich zur (defensiven) Gewalt aufrufen, richten sich an die sogenannten Kuffar, also Kulte mit mehreren Göttern, welche vor dem Islam auf der arabischen Halbinsel verbreitet waren und die mit den monotheistischem Islam, aber auch mit Juden und Christen in einem argen Konflikt standen. Grausamkeiten gingen damals natürlich von beiden Seiten aus, abet trotzdem hat Mohammed niemals Juden und Christen als Ungläubige bezeichnet - das kam erst viel später. Juden und Christen wurde im Frühislam nämlich noch große Achtung entgegengebracht und an mehreren Stellen wird im Koran davon geschrieben, dass sie rechtschaffene, gottgefällige Leute sein, die sogar einen Anspruch aufs Paradies hätten!

Das Kopftuch wird ebenfalls nirgendwo gefordert. An besagten Stellen ist bloß davon die Rede, dass die Frau ihren "Schmuck" - ein Euphemismus für ihre Geschlechtsteile und ihre Brüste - bedecken solle. Genau das gleiche findet sich auch in der Bibel und ist Christinnen genauso geboten. Somit ist der Kopftuchzwang rein kulturellen und traditionellen Ursprungs - aber koranisch ist er nicht.

Somit dürfte sich deine Frage schon selbst beantwortet haben - man muss nicht ein barttragender, frauenschlagender und Ungläubige abschlachtender Drecksack sein, um sich Muslim nennen zu dürfen - im Gegenteil: diese Drecksäcke sind nach dem Koran nämlich eine echte Schande für den Islam und keine wahren Muslime.

Damit du dir mal ein genaueres Bild von der Lehre Mohammeds machen kannst, würde ich dir empfehlen, ihn einmal auf deutsch zu lesen. Wenn du dann aber einmal in die islamische Landschaft und besonders die Sunna schaust, also die Hadithe (häufig gefälschte als direkte Aussagen Mohammeds verkaufte Lehrmeinungen und Gesetze), dann fällt dir die wahre Doppelmoral auf: was der spätere "fundamentalistische" Islam aus dem Koran gemacht hat und wie viele Muslime heute auf der Welt leben, fühlen und denken, ist nämlich tatsächlich paradox, da gebe ich dir völlig recht.

Wenn zB im koran steht ungläubige sind wie Vieh

Der Mensch hat eine höhere Bestimmung als ein Tier oder eben in der Übersetzung "wie das Vieh", da Tiere nur Ihrem Instinkt folgen, der Mensch aber einen Verstand hat. Diese Menschen, die es nicht verstehen wollen, diese sind dann "schlimmer" als das Vieh. Ist für viele nur sehr schwer zu verstehen...

Das ist doch absolute heuchelei?!

Nein, das ist die Unwissenheit und der Hochmut, welchen Gott (auf arabisch Allah) verachtet. Du verstehst leichte Dinge nicht aber sprichst so, als hättest du einen Master darin.

Und wenn in Dem koran steht Frauen sollen hijab tragen, und ein muslim
sagt nein das ist zu extrem und hat nichts mit dem koran zu tun ist das
doch auch pure heuchelei?!

Im Koran steht nichts von Hijab. Schlag diesen auf und such die Stelle, viel Glück dabei. Muslime werden nicht am Bart gemessen, Muslima nicht am Kopftuch. Niqab zum Beispiel ist sogar in einigen islamischen Ländern verboten...
Deine Aufgabe als Moslem/als Muslima ist nicht das bewerten anderer Muslime.

Ich meine wenn man die Religion nicht so ausübt wie sie im Buche steht,
und sie einfach irgendwie interpretiert was hat das dann bitte noch mit
der Religion zu tun?

Da gibt es wenig Spielraum dafür. Nehmen wir den IS als Beispiel. Diese zwingen Menschen zum Glauben und zusätzlich zu Ihrer Version. So sind auch Muslime "Kuffar", welche Ihre Meinung nicht teilen. Im Koran steht jetzt:

Wir haben die Schrift (damit sie) den Menschen (zur Rechtleitung diene) mit der Wahrheit auf dich hinabgesandt. Wenn sich nun einer rechtleiten läßt, ist es sein eigener Vorteil. Und wenn einer irregeht, tut er das zu seinem eigenen Nachteil. Du bist nicht ihr Sachwalter.
39:41

Und wenn sie mit dir (über den Inhalt der Offenbarung) streiten, dann sag: Ich ergebe (aslamtu) mich Allah, (ich) und wer mir folgt! Und sag zu denen, die die Schrift erhalten haben und zu den Heiden: Wollt ihr (jetzt) den Islam annehmen? Wenn sie den Islam dann annehmen, sind sie rechtgeleitet. Wenn sie sich aber abwenden, so hast du nur die Botschaft auszurichten (und bist für ihren Unglauben nicht verantwortlich). Allah durchschaut die Menschen wohl.
3:20

Wir wissen sehr wohl, was sie sagen. Und du hast keine Gewalt über sie. Mahne nun mit dem Koran (alle) diejenigen, die meine Drohung (mit dem Gericht) fürchten!
50:45

Dürfte ich dich in der Glaubenfrage zu etwas zwingen, also laut Koran?

Du verdrehst da einige Sachen. Ungläubige sind für den muslim ja nicht nur ungläubige sondern alle die keine muslime sind. wenn man mit muslimen diskutiert merkt man schon an kleinsten antworten wie festgefahren diese sind und glauben das sie danach in den Himmel kommen und an Allah etc. glauben ! Das ist ja grundsätzlich kein Problem! Aber wenn es einen Gott gäbe und man mit dieser Anleitung in den Himmel kommen würde, wie kann man sich dann immer noch so sicher sein und so festgefahren wenn man diese Spielregeln nicht einmal richtig befolgt !? Wenn in meinem Glaubensbuch etwas von töten Vergewaltigung oder rassenhass oder ähnlichem steht, wäre es dann nicht wesentlich sinnvoller diese religion Komplett abzulehnen anstatt sich die Rosinen rauszupicken und weiter dran zu glauben?! Ich kann doch nicht an etwas glauben weil es ne schöne Vorstellung ist in den Himmel zu kommen aber dann nur das tun was man für richtig hält. Wenn Gott mir sagt ich muss 10 Dinge tun, um in den Himmel zu kommen ich aber nur 2 erfülle weil der Rest mir zu krass ist, wie kann ich dann noch glauben das ich in den Himmel komme?! Ergibt für mich in keinerlei Hinsicht einen Sinn

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Wer sich dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm die Rechtleitung deutlich geworden ist, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, den lassen wir verfolgen, was er verfolgt hat, und in der Holle brennen - welch schlimmes Ende!“ Sure 4, Vers 116

Und wie ist es mit dem Abfall vom Glauben? In dem Fall schreibt der Koran doch die Tötung des "Abtrünnigen" vor...

Sie möchten gern, ihr würdet ungläubig, wie sie ungläubig sind, So dass ihr ihnen gleich würdet. So nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund, bis sie auf dem Weg Gottes auswandern. Wenn sie sich abkehren, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund oder HeIfer.“ Sure 4, Vers 90

 

 

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Der Mensch hat eine höhere Bestimmung als ein Tier oder eben in der Übersetzung "wie das Vieh", da Tiere nur Ihrem Instinkt folgen, der Mensch aber einen Verstand hat. Diese Menschen, die es nicht verstehen wollen, diese sind dann "schlimmer" als das Vieh. Ist für viele nur sehrschwer zu verstehen...

Ist schwerzu verstehen, weil es falsch ist. Menschen sind auch nur Tiere und eine "Bestimmung" gibt es nicht.

Deine weitere Argumentation basiert auf einem groben Fehler:

Du vermischst die Regeln für den inneren Islam mit den Regeln die nach Aussen gerichtet sind.

In vielen Gebieten in denen Moslems lebten, lebten auch andere Menschen. Mohammed versuchte die kleinen und größeren Stämme zu vereinen. Dazu musste er in Gebieten, in denen Moslems in der Unterzahl waren, vorsichtiger vorgehen.

Es wäre zu aufwendig um dir das hier genauer zu erläutern. Fakt ist aber, dass der Koran offen dazu auffordert Ungläubige zu töten, sofern man sie nicht bekehren kann. Teilweise wurde aber aber auch angewiesen nichts zu tun, sofern die Ungläubigen aktuell nicht gegen den Islam bzw. Mohammed vorgingen.

Man muss den Koran genauso wie die Bibel immer auch im historischen Kontext und chronologisch in der richtigen Richtung betrachten, sonst führt das in Fehlinterpretationen.

Wenn man das macht, dann sieht man auch, dass es kaum Spielraum für Interpretationen gibt.

Der Islam ist und bleibt eine aggressive Religion!

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Ich verstehe was du meinst. Ich bemühe mich immer mich nicht aufzuregen, wenn Moslems den Islam als "friedliche Religion" (was es generell nicht gibt) darstellen und IS, Salafisten und Co. als falsche Moslems bezeichnen, die die Religion missbrauchen würden.

Faktisch ist der Islam die aggressivste Religion unserer Tage!

Das Problem ist, dass mit dem Tod Mohammeds eigentlich auch der Islam starb, denn seine vermeintlichen Nachfolger stritten sich und änderten die Lehren nach ihren eigenen Vorstelllungen, so dass es zu mehreren Strömungen kam.

Hinzu kamen dann die interpretierenden Schriften, die den Islam immer weiter veränderten. Heute wird vieles zerredet, statt sich an die harten Fakten zu halten.

Warum ist das so? Ganz einfach: 90% ders MOSLEMS sind genauso Menschen wie du und ich. Sie unterscheiden sich nicht von anderen religiösen Menschen. Auch sie wollen nur ihren Frieden, ihre Traditionen und ihre Vorstellungen haben bzw. behalten. Sie sind auch nur bequem. Da sie selbst in einem falschen Islam erzogen wurden, wollen sie sich nicht ändern und sehen die "richtigen" Moslems genauso als Bedrohung des Friedens wie alle anderen es tun.

Das ist ja auch erst einmal zu begrüßen. Mir ist ein friedlicher Moslem, der aus eigener Friedfertigkeit den Ur-Islam nicht ausübt, sondern sich an die falschen Interpretationen und Ausreden hält, wesentlich lieber, als ein Amoklaufender Islamist.

Es stört mich auch, dass die anderen Lügen verbreiten, da Islamisten davon profitieren, indem sie bei der Anwerbung richtigerweise sagen können, dass sich die meisten Moslems nicht an den Koran halten und es viele Länder gibt, die Gesetze und Sicherheitsmaßnahmen nicht umsetzen, weil sie Angst vor den friedlichen Moslems haben.

Dagegen kann man nur eines tun: Selbst helfen, dass sich die Menschen in deinem Einflussbereich bilden können und diese Lügen nicht annehmen.

Dabei sollte man aber in jedem Fall friedlich und sachlich vorgehen, nicht beleidigen und selbst sehr gut gebildet sein auf dem Gebiet. Hetze, egal in welcher Richtung, führt nie zum Ergebnis, selbst wenn die Inhalte richtig sind.

Aus diesem Grund gebe ich hier und anderweitig immer gern Antworten zu diesen Themen und versuche Falschaussagen und Vorurteile auszuräumen. Sicherlich ist das schwer und funktioniert nur selten, aber wenn nur wenige Menschen zum Nachdenken angeregt werden und die Wahrheit erkennen, hat man schon einen Schritt in die richtige Richtung getan.

Religionen sind doch grundsätzlich nicht logisch und viel zu oft reine Heuchlerei. Das ist beim Christentum nicht anders.

Kein Grund sich darüber aufzuregen. Soll doch jeder machen, wie er möchte.

Aber keine Andersgläubigen verfolgen, bedrohen oder sogar ermorden

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Grüß Dich motherfock!

Im Prinzip ist das bei allen Offenbarungsreligionen so, aber der entscheidende Grund ist die mangelnde Säkularisierung (das Christentum ist säkular, wenn auch nicht ganz), der Glaube, das der Islam die absolute Wahrheit verkörpert, die Reglementierung, wenn jermand vom "wahren Weg" abweicht, mangelnde Bildung und die inneren Widersprüche der Glaubenslehre.

Säkularisierung

https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4kularisierung

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Jeder Mensch/Muslim muss für sich entscheiden, wie weit er den Islam verinnerlicht und praktiziert oder auch nicht. Er muss für sich entscheiden, wie er Allah am Tage der Auferstehung gegenübertreten will.

Oftmals ist es auch einfache Unwissenheit, die Muslime veranlasst, "seltsame, paradoxe" Aussagen zu treffen.

Allah sei Dank, gibt es sehr viele verschiedene Menschen und sehr viele verschiedene Ansichten. Wenn du mit verschiedenen Christen reden würdest wärst du auch erstaunt, was für paradoxe Aussagen es gibt. Einehe - Mehrehe zum Beispiel, einige halten die andere Wange hin, andere machen das nicht, katholische homosexuelle Priester sollen laut der Kleruskongregation aus Rom nicht geweiht werden, nach den deutschen Katholiken soll es geschehen und geschieht es, die Evangelischen haben damit offensichtlich viel weniger Probleme usw. usw.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/entweder-ist-man-homosexuell-oder-nicht

http://www.evangelisch.de/inhalte/95471/26-06-2014/ohne-homosexuelle-waere-die-kirche-aufgeschmissen

Jeder Mensch/Muslim muss für sich entscheiden, wie weit er den Islam verinnerlicht und praktiziert oder auch nicht. Er muss für sich entscheiden, wie er Allah am Tage der Auferstehung gegenübertreten will.

Falsch. Er KANN das, ist dann aber kein richtiger Moslem mehr. Man kann sich nicht einfach dir Rosinen herauspicken, weil Religionen starre Konzepte sind. Weicht man von nur einem Teil bewusst ab, ist man ein Heuchler und kann sich den Rest auch sparen.

Oftmals ist es auch einfache Unwissenheit, die Muslime veranlasst, "seltsame, paradoxe" Aussagen zu treffen.

Richtig. Das merkt man vor allem daran, wenn nur stupide etwas nachgeplappert wird, was man mal gehört hat oder was einem erzählt wurde, ohne es selbst zu prüfen.

Daher gibt es auch so viele Muslime die paradoxerweise den Islam als friedlich bezeichnen, obwohl er dies ganz und gar nicht ist.

Wenn du mit verschiedenen Christen reden würdest wärst du auch erstaunt,

Völlig irrelevant!

Warum wollt ihr immer ablenken? Das ist so, als würdest du einen Mörder als guten Menschen darstellen wollen, indem du ihn mit einem anderen Mörder vergleichst, der deiner Meinung nach schlimmer sei.

Indes gibt es keine unterschiedlichen Christen. Es gibt nur eine Religion namens Christentum und das ist die römische Kirche. Alle anderen sind Plagiate und dürften sich eigentlich nicht Christen nennen.

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Ich bin kein Moslem, aber überzeugter Christ. Und ich weiß, dass es in der Bibel viele Stellen gibt, die Außenstehende problemlos falsch verstehen können - und das auch immer wieder tun.

Beispielsweise gibt es im Neuen Testament einen echten Klassiker. "Ich bin nicht gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert", sagt Jesus da. Außenstehende könnten nun meinen, das bedeutet, dass Jesus Terror verbreiten will. Und nur, weil ich NICHT mit einem Schwert rumlaufe, heißt das noch lange nicht, dass ich die Bibel nicht ernst nehmen würde.

Naja, wenn Gott in der Bibel Kinder tötet, ist das meist ziemlich eindeutig...

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@Deamonia

Da hast du (leider) recht, @Deamonia. Es gibt noch viel schlimmere Stellen in der Bibel: Aufruf Gottes zum Völkermord (Deuteronomium, Kap. 20, ab Vers 10). Menschenopfer der eigenen Tochter in der Erzählung von Jiphtach (Buch Richter, Kap. 11), ohne dass Gott dazwischengeht wie bei Abraham. Eine weitere verirrte Deutung ist, dass Gott als beleidigter Tyrann das Blut seines Sohnes zur Versöhnung forderte. Das steckt noch heute tief in der Liturgie, wird aber (zumindest in kath. Kirchen) so gut wie nicht mehr gepredigt.

Daraus folgt:

- Das Gottesbild, wie es sich Teilen des Alten Testamentes in der Bibel darstellt, ist nicht das des heutigen Christentums.

- Bibel und Koran sind wertvolle kulturelle Quellen, deren Untersuchung durch Fachleute sehr lohnenswert ist. Man kann sich aber in beiden Fällen nicht für die Anwendung im heutigen Alltag überall wörtlich auf sie berufen, ohne dass es Mord und Totschlag gibt. Das müssen die Fanatiker unter Christen und Moslems lernen.

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Beispielsweise gibt es im Neuen Testament einen echten Klassiker. "Ich bin nicht gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert", sagt Jesus da. Außenstehende könnten nun meinen, das bedeutet, dass Jesus Terror verbreiten will.

Tja, offensichtlich gehörst du zu denen, die dies falsch verstehen. Die Evangelisten waren politische Revolutionäre die mit ihren Schriften Verbündetete für den Aufstand gegen Rom suchten.

Zudem hat die Bibel rein gar nichts mit Christen zu tun, sie wurde von Juden für Juden geschrieben!

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@wildcarts2

Nein, DU hast es offensichtlich falsch verstanden. Und mit dir viele Atheisten, die sich wie obene beschrieben offenbar kritische Stellen herauspicken und darauf herumreiten. Wenn man es dann erklärt, wird auf Durchzug gestellt. Da kann ich dann auch nichts mehr tun.

Und jetzt auch wieder die tägliche Leier "von Juden für Juden"... gääääähn.

Meine Antworten und Bibelzitate kennst du ja.

Schönes Wochenende!

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Hast du schon einmal die Bibel gelesen?
Da steht auch viel Zeug drin woran sich Christen nicht (mehr) halten und es nicht wörtlich interpretieren.

Stimmt, aber Christen machen generell weniger Tamtam um ihren Glauben

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Die Bibel (über 70 Schriften verfaßt von 100ten Autoren über  mehr als 1200 Jahre) ist keine Glaubens-Schrift - für Christen.
Wußtest du das nicht ?
Deswegen darf da auch viel "Zeug" drin stehen, was Christen nicht kratzt. Es gibt deswegen keinen Handlungsbedarf etwas interpretieren zu müssen.

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Man müßte den Koran selber lesen,um genau zu wissen,was da nun eigentlich drin steht.....Ich machs aber nicht...

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